Heinz-Walter Hoetter

Ballade vom Ende der Welt

 

 

 

 

 

 

Einsam im unendlichen All

schwebt seit undenklichen Zeiten

die Erde wie ein wunderschöner, blauer Ball.

Was hat sie nicht schon alles gesehen

im ewigen Spiel vom Werden und Vergehen

seit ihrem Bestehen?

 

Unzählige Arten von Leben

hat Mutter Natur schon ein Dasein gegeben.

Sie alle haben gelebt hier auf Erden

und mussten auf ihr auch wieder sterben.

 

Geboren aus der Sterne Glut

erschien vor Millionen von Jahren

schließlich eine stirngewaltige Spezies aus Fleisch und Blut.

Dieses Wesen konnte aufrecht auf zwei Beinen gehen.

Damit laufen, rennen, stehen.

 

Dann, irgendwann, war dieses komplexe Geschöpf der Natur

fähig zum Denken. Es begann

mit Intelligenz und Wissen sein eigenes Schicksal bewusst zu lenken, um

sich selbst damit Wohlstand, Glück und Zukunft zu schenken.

 

Mit den Händen konnte es was erschaffen, ja schöne Dinge

damit machen. Auch das Gegenteil davon lernte es

sehr schnell begreifen. Kriege und Verderben begannen zu reifen.

Mit gespanntem Bogen tödliche Pfeile abschießen, mit eisernen Schwertern brutal den Gegner erschlagen und mit Speeren schmeißen, um seinen Artgenossen auf diese blutige Art und Weise das kostbare Leben zu entreißen.

 

Den Homo sapiens sapiens schuf die geheimnisvolle Evolution.

Erst waren es nur wenige, dann ungezählte Millionen.

Der Mensch wurde zu einer Naturrevolution.

Er gründete stolze Nationen

und noch größere Zivilisationen.

 

 

 

Schon bald nahm die Geschichte des Menschen eine dramatische Wende.

Sein wucherndes Krebsgeschwür Zivilisation sprach Mutter Natur nur Spott und Hohn.
Das war ihr schleichendes Ende und zugleich des Menschen Verblendung bitterer Lohn.
Doch wer von ihnen bemerkte das kommende Unglück schon?
Niemand hörte der Weisheit mahnender Stimme Ton.

 

Einst war Mutter Natur des Homo sapiens sapiens Lebensglück.

Ja, fein abgestimmt bis ins letzte Detail, so funktionierte

des irdischen Daseins natürlicher Lauf.

Aber ihre entarteten Kinder nahmen nur gierig und gaben ihr nichts zurück.

Plünderten den Planeten radikal aus, konsumierten rücksichtslos zuhauf, wie besessen und verrückt.

 

Und eines Tages dann ein Krieg aus nichtigem Anlass begann.

Der Friede unter den Nationen und Zivilisationen wie schmelzendes Eis in der Sonne zerrann.

Im letzten Gefecht kam das atomare Feuer

wie ein schreckliches Höllenungeheuer.

In den seelenlosen Straßen verbrannte des Menschen Fleisch und Blut

in der viel hundertfachen Atombombenglut.

Es umarmten sich noch jene, die am Leben geblieben, doch auch sie

wurden am Ende von Krankheit, Siechtum und Elend zerrieben.

Die Erde war leer, das Leben vertrieben.

 

Vertilgt war die Abend- und Morgenröte. Alles war zu Asche verkohlt.

Ein Falloutgewitter am dunklen Himmel dröhnte, der Tod hatte sich alle Menschen geholt.
Brennend stieg auf in die verpestete Luft der verwesende Geruch menschlichen Fleisches aus atomarer Gruft.

 

 

Einsam im unendlichen All

schwebt eine tote Erde dahin wie ein

verbrannter, hässlicher Ball.

 

 

 

 

©Heinz-Walter Hoetter

 

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