Die Junior-Ausgabe des Spieleklassikers rund ums große Absahnen als Volkstreter in der absurdistanischen Nationalversammlung. Nun können sich auch die kleinen á la Greta ins profitable Geschäft des ‚People’s Mocking‘ stürzen. Zunächst darf sich der Spieler eine lustige Farbe aussuchen. Zur Verfügung stehen da rot, grün, schwarz, gelb oder blau. Je nach Colouring darf sich unser angehender Jung-Abkassierer in einer politischen Rolle üben (der Einfachheit halber verwenden wir hier das Maskulinum):
Ist die politische Rolle ausgewählt, bieten sich spannende Abenteuer für den angehenden Berufspolitiker. Versteckt unter hohen Staatsämtern und im ‚Sumpf der Lobbyisten‘ lässt sich so mancher Schatz heben. Durch das geschickte Verschieben von steuerfinanzierten Aufträgen kann der Spieler so manchen fetten Gewinn einstreichen. Sollte unser infantiles Parlamentsmitglied aus kryptischen Gründen nicht zum Zuge kommen, dämlich oder einfach nur stinkfaul sein, ist dennoch ein gewisser Reichtum garantiert. Pro Spielrunde wird ein üppiges Gehalt gezahlt, das sich die Spielenden mit einfacher Mehrheit nach Gusto erhöhen dürfen.
Ebenso kann der jeweilige Spieler pro Turn eine beliebige Steuererhöhung beschließen, deren Einnahmen in den ‚Sumpf der Lobbyisten‘ geworfen werden. Die darauf gezogene Ereigniskarte sorgt für einen komödiantischen Touch des Spiels, da dort ein beliebiger Vorwand hinsichtlich der zusätzlichen Besteuerung genannt wird – ein Heidenspaß für alle Nachwuchsparlamentarier. Sodann wird eine ‚Gemeinwohlkarte‘ gewählt, die bestimmt, welche Belohnungen und Geschenke nach Versenken der Steuergelder dem großzügigen Volksvertreter von den höheren Finanzmächten zuteilwerden.
Je nach der Rolle, die im Vorfeld ausgesucht wurde, gelten einige Sonderregeln. So darf der ‚Abzock-König‘ gleich zwei Steuern pro Runde erhöhen. Ähnliches gilt für den ‚bigotten Bußprediger‘, der unter dem Vorwand ‚Weltrettung‘ eine beliebige Zusatzsteuer (‚Bepreisung‘) erheben kann, wenn die ