Iris Bittner

Nicht so heil, die Welt Kap. 11, 12, 13

11

 

Isabella Berger erinnerte sich noch genau an die Silvesterabende ihrer Kindheit. Damals hatte Mama immer den Küchentisch festlich mit dem guten Geschirr und Servietten gedeckt. Obwohl nur Wiener Würstchen heiß gemacht und dazu Kartoffelsalat und Kaiserbrötchen aufgetischt wurden, sah es doch nach einem Festschmaus aus.

 

Opa und Oma waren auch immer heruntergekommen; es machte wenig Sinn, dass sie alleine in der oberen Wohnung feierten. Papa trank mit Opa Bier, Mama und Oma Wein, die drei Mädchen wahlweise Limonade oder, weil es ein besonderer Abend war, Coca-Cola. Man spielte ein paar Runden „Mensch ärgere dich nicht“, was Isabella nicht so gut gefiel, denn sie verlor immer, da sie es nicht schaffte, die Augen auf dem Würfel in den richtigen Bezug zu den Feldern auf dem Spielbrett zu bringen. Ihr zuliebe ging man dann meist zu Schwarzer Peter über. Die Bilder auf den Spielkarten fand sie lustig und es gelang ihr, die richtigen Paare zusammenzubringen. Obwohl sie kaum noch die Augen offenhalten konnte, freute sich Isabella immer besonders auf den Moment, wenn Mama sagte: „So, jetzt aber schnell, es ist gleich zwölf Uhr! Anoraks und Mützen an – halt, Ludwig, du wirst doch nicht in Hausschuhen rausgehen wollen? Schau mal, wie es schneit!“

 

Pünktlich zum Zwölfuhrläuten traf die kleine Familie auf dem Kirchplatz ein, wo sich schon andere Dorfbewohner – die meisten, schätzte Isabella – versammelt hatten. Die Kirchenglocken wurden von dem Lärm übertönt, der durch die vielen Feuerwerkskörper und Böller verursacht wurde, die Luft war schwer von deren Qualm. Isabella bestaunte mit großen Augen die glitzernden Fontänen, die leuchtend rot, grün, silbern und golden vom Himmel regneten, klammerte sich bei jedem Donnern eines Böllers furchtsam an Mamas Hand, fand es aber lustig, wie die Leute zu hüpfen begannen, wenn ein Lausbub ein paar Knallfrösche in die Menge warf.

 

Menschen umarmten sich, Hände wurden geschüttelt, Sektflaschen machten die Runde, und jeder wünschte jedem von Herzen für das neue Jahr alles Gute. Wortreich manche, es war viel von Gesundheit (ja, das sei das Wichtigste), Glück und Segen die Rede, bei anderen reichte es nur für ein lapidares „Prost Neujahr“ oder ein genuscheltes „Gsundsneus.“ Aber egal, gut gemeint war schließlich heute alles. Im Anschluss an die Wünscherei verzogen sich die Menschen in die Gastwirtschaft, wo es Mettbrötchen, Bier, Schnaps, noch mehr Sekt und einen Alleinunterhalter gab. An diesem besonderen Abend durften auch die Kinder bis spät nachts wach bleiben. Beziehungsweise mussten sie wach bleiben, obwohl sie inzwischen alle todmüde und einige schon auf der Eckbank am Stammtisch eingeschlafen waren, die Eltern aber noch gerne eine weitere Runde Schnaps trinken wollten. Überhaupt war man heute ja so gesellig!

 

Die Zwillinge Sonja und Petra, Isabellas ältere Schwestern, hatten sich irgendwann zusammen mit den anderen Teenagern des Dorfes zu ihrem Treffpunkt, dem Buswartehäuschen, verkrümelt, zündeten die letzten Fünfpfennigkracher und man konnte ruhig davon ausgehen, dass irgendjemand heimlich eine Flasche Apfelkorn hatte mitgehen lassen. Zum Glück waren die Wege im Dorf nicht weit, jeder kam in egal welchem Zustand irgendwie nachhause. Am Neujahrsmorgen waren die Erwachsenen alle so verkatert, dass die Standpauke, wenn überhaupt, nur sehr klein ausfiel.

 

Während die Jahre verstrichen und die Welt sich veränderte, nahmen die Silvesterabende hier stets den gleichen Verlauf.

 

Isabella legte das blütenweiße Damast-Tischtuch auf und stellte zwei Teller hin. Die guten mit Goldrand. Seit dem Weihnachtsmahl hatte sie die noch nicht wieder eingepackt und unten im Kleiderschrank verstaut. Messer und Gabel, ordentlich ausgerichtet, ein hohes schmales Bierglas neben Papas Teller, ein niedriges neben ihren, für Limonade. Dazu jeweils eine hübsch gefaltete Papierserviette. Noch rasch eine Kerze in die Mitte gestellt, fertig.

Kritisch betrachtete sie die Festtafel. Nur zwei Gedecke! Isabella seufzte tief. Das war jetzt schon der wievielte Silvesterabend, den sie ohne die ganze Familie verbrachte? Sie nahm die Finger zu Hilfe, um die Jahre zu zählen, die seit Mamas Tod vergangen waren. Kam damit nicht wirklich weiter und gab auf.

Oma Linde lebte jetzt zu weit entfernt, um den Jahreswechsel mit ihnen zu feiern, Oma und Opa Berger waren schon genauso lange tot wie Mama – oder länger? So genau erinnerte sie sich nicht mehr daran, wann die beiden verunglückt waren. Jedenfalls war es viele Jahre her, das stand fest.

 

Sie wandte ihre Gedanken den Schwestern zu. Sonja würden sie mit Sicherheit später auf dem Kirchplatz treffen, zusammen mit Toni, mit dem sie seit letztem Sommer verheiratet war. Wahrscheinlich war Toni dann schon wieder betrunken, igitt! Wie Sonja es mit so einem Typen aushalten konnte, war Isabella schleierhaft.

 

Den Mann, mit dem Petra zusammenlebte, hatte sie nur einmal gesehen. Da hatte Petra den ersten und letzten Versuch gemacht, ihren Freund mit ihrer Familie zusammenzubringen. Sie war auf eisige Ablehnung gestoßen. Unverheiratet lebte man mit keinem Mann zusammen, das war schlampig und brachte Schande über die Familie. Papa und Oma Linde reagierten äußerst empört auf den unangekündigten Besuch der beiden, die darauf beleidigt kehrt gemacht hatten und in ihr Liebesnest in der Kreisstadt zurückgefahren waren. Seitdem keinerlei Kontakt. Schade, aber in Ordnung. Zu beiden Schwestern hatte Isabella nie eine besonders innige Beziehung gehabt,

 

Der Kartoffelsalat war schon fertig, die Würstchen lagen im heißen Wasser. Die musste sie jetzt im Auge behalten, nur nicht aufplatzen lassen! Würstchen, meine Güte, einfache Übung! Oma Linde hatte ihr alles beigebracht, was zu den Pflichten einer guten Hausfrau zählte, und Isabella war stolz, dass sie alles vorbildlich konnte. Beinahe perfekt. Die Weihnachtsgans, die sie erstmals ohne Omas Hilfe zubereitet hatte, war anfangs nicht ganz durchgebraten gewesen und musste nochmal für eine halbe Stunde ins Rohr. Papa hatte gelächelt und sie trotzdem gelobt.

„Mädchen in deinem Alter müssen noch nicht perfekt sein, und wie du das alles schaffst, kann man nur bewundern. Zeig mir doch bitte ein einziges Mädchen, das mit sechzehn Jahren den ganzen Haushalt allein schmeißt. Deine beiden großen Schwestern jedenfalls konnten das in deinem Alter noch nicht, und ich bezweifle, dass sie es heute können. Kind, ich bin so stolz auf dich!“

Ja, das konnte sie wirklich gut. Ihr blieb ja auch nichts anderes übrig. Seit Oma Linde weggezogen war, war sie, die kleine Lissi, nun mal hier die Hausfrau.

 

„Papa, kommst du? Essen ist gleich fertig!“

„Komme gleich, mein Schatz“, rief Ludwig Berger von oben aus dem Nähstübchen zurück. Nachdem sie mit Genuss die knackigen Würstchen verspeist und im weiteren Verlauf des Abends im Fernsehen eine Silvestergala mit viel Schlagermusik und Ballett genossen hatten, war es auch schon Zeit, sich auf den Weg zum Kirchplatz zu begeben.

 

Kurz vor Mitternacht trafen sie auf dem vom Großteil der Dorfbewohner bevölkerten Platz ein. Da konnte mancher Jugendliche seine Ungeduld schon nicht mehr zügeln und ließ vorzeitig die eine oder andere Rakete aufsteigen.

Punkt zwölf wurde es richtig laut auf dem Platz. Die Kirchenglocken bemühten sich vergeblich, gegen den Lärm der aufsteigenden Silvesterraketen, Böller und Kracher anzuläuten. Die Menschen schüttelten einander die Hände. Nicht wenige, die während des restlichen Jahres kaum ein Wort wechselten, fielen sich gegenseitig um den Hals, und jeder beglückwünschte jeden zum neuen Jahr.

 

Dorfpfarrer Baumann hatte seinen festlichen Talar sofort nach der Heiligen Messe zum Jahresende gegen Zivilkleidung gewechselt und schritt nun durch die Menge. Mit sich trug er einen Korb, voll mit Sektflaschen und Plastikbechern. Im Gegensatz zu seiner Amtshandlung bei der Eucharistiefeier während der Gottesdienste, wo er stets alleine in den Genuss des Messweines kam und den Segen seines Herrn spendete, verteilte er nun großzügig den von ihm persönlich gespendeten Sekt unter seiner Gemeinde. Auch an die Kinder hatte er gedacht, die bekamen Orangensaft. Baumann war erst seit kurzer Zeit im Ort. Einige seiner weniger treuen Schäfchen erkannten ihn auf den ersten Blick nicht. Mancher wunderte sich laut über den jungen, langhaarigen, bärtigen Mann, der großzügig den sicher nicht billigen Schaumwein ausschenkte, und wurde raunend von anderen über die Identität des Spenders aufgeklärt.

 

Wie Lissi vermutet hatte, befanden sich auch ihre Schwester Sonja samt Ehemann Toni in der Menge. Nun kämpften sich die beiden zu ihr und Papa. Lissi konnte ein belustigtes Grinsen nicht unterdrücken, als sie sah, wie mühsam Sonja auf ihren unnatürlich hohen Stöckelschuhen mit Pfennigabsätzen mehr stolperte als ging – elegant war irgendwie anders. Allerdings waren die Schuhe die perfekte Ergänzung zu Sonjas restlicher Aufmachung, die vermutlich ihrer Vorstellung von festlicher Kleidung entsprach: sie trug zu einer hautengen Hose aus Lederimitat nichts als ein sehr transparentes trägerloses Oberteil, das großzügige Blicke auf die sexy Unterwäsche erlaubte. Die Ärmste, wie musste die frieren! Immerhin glich das Zuviel an Farbe im Gesicht das Zuwenig an Textilien einigermaßen aus. Papa sah die beiden auch kommen und murmelte kopfschüttelnd: „Oh, Gott, wie billig.“ Küsschen, Küsschen auf beide Wangen und „Guten Rutsch“ war Sonjas wenig herzlicher Neujahrsgruß. Da war Toni schon warmherziger. Er schüttelte Ludwig deftig die Hand und klopfte ihm beinahe schmerzhaft auf die Schulter, bevor er sich Lissi zuwandte. Die zog er fest, viel zu fest, an sich und drückte sie so grob, dass ihr beinahe die Luft wegblieb. Von seinem stark nach Alkohol riechenden Atem musste sie sich angeekelt abwenden.

„Gsundsneus, meine schöne Schwägerin. Du wirst tatsächlich von Jahr zu Jahr hübscher“; nuschelte er nah an ihrem Ohr, während Lissi versuchte, sich seinen Armen zu entwinden. Erst als ihn Sonja in die Rippen knuffte und zischte: „Jetzt lass sie gefälligst los, du Schwachkopf“, entkam Lissi seiner Umarmung.

„Hier, nimm mal einen kräftigen Schluck auf das neue Jahr, das gibt Kraft.“

Toni hielt Lissi auffordernd eine Sektflasche vor das Gesicht. Die hatte er geschickt aus dem Korb des Geistlichen entwendet. Ludwig fuhr aufgebracht dazwischen: „Lass das. Lissi trinkt nicht.“ Damit zog er Lissi weg vom Rest der Familie. Toni quetschte zornig etwas zwischen den Zähnen hervor, das sich nach „leckmichdochamarschblöderhund“ anhörte. So war die übliche Konversation zwischen ihm und seinem Schwiegervater, das war man gewohnt. Auch dass man sich gegenseitig schlicht stehen ließ, wenn genug gesagt war, war in dieser Familie normal.

 

Ludwig beschloss, Lissi nachhause zu bringen, bevor er sich ins Gasthaus begeben würde, um mit dem größeren Teil der Dorfbevölkerung, die inzwischen auf dem Weg dorthin waren, mit ein paar Schnäpsen das neue Jahr zu begrüßen. Gewöhnlich trank er kaum Alkohol, ab und zu mal ein Feierabendbier, doch dies war eine besondere Veranstaltung; keinen Jahreswechsel verbrachten erwachsene Menschen hier nüchtern, man war traditionell betrunken. Die einen mehr, die anderen ein bisschen weniger.

 

In der Kneipe war es stickig, voll und laut, und es ging lustig zu. Ein Alleinunterhalter trug mit Gesang, den er auf seiner Hammondorgel verhältnismäßig melodisch begleitete, zur allgemeinen Stimmung bei. Nicht wenige grölten die Schlager mit, einige tanzten zwischen den Tischen. An Gespräche war nicht zu denken. Man war schließlich zum Feiern hier.

