Als ich mir als Kind eine schöne Frau erträumte, die nicht meiner Mutter glich, kaufte ich mir einen Luftballon, rosarot und
optisch offen für alle Eigenschaften, die eine Frau haben könnte. Der Ballon war für meine Verhälltnisse riesig,
auffällig aber still.
Heimlich lies ich ihr die Luft raus über meinem Kinderbett und pumte ihn mit Lachgas am nächsten Tag wieder auf.
In besonders fröhlicher Stimmung, wegen dem Ballon und dem Lachgas meines Vaters, der Zahnarzt war,
zeigte ich der ganzen Stadt meine "Frau" die quitschte bei Berührung und die bei Regenwetter weinte.
Bei meinen stolzen Spaziergängen in der Niedergasse von Zürich, schoss ein Freier eines lustigen
Massagesalons mit seinem Luftgewehr, auf meine "Frau", die gleich zerplatzte.
Die schrumplige Haut meiner Ballonfrau nahm ich mir ins Bett und suchte nie mehr nach dem Idealbild einer Frau.
Ich wurde Realist und nahm die Frauen alle so, wie sie sind....Sie waren alle lieb und platzten selten.
***
c/G.E.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.08.2022.
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