Elke Müller

Amerika....

Abigail klopfte draußen an die Zeltwand und trat danach durch die Türklappe ein. Lies sich dann gegenüber von Ashley im Schneidersitz nieder. Betrachtete sie eingehend. Von seinen Augen ging ein bedächtiger ruhiger Blick aus. „ Und, hast du deinen Entschluss schon bereut? Ich kann es verstehen. Du könntest dein Leben so lange genießen wie möglich. Man ist länger tot als man lebt. Ashley schluckte, verzog den Mundwinkel und schüttelte den Kopf. Nein, sie würde es zu Ende bringen. „ All die verschiedenen Geschichten, welche gestern Abend erzählt wurden, haben mich nachdenklich gemacht. Sie erfüllen mich mit Angst und bösen Vorahnungen. “ „ Leider sind diese Geschichten wahr. Systematisch will man die roten Völker ausrotten, weil wir den Weißen im Weg stehen, um immer weiter in unser Land vorzudringen. So haben alle Indianer ein gemeinsames Schicksal, nämlich die Vertreibung, Unterjochung, Zwangsumsiedlung und Epidemien und Ausrottung ihrer Kultur durch die Weißen. Die Armee überfällt dafür sogar friedliche Indianerlager…. Trotzdem, eines Tages wird alles vergessen sein und es nur noch der indianische Name durch die Benennung von Bundesstaaten, Wasserfällen, Seen, Flüssen, Bergen, Städten und Ortschaften von uns überdauern.“ Bitter sprach er die Sätze aus. Ashley schloss für einen kurzen Augenblick die Augen. Sekundenlang war es still. „ Auch ich werde heraus finden, wer ich bin. Ob ich zu Euch gehöre? Vielleicht doch. Immerhin bin ich bei euch aufgewachsen und eine von euch geworden. Es gab schöne Zeiten, auch bewegte und hoffnungsvolle und all viel mehr…. Morgen… werde ich zum Ford Du Ququesne aufbrechen. Ich kann nicht versprechen das man mich anhört, aber ich bin jung und so manche Strapaze habe auch ich schon überwunden. Ich werde heraus finden, welchen Weg das Volk der Lakota gehen muss.“ Abigail nickte. „ Dieses Land ist alles was wir besitzen. Es gehört allen oder vielmehr keinem. Man kann es nutzen, aber nicht verkaufen. Wir verteidigen unser Land bis in den Tod. Und … es ist wichtig, das man unsere Lebensweise versteht. Es muss ein Sinneswandel erfolgen. Wir müssen konsequenter und zielsicher einen neuen Weg gehen um überleben zu können. Wir können den Weißen nicht ständig aus dem Weg gehen. Soldaten kommen dann weiter zum Einsatz und Forts werden gebaut. Die weißen Siedler verfügen über bessere Waffen und Lebensmittel und sind in der Überzahl, wir haben da wenig Chancen. Aber irgendwann werden auch andere kommen und sie vertreiben. Denn die Naturgüter Wasser, Boden, Klima, Luft, Tiere und Pflanzen sind für alle Grundlagen für das menschliche Leben.“

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 04.07.2022. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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„Krachen, Scheppern und dann gewaltiger Lärm, als ein schwerer Gegenstand an die Wand geworfen wurde. Oh verdammt, die Verrückte spielte drüben in der Küche schon wieder ihr absolutes Lieblingsspiel – Geister vertreiben. Gleich würde sie hierher ins Wohnzimmer stürzen, wo ich versuchte, in Ruhe meine Hausaufgaben zu machen. Und dann würde sie mir wieder lang und breit erklären, welches Gespenst gerade versucht hatte, durch die Wand zu gehen und sie anzugreifen. Ich hasste sie! Ich hasste dieses Weib aus ganzem Herzen!“ Die 13-jährige Eva lebt in einer nach außen hin heilen, kleinbürgerlichen Familie. Hinter der geschlossenen Tür herrscht Tag für Tag eine Hölle aus psychischer und physischer Gewalt durch die psychopathische Mutter und den egomanischen Vater. Verzweifelt versucht sie, sich daraus zu befreien. Vergebens - bis ihr ein altes Buch in die Hände fällt. Als letzten Ausweg beschwört sie daraus einen Teufel. Er bietet ihr seine Hilfe an. Aber sein Preis ist hoch...

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