Monika Schmeinta-Maier

Im Irrgarten

In einem naiven Moment 
have ich aus dem Kelch 
der Leidenschaft getrunken 
Völlig gierig und unbedacht
den süßen Saft 
meine Kehle hinunter gleiten lassen

die Wirkung setzte sehr schnell ein
wir spielten im Irrgarten fangen
du mahnst mir das Versprechen ab
Ich wäre jetzt DEIN 
Von da an war ich der hörig 
lechzend nach deiner Zeit und Liebe

kein Tag verging mehr 
ohne an dich zu denken 
ohne dich zu vermissen 
süchtig nach deinem Kuss
deinen Berührungen 
Ohne dich bin ich nur die Hälfte wert 

Du bist mein erotischer Coktail
mein Blick gehört nur Dir alleine 
meine Weiblichkeit inbegriffen 
Du rufst, ich bin zur Stelle
Ich erfülle dir jede Begierde 

mein Wille hängt an der Garderobe
wie ein Mantel am Haken
Ich könnte ihn jederzeit abnehmen 
aber dein Feuer wärmt meine Seele

Wir spielen weiter im Irrgarten fangen 
lüstern, begehrlich, leidenschaftlich
Lässt die Wirkung nach
gießt du mir in meine Kelch
neue Liebe nach 

Ich bin dir ausgeliefert

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Jahre wie Nebel: Ein grünes Jahrzehnt in dunkler Zeit von Horst Lux



Es wurde sehr viel geschrieben über jene Jahre der unseligen Diktatur eines wahnwitzigen Politikers, der glaubte, den Menschen das Heil zu bringen. Das meiste davon beschreibt diese Zeit aus zweiter Hand! Ich war dabei, ungeschminkt und nicht vorher »gecasted«. Es ist ein Lebensabschnitt eines grünen Jahzehnts aus zeitlicher Entfernung gesehen, ein kritischer Rückblick, naturgemäß nicht immer objektiv. Dabei gab es Begegnungen mit Menschen, die mein Leben beeinflussten, positiv wie auch negativ. All das zusammen ist ein Konglomerat von Gefühlen, die mein frühes Jugendleben ausmachten. Ich will versuchen, diese Erlebnisse in verschiedenen Episoden wiederzugeben.

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