 

Horst, der mit Ludwig vor Jahren die Schulbank gedrückt hatte, winkte ihn zu seinem Tisch. „Prost Neujahr, alter Kumpel“, schrie er Ludwig ins Ohr. „Sieh mal, wen ich mitgebracht habe. Kennst du noch nicht, nicht wahr? Darf ich vorstellen: Susi, meine Verlobte.“

 

An Horsts Seite saß eine Ludwig unbekannte junge Dame. Die war wirklich sehr jung, jedenfalls im Vergleich zu Horst, ihrem angeblichen Verlobten. Höchstens fünfundzwanzig, schätzte Ludwig. Sie sah entzückend aus, sprach kein Wort, aber lächelte unentwegt. Das sagt man Asiatinnen gern nach, dass sie immerzu lächeln, dachte Ludwig im Stillen, denn tatsächlich hatte die als Susi bezeichnete Frau unverkennbar asiatische Gesichtszüge. Thailand, schätzte Ludwig. Wie kommt Horst denn dahin? Der ging doch außer zur Arbeit kaum aus dem Haus. Seine Freizeit verbrachte der eiserne Junggeselle wenn nicht in der Kneipe, dann bei seinen Bienenstöcken.

Und bei den Bienen im Puff, fiel Ludwig ein. Es war noch gar nicht so lange her, dass er Horst sogar einmal nach Nürnberg begleitet hatte, um auf dessen dringenden Rat professionelle Dienste, wie er es ausdrückte, zu genießen. Das war nicht wirklich seins gewesen. Schneller Sex bar jeden Gefühls konnte ihn nicht befriedigen. Es war beim einmaligen Versuch geblieben.

 

Soweit Ludwig bekannt war, war Horst noch nie in Urlaub gefahren, geschweige denn ins Ausland geflogen. Das machte hier keiner, und wenn, dann ganz sicher nicht Horst. Oder war Susi gar nicht Horsts Verlobte, sondern eine aus einem entsprechenden Etablissement gemietete Prostituierte? So sah sie eigentlich nicht aus. Andererseits wusste Ludwig nicht, wie genau eine Prostituierte auszusehen hatte, dass man sie als solche erkannte.

 

„Tanzen?“ Ludwig war nicht sicher, ob er eben von Susi zum Tanzen aufgefordert worden war, als Horst großmütig nickte.

„Ja, tanz doch mal mit meinem alten Kumpel hier. Aber dass du ihm nicht zu nahekommst, hörst du, Darling? Dem ist nämlich neulich erst die Frau abhandengekommen, der hat bestimmt Entzug. Verstehst du?“

 

Susi lächelte liebenswürdig und zog Ludwig zu dem freien Platz zwischen den Tischen, wo sie hüftwiegend zu tanzen begann. Während er unbeholfen Susis Tanzbewegungen zu folgen versuchte, kamen von den Nachbartischen teils spöttische, teils mitleidige Kommentare zum schmachvollen Scheitern seiner letzten Beziehung. Die kannte er schon alle. Aber leichte Stiche verursachten sie dennoch.

 

„Und, wie gefällt dir meine Verlobte?“ brüllte Horst Ludwig ins Ohr, als sie an den Tisch zurückkamen.

„Wie? Ich habe dich nicht verstanden, hier ist zu viel Lärm!“, rief Ludwig zurück.

„Hast recht. Komm, wir gehen mal pissen.“

Im Waschraum für Herren begann Horst, vom Alkohol redselig, sofort auf Ludwig einzureden. Dass Susi wirklich seine Verlobte sei, Ludwig solle bitte nicht auf schräge Gedanken kommen. Aber Susi sei nicht ihr richtiger Name. Den könne er nämlich nicht aussprechen, aber er klänge so ähnlich. Und sie höre darauf, das sei das Wichtigste. Ja, Thaifrau sei sie. Aber nicht irgendwie aus dem Katalog, ganz ordentlich über eine seriöse Partnervermittlung. Das Beste sei, dass sie so wenig spräche. Sie müsse erst noch einen Deutschkurs besuchen, die würden in der Kreisstadt angeboten. Könne sie ja mit dem Bus hinfahren. Na hoffentlich bliebe sie dann trotzdem noch so schweigsam. Und super kochen könne sie, bisschen scharf vielleicht, aber lecker. Und im Bett…

 

Bevor Horst mit seinen Ausführungen über Susis diesbezügliche Qualitäten fortfuhr, unterbrach Ludwig deshalb Horsts Redestrom.

