Anne Eckardt

Ewig Kapitel 4

Gerade so wich der weiße Ritter der Spitze der dunklen Waffe aus, welche über seiner rechten Schulter ins Nichts hinein stieß.

Mit einem Satz ließ er sich nach vorne fallen, nur um anschließend herum zu wirbeln und die Klinge seiner eigenen Waffe gegen die dunkle Rüstung seines Gegners zu richten.

 

Weniger als einen Herzschlag später traf die weiße Klinge auf das schwarze Metall der dunklen Rüstung, wo sie eine tiefe Delle hinterließ.

"Eins" sagte der weiße Ritter, während er seine Beine für einen weiteren Angriff in Position brachte.

 

Der schwarze Ritter wirbelte herum, während sich ein bedrohlich aussehendes Muster aus blutroten Linien, auf der Klinge seiner Waffe auszubreiten begann.

Die Linien verliefen mal gerade und ein anderes mal geschwungen über die Schärfe der Waffe.

 

Der weiße Ritter sah einige Herzschlänge lang zu, wie das Muster Gestallt annahm, ehe er zu seiner Waffe griff und erneut in Richtung seines Gegners rannte, doch der schwarze Ritter zog sein Schwert in letzter Sekunde beiseite.

 

Der weiße Ritter lief an ihm vorbei, ehe seine Waffe das schwarze Schwert auch nur streifen konnte.

 

Der Schwung seines Vorstoßes beförderte ihn beinah bis zur gegenüberliegenden Mauer der Ruine, doch konnte er sich selber, nur einen Fußbreit, vor der steinernen Wand abfanken.

 

Er blickte die Steine einige Momente lang an, ehe er sich erneut seinem Gegner zuwandte.

 

Doch als er sich zu ihm gedreht hatte, merkte der weiße Ritter dass er zulange gewartet hatte. Der schwarze Ritter stand nach wie vor an seiner Position, die Spitze seiner Waffe auf den Boden der Ruine gerichtet.

 

Von untersten Ende der nachtschwarzen Klinge, ging ein unheimliches, blutrotes Leuchten aus. Ein Leuchten welches zunächst nur ein kaum zu erkennender Punkt am unteren Ende der Spitze war.

 

Jedoch gewann es rasch an Leuchtkraft und strahlte schließlich sternenförmig auf dem Boden in alle Himmelsrichtungen.

 

"Verdammt!" sagte der weiße Ritter leise zu sich selber, während er sah wie die dunkle Waffe, alles Licht in ihrer Umgebung einzusaugen begann.

 

Die Schatten auf der Seite des schwarzes Ritters krochen, wie lange Tentakeln, über die Mauern und den Boden langsam aber stetig auf die Spitze des dunklen Schwertes zu.

 

Mit jedem Herzschlag wurde es finsterer zwischen den Steinen, bis bald mit bloßem Auge, nicht einmal die Kontur einer Mauer auszumachen war.

 

Doch der weiße Ritter wusste wo sein Gegner war. Es war als wenn er ihn nicht nur mit den Augen sehen, sondern mit dem ganzen Körper spüren konnte.

 

Ein kalter Lufthauch strich über seinen Körper, dann sprang er nach oben.


 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 16.03.2022. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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