Heinz-Walter Hoetter

Zehn Kurzgeschichten zwischen Nonsens und Humor

1. Als ich mal Spatzen zieren gehen wollte


 

Die Sonne scheint, und ich habe vor, heute ein wenig Spatzen zieren zu gehen.

Aber vorher muss ich noch schnell mit dem Rasenmetzler meinen kleinen Vorhautgarten beschneiden.

Meine Nacktbarn machen das auch immer gleich nach dem gestückelten Frühchen.

Dann Rasenmetzeln wir immer gemeinsam um die Anette, bis einer von uns der Flieger ist und mit ihr eine Tasse Schniedelwurztee trinken darf.

Diesmal war ich der vielversprechende Verlierer und durfte keinen Schniedelwurztee mit ihr trinken.

Schmeiß egal aber auch! Macht doch wix! Dann gehe ich eben Spatzen zieren, anal noch mal!

Na ja, ein bisschen angepisst bin ich schon, denn die nette Anette hat ganz schön Holz vor der Hütten.

Richtige van Euter, sagt immer mein Nacktbar, der ein kalter Bauer ist.

Wie auch immer, denke ich, es gibt ja auch noch die Nutellas wenn's schweinig werden muss.

Lecker, lecker sind die!

Da fängt selbst der korpulente Italiener Homo Bernhardiner über mir an zu sabbern und jault dabei "oh Sodo mio, wie i die, so do mie".

Verrückte Nacktbarschaft, wohin man geilt.

Ich schaue auf die Uhr. Es wird langsam Long Dong Silver und verlasse das Haus, um endlich Spatzen zieren zu gehen.


 

(c)Heinz-Walter Hoetter

 

 

 

***


 

2. Als ich mal nach Hause kam


 

Als ich mal nach Hause kam, war ich gar nicht da. Also klingelte ich an der Haustüre, die plötzlich aufgemacht wurde. Der Mann, der da vor mir stand, der war ich selbst. Ich fragte mich, ob ich wüsste, wo ich bin.

 

Der nette Herr, der ich selbst war, gab mir zur Antwort, dass er das nicht so genau sagen könne, weil ich mir darüber keine Angaben gemacht hätte, wohin ich gehen wollte. Allerdings gäbe es die Möglichkeit, so sein nettes Angebot, dass ich doch in meinem Haus auf mich selbst warten könne, bis ich kommen würde, was bestimmt bald der Fall sein wird, da ich um diese Zeit immer nach Hause komme. Also ließ ich mich selbst ins Haus und wartete auf mich geduldig, bis ich erscheinen würde.

 

Plötzlich klingelte es an der Haustür. Ich und ich gingen hin und öffneten sie. Tatsächlich hatte ich recht. Da stand ich selbst vor der Tür. Ich ließ mich rein. Jetzt waren wir schon zu dritt. Vielleicht werden es noch mehr von mir. Wer weiß das schon so genau? Die Welt ist doch verrückt - oder?

 

 

(c)Heinz-Walter Hoetter

 

 

 

***

 

 

3. Als sie sich wieder einmal trafen...


 

Eine lustige und etwas schlüpfrige Kurzgeschichte für Kenner und Nichtkenner

***

Jaaa, da schau her! Mein alter Penis! Schon lange nicht mehr gesehen. Wo warst du denn die ganze Zeit? Wie geht es dir so?“ sprach die Muschi und öffnete ein wenig ihre knallroten Schamlippen zu einem grinsenden, leicht lasziven Lächeln.

 

Mir geht es heute nicht so toll“, antwortete der schlaffe Penis. „Früher hatte ich viel mehr zu tun, als wir beide noch zusammen waren. Außerdem tat ich es immer gerne mit dir. Aber diese Zeiten sind ja schon lange vorbei und längst Geschichte. Ich liege jetzt meistens den ganzen Tag nur faul auf meinem Sack herum und langweile mich zu Tode. Nun ja, ab und zu sehe ich mal einen Baum und kann dann mal etwas frische Luft schnappen. Mein Nachbar, dieses blöde Arschloch, ärgert mich in letzter Zeit immer häufiger. Manchmal hat er einen fürchterlichen Dünnschiss, dann spritzt er mir absichtlich auf die Eichel, dieser Lump. Das macht er besonders gern, wenn ich in irgendwelchen dieser trüben Porzellanschüsseln herum hängen muss. Danach sehe ich aus, als hätte ich Sommersprossen auf dem Beutel. Ich könnte wirklich kotzen. Und stinken tut der! Mann oh Mann! Wie eine Leiche. Echt pervers, was ich alles aushalten muss“, antwortete der jetzt sichtlich erregte Penis, dem man aber in diesem Zustand sein Alter leider auch schon ansah. Wie ein schwach aufgeblasener Luftballon hing er da, genauso wie der faltige Sack, der nutzlos hin und her baumelte. Er war sporadisch durchsetzt mit grauen, stark gekräuselten Haaren. Tja, und die beiden Glocken, auch Eier genannt, hingen schon lange tiefer als das Seil.

