Günter Weschke

November Wärme

November Wärme.

Wir sind es gewohnt, dass der November stets mit Nässe und Kälte einher geht.
So ist es und so kennen wir es eben, aber es gibt tatsächlich auf unserer Erde Plätze, dort erscheint der November ganz anders, 
nämlich mild, ja warm und sonnig, die Menschen gehen in sommerlicher Kleidung Spazieren, genießen ein Eis, oder sitzen auf Wiesen und machen ein richtiges Picknick.
Es wird gelacht und gespielt, gesungen und getanzt.

Es gibt aber auch andere, warme November Gegenden, dort stehen sich die Menschen feindlich gegenüber, oder liegen irgendwo verborgen, mit dem Gewehr im Anschlag, bereit auf jede Bewegung zu Schießen, jeden zu Töten, der nicht bereit ist,
so zu Leben, wie sie es ihm Vorschreiben.

Diese Länder haben oft eine wunderschöne Natur, große Wälder mit geheimnisvollen Orten voller Orchideen, mit lieblichen Teichen, bedeckt mit großen Seerosen, oder alte, kaum entdeckte, versunkene Städte, die einst voller Leben waren.

Dann aber wieder die Gegensätze, wenn irgendwo Frauen öffentlich ausgepeitscht werden, nur weil sie ihr Haar nicht bedeckt hatten, oder, wie es die Männer können, ihre nackten Beine zeigen.
Sie müssen ihre Körper hinter einer Burkha verstecken, nur damit die Männer nicht plötzlich durchdrehen.
Mädchen dürfen selten eine Schule besuchen und wenn, dann meist nur bis zur vierten Klasse.
Oh ja, der warme November könnte so schön sein!

Und wir?
Wir frieren weiter in unserem alt bekanntem Novemberwetter, nass und schon recht kalt.
Aber wir haben ja Corona, diese fiese Vieren Krankheit, der wir noch immer machtlos gegenüber stehen.
Mund und Nasenschutz sind seit langem unsere ständigen Begleiter.
Ja, und dann das Impfen, wenn es doch nur jeder von uns tun würde, das Leben würde dann etwas ertragbarer für alle Menschen sein. 

Es gibt leider auch solche Menschen, die diese Schutzmaßnahme ablehnen, aus welchen blöden Gründen auch immer. Da werden Verschwörungen genannt, auch, dass die Menschheit dadurch langsam ausgerottet werden soll, und was noch alles für dummes Zeug.
Andere sagen …es ist mir doch egal, wann ich sterbe, dann soll es eben jetzt sein!
Aber wenn sie dann auf einer Intensivstation liegen, an zig Schläuche angeschlossen, kaum noch atmen können, das Pflegepersonal bis zur Erschöpfung alles unternimmt, dieses 
armselige Leben zu Retten, dann, erst dann, wenn es ihnen wirklich wieder besser geht, werden sie einsehen, wie wertvoll dieses armselige Leben doch ist.

Eines Tages werden sie wieder eine nasskalte Novemberluft genießen können, sich an einer Blume die Nase anfrieren, weil es eine Eisblume war, -weil ihre Wahrnehmungsorgane nicht mehr richtig arbeiten-, aber ihr Leben wurde gerettet, welches sie jetzt wieder sehr Lieben.

Hoffen wir darauf, dass es für uns noch recht viele November gibt, hoffen wir auf eine nahe, bessere Zukunft, die es uns endlich wieder gestattet, so zu Leben, wie wir es möchten, nämlich Zufrieden.
 









 

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