Heike Clarissa Conundrum

Elvis lebt

Paula wollte ihrer Oma zum 73. Geburtstag eine Freude bereiten und nahm sich dafür frei. Den Wecker ließ sie zu 6.30 Uhr klingeln. Sie wollte pünktlich mit frischen Brötchen zum Frühstück bei Oma sein. Gefrühstückt wird bei Oma immer um 7.45 Uhr. Diesen Zeitplan galt es einzuhalten. Mit einem wunderschönen Blumenstrauß und den guten, weichen Brötchen von der Bäckerei „FrischGut“ wurde ihre Überraschung zum vollen Erfolg.
Oma freute sich riesig.

Beim gemütlichen Frühstück lachten beide und Oma gönnte sich ein Glas Rotwein, denn Rotwein ist Medizin. Und Medizin ist wichtig, denn ohne die werden meine Ischiasschmerzen keinesfalls besser“, sagte Oma.

Anschließend schwang sich Oma mit leichtem Geächze in ihr schönstes Kostüm und ließ sich von ihrer Enkeltochter zur nächsten Überraschung entführen. Für einen Novembertag war das Wetter herrlich. Blauer Himmel und sogar etwas Sonnenschein. Also Oma, was hältst du von einem Spaziergang durch den Park?“

Oma schwang ihren Krückstock und es ging los. Im Park wurden ihnen die schönsten Herbstfarben geboten und es war eine himmlische Ruhe. Aber was war das? Von irgendwo her ertönte undefinierbar etwas Lautes.

Abrupt blieb Oma stehen und lauschte. Sie schloss ihre Augen und drehte den Kopf von rechts nach links. „ Das kann doch wohl nicht wahr sein“, sagte sie und zeigte mit ihrem Krückstock in eine bestimmte Richtung. So liefen beide dorthin weiter und es wurde lauter und lauter.

Je lauter es wurde, desto schneller lief Oma. Paula staunte nicht schlecht darüber.

Zuerst sahen die beiden Frauen eine bunte Menschentraube und dahinter eine Bühne mit Musikern.

Oma wusste schon längst wessen Musik dort gespielt wurde.

Sie warf ihren Krückstock in großem Bogen in eine Hecke und rannte wie vom Teufel gejagt weiter. Sie wühlte sich durch die Menschen und scheute sich nicht vor direktem Ellenbogeneinsatz.

An der Bühne angekommen fing sie sofort an zum „Rock ´n Roll“ zu tanzen und sang laut mit. Als Paula endlich eintraf rief Oma ihr zu: „ Das ist so ein schöner Geburtstag mein Kind. Vielen Dank!“ Und lachend rief sie hinterher: „Ich habe dir doch immer gesagt: ´Elvis lebt!`

 

 

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„Krachen, Scheppern und dann gewaltiger Lärm, als ein schwerer Gegenstand an die Wand geworfen wurde. Oh verdammt, die Verrückte spielte drüben in der Küche schon wieder ihr absolutes Lieblingsspiel – Geister vertreiben. Gleich würde sie hierher ins Wohnzimmer stürzen, wo ich versuchte, in Ruhe meine Hausaufgaben zu machen. Und dann würde sie mir wieder lang und breit erklären, welches Gespenst gerade versucht hatte, durch die Wand zu gehen und sie anzugreifen. Ich hasste sie! Ich hasste dieses Weib aus ganzem Herzen!“ Die 13-jährige Eva lebt in einer nach außen hin heilen, kleinbürgerlichen Familie. Hinter der geschlossenen Tür herrscht Tag für Tag eine Hölle aus psychischer und physischer Gewalt durch die psychopathische Mutter und den egomanischen Vater. Verzweifelt versucht sie, sich daraus zu befreien. Vergebens - bis ihr ein altes Buch in die Hände fällt. Als letzten Ausweg beschwört sie daraus einen Teufel. Er bietet ihr seine Hilfe an. Aber sein Preis ist hoch...

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