„Eine wirklich tolle Frau hast du dir da an Land gezogen, alle Achtung. Komm, lass und wieder hineingehen, sie wartet bestimmt schon sehnsüchtig auf dich.“

 

Einzelheiten wollte er ganz bestimmt nicht hören. Er empfand es als reichlich unfair gegenüber Susi, dass ihr zukünftiger Ehemann diese Dinge auf der Herrentoilette mit einem Kumpel besprach. Das gehörte sich nicht, zeugte es doch von einiger Geringschätzung der Frau gegenüber. Die einzige Entschuldigung dafür fand Ludwig in Horsts angetrunkenem Zustand. `Na, wird schon gutgehen mit den beiden. Man hört schließlich im Fernsehen oft genug über die Duldsamkeit thailändischer Frauen, und wie gern sie sich ihrem deutschen Ehemann unterordneten´. Dieser Gedanke ging Ludwig durch den Kopf, während er in der Gaststube seinen Mantel unter anderen Mänteln und Jacken an der Garderobe herauswühlte. Er klopfte zum Abschied auf die Tischplatte. „Dann macht‘s mal gut, und nochmal gesundes neues Jahr“, und machte sich auf den kurzen Heimweg.

 

Unterwegs versuchte er sich angestrengt daran zu erinnern, was er vergessen hatte. Irgendetwas hatte er doch noch fragen wollen? Wen? Und was? Ach ja, jetzt wusste er es wieder. Die Partnervermittlung. Nach deren Anschrift hatte er Horst noch fragen wollen. Denn ihm war ein verlockender Einfall gekommen. Aber deshalb nochmal umkehren wollte er auch nicht. Morgen nach der Neujahrsmesse wäre eine gute Gelegenheit dazu. Besonders da er vorher die ganze – nein, höchstens noch halbe Nacht, verbesserte er sich, Zeit haben würde, darüber nachzudenken.

 

 

12

 

Die erste Januarwoche verstrich, ohne dass sich Ludwig ernsthaft mit seiner Zukunftsplanung auseinandersetzte. Dann kam der Tag, an dem frühmorgens als orientalische Könige verkleidete Kinder von Haus zu Haus zogen, fromme Lieder sangen, ihren Weihrauchkessel schwenkten und Spenden für Kinder der Dritten Welt einsammelten. So war es Brauch, und ebenso war es üblich, dass sich die Männer des Dorfes nach dem Besuch der Sternsinger ins Wirtshaus begaben, um sich Stärke für das kommende Jahr anzutrinken.

 

Auch Horst war anwesend, und endlich fasste Ludwig den Mut, ihn ganz beiläufig auszufragen, ohne gleich den Anschein zu erwecken, sich allzu sehr für eine asiatische Braut zu interessieren. Horst, der Ludwig schnell durchschaute, gab bereitwillig und ausführlich Auskunft über die Erfahrungen, die er mit der Vermittlungsagentur gemacht hatte, und was alles zu beachten sei.

 

„Das Schlimmste bei alldem ist ein unendlicher Papierkrieg, das kann ich dir gleich prophezeien. Du kannst es dir aber leichter machen, indem du so viel wie möglich dem Vermittlungsbüro überlässt. Das wird halt ein bisschen teurer. Ich habe es zuerst allein versucht, aber letztendlich haben dann doch die Profis alles für mich erledigt. Ich musste nur noch Bilder anschauen und zahlen. Nicht zu knapp. Da muss man sich gut überlegen, was einem so ein tolles Mädchen wie meine Susi wert ist. Wie du siehst, hat es sich bei mir gelohnt.“

 

Mit mehreren Gläsern Bier im Bauch und einem Zettel mit der Anschrift der Agentur in der Tasche kam Ludwig nachhause. Eine Woche später beschloss er, er habe sich die Angelegenheit jetzt lang genug durch den Kopf gehen lassen. Er rief bei der Agentur an, wo er überraschend schnell einen Termin erhielt. Wenige Tage später verwendete er einen seiner letzten Urlaubstage vom Vorjahr darauf, den Partnervermittlern zwecks eines Beratungsgespräches einen Besuch abzustatten.

 

Nachhause kam er mit einem bunten Prospekt der Firma, wo unter anderem eine Auswahl Fotos heiratswilliger Asiatinnen abgedruckt war, und einem Faltblatt, das eine ausführliche Beschreibung dessen enthielt, was alles zu erledigen sei, bevor eine der hübschen Damen aus Thailand - darauf hatte sich diese Firma spezialisiert - ´ihren zukünftigen deutschen Gemahl glücklich in die Arme schließen könne´. Das Faltblatt enthielt auch den Hinweis, dass man sich gerne, gegen einen kleinen Aufpreis selbstredend, um alles Administrative kümmern werde.

Außerdem befand sich bereits ein Vertrag in Ludwigs Tasche, den er gründlich studieren und möglichst zeitnah unterschrieben zurückschicken möge, wie ihn der freundliche, verständnisvolle Mitarbeiter ersucht hatte.

