Adrian Braissant

Delta: 8. Die Wende

Der lange Montag hatte in mancher Hinsicht sein Versprechen gehalten, Ruhepausen gab es kaum. Und wenn, dann hatte Andy sie begeistert genutzt, um beim Aufbau und Wiederabbau der Schienen zu helfen, auf denen der Kamerawagen über unwegsames Gelände rollte. Er schuftete wie ein Pferd, ohne Unterlaß, und es machte ihm so viel Spaß, daß er dem Ende der Dreharbeiten immer unglücklicher entgegen blickte. Das Filmteam war nun fast zu 'seiner Familie geworden und manchmal, in den schönsten Augenblicken, vergaß er beinahe, daß Robert Frey zu der Organisation gehörte, die seinen Dad ermordet hatte.

Es war nun Nachmittag. Die Generatoren knatterten durchdringend und hüllten den Parkplatz mit den Lastwagen in blauen Dunst. Andy stapfte abgekämpft aus dem Sumpf, hustete tief und kraxelte das schlickige Uferbord hoch. Sein dunkelblondes Haar war dreckverkrustet und hing ihm zottelig in die Stirn. Sein Gesicht schien hager und war schlammbeschmiert, aber dennoch von eigentümlicher Schönheit.

Andy sehnte sich nach Sauberkeit und Ruhe. Am liebsten wäre er gleich in ein warmes Bad gestiegen und dann für mindestens eine Stunde drin geblieben. Aber das mußte wohl verschoben werden, denn kaum hatte er das Bord erklommen, hörte er verschiedene Kameras klicken und sah, wie eine kleine Gruppe von drei Leuten auf ihn zusteuerte.

"Die Reporter!" schoß es ihm durch den Kopf und das Herz schlug ihm bis in den Hals hinauf. Die hatte er doch vollkommen vergessen. Aber nun waren sie da. Sie hatten auf ihn gewartet!

Gehetzt schaute er sich um und hoffte, irgendwo Tom zu entdecken. Er hatte es ihm doch fest versprochen, gewiß rechtzeitig hier zu sein. Aber so sehr er sich auch bemühte, da war kein Tom, nirgends!

"Hallo Andy!" rief eine junge Frau, zückte einen Notizblock aus ihrer Umhängetasche und löste sich aus der Gruppe. "Ich bin die Angelika vom Jugendmagazin 'Fernrohr'. Die Leute da hinten sind Frank, der Fotograf und Lorenzo, sein Assistent."

"Hallo", sagte Andy mit wenig Begeisterung und wischte sich über die Stirn.

"Wir möchten ein paar Fotos machen. Und anschließend würde ich mich gerne mit dir etwas unterhalten. Meine Leser sind nämlich riesig interessiert, über dich alles zu erfahren."

"Bleib' doch mal so stehen und bitte: lächeln. Schau sie dir an. Angelika ist süßer als das beste Eis, das du je gegessen hast..  bat Frank aufmunternd, Lorenzo grinste breit.

Andy blieb wie ferngesteuert stehen fand kaum ein Lächeln. Er bemühte sich zwar sehr, sein Gesicht in die abgedroschene Lachmaske zu pressen, doch er fühlte, so schlecht wie jetzt hatte sie ihm noch nie gestanden.

Routiniert stellte er sich nun in die gewünschten Positionen vor den Sumpf, dann vor die Lastwagen unter die große Aufschrift: "Wir drehen für Sie: Robins Abenteuer" über einem stolzen Piratenschiff, weiter ging's zu den auf hohen Ständern stehenden Scheinwerfern und schließlich zu den Requisiten. Andy tat es willenlos, ja fast ergeben, denn ihm fehlte die Kraft zu sagen: "Ich kann nicht mehr. Bitte laßt mich in Ruhe! " Alles in ihm klammerte sich an Toms Versprechen.

Wann würde er endlich hier sein? "Hey, Andy, willst du dich nicht endlich umziehen? Wir bauen schon ab", rief Collins im Vorbeigehen und deutete mit einer Kopfbewegung zum Umkleide- und Garderobenzelt hin. Collins hatte allen Grund zufrieden zu sein, denn es hatte heute mal keinerlei Pannen gegeben.