 

Ehrlich gesagt, du tust mir richtig leid, wenn ich das ausgerechnet von dir hören muss. Du hast offensichtlich kein schönes Leben mehr. Wo du doch früher so ein strammer Max gewesen warst.“

 

Na ja. Was soll ich sagen? Ich werde eh selten gewaschen. Meine Vorhaut, sie nennt sich „Pelle“, beschwert sich immer häufiger bei mir, weil sie den Schmant auf ihrer Eichel nicht mehr aushalten kann. Echt ekelhaft, kann ich dir sagen. Manchmal ist die arme Eichel mit juckenden Pickeln übersät, die auch mich in den Wahnsinn treiben. Aber was soll ich machen? Ich leide ja ebenfalls darunter, wenn es den beiden schlecht geht. Meistens am Wochenende kommen auch noch die bösen Hände, die meine Vorhaut immer heftig bearbeiten. Dann rufen sie mit einem höhnischen Grinsen: 'Die Vorhaut ist die Haut, die immer vor und zurück haut!'
Das alles ist ja noch zu ertragen, wenn es da nicht so manche Abende im Jahr gäbe, die zwar selten sind, aber es passiert eben doch noch hin und wieder. Da bekomme ich meistens einen Gummianzug übergezogen, in dem ich fast ersticke. In diesem Ding muss ich immer in ziemlich dunkle Kanäle abtauchen. Nur trübe erkenne ich, dass es offenbar Brüder von meinem Arschloch sind. Sie quälen mich echt brutal. Manche kneifen ihre Schließmuskel absichtlich ganz eng zusammen, sodass ich bisweilen schrecklich abknicke und dabei sogar schlimme Hämatome davon trage. Nach einer Weile muss ich mich meistens übergeben und bade für einige Zeit in meinem eigenen Erbrochenem. Es ist einfach zum Verzweifeln..., Muschi“, sagte der alte Schwanz betrübt und zuckte dabei ein wenig auf und ab, wobei ihm ein paar Tropfen Urin ungewollt wie Tränen aus dem Harnleiter schossen.

 

Du meine Güte! So schlimm ist deine Lage schon geworden? Was bist du bloß für eine arme Sau geworden!“ sprach Muschi sichtlich gerührt und befahl ihren beiden Schenkeln sich ganz weit zu spreizen. Das gefiel natürlich dem alten Penis nicht nur gut, sondern sehr gut.

 

Dann fuhr Muschi mit weit geöffneter Vagina fort: „So, mein alter Freund. Du kannst froh sein, dass wir uns getroffen haben. Komm her! Wir machen uns einfach ein paar schöne Stunden, so wie in früheren Zeiten. Du kannst mit mir machen, was immer du willst. Ich werde dich schon auf Trab bringen und dir zeigen, was noch in mir steckt, wenn du erst mal drinnen bist. Na, wie wär's? War ich früher nicht immer deine Stute? Mach' mir also den Hengst wie in alten Tagen! Auf geht’s! Lass' uns einen heißen Ritt hinlegen. Danach geht es dir bestimmt wieder besser. Denk' mal daran, was du damals immer zu mir gesagt hast. Na, fällt es dir wieder ein?“

 

Natürlich. Wie kann ich das vergessen“, sagte der alte Schwanz zu seiner Muschi und jodelte vor Lust: „Du bist noch immer die geilste Möse auf der Welt!“

 

(c)Heinz-Walter Hoetter


 

 

 

***

 

 

4. Das Liebesdrama der beiden Schafe Siff Philis und Vragina

 

Es war einmal ein männliches Schaf, das hieß Siff Philis. Ein ziemlich blöder Name, um ganz ehrlich zu sein, aber der alte Bauer Pim van Pimmel hatte es so gewollt, weil er allen seinen Schafen immer so komische Namen gab. Das war Tradition bei ihm.

Wie auch immer.

