Elke Müller

Amerika...

An einem kalten Nachmittag machten sie sich auf. Redmon verschloss das Farmerhaus sorgfältig. Viel Arbeit und Mühe stecken von ihm darin. Heika lies noch einmal seinen Blick über das Gelände schweifen. „ Mir gefällt es nicht, das du für immer hier, weit weg, bleiben willst.“ Redmon lächelte. „ Es ist das, was ich immer haben wollte. In ein neues Leben aufbrechen.“ „ Wir haben einen festen Familienzusammenhalt, kümmern uns untereinander. Hier gibt es niemanden mit dem du reden kannst und keinen Schutz, sollte ein Angriff von Feinden erfolgen. “ „ Man kann seinen Leben nicht mehr Stunden geben, aber dem Leben schon. Jeder hat sein Schicksal und ist dafür verantwortlich. Aber ich weiß mich zu wehren … Verdammt noch mal, ich habe genug viele gefährliche Dinge getan. Aber ich wünschte, ich wäre nie in die Armee eingetreten.“ „ Hm ... Deinen eigenen Tod kannst du nicht besiegen. Es hat noch kein Sterblicher je geschafft.“ „ Ich fürchte mich nicht vor dem Tod. Es trifft jeden einmal, ein Entkommen ist nicht möglich. Das Leben hat es so bestimmt. Es gibt und es nimmt.“ „ Letzte Woche sind Häuser von Farmer angegriffen, die Bewohner bis auf den letzten Mann abgeschlachtet und die Häuser dann in Flammen aufgegangen.“ „ Davon habe ich gehört. Waren Banditen, welche morden und plündernd umherziehen, leider gibt es davon sehr viele. Sie haben Freude daran, Gewalt auszuüben. Der Anführer hat mal einen Säbel oder Peitschenhieb erhalten. Eine Narbe von der Braue bis zum Jochbein ziert sein Gesicht.“ „ Es wird zum Krieg kommen.“ „ Ja, die Ungerechtigkeit kennt keine Grenzen.“ Alle beide verabscheuen sinnloses Sterben. Wer den Krieg kennt, hasst ihn. Redmon verstaute noch einige kleine Dinge in eine Tasche, hängte sie sich um. Beide brachen dann auf.

Er stand mit erhobenen Armen auf einen hohen Felsen, das Gesicht der Sonne zugewandt. Worte drangen aus seinen Mund, die keiner weiter hörte. Verneigte sich nach allen vier Himmelsrichtungen, bevor er die heiligen Rituale vollzog. Er hatte schon als junger Mann mit den Geistern gesprochen. Überall konnte er die Stimmen von ihnen hören. Er wusste über die große Macht der Geister Bescheid. Sie kündigen ein großes Unheil an und nichts konnten sie dagegen tun. Die Weißen haben zu Gesprächen eingeladen, im Fort Du Ququesne. Er lächelte bedrückt und sprach ein kurzes Gebet. „ Bitte beschütze unsere Tochter. Sie ist mutig und stark. Schenke ihr Mut und Kraft auf ihren beschwerlichen Weg. Sie braucht dich, um diese große Mission zu meistern. Richte deinen Zorn auf unsere Feinde und vernichte sie. Denn, wir haben schon immer gelebt nach deinen Gesetzen.“ Ashley stand im knietiefen feuchten Gras, sog tief den frischen Duft von Regen und Blumen ein. Ein helles Licht erschien am Horizont. Sonnenstrahlen tanzten auf ihren Gesicht. Heute ist der Tag. Die Ratssitzung hatte sich mehrere Tage hingezogen. Sie hatten dabei die heilige Pfeife mit würzigen Tabak und Kräutern geraucht und die heiligen Geistern verehrt. Wusste man doch, wie gefährlich die Lage war. Es könnte eine Falle sein. Es gab verschiedene Hinweise, das mit Pockenerreger verseuchte Decken, als Geschenke verteilt wurden. Mit der Absicht, die Indianer zu dezimieren. Alles musste daher gut überlegt und abgewogen werden. Nun stand ihre Entscheidung fest. Man hatte sie ausgewählt. Eine kleine Gruppe von Kriegern sollten sie auf ihren Weg zum Fort bekleiden. Welcher von hoher strategischer Bedeutung für viele Indianerstämme war. Das Fort hatte einen kleinen Handelsposten. Dadurch bestand ein reger Handel auch mit benachbarten Indianervölker. Ein sehr wichtiger Friedensvertrag sollte mit den Indianerstämmen der dortigen Region abgeschlossen werden. Sie spürte neue Energie welche durch ihren Körper floss. Leise verabschiedete sie sich. Sie wollte sich der schwierigen Aufgabe stellen. Sie wusste nicht wie lange alles dauern würde, bis sie alles erfahren hatte, damit die Indianer hier weiter überleben konnten.

 

 

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