 

Ludwig schwirrte bald der Kopf von den vielen Vorschriften, die er im Falle eines Zustandekommens einer Zusammenarbeit zu beachten hatte. Man verlangte Geburtsurkunde, Sterbeurkunde seiner Ehefrau, Impfpass, eine Bescheinigung über einen negativen HIV Test. Natürlich ein aktuelles Foto des Heiratskandidaten. Eine von der Heimatgemeinde ausgestellte Ehefähigkeitsbescheinigung, eine Police über für seine Zukünftige abgeschlossene Versicherungen. Einkommensnachweis. Bescheinigungen hier, Urkunden da, noch mehr Bescheinigungen, und irgendwann gab er genervt auf. Der Betrag, den ihn die Aktion kosten würde, war ohnehin erheblich, er würde seinen Bausparvertrag auflösen müssen. Da kam es auf den Zusatzbetrag für den Papierkrieg nun auch nicht mehr an.

Er stellte der Vermittlungsagentur eine Vollmacht aus, unterschrieb den Vertrag und schickte alles, zusammen mit einer Anzahlung, an die Agentur. Nun brauchte er nur noch abzuwarten und zu hoffen, dass die Angelegenheit einen raschen und glücklichen Verlauf nähme.

 

Von da an ging alles seinen Weg. Es dauerte einige Monate, während derer er mehrere Umschläge erhielt, die Partnervorschläge enthielten, jeweils mit einem kurzen Lebenslauf und einem Hochglanzfoto der Kandidatin. Irgendwann hatte er seine Wahl getroffen. Er überwies den restlichen Betrag, dazu eine Summe für ein Flugticket. Geld für ein eventuell benötigtes Rückflugticket musste bei der Agentur hinterlegt werden. Das erhielte er selbstverständlich sofort nach einer Eheschließung zurück. Bis dahin allerdings müsse man der Braut auch eine gewisse Entscheidungsfreiheit zugestehen, erläuterte der Partnervermittler.

 

Irgendwann im Lauf dieser Wochen hatte Ludwig natürlich auch Lissi in seinen Plan einweihen müssen. Die reagierte bemerkenswert gelassen.

“Wenn sie nur nicht so blöd ist wie Herta! Am besten lässt sie mich in Ruhe, dann wird es schon gehen.“

Das hoffte Ludwig auch von Herzen. Was, wenn doch nicht? Na und, dafür gab es schließlich das Rückflugticket.

 

 

13

 

Es war Ende Mai geworden, der große Tag war da. Ludwig fuhr in Begleitung Lissis nach Nürnberg, um Anyanee vom Bahnhof abzuholen, wo der zuständige Mitarbeiter der Partnervermittlung bereits auf ihn wartete. Der übergab Ludwig einen großen Strauß duftender Frühlingsblumen.

Als eine Lautsprecherdurchsage die Ankunft des ICE aus Frankfurt/Main ankündigte, legte er dem zukünftigen Ehemann beruhigend die Hand auf die Schulter.

„Jetzt lächeln!“, forderte er ihn auf. „Sie machen ein Gesicht wie beim Zahnarzt. Denken Sie daran, gleich beginnt ein neues, glückliches Kapitel Ihrer Zukunft. Nur Mut!“

 

Der Zug war eingefahren, der Partnervermittler hielt ein Täfelchen mit dem Namen der Erwarteten hoch. Wenig später trat eine junge Dame, die einen großen Rollkoffer hinter sich herzog, zögernd heran. Das muss sie sein, dachte Ludwig, während sein Herz bis zum Hals schlug. Lissi schaute betont gleichgültig an der sehr hübschen Asiatin vorbei.

„Ich Anyanee. Du für mich hier?“, fragte die Schönheit in einigermaßen korrektem Deutsch.

„Äh, hm, also…“ Mehr brachte Ludwig vor Aufregung nicht heraus. Die Blumen hielt er krampfhaft in seiner Hand und überreichte sie der Angekommenen erst, als ihn Lissi dezent in die Seite stieß.

 

„Herzlich willkommen, meine Liebe!“ Das war der Mann vom Vermittlungsinstitut. Der hatte leicht reden, bestimmt hatte er ähnliche Szenen schon Hunderte Male erlebt. Für Ludwig war es neu. Die Befangenheit hinderte ihn auch daran, mehr als heimlich, und auch nur, wenn er sich unbeobachtet fühlte, einen Blick auf seine zukünftige Gemahlin zu werfen. Immerhin, was er so aus dem Augenwinkel sah, fand er nicht übel. Die Dame, oder, zumindest dem Aussehen nach, das Mädchen, entsprach im Wesentlichen der Fotografie, aufgrund derer Ludwig seine Wahl getroffen hatte. Nur das angegebene Alter konnte er nicht so recht glauben. Neunundzwanzig? Wenn er sie so neben seiner hübschen Tochter sah, hätten die beiden leicht gleichaltrig sein können. Jedenfalls nicht sehr weit auseinander. Man musste schon sehr genau hinsehen, um in den Zügen der Asiatin kleine Spuren ihres wirklichen Alters zu entdecken. Natürlich trug auch deren zierliche Figur dazu bei, sie auf den ersten Blick deutlich jünger einzuschätzen. Alles in allem gefiel Ludwig, was er da sah. Ja. Anyanee gefiel ihm ausnehmend gut, das musste er sich freudig eingestehen. Nur der Vorname – hoffentlich lernte er rasch, sich diesen zu merken und besonders, ihn richtig auszusprechen.

 

Unterwegs zu Ludwigs Wagen, den er in einer nahen Tiefgarage geparkt hatte, stellte der Agent die Anwesenden nochmals korrekt gegenseitig vor. Dem sonnigen Lächeln, mit dem Lissi von Anyanee bedacht wurde, konnte sie nicht widerstehen. Spontan ließ sie ihren natürlichen Charme, den sie vorher mühsam unterdrückt hatte, zum Vorschein kommen. Herzlich schüttelte sie der Asiatin, nichts weniger als ihre zukünftige Stiefmutter, die Hand. Warum, konnte sie nicht sagen. Das Eis war im ersten Augenblick ihres ersten Zusammentreffens gebrochen.

 

Man fuhr zum Büro der Agentur, um dort die letzten Formalitäten zu erledigen. Ludwig war den Großstadtverkehr nicht gewohnt und musste sich höllisch konzentrieren. Dabei vergas er einen Großteil seiner Hemmungen, sodass er in Lage war, der jungen Frau nun einigermaßen selbstsicher und höflich entgegenzutreten. Auch ein paar freundliche Worte gingen nun leichter über seine Lippen.

 

Es kam der Zeitpunkt, an dem Ludwig mit Tochter und Braut schließlich die Heimfahrt antrat. Da nannte Ludwig in Gedanken die zwei jungen Frauen auf dem Rücksitz bereits `meine beiden Mädchen`.

 

Anyanee´s Wortschatz, so begrenzt er auch war, reichte aus, dass Ludwig während der Fahrt nachhause mehrmals schmunzelte, während er versuchte, der angeregten Unterhaltung zwischen Lissi und seiner zukünftigen Ehefrau zu folgen. Das oft aufklingende helle Lachen und Kichern der beiden war die schönste Musik in seinen Ohren.

 

„Papa, Anni darfst du behalten, sie ist nett!“, raunte Lissi ihrem Vater zu, als er daheim Anyanee´s schweren Koffer aus dem Auto wuchtete.

„Anni?“

„Ja, Anni. Sie hat mir erlaubt, sie so zu nennen. Das ist doch viel einfacher, jeder kann sich das merken.“

So war aus der thailändischen Anyanee bereits nach kürzester Zeit die ganz und gar fränkisch klingende Anni geworden. Kurz, knackig, verständlich. Nicht der unglücklichste Anfang für eine neue Familie, freute sich Ludwig.

 

Nachdem sich Anni im Badezimmer erfrischt und Ludwig das Reisegepäck ins Gästezimmer gebracht hatte, traf man sich in der Küche. Lissi hatte die Zeit genutzt, um den Blumenstrauß in einer Vase hübsch zu arrangieren und ihn zusammen mit den guten Goldrandtassen und dem Kuchen, den sie morgens gebacken hatte, auf den Tisch zu stellen.

Sie strahlte, als Anni voll Appetit dem Kuchen zusprach, und als Anni erklärte, noch nie `so feine Geback` gegessen zu haben, schloss sie ihre künftige Stiefmutter endgültig in ihr Herz.

 

Lissis Unbefangenheit war es zu verdanken, dass sich die für alle neue Situation deutlich entspannter gestaltete, als man hätte erwarten können.

 

Nach einem Rundgang durch das Haus, und nachdem Lissi ihrer neuen Freundin stolz den blühenden Garten präsentiert hatte, was diese mit entzückten Ausrufen quittierte, ging man am Abend dieses aufregenden Tages zeitig zu Bett.

Vor dem Einschlafen hing jeder seinen eigenen Gedanken nach. Die Ludwigs waren voller Vorfreude auf eine glückliche Zukunft. Anni war erleichtert, dass sie es mit ihrem neuen Zuhause offenbar nicht so schlecht getroffen hatte, wie insgeheim befürchtet. Lissi fühlte sich wie ein glückliches Kind, das endlich wieder eine Mutter hatte, die es lieben konnte.

Ludwig hatte seinen kompletten Jahresurlaub genommen, um seiner Zukünftigen genügend Zeit widmen zu können. So verbrachte die kleine Familie die folgenden Tage hauptsächlich damit, sich gegenseitig intensiv kennenzulernen. Fragen und Antworten schwirrten hin und her, sprachliche Missverständnisse führten zu endlosem Gelächter, und immer deutlicher zeichnete sich eine natürliche Harmonie ab, mit der so schnell keiner wirklich gerechnet hatte.

 

Ludwig promenierte gern mit ´seinen beiden Mädchen´ mit stolzgeschwellter Brust durch das Dorf. Sollte es Gerede gegeben haben, was wahrscheinlich war, geschah dies hinter seinem Rücken und ging ihm außerdem genau an dessen Verlängerung vorbei.

 

Natürlich war es ihm ein Anliegen, Horst, dem er im Grunde dieses Glück zu verdanken hatte, Anni vorzustellen. Er lud ihn zusammen mit seiner Susi zum Kaffee in sein Haus ein. Den Kuchen hatten Anni und Lissi gemeinsam gebacken. Er war ein Meisterwerk.

Schnell entstand zwischen den zwei Asiatinnen eine Art Freundschaft, aufgrund derer sich die Paare häufiger besuchten. Die Frauen waren froh, ihre Muttersprache sprechen zu können, waren aber nur selten so unhöflich, das in Gegenwart anderer zu tun. Was sie zu bereden hatten, wenn sie unter sich waren, blieb ihr Geheimnis.

 

Vermutliches Resultat eines dieser in der für Ludwig fremden Sprache stattgefundenen Gespräche zwischen Anni und Susi war, dass Anni eines Abends Ludwig anbot, vom Gästezimmer in Ludwigs Schlafzimmer umzuziehen.

„Weil ich dein Frau werden, da sagen Susi, sein in Ordnung, in gleiches Bett liegen.“

Ludwig, der bisher keine geeigneten Worte dafür gefunden hatte, Anni in sein Bett zu locken, ohne dabei wie ein Lüstling zu wirken, tat nur der Form halber ein ganz klein wenig schockiert.

 

Auch dieses Thema hatte letztendlich ein gutes Ende gefunden. Dass in der Euphorie der Annäherung schlicht vergessen wurde, die Verbindungstür zu Lissis Zimmer abzuschließen und auch niemand daran dachte, die entstehenden Geräusche vor Lissis Ohren zu verbergen, fiel in dieser Zeit der jungen Liebe nicht ins Gewicht. Lissi kam es in ihrer Unerfahrenheit und Naivität niemals in den Sinn, entsprechende Fragen zu stellen.

 

Ludwigs freie Tage verbrachten sie zu dritt in beschwingter Eintracht mit Radausfahrten in die nähere Umgebung, Badeausflügen zu einem klaren, warmen Landschaftssee und etlichen gemeinsamen Einkaufsfahrten in die Kreisstadt. Dort stürmten die jungen Frauen die Anprobekabinen diverser Modehäuser, suchten, probierten an und verwarfen, wurden schließlich fündig. Ludwig, der geduldig gewartet hatte, zückte zufrieden sein Portemonnaie, zahlte und freute sich an ihren strahlenden Augen. In ähnlicher Weise wurden mehrere Schuhgeschäfte durchgearbeitet.

 

Manchmal gab es lange, behagliche Nachmittage, an denen sie sich stundenlang träge im Garten auf den Liegestühlen sonnten. Abends verschwanden Lissi und Anni stets gemeinsam in der Küche und überraschten Ludwig mit vorzüglichen Speisen. Anni zeigte Lissi, wie bei ihr zuhause gekocht wurde, mit vielen exotischen, meist ziemlich scharfen Gewürzen (Susi hatte eine Auswahl aus ihrem Vorrat vorbeigebracht), und absolut wohlschmeckenden Zutaten. Lissi brachte Anni die Grundlagen der hiesigen Kochkunst bei.

 

Als Ludwigs Urlaub zu Ende ging, war er überzeugt, seine beiden Mädchen beruhigt alleine zuhause lassen zu können. Die zwei würden zusammen auch ohne ihn ihren Spaß haben, da war er ganz sicher. Die letzte Formsache, eine offizielle Eheschließung, wollte er nicht auf die lange Bank schieben. In Gedanken entwarf er ein herrliches Brautkleid für Anni, so wunderschön und stilvoll, wie es die Welt noch nicht gesehen hätte. Das wollte er eigenhändig nähen. Wozu war er schließlich Schneider?

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 16.04.2022. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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