Rosemarie Schmid

Ein Engel im Internet

Eine Berührung feinster Art auf unmöglichem Wege.
Engel im Internet, wer hält das für möglich? Nur ein Verrückter würde auf den Gedanken kommen, dort nach den Engeln zu suchen. Engel sind nicht nur diese Wesen mit Flügeln, wie wir sie aus der jüdisch-christlichen Tradition her kennen, die in irgendwelchen verstaubten himmlischen Reichen wohnen. Sie sind auch keine Toten, denen plötzlich Flügel wachsen. Ich bin davon überzeugt, dass sich Engel auf der Erde bewegen, genau wie du und ich. Darum bin ich fest davon überzeugt, dass es Engel gibt und dass sie unser Leben retten, wenn wir sie rufen. Es kann durchaus sein, dass du und ich dazugehören, den jeder von uns hat engelhafte Fähigkeiten, die nur darauf warten, freigelegt zu werden. Und wenn wir erst erkennen, wer ein Engel ist, dann wird das Leben plötzlich zu einem wunderbaren Abenteuer und die Menschen denen wir begegnen, sind keine gesichtslosen Fremden mehr, sondern Ware Glücksbringer.

Mein ganzes Leben lang habe ich um einen Engel gebeten, doch unter falscher Vorstellung habe ich keinen getroffen. Es war für mich kein leichtes Leben, denn ich führte viele Kämpfe um ein Ziel nach dem anderen zu erreichen. Sehr oft bat ich den lieben Gott um Hilfe, doch meine Belastung nicht so schwer sein zu lassen. Immer wieder hat er mir auf wundervolle Weise geholfen, immer dann wenn es nicht mehr weiter ging und ich so verzweifelt war, zeigte er sich. So hatte ich immer die nötige Energie meine Probleme zu lösen. Zum richtigen Zeitpunkt traf ich immer wieder Menschen, die mir halfen, den Weg zu sehen, den ich gehen musste. Es handelt sich um Menschen, die aber nicht lange um mich waren. Einige von ihnen gehören heute zu meinen besten Freunden. Sie traten in mein Leben, ganz unscheinbar und gaben mir ein Stück Mut, oder eine Idee wie man es besser macht und die meisten gingen ihres Weges weiter. Erst heute ist mir bewusst, dass es sich um Menschen mit engelhaften Fähigkeiten handelte.
Engel sind rund um die Uhr im Dienst, sie beobachten uns, sie sehen unser Handeln und wissen wie es um uns steht. Ob wir es glauben oder nicht, sie wissen was wir denken und sie empfinden unsere Traurigkeit. Unbewusst rufen wir sie, in dem wir sagen: Oh` Gott, hilf mir! In dieser Verzweiflung können wir uns nicht vorstellen, dass uns überhaupt jemand hört. Wir fühlen uns völlig alleine und sind mit Angst erfüllt.
Vor einigen Wochen als eine, für mich sehr wertvolle Beziehung in die Brüche ging, brach in mir eine Welt zusammen. Der Schmerz lähmte meinen Verstand und ich fühlte nur noch das Stechen in meinem Herzen. Es schien so, als hätte der Mann der mein Liebster war, ein Stück meiner Seele mitgenommen. Es begannen grauenhafte Tage, an denen ich viel zu viel weinte und meinen Tränenverlust mit Wein auffühlte. Ich konnte keinen vernünftigen Gedanken mehr fassen, ich empfand nur noch blinde Wut und die Angst, in der Zukunft alleine Leben zu müssen. Ich hatte keine Ahnung wie ich weiterleben sollte, ohne diesen Mann, den ich immer noch so sehr liebte? Jede Nacht war er mein letzter Gedanke und jeden Morgen der erste. Ich sehnte mich so nach seiner Nähe und nach allem, was er mir in der ganzen Zeit unserer Beziehung gab. Wie er mich liebte und behandelte war mein geworden, so wie ich es mir mein ganzes Leben gewünscht habe und ich war unendlich glücklich mit ihm. Er aber konnte mir nichts mehr geben und wollte seinen Weg gehen und ich konnte ihn nicht aufhalten.

Eine schwere Zeit begann, in der ich für mich dringend einen Engel gebraucht hätte, der mich rettet. Doch an einen Engel, konnte ich in dieser Situation nicht denken. Ich dachte nur daran, wie ich mich an der Männerwelt rächen kann. Mit meiner ganzen Energie wollte ich jeden Mann der mir begegnet eine Lektion erteilen und mir dass nehmen was mir zusteht. Blind von dem Verlustschmerz verlor ich den Glauben an die Beziehung. Ich konnte mir nicht vorstellen, jemals wieder anders zu denken. In dieser Situation lernte ich einen nach dem anderen über das Internet kennen, es schien für mich ganz gut zu laufen, so das ich mein Schmerzempfinden etwas betäuben konnte.
An manchen Tagen hatte ich vor meiner Art Angst, denn so ging ich noch nie auf Menschen los. Trotz dieser Angst, machte ich weiter und hatte regen Gefallen daran, mit Männern zu spielen.
Für mich war klar, Männer sind dumm, sie haben ein kleines Gehirn und sie schreien danach, von Frauen schlecht behandelt zu werden. Sie wollen doch nur ihren Spaß haben und das am besten ohne Gefühle. Damit meine ich, sie sind froh, wenn es ohne Liebe und Verantwortung abläuft. Zu der Zeit schien sich wohl kein Engel in meine Nähe zu trauen, denn mein Gefühl war getränkt mit Verbitterung. Eines ganz normalen Tages bekam ich ein Email von David, er war verheiratet und suchte eine diskrete Frau, für ein aufregendes Abenteuer.
Sein erstes Schreiben an mich war nicht schmeichelnd, sondern es war eher plump und taktlos. Obwohl es ganz und gar nicht nach meinem Geschmack war, beantwortete ich Davids Schreiben.
Ich bat ihn darum, sich etwas genauer zu beschreiben und mir mitzuteilen, wie er sich den ein Treffen mit mir vorstellt. Er schrieb mir, wie er aussieht, was er so macht, dass er ein saubere und gepflegter Mann ist. Fantasievoll hat er ausgemalt, wie er mich verwöhnen würde. Es gingen mir wirklich schöne Gefühle durch den Körper, beim lesen dieser Mail. Es inspirierte mich so sehr, das dieses Spiel beginnen konnte. Ich lies ihm, eine ganze Menge meiner Fantasie zukommen, um ihn somit richtig in Fahrt kommen zu lassen, denn ich wollte das ihm heiß wird. So heiß, das er nicht mehr schlafen konnte und pausenlos an mich; an mein Spiel denken musste. Es machte mir sehr viel Spaß und auch mir wurde ganz heiß, bei dem Gedanken daran, dass wirklich tun zu wollen was ich da schrieb. Teilweise konnte ich das Geschriebene fühlen, total erregt legte ich mich in mein Bett. In dieser Nacht schlief ich mit meiner Fantasie ein, begleitet von einem schönen Traum.
In diesem Traum traf ich David, er war groß und sehr gut gebaut, sein breiter Oberkörper wirkte einladend auf mich, ich hatte nur noch den Wunsch in seinen Armen zu liegen.
Wir gingen in eine gemütliche kleine Weinstube, in der jeder Tisch mit Kerzenschein beleuchtet war, die Wände waren mit Holz vertäfelt und der Boden knarrte beim darüberlaufen. Wir fanden dort eine kuschelige Ecke, in der wir völlig ungestört waren. Beide waren wir froh, als wir endlich saßen, damit unsere Aufregung nachlassen konnte. Wir saßen an diesem schönen Tisch, bei Kerzen Schein und ich war gierig darauf in die Augen zu blicken. Wie sehr ich es liebe, einen Mann in die Augen zu schauen, um durch seine Augen, seine Gedanken zu lesen. Augen sagen sehr viel über einen Menschen aus, man sagt, sie sind der Spiegel der Seele. Das natürliche Licht schimmerte sehr schön in seinen von Freude erfüllten Augen, so das dieses Leuchten auch meine Augen zum funkeln brachte. Ich sah ihn an und konnte es fühlen, wie sich unsere Aufregung legte, sein Blick fand meinen Blick und wir verloren uns darin. David fing an zu erzählen und während er dies tat, merkte ich, das er mir nicht fremd bleiben wollte. So lauschte ich
seiner warmen, ruhigen Männerstimme und genoss es wie die Musik, die im Hintergrund lief. Er fand den Weg zu meinem Verlangen, durch meine Augen und durch mein Gehör. Bei dem Anblick seiner schön gepflegten Hände, war mir klar, dass die kleinste Berührung damit, unter meine Haut fährt. Wie ein Magier las er meine Gedanken und legte seine Hand auf meine, in diesem Moment wurde ich ganz langsam machtlos, denn ich wusste, das ich jede weitere Berührung zulassen werde. David rutschte näher, mein Herz schlug höher, meine Augen konnten seinen Blick nicht mehr verlassen. Es war geschehen, in diesem Augenblick schloss ich die Augen und vergas jegliches um mich herum. Ohne Gedanken an die Zukunft, wird die Sekunde kürzer in einem Flügelschlag. Während die Sterne vom Himmel fielen und er mich küsste, löst sie sich auf und kommt als Minute zurück. Seine großen Hände wollten meinen Körper erkunden. Seine Nase nahm den Duft meiner Haut begierig in sich auf, so das sich meine Sinne drehten. Das Verlangen, von seiner zarten Berührung überall etwas zu spüren, wurde bei jedem Herzschlag stärker. Meine Lust fing an zu tanzen und ich wollte nur noch Willenlos sein, mich seiner Männlichkeit hingeben und das Land der tausend Farben und Düfte erleben.
Am anderen Tag machte ich mir viele Gedanken um David, er ging mir nicht aus dem Kopf.
Fixiert von meinem Traum, wollte schnellst möglich seine Stimme hören, um mich dadurch wieder fangen zu können. Denn es könnte ja sein, das seine Stimme gar nicht zu meinem Traum David passte und ich dadurch wieder normal werde. Mein Bauchgefühl klagte mich an, als ich David meine Mobilnummer zukommen lies. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, sagte mein Denken zu meinem Bauch.
Auf keinen Fall wollte ich die Frau sein, die ich vorher war und dazu gehörte mein neues Handeln.
Mir ging der Gedanke nicht aus dem Kopf, das David kein schlechter Mann sein konnte, denn ich würde mich von negativ Menschen nicht beeindrucken lassen. Er muss ein lieber Kerl sein, er sucht vielleicht nur das Kribbeln im Bauch und das Schmetterling-Gefühl. Wenn er schon so viele Jahre, sein leben mit einer Frau teilt, kann es sein, das dieses Kribbeln im Bauch verloren ging. Auch wenn wir nicht darüber sprechen, so denken wir oft darüber nach, wie es dennoch einmal da war. Diese Gedanken, setzten Begehren frei, da Begehren es nochmal zu erleben, bevor man es nicht mehr kann. Meine Mutter hat einmal gesagt: Der Körper des Menschen zerfällt und wir sind machtlos etwas dagegen zu tun. Doch im Innern, sprich im Herzen, da wohnt unsere schönste Zeit, unsere Jugend. Diese Zeit mit all ihren Erlebnissen und Gefühlen, ist immer gegenwärtig. Sie ist so lebendig, das man auch im Winter seines Lebens die Leidenschaft des Frühlings verspürt. Was würde man dafür geben? Noch einmal erleben zu dürfen, wie Lust und Leidenschaft gepaart mit Gefühlen unsere Seele verzaubert. Wahrscheinlich hat mein David eine wunderbare Frau, die für ihn immer da war und mit ihm die Höhen und Tiefen des Seins erlebt hat. Den Gedanken seine Frau zu verlassen, um zu einer anderen zu fliehen, kann er sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen. Genauso, wie wir uns nicht vorstellen können ohne das Sonnenlicht zu leben. Bestimmt vermisst David nur das Leidenschaftliche austauschen von Zärtlichkeiten und das Kribbeln der Gefühle. Wer vermisst das nicht? Auch ich hätte gerne einen lieben Mann, mit dem ich das erleben könnte, aber auch einen der mir das Gefühl seiner Nähe und Liebe bis an mein Lebensende schenkt. Doch war es mir nicht gegeben, alles in meinem Leben was ich liebte, hat mich wieder verlassen. Jeder hat ein Stück meines Glaubens an das, was wirklich zählt mitgenommen. So das nicht mehr viel davon übrig geblieben ist. David rief mich an, seine Stimme klang schüchtern und ängstlich, es machte nicht den Eindruck eines Profis, der es gewohnt war jeden Tag mit einer Fremden Frau zu flirten. Er sprach nicht viel, der Moment meiner Befürchtung war da. Ein Mann mit wunderschönem Schreibstil, aber schüchtern und zurückhaltend. Sein Anruf hat mich erfreut aber das Traumbild schmälerte sich. Ohne das ich wusste, auf was ich mich da einlasse, verabredete ich mich mit ihm für den nächsten Tag so gegen die Mittagszeit. Genaueres wollte er mir noch durch einen Anruf mitteilen. Von diesem Moment an war meine Energie nicht mehr zu bremsen, ich wandelte im Taumel schöner Gedanken durch die kommenden Stunden. Endlich konnte ich meinen Schmerz betäuben und meine Miststück-Art rauslassen. Mit diesem Handeln wollte ich auch ein Stück meiner Sehnsucht zu meiner verflossenen Liebe zerstören. Man muss schon sehr viel Liebe in sich tragen, wenn man sie zerstören will. Heute weiß ich, das dies völlig falsch war so zu denken.

Der Morgen des Tages war da, vor lauter Aufregung, konnte ich nicht einmal meine Kaffeemaschine richtig bedienen. Der ganze Kaffee lief mir aus, so das kein Tropfen davon übrig blieb. Um zu fluchen, war ich zu gut gelaunt, mit einem Lächeln machte ich mir einen neuen, noch viel besseren Kaffee. Wie von der Aufregung befallen, lief ich durch meine Wohnung. Von einem Zimmer ins andere, warum ich dies tat, ist mir heute klar. Man ist sehr aufgeregt wenn man mit einem Engel verabredet ist. Als ich dann endlich begann, mich zu einer verführerischen Frau zu kreieren, klingelte mein Handy. Dieses klingeln erwischte mich in meiner momentanen Situation eiskalt. Mein Gott, ich stand mit eingeschäumten Haaren und Beinen in der Dusche. Es gab nur einen einzigen Gedanken, der mir jetzt durch den Kopf schoss und meinen Blick erstarren lies. Lieber Gott, las es bitte nicht David sein, bitte tu mir das jetzt nicht an. Um meine Bitte zu erhören war es zu spät, er war dran. Was noch viel schlimmer war, er war schon ganz in der Nähe, praktisch zwei Minuten entfernt. Mir wurde ganz schummerig, mir war klar, das müsste jetzt mir Hexerei zu gehen, wenn ich in zwei Minuten gestylt sein will. Was ich am Telefon zu ihm sagte, weiß ich nicht mehr. Es ist mir nur noch bewusst, das es ein peinliches Gestammel von Worten war. Leider musste ich ihn vertrösten und mit einer Stunde Geduld in ein Cafe verbannen. In Windes Eile, von fetziger Musik begleitet, brachte ich mich in die Gänge und wurde auf schnellstem Wege zu dem, was ich werden wollte. Ich hatte glücklicher Weise zu wenig Zeit um Aufgeregt zu sein. Mit Gelassenheit betrat ich das Cafe, zielstrebig ging ich auf David zu ohne in zu kennen. Er sah mich an und wand seinen Blick wieder von mir. Mit Gewissheit behaftet, blieb ich vor ihm stehen und wartete auf seine Reaktion. Die folgte auf mein Denken, er sah mich an und lächelte, ich wusste das nur er es sein konnte. Seine Aufregung war ihm in sein Gesicht geschrieben, sie steckte mich an, meine Beine begannen zu zittern. Jetzt wollte ich nur noch einen Platz finden, an dem es niemand mehr bemerken konnte, wie aufgeregt ich war. Es gab keinen Kerzenschein und keine romantische Atmosphäre, jegliche Romantik musste von uns erbracht werden. Denn wo man keine Romantik hinbringt, wird sich auch keine finden. Wir fingen an uns nervös zu Unterhalten, jeder von uns wollte wie man es heute so sagt, cool sein. Er fing an mit einer solchen Natürlichkeit von sich und seinem Leben zu erzählen, das ich mit erstaunen zuhörte. Ganz sicher wusste ich, mit diesem Mann möchte ich ein Abenteuer und kein Getränk der Welt hätte mich in diesem Cafe weiter gefesselt. Auf dem schnellsten Wege, wollte ich David zu mir nach Hause schleifen, um mit ihm die aufregenden Mails zu durchleben. Er hatte keinerlei Einwände zu meinen Vorschlag, diesen Ort für einen Besseren zu tauschen. So fuhren wir zu mir nach Hause, Er mit dem Gedanken ein Abenteuer zu erleben und ich um mein Vorhaben zu verwirklichen.. Bei mir haben wir es uns gemütlich gemacht und uns im Schein des Kerzenlichts einiges erzählt. Nach kurzer Zeit, kannte ich einiges aus seinem Leben, erstaunlich stellte ich fest, das er ein sehr lieber Mann war. Ohne scheu erzählte er mir, was ihn bewegt und warum er ein Abenteuer sucht. Zu meinem Erstaunen bestätigte sich meine Version des Denkens, denn David wollte nur einmal wissen, wie es ist mit einer anderen Frau zu schlafen. Er suchte nach dem leidenschaftlichen Kribbeln unter der Haut, das ihm in seinem Leben so sehr fehlte. In seinen Augen sah ich ein mit Stolz erfülltes Funkeln, wenn er von seiner Frau sprach. In dem Moment war mir klar, wie sehr er diese liebt. Wenn ein Mensch glaubt, das ihm in seinem Leben etwas fehlt oder ihm etwas entgeht, dann plagt in der Wunsch, es sich zu erfüllen. Bei David war dieser Wunsch so stark, das er nicht in Ruhe alt werden konnte, ohne es zu erfahren. Jetzt wollte er es wissen, das wurde mir klar, als er mir näher kam und mich in den Arm nahm. In meinem innerem war ich mit Traurigkeit erfüllt, doch war ich bereit, ihm ein Geschenk zu machen, in der Hoffnung, das er dann erkennen würde, nichts versäumt zu haben. Man kann sich vorstellen, welche Angst ich hatte, vor dem ersten Kuss. Aber ehe ich mich versah, küsste David mich und ich vergaß alles um mich herum. Meine Sinne drehten sich um meine Gedanken und ich wollte mich fallen lassen, in den Armen dieses Mannes, der so viel Liebe in sich trägt. Eine Flut voll Leidenschaft überkam mich. Mein Körper fühlte seine Hände, die Zeit verlor sich in der Berührung auf meiner Haut. Das Verlangen in mir war nicht mehr zu bremsen, egal was jetzt auch passierte, ich wollte es mit meiner ganzen Energie erleben, fühlen und schmecken. Keine Wut, kein negatives Gefühl und kein Gedanke an meine verlorene Liebe war mehr vorhanden. Nur noch die Begierde nach diesem Erleben bewegte mich. Wir wollten beide die Leidenschaft erleben und sie sollte uns in unser Land der tausend Düfte und Farben begleiten. Wie auch immer, kurze Zeit später stellte sich heraus, das wir dort nie ankommen, denn er brachte es nicht über sein Herz seine geliebte Frau zu betrügen. Gequält von diesen Gedanken bremste er meine Leidenschaft und entschuldigte sich für sein Verhalten. Für mich war das ein Geschenk des Himmels, denn mir wurde Bewusst, das er ein Engel ist. In diesem Moment wusste ich, das mein Hilferuf von Gott erhört wurde, keine Minute hat er mich mit meinem Schmerz allein gelassen. Mein von Enttäuschung erfülltes Denken war ihm bewusst und er hat mir einen Engel gesandt. Seit diesem Tag empfinde ich keinerlei Hass mehr gegen Männer, durch diese Erfahrung habe ich meinen Glauben an die immer währende Liebe zurück erlangt. Mein Schmerz wegen der verlorenen Liebe kann ich nicht wiederfinden, er wurde durch den Engel aufgehoben. Dadurch habe ich gelernt, Entscheidungen zu akzeptieren. Jetzt weiß ich auch, das der Mann meiner träume existiert und das er mich finden wird, denn ich stehe im Sonnenlicht und er kann mich erkennen, wenn er meinem Lächeln begegnet.

Gewidmet dem Engel aus dem Internet 07.11.2000, Rosemarie Möller

Vielen Dank für die lieben Anmerkungen. Es freut mich sehr, das ich mit dieser wahren schönen Geschichte, doch einige Herzen berühren konnte. Wer noch mehr lesen möchte, kann mich auf meiner Homepage besuchen. www.rosiemoeller.de Liebe Grüsse RosemarieRosemarie Schmid, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.12.2000. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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