Peter Kröger

Dünen

 

 

 

Das sogenannte Schlechte vergeht, sage ich und starre auf den Campo.

Ganz wie das sogenannte Gute, nörgelt Jessica im Vorbeigehen und verschwindet im Bad.

Wie Schläge auf den Hinterkopf sind ihre Worte. Eine Form der Zuneigung. Der Welt fehlen die Schlussakkorde. Weitermachen, denke ich.

 

Das Radio meldet Gewitter. Der blaue Himmel verzieht keine Miene. Unten ziehen Bettler ihre Kreise: Grazie mille. Buona giornata. Vielleicht. Einst werden wir zu Staub. Das ist es:

Dem Wind geweiht, bilden wir Dünen. Der Fall wird notiert.

 

Ein Grollen in der Ferne? Also doch! Es kommt näher. Blitze zucken. Jessica ist zurück. Plötzlich umarmen wir uns. Es wird gemütlich. Was bleibt am Ende?, frage ich treuherzig. Idiot, flüstert sie, auf alle Fälle wir.  - Ich kann warten, sage ich. Ein Regenbogen zeigt sich. Du, immer nur du, wettert die Betrogene. Du machst alles kaputt. Die Regeln werden geändert. Jetzt geht es ans Eingemachte. Als der Regen nachlässt, brechen wir auf.

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