Klaus-Peter Behrens

Artefaktmagie, Teil 55

Wie in Trance hastete Arum über das Schlachtfeld und hob im Vorbeigehen den schweren Streithammer auf. Ohne Innezuhalten trat er einem krummbeinigen Dämonen, der ihn mit einem Säbel angriff, ins Gesicht und tötete den sich gerade wieder aufrappelnden Ulog im Vorbeigehen mit einem aufwärts geführten Schlag seines Hammers, bevor er mit einem erstickten Schluchzen vor seinem treuen Begleiter in die Knie ging. Zottels große braune Augen sahen ihn traurig an. Der Bär spürte, daß ihr Band, das sie solange verbunden hatte, heute zerschnitten werden würde. 
„Du schaffst es, du mußt es schaffen“, jammerte Arum, aber er sah auch den breiten Blutstrom der aus der Seite seines geliebten Bären strömte und den Boden zu seinen Füßen tränkte. 
Wieviel Blut konnte ein Bär verlieren, ohne zu sterben? 
Arum wußte es nicht. Er hatte das Gefühl, jeden Bezug zur Wirklichkeit zu verlieren. Dies mußte ein böser Albtraum sein, einer von den Träumen, aus denen man schweißgebadet aufwacht und dankbar ist, daß derart furchtbare Dinge in der Realität nicht vorkommen. Aber dies war kein Traum, und er konnte nicht aufwachen. Das Kreischen seiner krummbeinigen Gegner erinnerte ihn daran, daß sich zwar die berittenen Unholde nicht mehr für sie interessierten, aber die Gefahr war deshalb noch lange nicht gebannt. Den Rest der Schmutzarbeit würde nun das Fußvolk erledigen. Allerdings würde das nicht leicht für sie werden, denn Arum hatte vor, dafür zu sorgen, daß sie an Zottel nicht herankommen würden. Mit der Hand strich er liebevoll über Zottels pelzigen Schädel. Ein schwaches, dankbares Brummen erklang.
„Mach dir keine Sorgen. Ich lasse sie nicht an dich heran“, versprach er. Dann erhob er sich und baute sich schützend vor ihm auf, den schweren Streithammer mit beiden Händen quer vor der Brust haltend. Ein halbes Dutzend der krummbeinigen Gestalten hatte sich inzwischen um Arum und seinen Bären gescharrt. Noch hielten sie einen respektvollen Abstand von mehreren Schritt ein, aber Arum war sicher, daß sich das gleich ändern würde. 

Dämonen spritzten wie aufgescheuchte Hasen auseinander, als die Phalanx aus berittenen Kriegern in vollem Lauf in ihre Reihen eindrang. Die gepanzerten Streitrösser mit ihren schweren Hufen stellten für die eher feingliedrigen Dämonen eine tödliche Bedrohung dar. Wer es nicht schaffte, rechtzeitig zur Seite zu springen, starb unter den schweren, eisenbeschlagenen Hufen oder wurde von langen Lanzen aufgespießt.
„Wir kommen gerade noch rechtzeitig“, brüllte Grimmbart über den Schlachtenlärm hinweg.  In der Tat sah es danach aus, als könnten die Bärenreiter dringend Unterstützung gebrauchen. Eingekreist von einer ihnen zahlenmäßig weit überlegenen Streitmacht waren sie alle in Einzelkämpfe verstrickt, und Grimmbart konnte mit dem geschulten Auge des Söldners erkennen, daß die Stärke der Bären bei weitem durch die Anzahl der Gegner kompensiert wurde. Es stand alles andere als gut für die tapferen Krieger. Er warf einen bezeichnenden Blick zu Wengor hinüber, worauf der Anführer ernst nickte und die Hand hob. Sofort hallte der klagende Ton der Kriegshörner über das Feld, der Befehl, in breiter Front anzugreifen. Wengor hatte vor, den Überraschungseffekt auszunützen und eine breite Schneise in die Linien ihrer Gegner zu pflügen, die es den Bärenreitern ermöglichen würde, mit ihnen gemeinsam in die zweifelhafte Sicherheit der Burg zu fliehen. Aber er hatte nicht mit der Verschlagenheit der Ulogs gerechnet. Noch während Wengors Männer ausfächerten, um in geschlossener Front vorzudringen, erschienen aus eine Senke im Westen keine zweihundert Schritt entfernt, wie aus dem Nichts zwanzig schwer bewaffnete Ulogs auf ihren höllischen Streitrössern. Die Augen der dämonischen Pferde glühten rot in der Dunkelheit. Schaum bildete sich vor ihren Mäulern, und die Nüstern blähten sich weit in Erwartung des nahen Kampfes, als sie mit fliegenden Hufen auf den Feind zurasten. Gemeinsam mit den muskulösen Kampfmaschinen auf ihren Rücken bildeten sie einen Anblick, der selbst dem kampferfahrenen Söldner Grimmbart Respekt einflößte. Ohne zu zögern wendete er sein Pferd, indes sich  unter den tapferen Männern Panik ausbreitete, angesichts der furchteinflößenden Gegner, die wie die Reiter der Apokalypse herangesprengt kamen. Der eben noch koordinierte Angriff drohte nun, im Chaos zu versinken. Kriegshörner quietschten panisch lautstark Signale, Pferde wieherten protestierend, als sie rüde herumgerissen wurden und Waffen klirrten metallisch, als der Troß der Reiter schwenkte, um sich der neuen Bedrohung zu stellen. Grimmbarts Blick glitt kurz zu dem Troll hinüber, der Schwierigkeiten mit seinem Roß hatte und lautstark darüber fluchte, daß er angesichts des Durcheinanders um ihn herum seine geliebte Tötzwanzig nicht einsetzen konnte, ohne seine Mitkämpfer zu gefährden, und dann waren die Ulogs auch schon heran. 

