Heinz-Walter Hoetter

Drei sehr lesenswerte Kurzgeschichten

1. Der Wanderer
2. Der Weihnachtsstern
3. Der weise Mr. Brinkmann





1. Der Wanderer


 

Im alten China lebte einmal ein alter Mönch weit weg vom lärmenden Trubel der Zivilisation einsam und allein zurückgezogen in einer kleinen Holzhütte am Fuße eines mächtigen, schneebedeckten Berges.

 

Nicht unweit seiner armseligen Behausung sprudelte eine quirlige Quelle aus der schroffen Bergwand, deren glasklares Wasser sich direkt unterhalb seiner bescheidenen Hütte in einer kleinen, brunnenartigen Bergsenke sammelte, die ringsherum an ihren felsigen Rändern mit grünem Moos bewachsen war.

 

Der Mönch saß die meiste Zeit des Tages hier an diesem Platz gleich neben dem ruhigen Wasser, meditierte und sann über neue Weisheiten des Lebens nach.

 

Die Zeit verging und eines Tages kam ein junger Wanderer zu seiner Einsiedelei. Da er schon einen weiten Weg hinter sich gebracht hatte, war der Wasserbeutel aus Ziegenhaut mittlerweile leer geworden. Er bat den alten Mönch deshalb um etwas Wasser, das er aus der Senke vor dem Haus schöpfen wollte.

 

Der Alte ging mit dem Fremden hinunter an die Wasserstelle und ließ den Wanderer seinen Wasserbeutel auffüllen. Als der junge Mann damit fertig war, bedankte er sich überaus freundlich bei dem wortlos da stehenden Mönch, hatte aber zugleich das Bedürfnis, ihm noch eine Frage zu stellen, bevor er sich wieder auf den Weg machen wollte.

 

Meister, bitte verzeih mir die Frage, aber sag mir, welchen Sinn siehst du darin, dein ganzes Leben in der Einsamkeit zu verbringen? Hier ist es so still, dass man sein Herz in der Brust schlagen hört. Wie kannst du das aushalten?“

 

Der alte Mönch wies mit einer freundlichen Geste auf das Wasser der kleinen Bergsenke und sagte leise mit freundlichen Worten:

 

Geh’ ans Wasser und schau hinein, mein Freund!“

 

Der junge Mann hielt sein Gesicht über das Wasser, konnte aber nichts sehen, weil es immer noch durch das Schöpfen mit dem Ziegenbeutel hin und her wogte und sehr unruhig war.

 

Da ist nichts, Meister. Ich sehe nichts außer das aufgewühlte Wasser.“

 

Komm zu mir und verhalte dich ruhig. Sprich kein Wort und lasse die Stille der Natur hier oben auf dich einwirken.“

 

Nach einer Weile des gemeinsamen Schweigens forderte der alte Mönch den jungen Mann abermals dazu auf, an das Wasser zu gehen.

 

Schon bald stand dieser wieder am gleichen Platz wie vorher und schaute auf die ruhige Wasseroberfläche.

 

Was siehst du jetzt?“, wollte er von dem fremden Wanderer wissen.

 

Nun, ich sehe mich selber, wie in einem Spiegel, Meister.“

 

Mein junger Freund, damit ist deine Frage beantwortet, erklärte der alte Mönch wandte sein Gesicht dem mächtigen Berg zu, schaute hinauf zum schneebedeckten Gipfel und sprach mit leisen Worten weiter:

 

Das erste Mal, als du auf das Wasser schautest, war es vom Schöpfen unruhig und aufgewühlt. Du konntest nichts erkennen. Das ist vergleichbar mit dem hektischen Leben der Menschen da draußen in ihrer vom lärmenden Trubel durchwühlten Welt. Nachdem sich die Wasseroberfläche wieder beruhigt hatte, konntest du dein Gesicht darin sehen, wie in einem Spiegel. Das ruhige Wasser ist mit der Stille vergleichbar, denn nur in der Stille kann man sich selbst erkennen. Je länger die Stille andauert, mein junger Freund, desto mehr erkennt man sich selbst und das Leben an sich.“

 

Nach diesen weisen Worten verließ der fremde Wanderer mit nachdenklichem Gesicht den alten Mönch, der ihm noch lange nachschaute, bis dieser schließlich irgendwo im aufkommenden Nebel eines tief unten gelegenen Tales verschwand.