Dieses männliche Schaf Siff Philis bestach tatsächlich nicht durch besondere Intelligenz oder herausragende Schönheit. Nein, im Gegenteil: Siff Philis war außerordentlich blöd und extrem hässlich. Er lebte zwar auch mit den anderen Schafen zusammen in einem großen Stall, doch er wurde vor allen Dingen wegen seiner abgrundtiefen Hässlichkeit und seiner grenzenlosen Dummheit gemieden. Selbst unter Schafen war das ungewöhnlich, denn sie waren ja allesamt nicht besonders helle im Kopf.

Siff Philis störte das aber in keiner Weise, weil er davon überhaupt nichts mitbekam. So blöd war er. Außerdem verbrachte er die meiste Zeit draußen auf der Wiese und fraß den ganzen Tag Gras ohne Ende. Entsprechend köttelte er auch viel. Den Rest des Tages schlief er entweder oder dachte über das weibliche Schaf Vragina nach. Sie war das Schaf seiner Träume. Er war bis über beide Ohren in sie verliebt. Immer dann, wenn er der Herde hinterher lief, sah er zwar nur Arschlöcher, aber seine Vragina entdeckte er meistens auf Anhieb, weil sie ein schwarzes Fell hatte, das besonders hervorstach.

Nun, Vragina war allerdings ebenso dumm und hässlich wie er. Sie lebte schon etwas länger in der Schafherde als Siff Philis, der eigentlich noch zu den jüngeren männlichen Schafen zählte.
Aber auch Vragina wurde oft von ihren Mitschafen gehänselt. Das lag wohl daran, dass sie sich die meiste Zeit mitten in der Herde aufhielt und Angst hatte, sie zu verlassen.

Aus diesem Grunde war es natürlich nicht weiter verwunderlich, dass die anderen Schafe ständig über sie herzogen und sich abfällig über Vragina äußerten, weil sie so abgrundtief dumm und zudem noch von Kopf bis Fuß schwarz war. Doch Vragina kapierte die Beleidigungen und die Beschimpfungen der anderen Schafe nicht. Sie war darüber auch nicht sonderlich gekränkt. Es machte ihr einfach nichts aus.

Aber auch Vragina hatte so ihre Träume. Sie träume von dem Einzelgänger da draußen, der immer so allein am Rande der grünen Wiese stand und den ganzen Tag Gras fraß. Und sie kannte auch seinen Namen: Siff Philis.

So hingen beide Schafe ihren Liebesträumen nach. Siff Philis träumte von Vragina, Vragina träumte von Siff Phillis. Sie waren ja so verliebt aus weiter Ferne.

Obwohl beiden Schafe in einer Herde lebten, kamen sie dennoch nicht zusammen. Sie waren einfach zu schwachsinnig, um sich auf irgend einem geeigneten Wege kennen zu lernen und lebten deshalb unglücklicherweise aneinander vorbei. Tag für Tag, Woche für Woche und Jahr für Jahr.

Eines Tages besuchte eine hungrige Wolfsmeute die Schafherde des alten Bauern Pim van Pimmel. Das erste Schaf, das dran glauben musste, war Siff Philis, weil es so weit weg von der übrigen Herde da draußen am fernen Zaun stand.

Vragina hatten die übrigen Schafe an diesem Tag aus dem Stall geekelt, deshalb war sie die zweite aus der Herde, die von den Wölfen gerissen wurde. Es folgten noch ein paar andere, bis endlich der alte Bauer Pim van Pimmel mit der Schrotflinte kam und die Wolfsmeute durch einige laut krachende Schüsse verjagte.

Seltsamerweise lagen Siff Philis und Vragina tot auf der grünen Wiese ganz dicht beieinander. Ihre beiden Körper sahen fürchterlich aus und man konnte auf Anhieb nicht bestimmen, welche der blutigen Innereien zu welchem der beiden Schafe gehörten. Es sah fast so aus, als gehörte der ganze Fleischbatz nur zu einem Schaf.

Ja, nun war es zwar zu spät für die beiden beschränkten Tiere gewesen hier im diesseitigen Leben zusammen zu finden, aber vielleicht haben sie ja im Himmel der Schafe noch zueinander gefunden, trotz ihrer abgrundtiefen Blödheit.

Wer weiß?


(c)Heinz-Walter Hoetter

 

 

 

 

***

 

 

5. Der Irrtum, der keiner war



Ich dachte, ich hätte mich geirrt. Doch das war ein Irrtum, dass ich dachte, dass ich mich geirrt hätte. Ich hatte mich nämlich in Wirklichkeit gar nicht geirrt. Weil ich dachte, dass ich mich geirrt hätte, hat mich das tatsächlich etwas irritiert und deshalb nahm ich irritierend an, dass ich mich wohl geirrt hätte, was sich ja nachträglich als Irrtum herausgestellt hat. So kann man sich eben irren, auch ohne sich eigentlich geirrt zu haben, nur weil man aus einer gewissen Irritiertheit heraus der Annahme war, man hätte sich geirrt. – Da wird man ja ganz irre bei so einem Irrtum, der keiner war.