Michael schluckte. Sie waren also doch verfolgt worden, und nun sah es ganz danach aus, als ob das letzte Kapitel dieser Geschichte – der ruhmreiche Abtritt der Helden – bald geschrieben werden würde, und es sah nicht nach einem Happy-End aus. Die Kampfschreie der schnell näherkommenden Dämonen ließ sein Herz rasen. 
Sie saßen in der Falle. 
Der Kampf war unausweichlich. 
Nervös sah er zu Glyfara hinüber, die den Bogen bereits bis zum Zerreißen gespannt hatte. Ihr Gesicht zeigte die kalte Entschlossenheit, um die sie Michael so beneidete. Offenbar gab es nur wenig, was die Elbin wirklich erschüttern konnte, und ein Trupp Dämonen, der schwer bewaffnet auf sie zuhastete, gehörte anscheinend nicht dazu. Hinter ihnen war Gelon noch immer mit der Beschwörung der Magie des Artefakts beschäftigt und schien von der Gefahr nichts mitzubekommen. Sein Körper erstrahlte in einem sanften Grün. Ein kurzer Blick bestätigte Michael, daß das Leuchten offenkundig von dem Artefakt ausging, daß der Magier in seinen Händen hielt, während er mit entrücktem Gesichtsausdruck den Monolithen ansah. Von ihm war jedenfalls keine Hilfe zu erwarten. Lediglich der Wühler hatte sich an Michaels Seite gestellt und knurrte in Richtung ihrer Gegner, die in diesem Moment das Seeufer erreichten. Mit einem bösartigen Sirren verließ daraufhin der Pfeil die zum Zerreißen gespannte Sehne und traf den vordersten der Ulgos in den ungeschützten Hals. Mit einem Gurgeln brach der Dämon in die Knie und fiel dann mit dem Oberkörper in den dunklen See. Eine Blutlache begann sich um seinen Kopf herum auszubreiten. Der unerwartete Tod ihres Mitstreiters hatte die verbliebenen Dämonen vorsichtig gemacht und ihren Vormarsch abrupt gestoppt. Mit blank gezogenen Schwertern, bereit, den nächsten Angriff abzuwehren, näherten sie sich nun vorsichtig Schritt für Schritt der einzigen Möglichkeit über diesen See.
Glyfara beobachtete sie mit der Miene der Kriegerin. Sie bezweifelte, daß die Dämonen ihre Pfeile mit ihren Klingen ablenken konnten, aber ganz sicher war sie sich nicht. 
„Worauf wartest du noch?“, fragte Michael hektisch, der beim Anblick des gefallenen Dämonen laut gejubelt hatte. Aber das Jubeln war ihm inzwischen vergangen. Er hatte erwartet, daß die noch lebenden Dämonen angesichts der Wehrhaftigkeit ihrer Gegner die Flucht ergreifen würden, und war bitter enttäuscht worden. Selbst auf diese Entfernung konnte er den entschlossenen, finsteren Gesichtsausdruck der Dämonen erkennen. Dies waren keine Gegner, die aufgeben würden, nur weil eines ihrer Opfer einen Bogen hatte. 
„Moment“, zischte Glyfara. „Ich muß den richtigen Moment abwarten.“
Der größere der beiden Dämonen setzte nun seinen rechten Fuß prüfend auf das betagte Holz der Brücke, ohne Glyfara aus den Augen zu lassen. Der andere folgte dicht auf. Den Körper hatten beide Dämonen seitlich abgedreht, um eine möglichst geringe Angriffsfläche zu bieten. Beide hielten jeweils zwei bösartig aussehende Schwerter in ihren Klauen. Das eine schützend vor der Glyfara zugewandten Seite, das andere hoch erhoben über dem Kopf, wobei die Spitze des Schwertes mit einem leichten Abwärtswinkel nach unten auf ihre Gegner zeigte. Die Haltung erinnerte Michael an die Stellung der Ninjakämpfer, die er in ein paar Materialarts Filmen bewundert hatte und ließ seinen Optimismus weiter sinken. Er kam sich beinahe lächerlich vor, als er seinerseits das Kurzschwert zog und es abwehrend vor seinen Körper hielt. Genauso gut hätte er versuchen können, einen ausgewachsenen Löwen mit einem Spazierstock in Schach zu halten. Die einzige Hoffnung auf Überleben hing von Glyfaras Bogen ab.
Die war derweil zu dem Ergebnis gelangt, daß es nun an der Zeit sei, sich zu verteidigen. Mit einem Ruck riß sie die Sehne zurück, um vor Schreck zu erstarren. Das Geräusch, das im gleichen Augenblick Michaels Ohr streifte erinnerte ihn an seine erste Gitarrenstunde, in der es fertig gebracht hatte, die nagelneue, tiefe E-Saite beim Stimmen reißen zu lassen. Das begeisterte Brüllen ihrer Gegner bestätigte seine schlimmsten Befürchtungen. Die Bogensehne war tatsächlich gerissen. Glyfaras und sein Blick trafen sich.
„Ich schätze, jetzt haben wir ein Problem“, sagte sie.

Grimmbart wurde von allen Seiten bedrängt. Wild schlug er mit der Axt nach einem Angreifer auf seiner linken Flanke, um im nächsten Moment einen von oben geführten Schwerthieb von rechts zu blocken und dann mit dem Rammdorn der Axt zuzustoßen. Das letzte, was sein Widersacher in seinem Leben wahrnahm, war die eiserne Spitze, die sich in seinen ungeschützten Hals grub. Blut spritzte hoch in die Luft, als Grimmbart den Dorn herausriß und sich erneut dem Angreifer zu seiner Linken stellte. Mit einem gezielten Seitwärtshieb holte er den Ulog aus dem Sattel und registrierte befriedigt, wie er unter den wirbelnden Hufen seines eigenen, aufgeregten Pferdes starb, das hektisch mit den Augen rollte und dem Tod zu entkommen versuchte, den es überall um sich herum witterte. Sofort sah Grimmbart sich nach der nächsten Bedrohung um. Überall herrschte Chaos, und Chaos konnte tödlich sein. Die Angstschreie der Pferde vermischten sich mit den heiseren Rufen ihrer Reiter, die verzweifelt versuchten, der Apokalypse Herr zu werden. 
Umsonst. 
Ulogs und Wengors Männer fielen gleichermaßen und tränkten den Boden mit ihrem Blut. Weiter hinten entdeckte Grimmbart den Troll, dem es endlich gelungen war, seine Tötzwanzig einzusetzen. Ein Dutzend leichtsinniger, krummbeiniger Dämonen zu Fuß hatten das zweifelhafte Vergnügen, ihre vernichtende Wirkung näher kennenzulernen. Dann war Grüneich auch schon durch ihre Linie hindurch gebrochen und kämpfte sich zu den Bärenreitern durch, die ebenfalls arg in der Klemme steckten. Bedrückt registrierte Grimmbart, daß einige der Giganten dem Ansturm bereits erlegen waren. 
Die Übermacht war einfach zu groß. 
Dann entdeckte der Zwerg Wengor, der offenkundig in Schwierigkeiten geraten war. Gleich drei Ulogs hatten sich den Anführer der Garde vorgenommen, der sich verbissen mit all der Erfahrung seiner Jahre als Soldat zur Wehr setzte. Selbst sein Pferd wehrte sich heftig, ging auf die Hinterhand und keilte aus, um die Gegner zurückzudrängen. Es war ein gutes  Pferd, auf das Wengor stolz war und eine jahrelange Ausbildung als Kampfross genossen hatte. Es war darauf trainiert worden, gemeinsam mit seinem Reiter zu kämpfen, und das kam ihm nun zu gute. Die wirbelnden Hufe zerschmetterten die Schädel derjenigen, die zu Fuß versuchten, Roß oder Reiter zu töten. Trotzdem schien das Ende absehbar. Grimmbart beschloß, einzugreifen.
Die Axt entschlossen in beiden Händen haltend, dirigierte er sein Pferd ohne zu zögern nur mit den Schenkeln durch das Chaos zu dem in Not geratenen Wengor hinüber. Das gut dressierte Pferd war zwar nervös angesichts des Kampfes um sie herum, reagierte aber gleichwohl noch so präzise, wie man es ihm beigebracht hatte. Anders die Reittiere der Ulogs. In dem allgemeinen Tumult prallten einige der Pferde unkoordiniert mit ihren Artgenossen zusammen. Andere versuchten sich durch wilde Sprünge in Sicherheit zu bringen, so daß sich ein paar der furchteinflößenden Ulogs plötzlich auf dem Boden wieder fanden, wo sie sogleich von ihren Gegnern niedergemäht wurden. Auch Grimmbart prallte ein paar Mal unliebsam mit einem reiterlosen Pferd der Ulogs zusammen. Nur dem reinen Glück war es zu verdanken, daß seine Beine bei diesen Zusammenstößen nicht zwischen den Pferdeleibern zerquetscht wurden. Dann war er endlich an Wengors Seite. Ohne innezuhalten trieb er einem der Ulogs seine Axt in die Brust und holte ihn so von seinem Pferd. Der letzte Atemzug des Kriegers endete in einer Blutfontaine, die aus der grauenvollen, klaffenden Wunde spritzte. Er war tot, bevor er auf dem Boden aufschlug. 
Dankbar für die Unterstützung riß Wengor sein eigenes Pferd herum und drosch nun mit wilden Schwerthieben auf den Ulog zu seiner rechten Flanke ein, während Grimmbart sich mit vor Blut triefender Axt den verbliebenen Angreifer des Trios vorknöpfte.

Tarens Pferd flog mit trommelnden Hufen über das Schlachtfeld. Sie war allein, inmitten des Feindes, weit abgeschlagen von der restlichen Truppe, die ein gutes Stück voraus zu den Hügeln unterwegs war, wo sich die Bärenreiter verzweifelt der Übermacht erwehrten. Aber sie war nicht wehrlos. Das bekamen all diejenigen zu spüren, die zu Fuß versuchten, das Mädchen vom Fahrenden Volk von ihrem Pferd zu ziehen. Wie ein Geist verschwand ihr Opfer von einer Sekunde zur anderen aus dem Sattel. Mal hing sie plötzlich an der rechten, dann an der linken Seite und manchmal sogar unter dem dahin rasenden Pferd und entzog sich so dem Zugriff ihrer Peiniger. Taren selbst hätte es nie für möglich gehalten, daß die Ausbildung zur Dressurreiterin beim Fahrenden Volk ihr einmal in einer solchen Situation von Nutzen sein würde. In Gedanken dankte sie ihren auf dem Paß verstorbenen Ausbildern während sie zugleich zwei Ulogs, die ihr zu Pferd den Weg abzuschneiden versuchten, die Gelegenheit gab, ihre Messerwurfkunst zu bewundern. Als die beiden tödlich getroffen vom Pferd stürzten, fielen ihr mit grimmiger Befriedigung die Worte Grimmbarts wieder ein, worauf sie mit wilder Entschlossenheit brüllte:
„Ja, ich habe den Mut, im Ernstfall einen Gegner zu töten, und das solltet ihr euch alle besser merken!“
Dann stieß sie einen gellenden Kampfschrei aus und versenkte ein weiteres Messer in einen leichtsinnigen Dämonen, der versuchte, sie mit einer Pike vom Pferd zu befördern, als plötzlich die Kriegshörner der Bruderschaft über den Schlachtenlärm hinweg ertönten. Irritiert sah sie mit an, wie der eben noch koordiniert vorausreitende Trupp in Unruhe geriet und abschwenkte, um sich einer bisher nicht erkannten Gefahr zu stellen. Taren zügelte ihr Pferd ein wenig und warf einen Blick nach rechts, wo sie mit Schrecken einen Trupp berittener Ulogs aus einer Senke auftauchen sah. Die Hufen der mächtigen Streitrösser flogen über den Boden, als sie sich mit beängstigender Geschwindigkeit der ungeschützten Flanke von Wengors Trupp näherten. Taren konnte erkennen, daß es den Männern nicht mehr rechtzeitig gelingen würde, sich neu zu formieren. Hilflos mußte sie mit ansehen, wie die dämonischen Krieger einen Augenblick später in den Soldatentrupp einfielen. Mit einem Fluch trat sie ihrem Pferd in die Seite und hetzte es diagonal zum dem Punkt, wo die Ulogs und Wengors Männer sich einen erbitterten Kampf lieferten. So, wie es aussah, konnten sie jede Unterstützung gebrauchen. 

 „Aaaahhhrrrrrr!“
Der Wutschrei Arums ließ die Dämonen erschrocken innehalten. Wie der Gott der Finsternis stürmte der Bärenreiter auf die zwei mit Krummsäbeln bewaffneten Gegner zu, die sich als erste an den Feind herangewagt hatten und das nun bereuten. Ehe sie reagieren konnten, war ihr hünenhafter Gegner bereits unter ihnen. Mit einem aufwärts geführten Schlag seines riesigen Hammers zertrümmerte er den Unterkiefer des rechts von ihm befindlichen Gegners. Dessen Kopf flog von der Gewalt des Schlags derart in den Nacken, daß sein Genick mit einem vernehmlichen Knacken brach. Der andere erhielt einen Fußtritt ins Gesicht, der ihn zurücktaumeln ließ. Aber bevor er sein Gleichgewicht wiederfinden und zum Gegenangriff übergehen konnte, krachte Arums Streithammer bereits mit vernichtender Wirkung auf seinen Schädel hinab und löschte alle Lichter aus. Das Wutkreischen der Dämonen ignorierend zog sich Arum flink auf seine Ausgangsposition zurück. Breitbeinig, den Hammer mit beiden Händen haltend stand er vor seinem Bären und brüllte seinen Gegnern Schmähungen entgegen. Niemand würde sich an seinem Bären vergreifen, solange er noch auf seinen Beinen stehen konnte. Das allerdings konnte sich schnell ändern. Mit einem unguten Gefühl im Magen registrierte Arum, daß sich die Menge plötzlich teilte, um einem der Ungeheuer Platz zu machen, die er zuvor vom Rücken seines Bären bekämpft hatte. Arum schluckte. Seine Hände umklammerten den hölzernen Griff seines Hammers fester. Dieser Gegner war ein anderes Kaliber als die krummbeinigen Gestalten, um ihn herum. Er strahlte eine Kraft und Brutalität aus, die ihn auch ohne sein höllisches Streitross furchteinflößend aussehen ließen. Der Ulog blieb am Rand der Menge stehen und betrachtete den Bärenreiter abschätzend, während die krummbeinigen Gestalten um ihn herum in Jubelschreie ausbrachen. Offenbar hielten sie das Ende des Bärenreiters für gekommen, und dann konnten sie sich auch endlich über den schmackhaften Bären hermachen. Die beiden Kontrahenten musterten sich einen Augenblick schweigend, dann zog der Ulog mit einem bösen Grinsen eine Kurzarmbrust von seinem Rücken und spannte den Abzug. Arum stürmte los, auch wenn ihm bewußt war, daß er den Ulog niemals rechtzeitig erreichen würde. Er war schon so gut wie tot.

Grüneich knurrte zufrieden, als der Verschluß seiner Tötzwanzig mit einem vernehmbaren Klicken einrastete. Auf dem Rücken eines galoppierenden Pferdes inmitten des Feindes war ihm dieses Kunststück nicht gerade leicht gefallen. Sein Blick wanderte zwischen der Gruppe berittener Dämonen, die jeden Moment mit Wengors Männer zusammenprallen würden und einem Bärenreiter, der sich verzweifelt gegen eine Übermacht von zehn Dämonen zur Wehr setzte, hin und her. Seine Gegner hatten ihn eingekreist und begannen nun mit langen, rasiermesserscharfen Piken gegen ihn vorzugehen. Selbst für den wehrhaften, gepanzerten Bären stellte dies eine ernsthafte Bedrohung dar. Nach einer kurzen Einschätzung der Lage entschied Grüneich, das der Bärenreiter seine Hilfe nötiger hatte, als Wengors Männer, zumal diese Grimmbart an ihrer Seite hatten. Der Zwerg würde den Gegnern schon das Fürchten lernen. Der Bärenreiter hingegen würde jeden Moment sterben, sollte er keine Unterstützung bekommen. Das Pferd wieherte protestierend, als Grüneich ihm in die Seite trat, dann sprengte es widerwillig los. Seine Hufe trommelten über den Boden und verkündeten von dem Schrecken, den sein Reiter unter seinen Gegner verbreiten würde. Tief über den Rücken seines Streitrosses gebückt wirkte Grüneich in der Tat eher wie ein Gott des Krieges als ein begnadeter Handwerker und veranlaßte selbst kampferprobte Dämonen, sich lieber anderen Gegnern zuzuwenden, als sich diesem Kampfkoloss in den Weg zu stellen. 
Sids Gegner hatten weniger Glück. Ihre ganze Aufmerksamkeit galt dem Krieger auf dem gewaltigen Bären, in dessen stahlharter Lederpanzerung bereits etliche Bolzen steckten. Einige der Dämonen waren eifrig damit beschäftigt, ihre Kurzarmbrüste zu spannen, während andere mit langen Piken versuchten, den Reiter von seinem Reittier zu stoßen. So entging ihnen völlig, daß sich ihnen eine mindestens ebenso große Gefahr im Galopp von hinten näherte. 
Grüneich ließ ihnen keine Chance. 
Die Hälfte von ihnen starb unter dem Geschosshagel der Tötzwanzig, ohne mitbekommen zu haben, wer sie erledigt hatte. Die zweite Hälfte hatte gerade noch genug Zeit, um zu realisieren, daß der Tod persönlich auf einem pechschwarzen Streitross erschienen war, um sie ins Land der ewigen Finsternis mitzunehmen. Die stählernen Hufe des zum Kampf ausgebildeten Pferdes und Grüneichs Keule sorgten binnen kürzester Zeit dafür, daß die Gegner das Zeitliche segneten. Wer das Glück hatte, verschont worden zu sein, nahm eiligst Reißaus. Befriedigt sah Grüneich sich um, während er mechanisch seine Tötzwanzig nachlud. Der Kampf hatte gerade einmal ein paar Herzschläge lang gedauert und hatte dem Feind keine Chance gelassen. Mit einem kurzen Schenkeldruck lenkte er sein Pferd zu dem Bärenreiter hinüber. Ein beunruhigtes Schnauben ertönte, als sich das Pferd dem gewaltigen Bären näherte. Selbst Grüneich, der seine Mitkämpfer auf seinem kräftigen Pferd wie ein Turm überragt hatte, mußte den Kopf in den Nacken legen, als er zu dem Kämpfer hinauf sah, einem gut aussehenden jungen Mann mit dunklen Haaren, in dessen Augen eine Wildheit blitzte, die Grüneich gefiel.
„Verletzt?“, brummte der Troll in seiner üblichen wortkargen Art, worauf der junge Mann den Kopf schüttelte.
„Nein, Ihr kamt gerade noch rechtzeitig. Meine Name ist Sid, und ich werde ewig in Eurer Schuld stehen, Mann aus Stein“, sagte er aufrichtig, wobei er die Bezeichnung seines Volkes für die Trolle wählte. Grüneich winkte verlegen ab.
„Darüber können wir uns später noch unterhalten. Jetzt sollten wir zusehen, daß wir hier gemeinsam aufräumen.“
„Aih. Laßt uns gemeinsam diese Brut vernichten“, knurrte Sid, wobei Bors zustimmend grollte.

Wengor spürte einen dumpfen, heftigen Schlag in seiner Seite, der ihn fast aus dem Sattel katapultiert hätte. Für einen Augenblick erlag er der Illusion, einen Pferdetritt abbekommen zu haben, doch dann setzte der Schmerz ein. Seine Finger ertasteten einen Bolzen, der mühelos seine Panzerung durchdrungen hatte und nun tief in seinem Körper steckte. Nur das äußerte Ende ragte aus seinem Körper heraus und wurde von warmen Blut umspült, das stoßweise aus der Wunde pulsierte. Kalter Schweiß bildete sich auf Wengors Stirn, als er die Ernsthaftigkeit seiner Verletzung realisierte. Aber Zeit, darüber nachzudenken, hatte er nicht, denn die Gegner drangen weiterhin gnadenlos auf ihn ein. Rasend vor Wut und Schmerz ließ Wengor sein Schwert durch die Luft pfeifen, aber auch er konnte nicht verhindern, daß die Feinde ihn und Grimmbart nach und nach von einander trennten. Der Zwerg focht wie ein Berserker, um dies zu verhindern, doch die Übermacht war einfach zu groß. Für eine Sekunde trafen sich ihre Blicke über die wogende Schlacht hinweg, und Wengor entdeckte in den Augen des Zwerges ernste Besorgnis. Vermutlich hatte der erfahrene Söldner ihm angesehen, wie es um ihn stand. Dann traf ihn plötzlich ein weiterer Schlag mitten in die Brust, und diesmal schaffte er es nicht mehr, sich im Sattel zu halten. Mit rudernden Armen stürzte er rückwärts von seinem Pferd. Der harte Aufprall trieb ihm die Luft aus den Lungen und vernebelte seine Sinne. Ein rasender Schmerz schoß durch seinen Körper und drohte ihn, wie eine Woge zu überspülen. Das letzte, was er in seinem Leben sah, war sein stolzes Kampfross, das mit wirbelnden Hufen seinen Herrn verteidigte.
„Braves Pferd“, flüsterte er, dann kam die Dunkelheit.

Der Bolzen traf Arum in die linke Seite und riß ihn mitten im Lauf herum. Ein begeistertes Johlen setzte ein, als er ins Straucheln geriet. Beinahe wäre er hilflos zu Boden gestürzt, was sein Ende bedeutet hätte. 
Aber erledigt war er vermutlich auch so. 
Ihm gelang es gerade noch sich zu fangen, um blind vor Haß weiter vorwärts zu stürmen. Solange er seinen Hammer noch schwingen konnte, bestand Hoffnung. Verblüfft von soviel Widerstandskraft, war der Ulog einen Augenblick sprachlos, dann knurrte er etwas zu einem kleinwüchsigen Dämonen mit einer Kurzarmbrust, der daraufhin grinsend die Waffe hob. 

Grimmbart zerbiß einen Fluch zwischen seinen Zähnen, als er sah, wie Wengor rückwärts von seinem Pferd katapultiert wurde. Ein langer Armbrustbolzen ragte mitten aus seiner Brust, und der Zwerg vermutete, daß er schon tot war, bevor er auf dem Boden aufschlug. 
Nun war die Einheit ohne Führung, was in der Regel die Niederlage nach sich zog. Während er mit seiner Axt routiniert einen Gegner nach dem anderen fällte, flog sein Blick zu der in Auflösung begriffenen Truppe hinüber. Fast ein Viertel war bereits gefallen, und der Rest würde bald folgen. Sie brauchten einen Führer, der die Verteidigung organisierte und einen waffenstarrenden Ring bildete. Statt dessen führten die kampfunerfahrenen Soldaten aussichtslose Einzelscharmützel, die sie nur verlieren konnten. 
Mit einem Knurren riß er sein Pferd herum und übersah dabei einen heranpreschenden Ulog, dessen Lanze sich tief in die Seite seines Pferdes grub. Mit einem gräßlichen Kreischen brach das schwer verletzte Tier in die Knie, worauf Grimmbart in hohem Bogen durch die Luft geschleudert wurde. Geschmeidig rollte er sich ab, als er auf dem blutdurchtränkten Boden aufschlug und ging sogleich in Abwehrstellung. Drei kreischende Dämonen, die sich mit Nägel bestickten Keulen, Krummsäbeln und schartigen Schwertern auf den vermeintlich wehrlosen Zwerg stürzten, lernten ihre letzte Lektion. 
Auch ein zu Boden gegangener Zwerg, war noch immer ein gnadenloser Gegner. 
Mit einem Knurren stieg Grimmbart über ihre Leichen hinweg. Wenn er überleben wollte, brauchte er dringend ein Pferd.    

