Brigitte Waldner

Wenn die Ölrechnung kommt...

ist das Geld weg;
wenn das Geld weg ist,
ist keines mehr da.
Wenn nichts mehr da ist,
kann man nichts machen.
Hauptsache ist, man hat im Winter warm.

Wenn Putin kommt,
ist die Ukraine weg,
wenn die Ukraine weg ist,
ist keine mehr da.
Wenn nichts mehr da ist,
kann man nichts machen.
Hauptsache ist, man hat keinen Krieg im eigenen Land.

Wenn die Polizei kommt,
ist der Räuber weg,
wenn der Räuber weg ist,
sind Geld und Sachen nicht mehr da.
Wenn nichts mehr da ist,
kann die Polizei nichts machen.
Hauptsache ist, man wurde nicht erschossen.

Wichtig ist,
dass der Staat eine Menge Steuer kassiert
für das eingelagerte überteuerte Heizöl, 20 Prozent,
davon zahlt er zur Entlastung 180 Euro zurück,
für Alleinstehende mit Mindestpension,
dass man wenigstens noch ins Internet kann.

Revanchieren kann man sich,
einfach nirgends mehr hingehen,
in kein Restaurant und kein Kaffee,
Kino, Theater, Konzerte nicht,
Schwimmbad, Sport und alle Events meiden,
keinerlei Reise unternehmen, wie Ausflug und Urlaub,
möglichst auch den Friseur meiden,
nichts mehr kaufen, außer Lebensmittel,
die man dringend zum Überleben braucht.
Hobbies kann man streichen,
natürlich nicht die Tiere, die sind Familie.

Was man sich dadurch von der Pension erspart,
im Laufe eines Jahres,
hat man für das Heizöl im nächsten Winter,
vorausgesetzt man hat keine Banditen als Nachbarn,
die es rauben
und sich ein schönes Leben auf Kosten anderer machen.
Dann sitzt man im Winter im kalten Haus
und kann nichts machen.
Damit muss man natürlich rechnen.

Fünfmal hintereinander ist mir das schon passiert.
Also ehrlich, mir wäre so ein Raub zu mühsam.
Ich gehe lieber normal ins Geschäft einkaufen.
Außerdem würde es mich grausen,
Sachen von anderen Leuten zu benützen.

© Brigitte Waldner

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