 

Es vergingen noch viele, viele Jahre, bis eines Tages der alte Mönch schließlich starb.

 

Er war nicht allein in seiner letzten Stunde gewesen. Ein junger Mann, der einst als fremder Wanderer den alten Mönch besucht hatte, war irgendwann in die Einsiedelei des Alten zurückgekehrt und schließlich bis zum letzten Atemzug bei ihm geblieben.

 

Nach dem Tod des alten Mönchs begrub er den toten Körper an seinem moosbewachsenen Lieblingsplatz gleich neben der kleinen, mit Wasser gefüllten Bergsenke, den er ab jetzt den Ort der Stille und der Weisheit nannte.

 

Dann setzte er sich selbst an den Rand des Wassers, sah auf die ruhige Oberfläche, betrachtete darin sein spiegelndes Gesicht, wandte sich schließlich davon ab und schaute versonnen hinauf zum schneebedeckten Gipfel des mächtigen Berges, der sich hinter der einsam da liegenden Holzhütte in einen wunderschönen blauen Himmel auftürmte. Dabei dachte er wehmütig an seinen verstorbenen Meister, mit dem er hier einmal zusammen gelebt hatte.

 

Vielleicht würde eines Tages wieder ein fremder Wanderer kommen, wenn die Zeit dafür reif ist, dachte der junge Mönch noch, schloss seine Augen und versank in eine tiefe Meditation.

 

(c)Heinz-Walter Hoetter

 

 

 

***

 

 


 

2. Der Weihnachtsstern

 


Der alte Mann mit dem langen grauen Bart stand unter einem hohen Torbogen und beobachtete nachdenklich die breite Fußgängerzone, auf denen Scharen von Menschen in alle Richtungen strömten. Ein großer Teil von ihnen verschwand in den nah gelegenen Geschäften oder kamen aus diesen, bepackt mit vollen Einkaufstaschen, wieder da heraus.

 

Überall lag eine hektische Stimmung in der Luft, denn Weihnachten stand vor der Tür und viele Leute mussten noch schnell ihre letzten Geschenke besorgen, um am Heiligabend nicht ohne da zu stehen.

 

Ausgerechnet in dieser stillen Adventszeit, kurz vor Weihnachten, nahm sich niemand die Zeit dafür, mal für einen Augenblick innezuhalten oder auf seine vorbei eilenden Mitmenschen zu achten.

 

Der alte Mann fragte sich daher, warum das so ist und weshalb die Menschen ausgerechnet immer vor Weihnachten so hektisch, so voller Unruhe und Hast in dieser besinnlichen Zeit erfüllt sind. Er fand das irgendwie komisch und eigentlich nicht normal.

 

Auf einmal stand, wie aus dem Nichts kommend, ein kleiner, zart gebauter Junge mit Gold gelockten Haaren und wunderschönen Augen vor dem bärtigen alten Mann, der ihn mit leiser Stimme sanft fragte: "Du siehst aus wie der Weihnachtsmann. Der trägt auch so einen schönen langen Bart. Würdest du denn gerne ein Weihnachtsmann sein?"

 

Der Alte war etwas verblüfft über diese Frage, aber er ließ sich nichts anmerken und antwortete dem Jungen in ruhigem Ton: "Oh, ich bin nicht der Weihnachtsmann. Ich beobachte nur die Menschen, wie sie sich immer wieder in der Vorweihnachtszeit in Unruhe und Hektik stürzen. Das finde ich gar nicht gut, denn die Weihnachtszeit sollte doch eine ruhige und besinnliche Zeit sein. - Meinst du nicht auch, mein Junge?"

 

"Eigentlich schon", antwortete der kleine Junge mit den goldgelben Haaren und den großen, wunderschönen Augen. Dann sprach er weiter: "Aber die Menschen meinen es doch nur gut, weil sie sich auf mich freuen. Sie sind voller Hoffnung, was ich doch sehr schön finde. Was meinst du dazu?"

 

"Ach komm schon, kleiner Mann. Du spricht für mich wie jemand, der glaubt, er wäre Jesus, auf den sich die Menschen immer vor Weihnachten so seltsam infantil freuen. Aber daran glaube ich nicht. Weihnachten ist für die Kaufleute nur zum Geschäft geworden, nicht mehr und nicht weniger. Es geht nur ums Geld und darum, dass viel verkauft wird. Die Kasse muss klingeln, sonst geht nichts."

 

"So, glaubst du das wirklich?" fragte der Junge nachdenklich und forderte den alten Mann plötzlich dazu auf, seine Augen zu schließen und ihm die Hände zu reichen.

 

Der Alte wollte kein Spielverderber sein und tat, was der Junge von ihm verlangte.

 

Nach einer Weile sagte er dann: "Mach deine Augen wieder auf! Du bist ab heute ein richtiger Weihnachtsmann und wirst die Menschen überall von mir erzählen! Geh hinaus in alle Welt und berichte ihnen von mir, dass ich bald kommen und in Bethlehem geboren werde.“

 

Der alte Mann mit dem langen Bart öffnete langsam seine Augen und erschrak etwas, als er sah, dass er ganz plötzlich zu einem echten Weihnachtsmann geworden war, wie ihn die Menschen überall zu Weihnachten kannten. Er konnte es einfach nicht glauben. Außerdem spürte er auf einmal in seinem Herzen einen tiefen inneren Frieden, wie er ihn noch nie in seinem ganzen bisherigen Leben in so intensiver Art und Weise gefühlt hat.

 

Dann schaute er sich nach allen Seiten um. Er wollte wissen, wo dieser kleine Junge geblieben war, um noch etwas über dieses unfassbare Wunder, das er durch ihn erlebt hatte, in Erfahrung zu bringen.

 

Aber er entdeckte ihn nirgends. Nur ein kleiner, leuchtender Stern lag zu seinen Füßen, der ganz plötzlich hell erstrahlte, sich vor ihm in die Luft erhob, sich noch ein paar Mal im Kreis drehte, um schließlich im nächsten Augenblick im vorweihnachtlichen Nachthimmel zu verschwinden.

 

(c)Heinz-Walter Hoetter

 

 

 

***

 

 

 

3. Der weise Mr. Brinkmann


 


 

Die Enttäuschung


Irgendwann bemerkte der alte Mr. Brinkmann, der Besitzer eines kleinen Kaufhauses war, dass aus den Regalen des Kaufhauses und dem Warenlager hin und wieder einige Artikel verschwanden.

 

Nun, die Dinge waren zwar nicht von allzu großem Wert und der Schaden an sich gering, doch Mr. Brinkmann konnte es auf Dauer einfach nicht auf sich beruhen lassen, dass weiterhin bei ihm gestohlen wird.

 

Als umsichtiger Firmenchef achtete er viel darauf, dass seine Mitarbeiter mit den Arbeitsbedingungen in seinem Kaufhaus und dem angeschlossenen Warenlager zufrieden waren. Eigentlich hatte es noch nie Probleme mit irgendwelchen Diebstählen gegeben. Aufgrund der Vorfälle jedoch fragte sich Mr. Brinkmann, wie es dazu kommen konnte. Er war sehr besorgt darüber und fühlte sich dazu veranlasst, auf eigene Faust Ermittlungen anzustellen, wer die Diebe waren.

 

Er stellte vorsichtig durchgeführte Nachforschungen an und entdeckte bald, dass tatsächlich zwei seiner ältesten Mitarbeiter die Übeltäter waren. Mr. Brinkmann kannte die beiden Männer sehr gut und seine Enttäuschung war deshalb sehr groß, dass es gerade diese beiden waren, die ihn hintergingen.

 

Andererseits wusste er auch, dass sie zur Zeit mit großen finanziellen Problemen zu kämpfen hatten. Die Wirtschaftskrise war an ihnen nicht spurlos vorüber gegangen, wie bei so vielen anderen Menschen in der Bevölkerung auch. Doch sie hatten bei ihm noch einen relativ sicheren Arbeitsplatz und schienen sich ansonsten auch mit großem Einsatz für die Belange seines Unternehmens einzusetzen.

 

Es dauerte eine ganze Weile, bis sich der Zorn von Mr. Brinkmann, sein bitteres Gefühl der Enttäuschung und der aufgestauten Wut so weit gelegt hatten, dass er noch einmal in Ruhe über alles nachdenken konnte. Er bemühte sich daher, sich von seinen Gefühlen nicht zu sehr beeinflussen zu lassen und versuchte, die ganze Situation sachlich und klar zu sehen.

 

Abgesehen von dieser unerfreulichen Geschichte hatte er eigentlich an den beiden älteren Mitarbeitern nichts auszusetzen. Stets hatten sie sich für die Firma eingesetzt, immer hart gearbeitet und auch sonst alles unternommen, dass der Ruf seines Kaufhauses in der Bevölkerung ein positiver war. Lag es wirklich daran, dass sie unter einer schwierigen privaten Situation litten? Lange überlegte Mr. Brinkmann daher, wie er das Problem lösen sollte. Am Ende entschied er sich dafür, ihnen nochmals eine Chance zu geben.

 

***

 

Der Auftrag

 

Am Ende der Arbeitswoche ließ er die beiden Mitarbeiter zu sich ins Büro kommen. Nachdem sie Platz genommen hatten, sagte er zu ihnen: „In letzter Zeit häufen sich die Diebstähle in meinem Kaufhaus und im Warenlager. Ich habe euch zu mir gerufen, weil ich weiß, dass ich euch 100 Prozent Vertrauen kann. Ihr seid meine längsten Mitarbeiter. Wem sollte ich sonst trauen? Aus diesem Grunde erteile ich euch die Gesamtaufsicht über das Kaufhaus und das gesamte Warenlager. Seid also wachsam und passt auf, dass nichts mehr gestohlen wird. Ich weiß, ihr werdet eure neue Aufgabe bestimmt gut erfüllen. Mit diesen Worten übergab er ihnen alle wichtigen Schlüssel, damit sie überall Zutritt hatten.

 

Natürlich wussten die beiden nichts davon, dass ihr Chef schon hinter ihre diebischen Machenschaften gekommen war. Der unerwartete Auftrag stürzte sie daher jetzt in größte Gewissensnöte. Seit sie mit ihren Diebstählen angefangen hatten, lebten sie zwar in ständiger Angst davor, dass man sie irgendwann als Diebe entlarven könnte, aber sie gingen auch gleichzeitig davon aus, dass ausgerechnet sie, die beiden ältesten Mitarbeiter der Firma, niemand so schnell verdächtigen würde. Doch als sie ins Büro ihres Chefs gerufen wurden, bekamen sie es dennoch mit der Angst zu tun, dass sie aufgeflogen waren.

 

Was war aber geschehen?

 

In vollem Vertrauen auf ihre Ehrlichkeit und Loyalität übertrug man ausgerechnet ihnen die vertrauensvolle Aufgabe, die Firma vor weiteren Diebstählen zu schützen. Ja, ihr Chef überließ ihnen sogar alle wichtigen Schlüssel für das Kaufhaus und für das Lager. Jetzt hatten sie auf einmal Zugang zu den hoch heiligsten Räumen mit den Geldsafes der täglichen Einnahmen und dem gesamten Warenlager. Eine unglaubliche Verantwortung hatte man ihnen da übertragen.

 

Und siehe da, von jenem Tage an gab es keinen einzigen Diebstahl mehr, weder im Kaufhaus noch im Warenlager. Um das in ihnen gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen, übernahmen die beiden ihre neue Aufgabe so eifrig und ehrlich, als ob ihnen die Firma selbst gehören würde. Nach einer Weile bekamen sie sogar noch eine Lohnerhöhung. so zufrieden war ihr Chef mit ihnen.

Die übrigen Mitarbeiter bekamen natürlich alles mit, so dass das neu geschaffene Vertrauen zwischen dem Kaufhausbesitzer Mr. Brinkmann und seinen Mitarbeitern sich nicht nur vertiefte, sondern die Firma plötzlich sogar noch besser gedieh, als vorher, weil das Betriebsklima auf Vertrauen und Menschlichkeit ausgerichtet war.

 

 

Übe Nachsicht, nicht Rache oder Strafe

 

Der alte Mr. Brinkmann hätte sicherlich einen Detektiven anheuern und ihn mit der Suche nach Beweisen beauftragen können. Man hätte die beiden Männer schnell des Diebstahls überführt und schließlich bestraft – aber was wäre dann wohl damit gewonnen worden?

 

Hätte Mr. Brinkmann beispielsweise die beiden langgedienten Angestellten als schlechte Menschen beschimpft und sie zudem noch fristlos entlassen, dann wären sie, statt ihre Fehler einzusehen, unweigerlich von Rachegedanken erfüllt worden. Der Mensch ist von Natur aus so. Unversöhnliche Feindschaft und ein ständiger Wunsch nach Rache wären aus dieser vergeltenden Handlung erwachsen; eine verhängnisvolle Spirale des zerstörerischen Hasses hätte sich in Gang gesetzt, deren Fesseln nur schwer wieder zu lösen gewesen wären. Wie oft erleben wir das in unserer Welt, ja tagtäglich in unserer unmittelbaren Umgebung, dass aus Vergeltung, gleichgültig wie auch immer sie begründet wird, nur neue Vergeltung, Zweifel und Misstrauen und schließlich abgrundtiefer Hass entsteht?

 

Doch Mr. Brinkmann hat mit Weisheit und liebender Umsicht gehandelt. Er wusste um die geistige Welt. Wie immer das momentane Bewusstsein eines Menschen auch sein mag, es ist dieses Bewusstsein, das den Körper steuert und seine Wege lenkt.

 

Also erkannte der Firmenbesitzer aufgrund seiner von Weisheit geprägten Menschenkenntnis, dass es besser ist, das Bewusstsein zu ändern, anstatt den Körper des Individuums zu bestrafen. Die materielle Strafe löst an sich keine Probleme. Das können nur Weisheit, Liebe, Vertrauen und profunde Menschenkenntnis, welche insgesamt dieses aus der Ewigkeit entsprungene Sein und Selbst vermögen aufs Innerlichste anzusprechen, um es zu beeinflussen und zu verändern.

 

Das Licht des Herzens heißt auch Vertrauen schenken. Vertraut man aber jemanden z. B. eine Arbeit an, so muss dies vollständig und umfassend geschehen. Nur so kann der einzelne Mensch den Antrieb dafür bekommen, Verantwortungsgefühl zu entwickeln und auch Verantwortung zu übernehmen, wenn alles reibungslos ablaufen soll. Wenn man aber jemanden eine Arbeit anvertraut, sich dann jedoch kleinmütig zeigt und dauernd misstrauisch prüft, ob die übertragene Arbeit auch korrekt ausgeführt wird – wohin soll das auf Dauer führen? Kontrolle und Überwachung schaffen Misstrauen und Zweifel. Auf solchem Boden kann kein echtes Vertrauen wachsen. Hier werden vom herrschenden System nur Menschen gegen Menschen ausgespielt und aufeinander gehetzt.

 

Der Ursprung aller existierenden Probleme in dieser Welt des Menschen liegt demnach wohl in der Regel darin begründet, dass wir kein echtes Vertrauen mehr zueinander haben oder aufbauen können. Die Folge sind Misstrauen, Zweifel und schließlich Hass.

 

Wie die Liebe unteilbar ist und es keine halbe Liebe oder nur ein bisschen davon geben kann (dann wäre es ja keine Liebe mehr), so verhält es sich auch mit dem Vertrauen. Vertrauen muss immer als Ganzes geschenkt oder gegeben werden. Ansonsten streut man Misstrauen, Zweifel und auf Dauer gesehen sogar den alles zersetzenden Hass.

 

Wir sollten daher dem Ursprung allen Seins bedingungslos vertrauen. Wer daran glaubt, dass auch er selbst zu diesem ewigen Ursprung gehört und ein wichtiger Teil davon ist, der trägt einen großen Schatz ins sich. Die mannigfaltigen Reibungen des Alltags sind vergänglich. Sie sind nur Schall und Rauch. Sie sind in Anbetracht der Ewigkeit von Raum und Zeit regelrecht bedeutungslos.

 

Vergessen sie also niemals, liebe Leserin und lieber Leser, dass auch sie diesen unendlich wertvollen Schatz alle in sich tragen, der nicht nur diese Welt umfasst, sondern das gesamte Universum (und darüber hinaus) umschließt.

 

Nur Vertrauen, gepaart mit ungeteilter Liebe vermögen die Welt des Menschen wirklich entscheiden positiv zu verändern.

 

Versuchen sie es doch mal!

 

***

 

Vertrauen entsteht dort, wo man bereit ist sich selbst aufzugeben.“

 

Johann Nepomuk Nestroy (1801-1862)

 

 

 

©Heinz-Walter Hoetter

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 08.12.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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