Zottel spürte, wie er mit jedem Schlag seines Herzens mehr an Lebenskraft verlor. Am liebsten hätte er die Augen geschlossen und wäre eingeschlafen, aber die Sorge um seinen geliebten Freund, der in arger Bedrängnis war, hielt ihn wach. Angst krallte sich in sein großes Herz, als er sah, wie sein Freund, der plötzlich ins Straucheln geriet, trotzdem unbeirrt auf den Feind zuhielt. 
Zottel hielt das für Selbstmord. 
Dann mußte er mit ansehen, wie Arum etwas wie ein Maultierhieb traf, und er schwer zu Boden stürzte. Ein bösartiges Jubeln erscholl bei diesem Anblick und machte selbst den vom Schmerz und Blutverlust vernebelten Sinnen des Bären bewußt, daß es um seinen Freund jeden Moment geschehen sein dürfte. 
Aber das würde Zottel nicht zulassen. 
Nicht, solange noch ein Funken Leben in ihm war. 
Unter Aufbietung aller Willenskraft wies er den nahenden Sensenmann in seine Schranken und erhob sich, wobei sein markerschütterndes Gebrüll die Kämpfer weithin zusammenzucken ließ. 
Schmerz, Leid und eine grenzenlose Wut auf diejenigen, die ihm all dies angetan hatten, waren in diesem einem Brüllen zu einer Einheit verschmolzen, die jedem klar machte, das dieser Gegner keine Kompromisse machen würde, denn er hatte nichts mehr zu verlieren. Beim Anblick des schon für tot gehaltenen Giganten, der so plötzlich wieder zum Leben erwacht war, standen die Dämonen wie vom Donner gerührt. Eben noch im Siegestaumel, schlich sich nun die Erkenntnis in ihr erschüttertes Bewußtsein, daß sich das Blatt gewendet hatte. 
Zottel ließ ihnen keine Zeit, diese Erkenntnis zu vertiefen. 
Wie eine brachiale Naturgewalt stürmte er auf seine Feinde zu, die sich um seinen am Boden liegenden Freund gescharrt hatten. Er würde Rache nehmen, blutige Rache, bis zum letzten Atemzug.

Die trommelnden Hufe des heran preschenden Pferdes dröhnten in Grimmbarts Ohren. Mit angespannter Miene beobachtete er den Ulog, der mit hoch erhobenen Säbel auf dem Sattel thronte und versuchte abzuschätzen, wie der Angriff erfolgen würde. Die Axt in beiden Händen haltend machte er sich bereit. Normalerweise hätte er sich in so einem Fall im letzten Moment zu Boden geworfen und mit der Axt nach den Beinen des Tieres geschlagen, um den Angreifer auf seine Ebene zu zwingen. Aber diese bewährte Kriegsmethode schied aus, denn er brauchte das Pferd. Wengors Pferd in seine Gewalt zu bringen wäre zwar einfacher gewesen, aber das Pferd ließ niemanden an sich heran und verteidigte mit keilenden Hufen seinen längst gefallenen Reiter. 
Noch fünfzehn Fuß. 
Grimmbart konnte das siegessichere Glühen in den Augen seines Gegners sehen, dann prallten die Waffen auch schon aufeinander. Zwar gelang es Grimmbart, den brachial geführten Hieb abzublocken, aber die Gewalt des Schlages riß ihm die Axt aus den tauben Fingern. Im hohen Bogen flog sie davon und ließ den Zwerg unbewaffnet zurück. Sofort setzte ein begeistertes Johlen ein. Das Fußvolk sah endlich eine Möglichkeit, sich für den Tod ihrer Kameraden zu rächen. Mit einem mordlustigen Glitzern in den Augen stürmte ein kleiner gehörnter Dämon mit einem bösartig aussehenden Dolch auf Grimmbart zu. Seiner Waffe beraubt erwartete der Zwerg in höchster Konzentration den Angriff. Auch ohne Waffe war er ein fruchtbarer Kämpfer, und das würde er seinen Gegner gleich unter Beweis stellen. Blitzschnell unterlief er den plump geführten Stich und trieb seinem überraschten Gegner zugleich die rechte Faust tief in den Magen. Nach Luft ringend brach der Dämon in die Knie, worauf Grimmbart seinen Kopf packte. Entsetzen spiegelte sich in den Augen des Dämonen, als er erkannte, was der Zwerg vorhatte.  Dann brach ihm Grimmbart auch schon mit einer schnellen Drehbewegung das Genick. Der schlaffe Körper hatte noch nicht den Boden berührt, als Grimmbart bereits zu dem nächsten Angreifer herum wirbelte. Von der Reaktionsschnelle des plump wirkenden Gegners überrascht, zögerte der mit einer Kurzarmbrust bewaffnete Dämon einen Augenblick, was ihm zum Verhängnis wurde. Harmlos pfiff der Bolzen über den blitzschnell zu Boden gegangenen Zwerg hinweg, der sich bereits des Dolchs des getöteten Dämonen bemächtigt hatte und ihn Unterhand auf seinen Gegner schleuderte, wie Taren es ihn gelehrt hatte. Mit einem satten Geräusch drang die Waffe in die Brust des Gegners ein und schickte ihn zu Boden. Sofort war Grimmbart wieder auf den Füßen. Das donnernde Dröhnen gepanzerter Hufe in seinem Rücken ließ ihn herumfahren. Wie die Reiter der Apokalypse stürmten gleich drei Ulogs zu Pferd auf den unbewaffneten Zwerg zu. Die Spitzen ihrer Lanzen wippten im Rhythmus der galoppierenden Pferde und flüsterten von dem Tod, dem sie ihm bringen würden. 
Grimmbart schluckte. 
Diesmal sah es ganz so aus, als hätte er das Ende seines Weges erreicht. Mit geballten Fäusten stellte er sich den heranpreschenden Kriegern. Zumindest würde er nicht kampflos sterben.

