lePoete Nelia

Zwei ist keiner zu viel

Vor drei Wochen lag sie im Kasten, die Einladung zum Ehemaligen Treffen der Studentenlerngruppe Soziale Arbeit. Mein erster Gedanke, ohwei da war die Einladung ja schon an Steifheit nicht zu überbieten. Steifheit, da war doch noch was ? Umso näher der Tag kam, umso nervöser wurde ich. Ich würde sie wiedersehen auch Ben und Mike, die beiden Männer die im Studium meine Nächte verkürzt und die Tage heller gemacht hatten. Natürlich nacheinander. Mit Mike gab es nur eine kurze stürmische Zeit, mit Ben hielt es über ein Jahr bis wir nach dem Studium verschiedene Wege gegangen sind. Verbunden waren wir immer noch, aber nur durch Telefon und Internet. Also gut, wird schon nicht so aufregend werden, sicher alle sehr abgeklärt, die Karriere im Kopf, den Ehering in der Tasche. Nur von Ben wusste ich das es keine Frau an seiner Seite gab und er, genauso wie ich offene Sozialarbeit machte.

Das Treffen war im Haus von Mike und als ich ankam war ich natürlich wie auch früher schon, die Letzte. Was sofort ein Grund zum spötteln war und das Eis schmelzen ließ. Schnell war wieder das Gefühl der Gemeinschaft da und besonders zwischen Ben, Mike und mir fing es an zu knistern.

Der Rotwein floss (nur für mich nicht) die Musik wurde immer kuschliger, alles nur noch im Kerzenschein und ich hatte die beiden Jungs neben mir. Wir redeten, alberten rum, als ob keine drei Jahre dazwischen lagen. Ich spürte plötzliche eine Hand die unterm Tisch nach meinem Oberschenkel tastete.

Wer ? Beide sahen total unschuldig aus. Ich spürte Finger die sich zwischen meine Oberschenkel schoben. Wer ? Auf meinem Rücken streichelten Finger und die Zwei schauten mich an und schmunzelten beide. Mein Rock wurde höher geschoben, die Hand packte fester zu und plötzlich war da noch ein Streichelgefühl. Beide ?
Küsse auf meinem Hals. Beide !

Ich gebe zu der Gedanke war schon prickelnd und ich wehrte mich nicht. Die Hände auf dem Rücken schoben sich unter meine Bluse. Jetzt wurde mir sehr heiß und ich versuchte mich durch eine Entschuldigung, Lippen nachziehen, aus der Situation zu befreien. Ich fand das Bad, atmete durch und wollte das Kribbeln auf der Haut ablegen, als plötzlich Ben vor mir stand, mich ohne Worte in die Arme nahm und küsste und wie er küsste. Seine Lippen auf meinen, den Kopf in den Wolken, das kribbeln wurde stärker und da waren zwei weitere Arme die uns aus dem Bad schoben in das Zimmer gerade rüber, die Tür schlossen, den Schlüssel im Schloss umdrehten und das Licht einschalteten. Mike ! Ben und Mike, mir lief ein wohliger Schauer über, unter, hinter, überall, Körper. Es war eine Nacht wie im Rausch und wir konnten uns am nächsten Morgen noch immer in die Augen sehen ohne etwas zu bereuen. Diese Erfahrung machte ich nur einmal und ich glaube sie konnte für uns nur so schön sein weil wir uns was bedeutet haben und auch heute besteht noch eine sehr feste, allerdings nur freundschaftliche Verbindung.

©le poète Nelia

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