©Heinz-Walter Hoetter

 

 

 

 

 

***

6. Der skurrile Brief

An

Herrn Ignatius Leckenwalter

Riesenzwergstr. 13

 

27624 Fickmühlen

 

 

Mein lieber Ignatius!

 

Es ist schon lange her, als ich Dir erst gestern einen Brief geschrieben habe. Ich hoffe, es kommt noch öfters vor, was ich aber gerne vermeiden würde, wenn ich mal wieder keinen Bock aufs Schreiben habe.

 

Nun, Du bekommst diesen Brief von mir, damit Du nicht denkst, ich sei schon gestorben. Extra für Dich schreibe ich auch ganz langsam, weil ich von Dir weiß, dass Du schnell und sicher lesen kannst, was ich nicht kann.

Gerade fällt mir was ein.


Ich muss Dir nämlich noch sagen, dass Dein Onkel Langschwanz letzte Woche in einen Sudkessel gefallen und darin ertrunken ist. Einige Männer aus der Brauerei wollten ihn noch retten, doch er leistete heftigen Widerstand. Später haben wir ihn dann draußen bei uns im Garten verbrannt und seine Asche im nah gelegenen Badesee entsorgt. Einen Tag später waren dann alle Fische tot. Nur gut, dass keiner mitbekommen hat, dass wir Onkel Langschwanz da ins Wasser geworfen haben.

 

Aber ich habe auch eine gute Nachricht für Dich.

 

Vater hat jetzt endlich einen neuen Job angenommen. Eigentlich wollte er nicht auf Hartz IV verzichten, aber er musste einfach, obwohl er nicht wollte.

 

Komischerweise geht er auf einmal richtig gerne in die Arbeit, weil er mehr als 1500 Leute unter sich hat. Du musst wissen, auch wenn es Dir oft abhanden kommt, dass Papa auf unserem alten Friedhof den Rasen mäht und auch sonst alles in Schuss zu halten hat. Das Üble an der ganzen Sache ist nur, dass er total nüchtern nach Hause kommt, was ich von ihm früher nicht sagen konnte. Besoffen war er besser drauf.

 

Übrigens sind wir umgezogen. Falls Du uns wieder mal besuchen kommst, wirst Du sicherlich unsere neue Wohnung nicht wiedererkennen. Stell' Dir mal vor, wir haben sogar eine Waschmaschine im Badezimmer. Ich tat sogleich alle Hemden hinein und drückte so einen komischen Knopf. Die Hemden sind bis heute nicht wieder aufgetaucht. Seltsame Maschine!? Seitdem wasche ich lieber alles wieder mit der Hand, auch wenn es mir wegen der krummen Beine eigentlich doch recht leicht fällt.

 

Gestern, das muss ich Dir noch schnell sagen, ist mir die steile Treppe im neuen Haus entgegen gekommen. Ich bin dann kopfüber gegen die Bums getürt, was zur Folge hatte, dass ich jetzt mit einem großen Loch im Kopf herum laufe. Wird schon wieder zuwachsen, denn wir sind ja ein hartes Gesocks oder nicht?

 

Mann oh Mann, das hätte ich beinahe um Haaresbreite vergessen. Deine Schwester Maria hat schon wieder ein Kind bekommen. Die rammeln aber auch wie die Karnickel. Wir wissen allerdings noch nicht, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist. Schade, ich hätte Dir so gerne mitgeteilt, ob Du jetzt Onkel oder Tante geworden bist.

 

Das Wetter hier bei uns ist nicht so gut. In einer Woche hat es sogar zweimal geregnet, was sehr ungewöhnlich ist. Zudem hat es fürchterlich gedonnert, sodass unser einziges Huhn mehrmals hintereinander dasselbe Ei gelegt hat.

 

Übrigens bin ich am Freitag letzte Woche gegen Erdbeeren geimpft worden. Am nächsten Tag bekam ich dann einen fürchterlichen Durchfall. Ich glaube, ich muss mal wieder die Unterhose wechseln, weil alles schon trocken und hart geworden ist und jetzt dadurch im Schritt scheuert.

Der Wolf lässt grüßen (lach).

 

Alles Gute für Dich, mein lieber Ignatius. Ich hoffe, Du denkst nicht so oft an mich.

 

Viele Grüße!

 

Deine Mutter

 

 

PS: Eigentlich wollte ich Dir noch ein wenig Geld mitschicken, aber als mir das einfiel, da hatte ich den Brief an Dich schon zugeklebt. Vielleicht das nächste Mal, mein Sohn.

 

Bitte verzeihe mir auch meine Schreibfehler. Du weißt ja, das meine Hühneraugen nicht mehr die allerbesten sind.

 


(c)Heinz-Walter Hoetter

 

 

 

 

 

 

7. Etwas über die Sinnlosigkeit


 

Es ist sinnlos, über den Sinn der Sinnlosigkeit nachzusinnen, denn darüber nachzusinnen, was die Sinnlosigkeit denn für einen Sinn hätte, macht keinen Sinn, weil es sinnlos ist, über den Sinn der Sinnlosigkeit nachzusinnen. Das macht doch Sinn – oder?



(c)Heinz-Walter Hoetter

 

 

 

 

 

 

 

8. Falscher Verdacht


 

Ein Bauersmann wollte mal eine Kuh melken. Er geht in den Stall, schnappt sich den einbeinigen Holzschemel und setzt sich in gehabter Manier neben sein Rindvieh.

 

Just in dem Moment, als er an die Zitzen langt, tritt die Kuh mit dem linken Hinterlauf nach ihm aus. Der Bauer ist natürlich darüber verärgert, steht auf und spreizt die Beine der Kuh weit auseinander, damit sie in dieser Stellung nicht mehr nach ihm unverhofft austreten kann.

 

Dann setzt er sich wieder hin und melkt weiter.

 

Eine Weile geht alles gut. Doch plötzlich fängt die Milchkuh damit an, mit ihrem langen Schwanz nach ihm zu schlagen. Ein paar Mal hintereinander trifft sie das Gesicht des Bauern. Der überlegt nicht lange, steht wieder auf, zieht sich den breiten Ledergürtel aus den Schlaufen seiner Arbeitshose und bindet den Schwanz mit dem Gürtel wie eine Schlaufe zusammen.

 

Weil aber die Hose jetzt keinen Halt mehr hat, rutscht sie ihm plötzlich runter.

Just in diesem Augenblick betritt die Bäuerin den Stall und erblickt voller Entsetzen ihren Mann, wie er in dieser lasziven Aufmachung hinter der Kuh steht.

Jeder kann wohl erahnen, was sich die Bäuerin bei diesem Anblick sofort gedacht hat – oder?

Es gibt eben bestimmte Situationen, die manchmal einen äußerst blöden Eindruck hinterlassen und deshalb zu einem falschen Verdacht führen.


 

©Heinz-Walter Hoetter

 

 

 

 

 

 

9. Und immer wieder lockt der Nonsens


 

Die Ecke fuhr mit quietschenden Reifen um den Wagen. Die Straße kam plötzlich zum Stehen. Zwei Männer gingen auf und heraus kamen ebenso viele Türen, die ziemlich böse aussahen.

Hatten sie was vor?

Der Raum stand in der Frage. Die Zeit schaute angestrengt zur Bank hinüber.

Auf meiner Seite stand das Ich. Das Sehen wies auf das Doch der Vermutung hin.

Richtig!

Die gegenüberliegende Bank verschwand in ihnen. Die Weile dauerte etwas, bis auf einmal das ballernde Hören von Schüssen wild begann.

Mann oh Mann, es war ganz klar Geld, das da räuberte!

Mein Ich pfiff mir um die Kugeln, bis sich meine Deckung schnell in Sicherheit hechtete.

Plötzlich ging die Bank von der Tür auf. Mehrere Säcke Geld liefen mit zwei Männern über das Auto zum Hin der Straße.

Die ganzen Minuten dauerten nur ein paar Augenblicke.

Das laufende Auto sprang in die Säcke mit den Männern.

Das Geil war krass echt!

Das schnelle Los des Wagens raste mit quietschenden Ecken um die Reifen. Das Verschwinden in den Sekunden ging sehr schnell. Dann wurde es still um die Ruhe.

Glück noch einmal, dachte das Gesagte, denn die Bank wollte in fünf Minuten in mein Ich treten. Die Seite stand Gott sei Dank auf meinem Glück. Das Ausgehen hätte auch anders aussehen können – oder?

Puh! Gut war das Gegangene nochmal gut für mich.

 

(c)Heinz-Walter Hoetter

 

 

 

 

 

 

10. Willi will wohl wollen


 

Willi will wohl wollen, weil wollen wohl Willi will.

Weil Willi wollen will, wollte Willi wohl wollen, weshalb Willi will.
 

(c)Heinz-Walter Hoetter

 

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