Eine Woge aus Schmerz spülte über Arum hinweg, als er aus der Bewußtlosigkeit erwachte, in die er kurzzeitig gefallen war. Ein Schleier lag über seinen Augen und ließ ihn die Dinge um ihn herum nur verschwommen sehen. 
Dann fiel ihm schlagartig wieder ein, was geschehen war. 
Seine Gegner hatten mit einer Kurzarmbrust auf ihn geschossen und ihn zu Boden geschickt. Sofort schoß Adrenalin durch seine Adern, und sein Herz begann zu hämmern. Der Geruch von Kupfer stieg ihm in die Nase, als er sich mit dem Ärmel über die Augen wischte und sich mühsam erhob, wobei er einen Schmerzensschrei unterdrückte. Der zweite Bolzen hatte ihn in der rechten Seite erwischt. Die Wunde schmerzte höllisch, aber sie war nicht lebensbedrohlich, vorausgesetzt, ein Heiler würde sie rechtzeitig versorgen können. Aber das war Arum im Augenblick egal. Seine Sorge galt Zottel. 
Was war mit dem Bären passiert? 
Der Platz, an dem er ihn zuletzt gesehen hatte, war leer. Dafür lagen um ihn herum ein Dutzend gefallener Dämonen in grotesk verrenkten Stellungen, als habe ein wütender Gott sie hochgehoben und zu Boden geschmettert. Dann entdeckte Arum zwanzig Fuß weiter in einer kleinen Senke einen grauen Hügel. 
Zottel. 
Arums Herz krampfte sich zusammen, als er auf den leblos darliegenden Bären zuhumpelte und an seiner Seite in die Knie brach. Tränen strömten über sein Gesicht, als sein letzter Hoffnungsschimmer erlosch, wie eine Kerze im Wind. 
Zottel war tot. 
Ein friedlicher Ausdruck lag auf dem gutmütigen Bärengesicht. Zottel war in dem Bewußtsein gestorben, seinem Freund das Leben gerettet zu haben. Vor Kummer über den Verlust seines Bären vergrub Arum sein Gesicht in dem noch warmen Bärenpelz. Erinnerungen an eine bessere Zeit brachen wie eine Springflut über ihm zusammen. Zottels tapsige Schritte in seiner Schmiede, der erste Ritt auf dem breiten Bärenrücken und die gutmütige Art, mit der Zottel ihn immer wieder zum Lachen gebracht hatte. 
Das alles war vorbei. 
Ausgelöscht, von einer Sekunde auf die andere. 
Arum war noch nie in seinem Leben so verzweifelt gewesen. Vermutlich überhörte er nur deshalb die Schritte des schweren Streitrosses, das plötzlich hinter ihm anhielt.

wird fortgesetzt....

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.01.2022. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Lieder eines sattvischen Engels von Angelos Ashes (Übersetzer Uwe David)



Die Idee, die vorgelegten Gedichte in eine Buchform zu bringen, kam mir eines Tages in der Meditation. Dabei verspürte ich eher den Wunsch, dem Leser ein Gefühl von Liebe und Trost zu vermitteln, als dass es ein intellektueller Prozess war. Die Lieder sind einfach gedacht und ebenso gelesen, gibt es mir das Gefühl, erfolgreich die Lücke zwischen Wissen und Werden geschlossen zu haben. Dies ist die Reise, die wir alle von unserem Verstand zum Herzen unternehmen müssen, um uns selbst und die Welt um uns herum heilen zu können. Der Titel des Buches verweist auf eine engelhafte Reinheit, die zugleich Anspruch und auch die tiefe Wirklichkeit ist, die wir alle sind. Es liegt nur an uns, diese Qualität zu entdecken und manchmal helfen dabei ein paar wenige Worte.

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