Wie in einer Zeitlupenwiedergabe hatte Andy Collins Worte gehört und sie auch kaum richtig wahrgenommen. Seine ganze Aufmerksamkeit galt dem schwarzen Lieferwagen, der wie vom Teufel geritten über den staubigen Weg heran geschossen kam.

"Tom?!" Andy preßte die Lider zusammen, bis ihm die Augen tränten. "Wer sonst?" dachte er entschlossen. Sein Stimmungsbarometer glitt in einen steilen Höhenflug. Mit einmal schien alle Erschöpfung wie weggeblasen, jetzt war er gerettet, denn Tom war bald da!

Flink löste er sich aus der Gruppe, trabte auf den herannahenden Renault zu und hob grüßend die Hand.

Aber irgendwas verunsicherte ihn: Seit wann hatte das Filmteam einen Renault mit französischen Nummernschildern?

Der Wagen bremste brüsk und wirbelte eine dicke, grauweiße Staubwolke hoch. Die Hecktüren schlugen krachend auf und ;zwei Männer stürmten aus dem Laderaum. Der eine war hochgewachsen und flink wie ein Wiesel, der andere sah aus wie ein Ringkämpfer.

Noch ehe Andy richtig begriffen hatte, was geschah, packten sie ihn bei den Oberamen und zerrten ihn mit roher Gewalt hinten in den Renault. Die Türen schlugen wieder zu. Der Motor heulte grell auf Eine Staubwolke umhüllte den Wagen, als er mit kreischenden Reifen davon jagte.

Es geschah so schnell, und der Staub war so dicht, daß selbst die fixen Reporter mit langen Gesichtern verblüfft zurückblieben.

 

Andy überwand den ersten Schreck erstaunlich schnell. Er wehrte sich aus Leibeskräften und biß, kratzte und schlug in blinder Todes- angst um sich, bis ihm die Männer einen verstaubten Jutesack über den Kopf stülpten. Dann zwang ihn ein kräftiger Griff auf den Boden der Ladefläche. Ein gehender Schmerz schoß ihm wie ein feuriger Pfeil in den rechten Arm und schnitt wie ein scharfes Metzgermesser unter das Schulterblatt. Das Gewicht von vier Füßen in kantigen Stiefeln lastete nun auf seinem Brustkorb wie ein großer Mühlstein. Jeder Atemzug war qualvoller als der vorhergehende, die Schmerzen bohrten sich wie Stacheln eines Nagelbretts tief in seine Lungenflügel. Andy wimmerte wahrend ihm heiße Tränen in weißen Bahnen über die schmutzigen Wangen rannen.

Mit forciertem Motor rumpelte der Renault über den Feldweg. Da- bei bellte die klägliche Federung (wenn sie den Namen überhaupt verdiente) wie ein gehetzter Kojote. Andy spürte jedes Schlagloch in den Knochen und am Hinterkopf wuchs bereits eine große Beule.

Er würde diese Qual bald nicht mehr ertragen können, dachte er verzweifelt, denn er hatte die letzten beiden besonders scharfen Stöße kaum mehr wahrgenommen. In seinem Kopf dröhnte eine komplette Hammerschmiede. Er taumelte zwischen Bewußtlosigkeit und seinen Schmerzen hin und her. Er drohte ständig, das Gleichgewicht zu verlieren.

Der Wagen bremste leicht, bog in eine scharfe Linkskurve ein und beschleunigte müde. Andy vermutete, daß sie nun die Landstraße erreicht hatten. Das Gequietsche trat in den Hintergrund, er vernahm ganz deutlich das Röcheln des Motors. Die Schmerzen ließen nun etwas nach. Er fühlte vorübergehend eine gewisse Erleichterung.

Erschöpft schloß er die Augen. Er atmete schnell, jedoch nur ganz oberflächlich. Anfangs beinahe unhörbar, aber dann immer klarer und reiner, hörte er Omi singen. Sie sang mit vibrierender Stimme, sie sang sein Lied, das sie so oft miteinander gesungen hatten, wenn sie glücklich waren. Und Andy wollte einstimmen in das Lied...

Doch dann spürte er, wie er heftig geschüttelt wurde und ihn jemand mit kräftigen Ohrfeigen wieder in diese Welt, in die Schmerzen riß.

Er blinzelte. Seine Augen juckten wie versandete Getriebelager, dazu begann es ihn in der Nase zu kräuseln. Wellen von Niesreizen folgten, die kein Ende mehr nehmen wollten, und sein Brustkorb drohte zu zerspringen.

Andy erschrak, als er die Männer plötzlich sprechen hörte. Ihre Stimmen klangen rauh und versoffen. Sie redeten in einem eigenartigen Hackrhythmus.

Angestrengt bemühte er sich den Wortlaut zu verfolgen. Es hörte sich irgendwie französisch an und doch wieder nicht. Bestimmt war es ein Dialekt der Einheimischen, schätzte er nach einigem Überlegen. Er versuchte, seine gesamten Französischkenntnisse zusammenzusetzen. Wenn es ihm nur gelänge, einige Brocken zu verstehen.

Nur allmählich nahm Andy den übelkratzigen Fischgeruch wahr, der im Laderaum vorherrschte. Er war überall, drang hartnäckig in jedes Gewebe und war bald nicht mehr zu ertragen. Andy versuchte ihm auszuweichen und begann, blind um sich zu tasten. Der Boden fühlte sich rutschig, ja sogar schleimig an. Ihn ekelte und schauderte.

irgendwann später stieß seine Hand dann auf ein undefinierbares Geschlabber. Reihen kalter Schauer überkamen ihn, und seine Phantasie kam auf Touren.

Eine Qualle - vielleicht sogar ein Tintenfisch! Oder... Entsetzt zuckte seine Hand zurück, der Ekel schüttelte ihn erneut.

Einer der Männer brummte undefinierbare Worte und beugte sich Über ihn. Der Fischgestank vermischte sich rasch mit säuerlichem Körpergeruch. Andy glaubte anhand der Umrisse, die er durchs Gewebe sehen konnte, den Flinken zu erkennen. Der rasselnde Atem des Mannes hauchte ihm bleiern ins Gesicht. Er roch faulig, durchsetzt mit viel starkem Alkohol. Ob es Rum war?

Andy verzog das Gesicht, hielt die Luft an und versuchte auszuweichen. Es konnte sich lediglich um eine geringfügige Erhöhung der Konzentration handeln, und der Geruch würde zum starken Narkosegas avancieren. Zum Glück rauchte keiner, es hätte bestimmt ausgereicht, um den ganzen Wagen in Null-Komma-Nichts zur Hölle zu schicken.

Andy fühlte es gurgeln in seinem Magen, ihm wurde schlecht, und er sah in Gedanken mit erschreckender Deutlichkeit die Würmer und Mistkäfer im Schlund des Mannes herumkriechen, die vermutlich diesen fauligen Gestank verursachten. Sein Magen krampfte. Vielleicht trank der Mann deshalb so viel Alkohol,' weil er hoffte, dadurch diese Viecher abtöten zu können?

 

Die Fahrt dauerte ungefähr zwanzig Minuten, vielleicht auch etwas weniger, Andy wußte es nicht so genau, sein Zeitgefühl war gestört. Aber eines hatte er genau mitbekommen, sie konnten durch keine Stadt oder größere Ortschaft gefahren sein. Dazu mußte der Wagen einfach zu selten abbremsen oder gar stoppen. Auch hatten sie nur wenige Autos gekreuzt. Es kam also nur eine Nebenstraße in Frage und viel- leicht kleinere Dörfer, die mühelos durchfahren werden konnten.

Als der Renault sich bei einem scharfen Linksschwenker stark zur Seite neigte, vernahm Andy ein kratzendes Geräusch, und bald darauf fuhr ihm ein stechender Schmerz in die Rippen. Eine schwerbeladene Kiste, voll mit Fischereiwerkzeugen, war ihm in die Seite geschlittert. Er schrie hell auf und heulte vor Qual.

Die Männer kümmerte dies kaum. Sie beließen ihre Stiefel auf seinem Brustkorb und schoben lediglich die Kiste verächtlich beiseite.

Schließlich hielt der Renault an. Andy schnupfte. Er hörte wie die Fahrertür zuschlug, dann geschah eine ganze Zeitlang nichts mehr. Die beiden Kidnapper blieben stumm im Laderaum sitzen und regten sich kaum.

