Maike Opaska

Verwandlung

Meine geliebte Oma pudert sich, aber weil sie nicht mehr gut sehen kann, pudert sie sich zu dick, zu rosig. Auch Haare wuchern ihr aus dem Gesicht. Ich wische ihr das Puder ab, will dieses wilde Haar im Gesicht einwachsen und ihr dann aus dem Gesicht reissen, denn ich will meine Oma zurück, will sie zurückverwandeln in meine Oma.
Doch ich kann tun was ich will, ich kann meine Oma nicht mehr erreichen. Der Grad ihrer Verwandlung ist durch Korrektur nicht mehr zu beheben.
Ich sehe die Frau, die meine Oma war, erst Mann werden, dann Tier, dann ein Wesen werden jenseits aller bekannten Gattungen. Mit einer Stimme, die keine menschliche Stimme mehr ist, höre ich sie sagen:"Wir haben es alle gewollt, aber wir haben es nicht erreicht." Und ich höre das Wesen sagen, das einmal meine Oma war:"Es ist alles zu viel gewesen und alles zu wenig."
Diese Stimme, die aus einem Wesen kommt, die mir unbekannt ist, sagt: "Ich bin auf dem Weg - ins Licht."

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Mittagsläuten von Maike Opaska



Weil ich das Verschwenderische des Lebens begriffen habe, die Extreme erkannte und über den Weg von einem zum anderen nachzudenken anfing, weil ich verstand wie elend es ist, wußte ich auch, wie schön es ist und weil ich erkannte, wie ernst es auch ist wußte ich auch wie fröhlich es ist.

Und weil ich begriff wie lang und wie kurz der Weg zwischen beiden ist, nahm ich ihn auch wahr und so ist mir heute jeder Schritt es wert eingehalten zu werden, weil hinter jedem Ereignis sich ein anderes verbirgt und sichtbar wird.

Und deshalb schrieb ich diesen Gedichtband.

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