Iris Bittner

Nicht so heil, die Welt Kap. 19, 20,2 21

19

 

Wochen vergingen, während derer Ludwigs Selbstvorwürfe mehr und mehr abflauten. Die Tage waren kürzer geworden. Morgen war schon der erste November. Allerheiligen. Lissi und er hatten Luises Grab geschmückt und eine Laterne darauf angezündet. Die Kirchgänger sollten beim traditionellen Gang über den Friedhof nach dem Feiertagsgottesdienst nichts zu kritisieren haben.

 

Die ganze Nacht verbrachte Ludwig in seinem Nähstübchen. Dort hing das angefangene, aber nie fertiggestellte Brautkleid für Anni. Jetzt wusste er, was damit zu tun war.

Ludwig schnitt, heftete, steppte und bügelte. Er stickte Pailletten und raffte Rüschen. In der Morgendämmerung war das Kleid fertig. Mit dem Brautkleid, das er klar vor Augen gehabt hatte, hatte das nichts mehr zu tun. Entstanden war das Gewand für eine Märchenprinzessin. Für sein kleines Mädchen. Wiedergutmachung hatte er nicht im Sinn. Das Grauen, das er vor Kurzem für sich selbst empfunden hatte, war beinahe schon wieder vergessen. Vielmehr dachte er an eine Liebesgabe. Von einem Vater, der seine Tochter liebte. Mehr als je ein Vater sein Kind geliebt hatte.

 

Zufrieden schlich Ludwig in Lissis Schlafzimmer und drapierte sein Werk auf einen Bügel. Nun hing das Prachtstück am Schrank, so platziert, dass Lissis erster Blick beim Erwachen darauf fallen musste. Lächelnd sah er auf sein schlafendes Schneewittchen hinab, bevor er auf leisen Sohlen den Raum verließ.

 

Er saß in der Küche vor einer heißen Tasse Kaffee, als Lissi hereinwirbelte. Sie trug das Kleid, lachte, drehte sich mehrmals um die eigene Achse und kam strahlend auf ihn zu.

„Papa, was für ein wunderschönes Geschenk! Danke! So ein tolles Kleid habe ich noch nie gesehen. Wann hast du das denn gemacht?“

Außer Atem ließ sie sich neben ihm auf einen Stuhl fallen. Zufrieden schenkte Ludwig Kakao in Lissis Tasse und bestrich für sie eine Scheibe Toast mit Nougatcreme. Genauso hatte er sich das gewünscht. Welch ein Erfolg!

„Ja, so ist das mit Prinzessinnen“, schmunzelte er. „Die wachen manchmal auf und finden eine Überraschung. Jetzt zieh dich aber rasch wieder um, sonst kommen am Ende noch Kakaoflecken auf das Prinzessinnenkleid.“ Würdevoll rauschte Lissi hinaus.

 

„Papa, kannst du mir bitte helfen?“, schallte es aus Lissis Zimmer. „Ich glaube, der Reißverschluss hat sich verhakt. Ich stecke fest. Ich habe Angst, dass ich den zarten Stoff zerreiße, wenn ich zu fest daran herumzerre.“

 

Ludwig, der seit dem Vorgang, wie er sein Verbrechen in Gedanken nannte, strikt vermieden hatte, Lissi zu nahe zu kommen, bekam weiche Knie, als er vor dem Mädchen stand. Bis zur Taille hatte sie den Reißverschluss geöffnet und das Kleid vom Oberkörper gezogen, dann war das Malheur mit dem Reißverschluss geschehen.

Wie in Trance trat er auf sie zu. Seine Hände schon nicht mehr unter Kontrolle, fühlte er ihre weiche Haut und spürte die dünne Spitze ihrer Unterwäsche. Augenblicklich war es um seine Abstinenz geschehen. Keinen Gedanken verschwendete er mehr an Pflichtgefühl und Verantwortung, und ob das Kleid nun in Fetzen ging oder nicht, war ihm auch egal. Er drückte Lissi auf ihr Bett. Erst als sein Drang befriedigt war und er erschöpft neben seiner Tochter lag, begannen seine Synapsen wieder zu arbeiten. Seltsamerweise drückte ihn sein Gewissen weitaus weniger als beim ersten Mal.

 

„Lissi, liebste, beste Lissi! Bitte, ziehst du das Kleid nun öfter für mich an? Du bist so wunderschön darin. Einfach unwiderstehlich. Meine kostbarste, allerliebste Lissi, dein Papa liebt dich ohne Ende. Bis in die Ewigkeit und wieder zurück liebe ich dich.“

 

Und Lissi…? Arme, dumme, folgsame Lissi!

 

So ergab es sich, dass Ludwig von Zeit zu Zeit alle Bedenken ausschaltete und seine Tochter über viele Jahre hinweg sexuell benutzte. Übermannte ihn das Verlangen, forderte er Lissi auf, das Kleid für ihn zu tragen. Das verfluchte Kleid hatte sich zu einer Art Fetisch für ihn entwickelt. Er musste es seinem Kind vom Leib reißen, erst dann konnte er seine Triebe lustvoll befriedigen.

 

Bisweilen fragte er sich, ob Lissi etwas dabei empfand. Anders als die wenigen Frauen, mit denen er bisher intime Erfahrungen gemacht hatte, lag sie nur reglos da und erduldete seine Zudringlichkeiten. Viel Ahnung hatte er in dieser Hinsicht sowieso nicht. Empfanden Frauen überhaupt irgendetwas? War das von der Natur eigentlich vorgesehen? Oder dienten Frauen nicht vielmehr hauptsächlich der Lustbefriedigung des Mannes? Gut möglich, dass die anderen schlicht gelogen und Leidenschaft vorgetäuscht hatten. Vor Jahren, als er ein einziges Mal in seinem Leben eine Prostituierte aufgesucht hatte, hatte er dies deutlich gemerkt. Nun zweifelte er insgesamt. Seine Lissi log jedenfalls nicht. Also war auf eine beruhigende Art alles in Ordnung.

 

Es kam der verhängnisvolle Tag, an dem geschah, was passieren musste. Dennoch hatte keiner wirklich damit gerechnet.

Kaum hatte sie einen Schluck Kakao zu sich genommen, sprang Lissi von ihrem Stuhl auf.

„Oh, Gott, was ist mir schlecht!“, murmelte sie und stürzte ins Badezimmer.

Nachdem sich diese Szene an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen wiederholt hatte, beschlich Ludwig ein schlimmer Verdacht. Als Luise damals mit den Zwillingen schwanger gewesen war, hatte sie anfangs kaum einen Bissen bei sich behalten können.

 

„Sag mal, wann hast du denn das letzte Mal geblutet?“, fragte Ludwig besorgt.

„Na, gestern, Weißt du nicht mehr? Ich hatte mich in der Küche mit dem scharfen Gemüsemesser geschnitten. Dora ist gleich zum Verbandskasten gerannt. Du hast es am Feierabend gesehen und sofort nachgeschaut, ob Dora die Wunde wirklich richtig versorgt hat. Schau, Papa, der Verband ist immer noch dran.“

Lissi hielt ihm den verbundenen Finger vor die Nase. „Aber davon wird einem doch nicht übel, oder?“

„Nein“, bestätigte Ludwig. „Das meine ich nicht.“

Noch während er krampfhaft nachdachte, wie er Lissi gegenüber das Wort `Menstruation` umschreiben sollte, sagte Lissi ruhig:

„Ach, du meinst, so wie alle Frauen bluten? Oh, lass mich überlegen. Das ist schon etwas länger her. Fehlt mir gar nicht. Das ist immer so lästig. Dora gefällt es auch nicht. Sie hat gesagt, das höre mit der Zeit auf. Gott sei Dank.“

Ernst sagte Ludwig: „Lissi, ich glaube, du bist schwanger. Weißt du, was das heißt? Das ist sehr, sehr schlimm. Wir müssen überlegen, was zu tun ist.“

Lissi lachte schallend. „Aber Papa! Schwanger heißt, ein Baby zu bekommen. So dumm bin ich auch wieder nicht. Keine Sorge, nur Mütter bekommen Babys. Bin ich etwa eine Mutter? Na, siehst du.“

 

Wieder mal keine Ahnung, dachte Ludwig beklommen. Wie sollte es jetzt weitergehen? Bald würde man seiner Tochter ihren Zustand ansehen können, was dann? Nicht nur, dass die Leute im Dorf ihre Mäuler zerrissen. In der Firma würde man Fragen stellen. Sollte nun doch noch ihr sorgsam gehütetes Geheimnis ans Tageslicht kommen? Unvorstellbar. Ganz und gar ausgeschlossen. Eine Lösung musste her, und zwar schnell. Vorrangig für die Schwangerschaft. Wohin mit dem Baby, würde er später schon sehen. Vielleicht sollten sie das Baby doch lieber schnell wegmachen lassen, Sauberste Lösung. Nein, schlechte Lösung. Beratungsgespräche und Fragen kämen auf Lissi zu. Das war ihm nicht sicher genug. Lissi war nicht wirklich klug. Sie konnte nicht gut lügen, und das Erfinden raffinierter Ausflüchte lag ihr erst recht nicht.

 

Nach etlichen ohne Schlaf zugebrachten Nächten hatte er eine Idee, wie es gehen könnte. Er war schließlich im Rentenalter und nur noch aktiv im Beruf, weil seine Arbeit ihm so viel Spaß machte. Gut, dann wäre es eben damit vorbei.

Hauptsache, Lissi wäre bei ihm zuhause, mit ihm zuhause. Ihre Arbeit in der Kantine hätte er sowieso gekündigt, wenn er seinen Ruhestand irgendwann doch angetreten hätte.

Nur jetzt keine Zeit verlieren. Noch sah man nichts. Aber bei manchen Frauen zeichnete sich schon beizeiten ein kleiner Bauch ab. Dann stellte man unwillkürlich Fragen.

 

Es dauerte nicht lange, bis der Rentenantrag bewilligt wurde. Für ihn jedoch zog sich die Zeit wie zäher Gummi. Endlich konnte Ludwig ins Personalbüro marschieren und seine und Lissis Kündigung auf den Tisch legen. Man bedauerte sein Ausscheiden aus dem Betrieb, hatte aber Verständnis, als er sich auf seine alte Verletzung durch den Arbeitsunfall berief:

„Seit einigen Wochen schmerzt jeden Nachmittag meine Schulter, das glaubt kein Mensch. Wie durch den Wolf gedreht. Leute, ich bin alt genug, so langsam werde ich mürbe. “

 

Aber Lissi? Sie war noch viel zu jung, um auch nur die kleinste Chance auf eine Rente zu haben.

„Der Teufel soll mich holen, wenn ich meine Familie nicht alleine ernähren könnte“, wiederholte Ludwig seine Aussage, die er vor vielen Jahren gebraucht hatte, damals, als er um einen Job für Lissi gebeten hatte.

 

 

20

 

Zwei, drei Mal trafen Leo und ich zufällig Ben auf der Lichtung, die wir aus alter Gewohnheit nach wie vor besuchten. Irgendwann lieferte uns Ben auch die Erklärung dafür, warum wir ihn während der langen Zeit vor unserer ersten Begegnung niemals gesehen hatte. Er zeigte uns sein Versteck, in das er sich immer, wenn er verdächtige Geräusche vernommen hatte, zurückgezogen hatte. Leo und ich wunderten uns, nicht zum ersten Mal, darüber, wie unaufmerksam, geradezu blind wir bisher durch die Gegend gestolpert waren.

 

Den alten, vom Besitzer aufgegebenen Jägerstand, nicht weit vom Waldweg, dessen Stelzen von unten her übermannshoch mit Dornengebüsch umwuchert waren, hatten wir niemals bemerkt. Aber wenn man wusste, dass er dastand, konnte man ihn eigentlich kaum übersehen. Ben hatte an einer unauffälligen Stelle das Brombeergewucher beseitigt und durch Drahtgeflecht ersetzt. Auch hier hatte ein Tarnnetz Verwendung gefunden, um das Schlupfloch zu verbergen. Dadurch hatte er einen komfortablen Zufluchtsort für sich und sein Motorrad geschaffen.

 

„Eins muss ich dir lassen“, lobte ich ihn. „Einfallsreich bist du wie kein zweiter, alle Achtung. Eine ganze Menge krimineller Energie kann ich dir auch nicht absprechen.“

 

*

 

Als wir heute die Lichtung betraten, war sie leer. Ben hatte seine Ernte eingebracht.

„Schade, dass wir Ben bis zum Frühjahr nicht mehr sehen werden“, bedauerte Leo. „Ich finde, das ist ein netter Junge.“

„Ja, besonders, weil er so nett sein Marihuana mit dir geteilt hat“, zog ich ihn auf.

 

Im Vorbeigehen spähten wir neugierig in Bens Versteck. Dabei entdeckten wir das Motorrad. Wenig später gewahrten wir auch den Besitzer. Er war gerade damit beschäftigt, die Solarpumpe aus dem Teich zu bergen.

„Schön“, freute sich Leo. „So können wir uns vor dem Winter doch noch anständig von dem Jungen verabschieden.“

 

Wir halfen Ben bei den letzten Handgriffen. Danach standen wir am Teichrand und genossen unsere letzte gemeinsame Tüte für dieses Jahr.

„Es geht mich ja eigentlich nichts an. Darf ich trotzdem fragen, wohin du deine Ernte gebracht hast?“ fragte Leo Ben.

„Also gut“, grinste Ben. „Aber nur, wenn ihr nicht heimlich nachts hingeht und mein Warenlager plündert.“ Das konnten wir guten Gewissens versprechen.

 

„Ich habe euch schon von meinem Opa erzählt. Der, dem der Teich gehört. Opa war früher Bauer. Also besitzt er entsprechende Gebäude. In einer Scheune auf Opas Hof ist das Zeug optimal aufgehoben. Dort passen Luftfeuchtigkeit und Temperatur einwandfrei. Auf die Idee, bei Opa nach verbotenen Genussmitteln zu suchen, kommt mit Sicherheit niemand. Ich bräuchte nicht einmal abzusperren.“

„Tu´s trotzdem“, riet ich ihm. „Wenn irgendjemand auch nur einen kleinen Verdacht äußert, hast du sehr schnell die Polizei am Hals. Die Verbindung von deinem Opa zu dir festzustellen, ist für die eine Kleinigkeit. Bis zu einer Hausdurchsuchung, nicht nur beim Opa, sondern auch bei dir, ist es dann nur ein kurzer Weg.“

Ich hatte genug Erinnerungen an derartige Aktionen, die zum Teil aus geringerem Anlass als einer Jahresernte Cannabispflanzen stattgefunden hatten. Selbst wenn die Beamten nichts fanden, ein Ärgernis war es doch immer. Viel Rücksicht wurde nicht genommen, immer blieb ein Verhau aus herausgerissenen Schubladen, gewaltsam geöffneten Schränken und in der ganzen Wohnung weit verstreutem Hausrat zurück. Computer, Handy und andere Kommunikationsmittel sowie eine Menge privater Unterlagen wurden beschlagnahmt und häufig erst nach langen Wochen zurückgegeben. Ein Spaß war das nicht, da konnte einer so unschuldig sein, wie er mochte.

 

Beim Abschied ermahnte ich Ben deshalb eindringlich, nicht leichtsinnig zu werden. Er versprach, vorsichtig zu sein.

„Na, dann. Schönen Winter allerseits“, verabschiedete sich Ben, während er sein Geländemotorrad aus dem Versteck schob. Vorsichtig lenkte er sein Gefährt zum Waldweg, gab Gas und verschwand.

 

Wir gingen nachhause. Wie meistens kam Leo noch auf ein Bier mit herein. Mit Jacke konnte man noch gut auf der Terrasse sitzen. Lang würde das Wetter sicher nicht mehr halten, die letzten Sonnenstrahlen wollten ausgenutzt werden. Leo erkundigte sich nach dem Fortschritt meiner Schreiberei und übergab mir die neuesten Tonbänder.

 

„Ich frage mich immer wieder, wie Lissi das alles aushalten konnte“, bekannte ich. „Man sollte meinen, das Mädchen hätte ein gewaltiges Trauma davontragen müssen. Du erwähnst das aber nie. Wie geht es ihr denn damit?“

 

„Ehrlich gesagt, weiß ich das selbst nicht genau. Ich bin genau deiner Meinung. Was Lissi widerfahren ist, ist verdammt schwer zu ertragen. Wenn du die nächsten Bänder abhörst, wirst du merken, dass alles immer noch schlimmer kommen kann. Trotzdem, Lissi scheint mit allem fertig geworden zu sein. Ich könnte mir denken, dass eine Traumatisierung nur entstehen kann, wenn die betroffene Person wirklich unter dem Erlebten leidet. Bei Lissi scheint das eher nicht der Fall gewesen zu sein. Für sie war der damalige Zustand völlig normal. Die Großmutter und Ludwig hatten sie durch ihre merkwürdige Erziehung rechtzeitig und so gründlich verkorkst, dass ihr nichts anderes in den Sinn gekommen wäre. Vielleicht ist das sogar jetzt ein großes Glück für Lissi. Keine Ahnung, ich bin nur ein blutiger Laie. Der Psychologe, der sich ehrenamtlich um die Bewohner des Gutshofes kümmert, nähert sich dem Thema äußerst behutsam. Er will vermeiden, dass Lissi nachträglich unter einer Tatsache leidet, die sie bis dahin offenbar nicht belastet hatte. Dr. Götz hat sie gut im Auge. Er erwähnte mir gegenüber, dass er aber tatsächlich befürchte, Lissi sei sehr schwer traumatisiert. Allerdings durch ein Ereignis, das noch nicht so lange zurückliegt, nämlich den furchtbaren Tod ihres geliebten Vaters. Soweit sind wir aber in der Geschichte noch nicht. Sie berichtet exakt chronologisch und erstaunlich emotionslos. Manchmal habe ich das Gefühl, sie schildere mir die Geschichte einer anderen Person. Ich bin, wie gesagt, kein Fachmann, aber ich glaube, Psychologen nennen so etwas Abspaltung.“

Ich nickte. Das Wort war mir geläufig, ich konnte allerdings nicht einschätzen, ob es hier passte.

 

Baumann fuhr fort: „Ich leitete übrigens damals die Bestattung Ludwig Bergers. Lissis bedauernswerten Zustand in dieser Zeit kannst du dir vielleicht ausmalen. Wenige Tage nach der Beisetzung bat mich Lissi, vollkommen aufgelöst, um Hilfe mit den vielen Formularen und dem ganzen Papierkram, der mit einem Todesfall einhergeht. Berge sind das, kann ich dir sagen. Lissi war damit restlos überfordert. Ihrer Schwester Sonja war das piepegal, und Toni, der blöde Schwager, hat Lissis Ratlosigkeit wahrscheinlich sogar heimlich genossen. Soweit ich konnte, war ich behilflich. Für ihre verwundete Seele konnte ich nichts tun. Sie sperrte sich gegen jeden Versuch, den ich damals in diese Richtung unternahm.

 

Als Leo gegangen war, saß ich noch lange auf der Terrasse und dachte an Lissi. Eigentlich hätte ich sie gerne kennengelernt. Andererseits ging die arme Frau mich nichts an. Ich war nur der Chronist, der ihre Geschichte niederschrieb, weil sie selbst nie gelernt hatte zu schreiben. Genaugenommen war ich so etwas wie eine bessere Tastatur. Ich fand mich damit ab und schrieb am nächsten Tag fleißig weiter.

 

 

21

 

Ludwig und Lissi hatten sich vom öffentlichen Leben weitestgehend zurückgezogen. Solange Lissi noch nichts anzusehen war, führten sie ihre Abendspaziergänge wie gewohnt fort. Mit dem Tag, an dem Ludwig glaubte, bei seiner Tochter einen kleinen Bauchansatz zu sehen, fielen auch die weg. Lissi durfte ihn nun auch nicht mehr bei seinen Einkaufsfahrten ins Nachbardorf begleiten. Es war wie früher: Wenn Ludwig das Haus verließ, war Lissi quasi eingesperrt. Ihr war lediglich erlaubt, sich im hinteren Teil des Gartens, der von der Straße aus nicht einsehbar war, aufzuhalten.

 

Bisher war alles gut gegangen. Kein Mensch hatte Lissis Zustand bemerkt. Neugierige Fragen waren ausgeblieben. Mit Glück bliebe das so, bis das Baby da war. Aber dann? Ludwig machte sich nichts vor. Inzuchtkinder waren oft nicht gesund. Man hatte von Wasserköpfen bis zu vollständigen Idioten alles gehört. So eine Missgeburt musste irgendwann auffallen. Das Gerede im Dorf würde wahrscheinlich nicht auszuhalten sein.

 

Ludwig erwog mehrere Möglichkeiten, ein Neugeborenes unauffällig loszuwerden. Zur Adoption freigeben. Nein, Firlefanz mit Behörden, Fragen. Also ausgeschlossen. Auf einer Kirchentreppe ablegen. Sehr weit weg und so unauffällig, dass man nicht herausfinden könne, woher das Bündel kam. Das traute er sich nicht zu, wahrscheinlich würde er dabei erwischt werden. Ein Kissen auf das Gesicht des Neugeborenen drücken, bis es aufhörte zu atmen? Ludwig wusste, dass er sich in seinem Leben schwer versündigt hatte. Das konnte er nun nicht mehr ändern. Aber Mord war eine andere Dimension. Kindsmord. Schon bei dem Gedanken lief es ihm eiskalt den Rücken hinunter.

 

Bei alledem verschwendete er keinen Gedanken an Lissi. Wollte sie ihr Baby, das sie in ihrem Bauch ausgetragen hatte, überhaupt loswerden? Oder überwältigte sie die Mutterliebe derart, dass es ihr egal wäre, ob die Mitmenschen böses Blut verbreiteten? Eine ledige Mutter mit einem behinderten Kind – wenn das kein Grund für übelsten Tratsch war, was dann?

 

Als letzten Ausweg erwog er ernsthaft einen Umzug. Weg aus dem Dorf, in eine anonyme Stadt, wo man sie nicht kannte. In der Nachbarschaft irgendeine glaubhafte Legende verbreitet, und böse Nachreden blieben ihm und Lissi erspart.

 

Ludwig fuhr zu einem Beratungsgespräch in das Büro eines Immobilienmaklers in der Kreisstadt. Mutlos kehrte er zurück. Ein Hausverkauf zöge sich gewöhnlich über Monate dahin. Besonders, wenn der Verkäufer von dem Erlös ein anderes Haus erwerben wollte, obendrein in einer Stadt, wo ohnehin alles teurer sei – einen Zeitraum von mehr als einem Jahr müsse er schon veranschlagen. Dies auch nur mit viel Glück. So viel Zeit hatten sie nicht mehr. Ludwig rechnete in ungefähr fünf Monaten mit Lissis Niederkunft. Trotz allen Grübelns fiel ihm keine Lösung ein.

 

Als hätte das Schicksal eine gnädige Hand über Ludwig gehalten, erlitt Lissi gegen Ende des vierten Schwangerschaftsmonats eine Fehlgeburt.

Es war eine schmerzhafte, blutige Angelegenheit. Stundenlang wurde Lissi von schwersten Unterleibskrämpfen heimgesucht. Kalter Schweiß stand ihr auf der Stirn. Mehrmals verlor sie für einige Minuten das Bewusstsein. Ludwig saß bei seinem kleinen Mädchen, kühlte ihre Stirn und streichelte ihre blassen Wangen. Er fürchtete um das Leben seiner Tochter. Dennoch konnte er sich nicht erlauben, einen Notarzt zu verständigen. Auch der würde zu viele Fragen stellen.

 

Als alles vorbei war und Lissi entkräftet und blutleer in einen fiebrigen Schlaf fiel, raffte Ludwig die blutbefleckten Laken samt dem Klumpen, der irgendwann Lissis Leib verlassen hatte, zusammen und vergrub alles in der hintersten Ecke im Garten.

Ludwig Berger atmete auf. Seine Tochter hatte überlebt. Zugleich hatte sein größtes Problem eine saubere Lösung gefunden. Nie mehr würde er von nun an seine Tochter anrühren. Dieses Versprechen gab er dem Schicksal oder Gott oder wer auch immer verantwortlich war, als Dank für seine Rettung.

 

Obwohl sich Ludwig rührend um sie kümmerte, erholte sich Lissi lange nicht. Das Schlimmste waren die Blutungen. Ludwig bemühte sich nach Kräften. Das Kind muss essen, dann kehren ihre Lebensgeister bald wieder zurück, hoffte er.

 

Nach einem Rezept aus dem Kochbuch, das Oma Linde zurückgelassen hatte, bereitete er eine kräftige Hühnerbrühe. Die hatte schon seine Mutter gekocht, wenn jemand aus der Familie krank gewesen war. Doch mehr als ein paar Löffel davon brachte Lissi nicht hinunter. Weder Toast mit Nougatcreme, bisher ihr Lieblingsfrühstück, liebevoll belegte Brötchenhälften oder frisches Obst, was auch immer er ihr anbot, Lissi schüttelte nur den Kopf und kniff die Lippen zusammen. Probierte sie Papa zuliebe doch einen Bissen, würgte sie ihn sofort wieder heraus. Lange konnte das nicht mehr so weitergehen. Von ein paar Schluck Wasser am Tag überlebte niemand. Erst recht nicht Lissi, die schwerkrank in ihrem Bett lag und mit jedem Tag, der verging, bleicher und kraftloser wurde.

 

Die starken Blutungen ließen nicht nach. Nun ging das schon seit beinahe zwei Wochen so. Wie lange konnte ein Mensch das aushalten? Ludwig hatte keine Ahnung. Aber dass sein Mädchen sterben könnte, wenn er nicht bald etwas unternähme, wurde ihm täglich klarer.

 

Ludwig trug Lissi zu seinem Wagen, legte sie behutsam auf den Rücksitz und breitete liebevoll eine warme Wolldecke über sein Kind. Das muss jetzt sein, es hilft alles nichts, seufzte er innerlich und brachte Lissi zu einer Frauenärztin in die Kreisstadt. Die sah erschrocken auf, als Ludwig seine Tochter schnurstracks an der Anmeldung vorbei in das Behandlungszimmer trug. Zum Glück hatte die letzte Patientin gerade die Umkleidekabine verlassen.

„Was fällt Ihnen ein, können Sie nicht… ach du lieber Himmel, was ist denn da los? Rasch, Susanne, rufen Sie einen Rettungswagen!“

Die letzten Worte waren an die Sprechstundenhilfe gerichtet, die Ludwig in den Raum gefolgt war. Dann ging alles sehr schnell. Man trug Lissi auf einer Trage in den Krankenwagen und raste mit ihr ins Krankenhaus.

 

Während Lissi im Operationssaal behandelt wurde, musste Ludwig der Mitarbeiterin an der Anmeldung Rede und Antwort stehen. Unter all den Fragen, die sie stellte, war keine einzige, die er nicht beantworten konnte oder wollte. Name, Alter, Adresse. Versicherung. Noch einige verwaltungstechnische Angelegenheiten.

Danach wartete Ludwig angsterfüllt im Gang auf Nachricht aus dem OP. Endlich wurde Lissi in einem Krankenbett aus dem Saal geschoben. Ein Arzt im grünen Operationskittel trat auf den Flur und sprach Ludwig an:

„Sind Sie der Vater?“

„Ja. Äh, nein. Also…“

„Haben Sie die Dame eingeliefert?“

„Naja, mehr oder weniger. Genaugenommen brachte ich meine Tochter zur Frauenärztin, die dann den Sanka gerufen hat.“

„Also doch der Vater. Ich kann Ihre Aufregung gut verstehen. Herr Berger, ich kann sie beruhigen. Sie haben Ihre Tochter zwar reichlich spät, aber gerade noch rechtzeitig zu uns gebracht. Hätten sie nicht so umsichtig gehandelt, hätte sie vermutlich nicht mehr lange zu leben gehabt. Schön, dass es solche Väter wie Sie gibt. Alle Achtung. Der Gemahl war wohl nicht zuhause?“

„Es gibt keinen“, antwortete Ludwig. „Lissi lebt bei mir.“

„Nun, das spielt auch keine Rolle. Heutzutage bekommen viele Frauen ihre Kinder ohne Ehemann. Das ist ja kein großes Problem mehr. Allerdings, ein Baby zu verlieren, ohne einen Partner an der Seite, der einen tröstet, muss für eine Frau entsetzlich sein. Gut, wenn dann ein Vater wie Sie da ist. Nochmals, Herr Berger: Hut ab. Ihre Tochter ist bei Ihnen in besten Vaterhänden. Wenn alles gut geht, dürfen Sie sie in einer Woche mit nachhause nehmen.“

 

Ludwig schämte sich in Grund und Boden. Wenn der gewusst hätte! Bevor er sich auf den Heimweg machte, sah er kurz in Lissis Krankenzimmer. Lissi lag klein und beinahe durchscheinend auf dem Bett. Erstmals seit Tagen schien sie ruhig zu schlafen. Eine klare Flüssigkeit lief aus einem Beutel in ihre Venen. Die fahle Blässe hatte schon etwas nachgelassen. Die Wirkung der Infusion hatte bereits begonnen.

 

Am Tag, als Lissi entlassen wurde, führte Ludwig seine genesene, immer noch schwache Tochter fürsorglich in das Haus. In jedem Raum hatte er frische Blumen in Vasen verteilt. Er hatte geputzt und gelüftet. Er hatte Lissis Kleiderschrank geöffnet und das Brautkleid herausgenommen. Noch einmal hatte er sein Gesicht in dem duftigen Stoff versenkt und tief den berauschenden Duft seiner Tochter eingesogen. Dann hatte er das Kleid in den Garten gebracht und es, zusammen mit etwas Reisig, im Feuerkorb verbrannt. Für Lissis Bett hatte er neue, himmlisch weiche Daunendecken gekauft und schneeweiße Bettwäsche aus dem teuersten Satin, den er hatte finden können.

„Ruh dich aus, mein Engel. Jetzt wird alles gut.“

Lissis bezauberndes Lächeln begleitete ihn für den Rest des Tages.

 

Endlich war Lissis Appetit zurückgekehrt. Ludwig, der wusste, dass seine Kochkünste nicht annähernd ausreichten, hatte bei einem Lieferdienst reichlich Tiefkühlkost eingekauft und verwöhnte sein Kind mit allen möglichen köstlichen Gerichten, die er nur zu erhitzen brauchte. Lissi fühlte sich bereits wieder kräftig genug, um selbst zu kochen, was Ludwig aber streng verbot.

„Nichts, da. Denk nicht mal daran. Jetzt sorge ich erst einmal für dich. Den Haushalt kannst du noch früh genug machen. Später, wenn du dich richtig erholt hast.“

 

So ging es Lissi von Tag zu Tag besser. Bald waren auch kurze Spaziergänge möglich. Gelegentlich, wenn sie ihren Weg über den Friedhof machten, weil Lissi das Grab ihrer Mutter besuchen wollte, begegneten ihnen Mitbewohner aus dem Dorf. Meistens handelte es sich dabei um üble Klatschweiber, die wussten, dass der Friedhof ein zuverlässiger Ort war, wenn man jemanden zum Tratschen treffen wollte.

Dann wurde geraunt: „Ganz schön blass, die Lissi, findest du nicht? Sie soll ja ziemlich krank gewesen sein. Unterleib, sagt man. Vielleicht Krebs? Mein Gott, sie ist ja noch so jung.“

 

Andere Stimmen lästerten weniger besorgt. „Sieh mal, wie ein altes Ehepaar, die beiden. Warum Lissi wohl keinen Mann abbekommen hat? So hübsch, wie sie ist, hätte sie doch irgendeinen Kerl finden müssen.“

„Wahrscheinlich ist sie jedem zu dumm. Das wissen doch alle, dass die nicht bis drei zählen kann.“

 

Sollte dieses und ähnliches Gerede Ludwig jemals zu Ohren gekommen sein – ihm war es herzlich gleichgültig. Sein Geheimnis war gewahrt geblieben. Was die Leute sonst zu tuscheln hatten, interessierte ihn einen feuchten Dreck.

 

Über Monate hinweg versorgte und verwöhnte Ludwig seine Lissi, als sei sie eine zerbrechliche Porzellanpuppe. Solange, bis sie lachend protestierte.

„Nun ist es aber genug, Papa. Siehst du, ich bin fit wie ein Turnschuh!“

Damit nahm sie ihm den Spaten aus der Hand und hob mit kräftigen, raschen Bewegungen das Pflanzloch für den neuen Apfelbaum aus, den Ludwig einsetzen wollte.

 

*

 

Es vergingen Jahre, in denen sich die Welt schrittweise veränderte. Aus zwei Deutschland wurde eines. Ein neues Jahrtausend brach an. Man bezahlte nicht mehr mit D-Mark, sondern mit Euro. Die Sommer wurden heißer und die Winter milder. Man nahm das alles wahr, doch persönlich betroffen war man davon nicht. Lissi und Ludwig Berger wurden mit der Zeit wirklich einem älteren Ehepaar immer ähnlicher.

Lissi hatte sich vollständig von der Fehlgeburt erholt und blieb, auch als sie älter wurde, sehr gesund und in bester körperlicher Verfassung. Ludwig hielt sein Versprechen. Das fiel ihm nicht besonders schwer, denn mit fortschreitendem Alter ließen seine Begierden merklich nach und waren irgendwann vollkommen verschwunden. Seine immer noch wunderschöne Tochter vergötterte er weiter – mit angemessenem Abstand.

 

Ludwig hatte versucht, seinen alten Nebenverdienst wieder aufzunehmen und deswegen in einem Inserat der Regionalzeitung Näh- und Änderungsarbeiten aller Art angeboten. Er scheiterte damit. Kaum noch jemand ließ Kleidung reparieren. Klamotten waren billig und wurden entsorgt, wenn man sie nicht mehr anziehen wollte. Oft waren diese noch völlig in Ordnung. Außerdem hatte Ludwig sich und seine Tochter wohl zu lang und zu strikt von seinen Mitbürgern abgesondert, sodass jetzt beide als Außenseiter galten, von denen man sich besser fernhielt.

 

Der Juniorchef der Haustürfabrik war nicht ganz so borniert. Eines Tages erschien er bei Ludwig und machte ihm einen Vorschlag.

„Ludwig, ich weiß nicht, ob du das schon mitbekommen hast. In letzter Zeit treiben sich nachts häufig Jugendliche auf dem Firmengelände herum. Das wäre nicht so schlimm, wenn sie nicht die blöde Gewohnheit hätten, hinter den Werkshallen, direkt beim Holzlager, heimlich zu rauchen. Irgendwann setzen mir die Deppen noch das ganze Lager in Brand. Wenn das dann übergreift – ich mag mir das gar nicht vorstellen. Kurz und gut, Ludwig: Ich brauche eine Art Wachmann. Du müsstest nur über das Gelände gehen und die Jugendlichen verscheuchen. Wenn du nebenbei auch kontrollieren könntest, ob alle Tore ordentlich verschlossen sind…“

Ludwig schmunzelte und gab bedächtig zu bedenken: „Du glaubst ernsthaft, eine Horde junger Kerle würde auf mich hören? Auf einen alten Mann, der buh ruft oder so? Beauftrage doch lieber einen professionellen Sicherheitsdienst, wenn du Angst um deine Fabrik hast.“

Der Fabrikbesitzer schüttelte den Kopf. „Ich glaube nicht, dass gleich so schwere Geschütze nötig sind. Die Jungs – ein paar Mädchen sind natürlich auch dabei – kenne ich ja alle. Kaff, du weißt schon. Die Eltern der meisten davon arbeiten für mich. Die Kinder haben bestimmt Angst, erwischt zu werden. Die Eltern bekämen Ärger mit mir, und die Kids bekämen noch viel schlimmeren Ärger mit ihren Eltern. Komm schon, tu mir den Gefallen. Einmal abends über das Betriebsgelände spazieren, und vielleicht noch ein zweites Mal, bevor du schlafen gehst. Schau mal, es ist ja nicht weit für dich. Nur kurz über die Straße. Natürlich brauchst du das nicht umsonst zu tun. So ein bisschen Kohle, an der Steuer vorbei – bitte denk einmal darüber nach. Du würdest mir wirklich sehr helfen.“

 

Ludwig überlegte es sich. Schon ein paar Tage später war er der inoffizielle Nachtwächter der Fabrik. Die Jugendlichen hatten zwar nicht wirklich Angst vor dem alten Berger, aber immerhin suchten sie sich ein anderes Versteck. Stress mit den Eltern hatten sie sowieso oft genug. Den, der sie hier erwarten würde, konnten sie leicht vermeiden. Der Firmenchef rieb sich die Hände. Ein Sicherheitszaun um das Werksgelände oder ein Wachdienst wären ihn bedeutend teurer zu stehen gekommen.

Als Höhepunkt des Jahres fuhren Vater und Tochter jeden Herbst für zwei Wochen nach Bad Füssing, wo Ludwig sein Rheuma von einem Physiotherapeuten behandeln ließ, während Lissi sich zum Spaß ein paar kosmetische Behandlungen gönnte.

 

Als Ludwig zum alten Mann geworden war, schenkte ihm Lissi weiter alle Zuneigung, die sie besaß, und bemühte sich Tag für Tag, ihren Papa zu versorgen und glücklich zu machen.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.04.2022. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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