Hella Schümann

Das Theater-Malheur

Es muss so in den 70ger Jahren gewesen sein, ich hatte eine Theaterkarte geschenkt bekommen und mich sehr darüber gefreut. Ich weiß nicht mehr, welches Theaterstück es war, aber egal, denn bei solchen Ereignissen trug ich immer das schönste Outfit, was mein Kleiderschrank hergab. Ich weiß es noch, ich trug eine giftgrüne Bluse mit 3 großen weißen Knöpfen und einen schwarzen Rock. Als bei dem Dialog zweier Schauspieler eine kleine aber absolut stille Pause entstand, hörte ich ganz in meiner Nähe einen lauten Klick. Das Theater hatte eine wunderbare Akustik, aber dieser Ton war völlig daneben. Was störte da das Theaterstück? Vor mir auf dem Boden lag ein weißer Knopf und das tragische daran war, dass es der obere Knopf meiner Bluse war und die stand jetzt ein ganzes nicht jugendfreies Stück auf. Einen kurzen Moment hielt ich die Bluse zu, bis meine Parkettnachbarin mich fragte, ob ich ihre Brosche zum Verschließen der Bluse haben wollte. Es war ja noch ziemlich am Anfang des Theaterstücks gewesen und es gab ja auch noch eine Pause. So schmückte meine grüne Bluse, bis zum letzten Vorhang, eine entzückende rote Korallenbrosche und ich war der Dame sehr dankbar dafür.

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Hella Schümann).
Der Beitrag wurde von Hella Schümann auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 01.12.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Die Autorin:

  Hella Schümann als Lieblingsautorin markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Beziehung möglich von Florentine Herz



Außen- und Innenwelt unserer Seele stehen in einer Wechselbeziehung zueinander. Wir können untereinander so unerreichbar und uns doch so nah (zugänglich) sein! Verschwimmen die Grenzen von außerhalb/innerhalb nicht auf gewisse Weise? Denn wir erwarten, von außen, von der Partnerseite her, das zu finden, was in uns selbst fehlt. Wir erteilen uns Botschaften und dienen uns als Spiegelbilder. Wenn wir unsere Wahrnehmungen schulen, können wir viel von dem aufnehmen, was uns die Umwelt sagen will. Es gilt, sich mit seinen Ängsten und inneren Wunden zu arrangieren, um sich im Sein zu öffnen. Das Sein kann dann als Bindeglied vom "Ich und du" zum "Wir" zu verstehen sein.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (1)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Erinnerungen" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Hella Schümann

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Das Geschenk, oder wie ich fast zur Trinkerin wurde von Hella Schümann (Autobiografisches)
Berlin ist die einzige Stadt... für Ingrid Grote von Kerstin Köppel (Erinnerungen)
Wir wollen den Flutopfern helfen von Margit Farwig (Autobiografisches)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen