Adrian Braissant

Delta: 17. Die Organisation

Mit wild pochendem Herzen stand Andy vor Fräulein Lückers Haustür und drückte die Klingel. Es gongte.

"Wirst schon sehen, sie verrät dich nicht", betonte Kerstin erneut.

"Warum macht denn keiner auf?" fragte Andy aufgeregt.

"He, Kinder", rief eine weißhaarige Nachbarin vom offenen Fenster. "Fräulein Lücker ist nicht da. Sie ist vor einer halben Stunde weggegangen. Sie hat es sehr eilig gehabt."

"Wissen Sie, wann sie wiederkommt?" fragte Kerstin.

"Nein, Mädchen, woher sollte ich auch. Ich bin nicht eine, die sich um fremder Leute Dinge kümmert." Sie machte eine Pause, um sich die Brille aufzusetzen, die ihr an einer goldenen Kette um den Hals hing.

Sag, mal Kindchen, ist dein Freund da nicht der Junge, den sie überall suchen?"

"Nein, nein", versicherte Kerstin schnell und wollte den Arm um Andy legen. "Er ist mein Cousin."

Wieder packte Andy blinde Panik und riß ihn weg. Er stürmte davon, noch ehe Kerstin fertig gesprochen hatte.

"Was hat er denn?" fragte die Nachbarin und zeigte sich betont erstaunt.

Kerstin antwortete ihr nicht mehr. Sie lief hinter Andy her und holte ihn kurz vor der Straße ein.

"Spinnst du!" zischte sie ihn keuchend an.

"Ich hab's gesehen. Sie hat mich erkannt. Sie weiß alles!"

„Ja, jetzt bestimmt."

"Sie wußte es! Ich sag's dir, sie wußte es die ganze Zeit."

Andy hastete über die Straße, ohne Rücksicht auf Kerstin zu nehmen.

"Wir müssen hier weg! Die ruft bestimmt die Polizei!" keuchte Andy und überrannte beinahe einen Radfahrer.

"Was willst du?"

Kerstin folgte ihm wenig später nach.

"Ich hab's ja gesagt, ich verpatze alles", sagte Andy und schnupfte resigniert. Er lehnte an der Hauswand der Turnhalle und ließ den Kopf hängen.

"Blödsinn. Es ist noch nicht alles verloren."

"Denkst du! Die macht keinen Spaß.“

"Ja, ich weiß. Wir müssen schnellstens untertauchen. Aber zu mir können wir nicht mehr. Die kennt mich. Moment mal. Na klar! Die Anja. Ihr Vater ist Wirt im Restaurant Frohsinn. Es liegt nicht weit von hier, gleich beim Güterbahnhof. Sie haben ein großes Haus. Das ist die Lösung. Schnell, wir wollen keine Zeit mehr verlieren..."

Andy seufzte ungläubig.

"Jetzt komm schon!" mahnte sie ungeduldig und zog ihn an der Hand.

Von jetzt an achtete Andy genau auf jedes Auto, das an ihnen vorbei fuhr, während sie die Hauptstraße entlang Richtung Bahnhof trabten.

Der Nieselregen durchnäßte seinen Pullover und sein Hemd. Andy zitterte vor Kälte und hustete. Seine Nase tropfte wie ein Eiszapfen, und er hatte kein trockenes Taschentuch, um sich zu schneuzen. Er fühlte sich so niedergeschlagen und abgebrannt. Er hatte Blasen an seinen Händen, doch er wollte keine Pause einlegen. Es mußte weitergehen, immer weitergehen, wegen Dad, er durfte jetzt nicht versagen, er durfte es nicht, alles hing von ihm ab.

"Paß auf, ein Polizeiwagen!" rüttelte ihn Kerstin aus den Gedanken.

Aufgescheucht fuhr Andy herum und sah das Auto gerade vorüber fahren. Zwei uniformierte Polizisten saßen darin. Oh, Gott, sie hatten ihn angestarrt!

Der Wagen rauschte unbeirrt weiter und bog hernach scheinbar zufällig in die nächste Seitenstraße ein.

"Sie haben dich nicht erkannt!" triumphierte Kerstin freudig und strahlte glücklich.

Aber bald schon kam der Wagen wieder. Diesmal näherte er sich sehr langsam, fuhr dicht an ihnen vorbei. Andy riß sich zusammen, um nicht in Panik zu geraten, und blickte schnell in die andere Richtung. Sein Puls raste. Vielleicht hatten sie es gar nicht auf ihn abgesehen? Es konnte durchaus sein, dachte er, ohne selbst davon überzeugt zu sein. Eine böse Vorahnung sagte ihm, daß es unmöglich sein konnte. Er war derjenige, den sie suchten.

Das Auto rollte nur noch wenige Meter weiter, dann sah Andy grell die Bremslichter aufflammen. Die Beifahrertür flog auf, ein Polizist stieg aus dem Auto.

"Was soll ich jetzt machen... Hilf mir... bitte, Kerstin, hilf mir!"

Andy ließ seine Krücken fallen und jagte in einen Hauseingang.

"Nein, tu' das nicht!" schrie Kerstin ihm verzweifelt hinterher.

In panischer Angst stürmte Andy durch den langgezogenen Flur, stolperte und stürzte die Kellertreppe hinunter. Ein rasender Schmerz raubte ihm beinahe den Verstand, er schien ihm das Bein zu zerreißen. Andy schrie verzweifelt auf, schleppte sich dennoch heulend hinter einen Stapel Kisten und kauerte sich nieder. Die Knie angewinkelt hockte er auf dem kalten Steinboden und hielt mit beiden Armen die Beine umschlungen. Das Gesicht preßte er fest auf die Oberschenkel und weinte. Es tat so weh, aber niemand durfte ihn hören. Nein, nie im Leben würde er ins Sonnegg zurückgehen. Nur bei Tom konnte er wieder glücklich sein. Lieber würde er sterben, als ohne Tom weiterzuleben...

Die Haustür ächzte und schlug wenig später wieder ins Schloß. Andy hörte, wie der Polizist die Treppe hinauf in die oberen Stockwerke hastete.

Schlüsselgeräusche ertönte, dann hörte Andy eine Frauenstimme sprechen: "Hier oben ist niemand. Im Keller habe ich etwas gehört. Suchen Sie etwa einen Einbrecher?"

"Nein, gute Frau. Einen Jungen. Haben Sie's denn nicht im Radio gehört?"

Erneutes Schlüsselgerassel. Der Polizist eilte die Treppe hinunter. Es polterte, und das Treppengeländer dröhnte. Schon betrat er den Keller. Er knipste seine Stabtaschenlampe an und leuchtete in jeden Winkel.

"Junge, wir tun dir doch nichts. Brauchst keine Angst zu haben. Niemand will dir was tun."

Aber Andy wußte es besser. Herr Roth bestrafte Ausreißer sehr streng. Alex wurde mal zwei Tage lang vermißt. Er wollte nach Hause, weil er zwei Wochen lang keinen Brief mehr von daheim erhalten hatte. Als ihn seine Eltern am Abend des zweiten Tages wiederbrachten, bekam er Prügel. Er schrie so laut, daß Andy die Schreie bis in sein Zimmer hören konnte.

Plötzlich blitzte ihm der helle Lichtkegel der Taschenlampe grell ins Gesicht. Andy hob schützend die Hand vor die Augen und drückte sich in die Ecke.

"Aha, da bist du ja."

"Nein! Ich will nicht! Laßt mich los! Ich will zu Tom", heulte Andy, als ihn der Polizist am Arm faßte.

"Beruhige dich, Junge", sagte der Beamte und zog mit festem Griff.

"Tom - Dad so helft mir doch!" schrie Andy verzweifelt und sträubte sich derart, daß ihn der Beamte schließlich tragen mußte.

Die Haustür war offen. Der Polizeiwagen stand jetzt direkt vor dem Hauseingang. Andy sah in die vielen Gesichter der Gaffer. Einige von ihnen lachten schadenfroh, wieder anderen stand das Mitleid deutlich ins Gesicht geschrieben. Kerstin war auch darunter. Sie stand ganz vorne. Sie hielt sich ein Taschentuch vor und weinte. Andy sah sie fest an, als ihn der Polizist zum Wagen trug, aber sie konnte ihn nicht ansehen und blickte zu Boden.

"Bitte weitergehen", sagte der andere Polizist, legte Andys Krücken in den Kofferraum und kam mit einer Decke zurück. Er öffnete die Tür neben Andy und warf ihm die Decke in den Schoß, dann ging er um den Wagen und setzte sich in den Beifahrersitz. Er drückte einige Knöpfe und hob den Telefonhörer ab: "Her ist Wagen zwölf Wir haben den Jungen und kommen rein."

"In Ordnung, Wagen zwölf“, kratzte umgehend die Antwort aus dem Lautsprecher, gefolgt von einem kurzen Zischen.

Mühelos sprang der Motor an. Der Polizist betätigte den abgegriffenen Ganghebel und beschleunigte zügig.

Die ganze Zeit blickte Andy unentwegt durchs Rückfenster. Er sah Kerstin, die jetzt an der Hauswand lehnte und untröstlich schien. Sie war so allein, niemand kümmerte sich um sie.

Der Verkehr war dicht. Aber der Polizeiwagen kam schnell voran. Andy hockte zähneklappernd im Fond und hatte die Decke eng um sich gewickelt. Die ganze Fahrt über mußte er immer an Kerstin denken. Sie hatte so viel für ihn getan. Beinahe wie eine Schwester war sie zu ihm gewesen. Und auf einmal fiel ihm ein, daß er ihr gar kein Autogramm gegeben hatte.

Das Auto erreichte nach kurzer Fahrt den Polizeiposten und parkte.

"Komm, Junge, aussteigen."

Andy zauderte und sah den Polizisten lange an.

"Flucht ist nicht drin. Sei vernünftig", sagte der Beamte in ruhigem Ton weiter.

Schließlich kletterte Andy aus dem Wagen und stützte sich auf die Krücken. Die Schuhe waren völlig naß. Bei jedem Schritt ertönte ein schnalzendes Geräusch. Selbst die Socken waren ihm in die Schuhe gerutscht. Das harte Leder schabte nun schmerzend an der bloßen Haut.

 

Zusammengesunken saß Andy nun auf dein Holzstuhl neben dem aufgeräumten Normschreibtisch. Ihm schien die Zeit so endlos lange, die er jetzt schon allein in diesem düsteren Büro wartete.

Endlich wieder ein Geräusch, die Bürotür ging auf und ein ziviler Untersuchungsbeamter trat ein, er war sehr groß und trug eine helle Strickjacke, an der der unterste Knopf fehlte.

"So, Andy. Tut mir leid, daß du so lange warten mußtest. Das Telefon läutete beinahe Sturm", sagte er. Während er redete, ging er ständig auf und ab und sah dabei vor sich auf den Boden. "Nun müssen wir zusehen, daß wir dich möglichst schnell wieder trocken kriegen. Du sollst nämlich bald abgeholt werden. Ein Kollege von der Erziehungsbehörde hat sich bereits gemeldet."

Er holte den Bürostuhl von seinem Schreibtisch und rollte ihn an den Heizkörper.

"Setz dich besser hier her. Magst du warme Milch?"

Andy nickte tief und wechselte den Platz. Seine Gedanken kreisten um Kerstin. Er nahm sich ganz fest vor, sie zu besuchen, wenn er die Mappe bei Fräulein Lücker abholte. Irgendwie würde er es bestimmt schaffen, wieder auszureißen.

Der Beamte hatte die Bürotür offengelassen. Gegenüber begann die Kaffeemaschine zu blubbern. Sie hörte sich beinahe so an wie jemand, der an einer bösen Bronchitis litt. Es herrschte reger Verkehr draußen im Flur. Zwei Polizisten hatten offenbar gerade Feierabend. Sie trugen eckige Sporttaschen und sprachen über Tennis. Wenig später huschte ein Fräulein mit schwarzem mittellangem Haar vorbei und warf einen flüchtigen Blick auf Andy. Dann betrat ein dicker Mann das Büro und begann mit einer asthmatischen Stimme loszureden.

"Hans, hier habe ich den Bericht von...“

Der Mann blieb stehen und schaute sich verwundert um. Er entdeckte schließlich den Jungen und musterte ihn abschätzig.

"Wo ist Hans hingegangen?"

"Er wollte mir Milch holen", sagte Andy, ohne zu wissen, ob sein Beamter wirklich Hans mit Vornamen hieß.

"Aha", entgegnete der Mann schroff und strich sich seinen kärglichen Schnurrbart zurecht, obwohl Andy fand, daß es da eigentlich nichts zurechtzustreichen gab.

"Sag ihm, der Bericht liegt auf seinem Schreibtisch. Sag ihm das, klar?"

"Ja, tue ich", antwortete Andy und starrte auf das zusammengeheftete Papier, das neben der grünen Hermes Ambassador Schreibmaschine auf dem Pult lag.

Der Mann warf Andy noch mal einen prüfenden Blick zu und ging hinaus.

Bald darauf schrillte das große Telefon mit den vielen Tasten. Eine Lampe blinkte nervös auf der Armatur. Keiner von gegenüber ging ran, obwohl dort mindestens vier Mann gemütlich ihren Kaffee schlürften und nebenbei mit einer Sekretärin schäkerten, die Andy von seinem Platz aus nicht sehen konnte.

Kaum war das Telefon verstummt, kam sein Beamter wieder. In der linken Hand hielt er einen weißen Ovomaltine-Becher, der randvoll war.

"So, da ist deine Milch. Vorsicht, die ist wirklich heiß. Habe mir unterwegs sogar die Finger verbrannt. Aber wie du aussiehst, kannst du eine heiße Milch wirklich gut vertragen."

Andy rollte den Stuhl zum Schreibtisch und nippte vorsichtig am Becher.

"Vorhin war ein Mann da. Er hat nach Ihnen gefragt..."

"Ah - der Bericht. Laß mal sehen", fiel Hans ein, nahm das Papier und setzte sich auf die Schreibtischkante.

"So, so - du warst also beim Film. Schau an, schau an. Deshalb die vielen Anrufe. Einen Filmstar hatten wir hier noch nie."

Die warme Milch schmeckte vorzüglich. Andy trank nur schluckweise, damit er sie länger genießen konnte. Mit beiden Händen umfaßte er den Becher, um sich daran aufzuwärmen, es tat richtig wohl.

"Du hast dir sogar eine Zeitung mitgebracht? Liest du schon Zeitung?“

Andy zog sie aus seiner Hose, sie war ganz durchweicht. "Das ist mein Dad! "

"Hast also auch noch einen berühmten Vater. Kein Wunder..."

Hans stockte, legte die Zeitung auf den Schreibtisch und strich sie zurecht.

"Dein Vater war Flieger? Davon lese ich hier nichts in meinem Bericht."

"Mum ist auch tot. Darum will ich zu Tom. Er war Dads Freund."

"Oh – je, das tut mir so verdammt leid, Junge. Wirklich. Jetzt verstehe ich, warum du ausgerückt bist."

,Andy schöpfte so viel Vertrauen, daß er Hans eben von der Mappe erzählen wollte, als es an der Tür klopfte.

"Herein!" rief Hans scharf, die Tür öffnete sich.

Ein schlanker Mann in gestreiftem Anzug betrat den Raum. Andy roch die Wolke eines herben Dufts, seines etwas zu reichlich aufgetragenen Rasierwassers. Der Mann ging stramm auf Hans zu, streckte ihm die Hand hin und sagte: "Meier ist mein Name. Ich soll den Burschen hier abholen. Hat er sich gut geführt"?"

"Oh, ja, sicher... Sie müssen hier noch unterschreiben. Sehen Sie zu, daß der Junge bald frische Sachen bekommt, sonst kriegt er noch eine Erkältung."

Herr Meier nahm den von Hans hingehaltenen Schreiber nicht, sondern fingerte sich einen eigenen goldenen Kugelschreiber aus der Innentasche seines Jacketts.

"Keine Sorge. Der Junge wird es gut haben."

Er kritzelte etwas auf den Bericht, steckte den Kugelschreiber weg und wandte sich an Andy: "Nun komm, wir müssen los."

Andy stieg, in die Krücken und mußte vor Herrn Meier her gehen. Ein silberfarbener Jaguar stand vor der Tür, der Chauffeur hatte ihn hergefahren und hielt nun die hintere Türe auf. Sofort fiel Andy auf, daß der Chauffeur neben einem uniformähnlichen Anzug sogar weiße Glacéhandschuhe trug.

Im Wageninneren roch es herb nach echtem Leder. Es quietschte so- gar, als sich Andy im Fond neben Herrn Meier setzte. Der Motor brummte in einem dezent tiefen Ton, der Chauffeur hatte ihn laufenlassen.

"Wohin bringen Sie mich?" fragte Andy.

"Was meinst du?" fragte Herr Meier zurück und blätterte in einem Magazin.

Die Antwort blieb im Raum hängen. Andy wußte, daß der Weg, den der Wagen eingeschlagen hatte, nicht zum Sonnegg führte. Vielmehr wiesen alle Schilder in Richtung Interlaken.

Schon einige Zeit befanden sie sich auf der Uferstraße des Thunersees. Der Verkehr nahm zu. Eben flitzte das Ortsschild "Oberhofen" vorbei. Andy sah das Schloß durch die Baumwipfel stechen, es erinnerte ihn irgendwie an jenes, das er in der Holzmaserung im Tisch bei Frau Kasens gesehen hatte.

 

Endlich hatte es doch noch aufgehört zu regnen, der Chauffeur hatte während der ganzen Fahrt die Scheibenwischer in Betrieb gehabt. Nun schaltete er sie nur noch selten ein, um die Gischtspritzer der vorbeifahrenden Autos von der Windschutzscheibe zu wischen.

Die graue Wolkendecke wurde da und dort schon teilweise aufgerissen. Manchmal stach ein heller Sonnenstrahl durch ein Loch direkt in den See. Andy genoß die Fahrt durch diese herrliche Gegend, obwohl einige Zweifel in ihm erwachten.

Wieso war Herr Roth nicht selber gekommen? Konnte sich einer von der  Erziehungsbehörde einen so teuren Wagen mit Chauffeur überhaupt leisten? Wer war Herr Meier? Hieß er wirklich Meier?

"War Herr Roth sehr böse?" durchbrach Andy die Monotonie.

Herr Meier blätterte im Magazin weiter und räusperte sich. Andy vermutete, daß er damit nur Zeit gewinnen wollte, um sich eine Antwort zurechtzulegen, weil ihm die Frage ganz und gar ungelegen kam.

"Was erwartest Du?"

"Warum kam er denn nicht selber?“

„Er wollte ja kommen, aber sein Wagen hatte eine Panne...“

Das war gelogen, denn Herr Roth hatte gar kein Auto. Andy bemühte sich trotzdem kühl zu bleiben: „Das ist aber der falsche Weg.“

"Du wirst verlegt."

"Ich? Warum?"

"Weil du zuviel weißt."

"Dann sind sie von..."

"Delta?“ Ein breites Schmunzeln durchzog seine sonst steinernen Gesichtszüge. „Kluges Kind. Wirklich, ich bin überrascht.“

„Was wollen Sie von mir?“

„Du hast etwas, was uns gehört. Du könntest dir eine Menge Qualen ersparen, wenn du's uns gleich gibst."

Andy erschrak zutiefst. Kalte und heiße Schauer jagten ihm reihenweise über den Rücken. Die wollten die Mappe!

"Was soll ich ihnen denn geben?"

"Na klar“, Herr Meier verzog den Mund zu so etwas, das vermutlich ein Grinsen sein sollte. „Aber bald wirst du darum flehen, es uns geben zu dürfen, das verspreche ich dir."

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 02.03.2022. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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