Brigitte Waldner

Deutsch für Fremde zum Einblick für deutsche Native-Speakers


Deutsch wird von über 100 Millionen Menschen auf der ganzen Welt gesprochen.
Davon leben rund 90 Millionen in Deutschland.
Deutsch ist nicht wie Italienisch, Französisch oder Spanisch.
In Deutsch werden alle Hauptwörter mit Großbuchstaben geschrieben. Das hilft, sie im Satz zu erkennen.

Ein wichtiger Bestandteil des Deutschen ist der Suffix -chen.
Wo er angehängt wird, ändert das Wort die Bedeutung.

Deutsche Gender sind seltsam.
Wie im Englischen gibt es auch im Deutschen unbestimmte Artikel, für maskulin und neutrum „ein“, für
feminin „eine“. Die 4 Fälle des Deutschen (Kasus) passen die Artikel an.

Wie im Englischen gibt es auch im Deutschen Artikel, der, die, das.
Wo im Englischen ein Artikel verwendet wird, muss auch im Deutschen einer verwendet werden,
so als Faustregel.
Ohne Artikel ist die Bedeutung allgemein (ich trinke Saft); mit Artikel (ich trinke den Saft) ist es ein bestimmter Saft.
Wie im Englischen ist der Mann maskulin und die Frau feminin, also natürliche Gender. Das Mädchen ist neutrum, weil Wörter, die mit „chen“ enden, immer neutrum sind.
(Aha der Kuchen, die Menschen, die Deutschen, Kirschen, Sachen … alles neutrum oder wie?
Das sind eben keine Suffixe!)
Außerdem gibt es viele Wörter mit grammatikalischem Gender. Man muss die Artikel immer dazulernen, weil sie keinem Muster folgen (die Mutt-er, der Vat-er, das Theat-er). Nur Wörter auf -e sind immer feminin, die Katz-e, die Ros-e, die Sonn-e.

Verben gibt es, die regelmäßig sind, solche mit -iere und andere, die halb regelmäßig sind und solche, die unregelmäßig sind und einige, konjugieren bei Random (Zufall).
Ich bin, du bist, er/sie/es ist, wir sind, sie sind. Das folgt keiner Regel, das muss man sich merken.
Ich hab-e, du ha-st, er/sie/es ha-t, wir ha-ben, sie ha-ben. So geht die Regel.
[Anmerkung: Die 2. Person Plural (ihr; ihr seid, ihr habt…) wird nicht erwähnt. Das brauchen Fremde anfangs nicht oder überhaupt nicht.)

Es gibt Umlaute, das sind Vokale mit zwei Punkten oben drauf, ä, ö und ü. Die sind zu beachten. Wo sie vorkommen, ändern sie die Bedeutung des Wortes und die Aussprache des Vokals.

Es gibt zahlreiche Präpositionen mit wo, was im ursprünglichen Sinne „örtlich“ bedeutet, aber in Verbindung mit den Präpositionen bedeutet es „was“. (woran, worin, woher…)

Verkürzungen gibt es im Deutschen auch zahlreiche: an+dem = am

Im Satz haben die Wörter eine bestimmte Reihenfolge.
In Fragesätzen tauschen Verb und Hauptwort die Plätze. In Hauptsätzen steht das Verb an 2. Stelle, in Nebensätzen steht das Verb an letzter Stelle.
Im Deutschen gibt es keinen "Continuous Aspekt" wie im Englischen, "I am reading."

So, jetzt haben Sie eine Ahnung, wie Deutsch für Fremde geht und auch, wie es den Fremden dabei geht, insbesondere denen, die nicht einmal das lateinische Alphabet kennen und gewisse Buchstaben in ihrer Muttersprache gar nicht haben. So haben zum Beispiel die Araber nur ein "bä", das als Buchstabe aussieht, wie eine Schüssel.  Die wissen ja gar nicht, wie sie die zwei (b + p) bei uns  aussprechen sollen und haben oft Probleme damit.

© Brigitte Waldner

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