Langsam gewöhnte sich sein Gehör an die überraschende Stille. Er hörte auf einmal draußen einige Vögel zwitschern. Es mochten Amseln sein. Vielleicht waren auch einige Spatzen darunter. Andy überlegte: Wie gern hätte er mit ihnen getauscht, er beneidete sie. Sie waren frei, während er hier gefangen saß und Angst hatte.

Für wen mochten diese Leute arbeiten? Wo hatten sie ihn hinge- bracht? Was würde nun geschehen? Es mußte mit Delta zu tun haben, ganz bestimmt. Vielleicht waren es Handlanger der Russen, die versuchten, an die Raketen zu kommen, ohne Delta auszuzahlen? Wer sonst hätte Interesse an ihm? Würden sie sein Gehirn durchforschen, nach den geheimen Daten suchen?

Keine Chance, Sam hatte doch gesagt, daß nicht so leicht an diese Informationen ranzukommen war. Aber vielleicht wußten die das nicht? Oder sie scheuten kein Risiko! Hatte Tom nicht angedeutet, daß es gefährlich sei?

Lautes Gepolter warf Andy aus den Gedanken, die Schwenktüren zum Laderaum flogen auf Der Wagen schaukelte und ächzte. Die Kidnapper wälzten sich aus dem Inneren.

Andy spürte, wie zwei rauhe Hände sich um seine Fußgelenke legten, fest zupackten und ihn mit roher Gewalt aus dem Laderaum zerrten. Ihm schmerzten die Glieder arg, aber er konnte nun wieder freier atmen. Er fühlte sich dadurch schon etwas erleichtert.

Die Männer stellten ihn auf die Füße. Im ersten Moment glaubte Andy, gelähmt zu sein, denn er konnte kaum richtig stehen. Seine Beine flatterten wie Gummibänder, und ihm war, als krabbelten ihm ganze Ameisenvölker die Waden hoch.

Wenn auch recht mühsam, so gewann er dennoch nach und nach wieder die Kontrolle über seine Glieder, aber die Kidnapper schienen weder die Zeit noch den Willen zu haben, dies abzuwarten. Einer packte ihn unter den Schultern und schleifte ihn wie einen Kartoffelsack über den Asphalt in ein Haus, in dem es stark nach alkoholischen Getränken und viel, viel Zigarettenrauch roch.

Eine Bar? Vielleicht auch ein Hotel, entschied Andy hastig. Er war sicher, daß es bestimmt nicht nobel sein konnte, dazu knirschte im Hausflur einfach zu viel Schmutz unter den Schuhen. Bald ging es irgendwo eine steile Treppe herunter, durch einen kurzen Gang und in einen Raum, den Andy für einen Keller hielt, weil ein feucht-muffiger Geruch ihm unerwartet entgegen schlug.

Jetzt riß der starke Mann, der aussah wie ein Schwingerkönig, ihm den Sack vom Kopf Andy blinzelte ins schummrige Licht einer Zwanzig-Watt-Birne, die an einem langen verfransten Elektrokabel vom halbrunden Deckengewölbe herabhing.

Nirgends im Raum war ein Fenster zu entdecken, alle Wände, eingeschlossen die Decke, waren aus grauem Gestein gemauert, an dem hie und da die Überreste weißer Tünche zu erkennen waren. Viele leere Holzfässer, ver- oder zumindest angefaulte Holzkisten und einige verstaubte meterhohe Korbflaschen standen auf dem gestampften Lehmboden herum.

Die schwere Kellertüre ächzte ins Schloß, und der Riegel krachte. Anschließend hörte Andy einige Schritte im Gang, bis eine zweite Türe quietschte und unter lautem Gerassel verschlossen wurde. Nun war er allein, umgeben von lauter Gerümpel, er betete, daß bloß niemand das Licht auslöschte.

 

Entmutigt und sehr niedergeschlagen wanderte Andy in die gegenüberliegende Ecke, setzte sich auf eine Holzkiste und verschränkte die Arme um die Knie. Was würde nun werden?

Langsam kam die kalte Feuchtigkeit des Kellerbodens durch seine dünne Segeltuchjacke, und die noch nasse Baumwollhose juckte unerträglich. Aber die nackten Füße, die waren das Schlimmste. Sie waren eiskalt und bereits zu gefühllosen Klumpen erstarrt.

Bevor es soweit war und er mit den Zähnen zu klappern begann, wollte Andy irgendwas tun, um sich aufzuwärmen. Er wollte es zumindest versuchen, so lange er noch die Kraft dazu hatte. Bewegen - er mußte sich anstrengen, den Puls hochjagen, nur das würde helfen.

Er sprang auf und begann den Keller abzulaufen. Die Länge maß ungefähr fünfzehn Meter und die Breite schätzte er auf sechs Meter. Nun wechselte sein Gang in einen leichten Trab, sein Herz erhöhte die Zahl der Schläge auf neunzig pro Minute.

Seine Laufstrecke begann bei den Korbflaschen in der dunkelsten Ecke und führte zwischen aufgetürmten Holzfässern durch in die andere Ecke, das war eine Länge. Nun ging es rechtwinklig an der massiven Holztüre vorbei in die dritte Ecke, wo alte, halbvermoderte Kartonschachteln ungeordnet und teilweise zertrümmert herumstanden. Weiter lief er in die Gegenlänge der grauen Wand entlang, an der ein großer Obstständer aufgestellt war. Andy vermutete, daß er wohl in früheren Jahren der Lagerung von Gemüse, Kartoffeln und Obst gedient haben mochte. Doch jetzt häuften sich Mengen von Konservendosen die Bohnen, Möhren und diverse Früchte enthielten auf den Rosten, die sich unter der enormen Last bedrohlich bogen. So gelangte Andy schließlich in die vierte Ecke, in der sich mehrere abgefahrene Autoreifen aufgestapelt türmten. An diesem Ort stank es besonders stark nach Kloake. Vielleicht, weil das Toilettenrohr, das hier teilweise eingemauert verlief, leckte. Eine braune Kriechspur die Wand runter schien diese Vermutung zusätzlich zu erhärten. Weiter trabte Andy an zahlreichen Holzkisten vorbei wieder ins Ziel, zu den Korbflaschen in die dunkle Ecke.

Andy lief fortan immer schneller und, hätte er seine Taucheruhr dabei gehabt, er hätte die Zeit abgestoppt. Er war überzeugt, sich von Mal zu Mal ständig zu verbessern. Und das Wichtigste: Er begann langsam zu schwitzen!

Für den Moment ging es also ganz gut, aber er würde nicht ewig laufen können. Was kam dann? Sich hinlegen auf diesen kalt-feuchten Lehmboden und wieder frieren?

Wie spät konnte es inzwischen sein? Tagesdrehschluß war, so schätzte er, gegen sechzehn Uhr gewesen. Es konnte aber ebenso etwas später geworden sein...

Doch halt, nach Drehplan mußte es sechzehn Uhr gewesen sein. Viel Verspätung hatten sie wohl kaum gehabt, es hatte ja keine Pannen gegeben.

Wie lange war er nun schon weg? Vielleicht eine Stunde oder gar zwei bis drei? Eher zwei, entschied Andy entschlossen. Ob sie ihn wohl schon suchten?

Tom - warum war er nicht gekommen? Konnte ihm etwas zugestoßen sein?

Andy wußte es nicht, erkannte aber, daß es durchaus möglich war, daß es so war, der Gedanke machte ihm Angst.

Nein - es durfte einfach nicht sein. Nicht Tom, nicht ihm, nicht seinem einzigen Freund hier!

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Adrian Braissant).
Der Beitrag wurde von Adrian Braissant auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 02.03.2022. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Der Autor:

  Adrian Braissant als Lieblingsautor markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Die Weihnachtszeit von Elfie Nadolny



Die Weihnachtszeit: Bebilderte Gedichte und Geschichten rund um die Weihnachtszeit.
Herausgeber: Elfie und Klaus Nadolny.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Kinder- und Jugendliteratur" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Adrian Braissant

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Delta: 15. Draussen von Adrian Braissant (Kinder- und Jugendliteratur)
Pinkes von Lara Otho (Kinder- und Jugendliteratur)
Englischer Humor von Rainer Tiemann (English Stories)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen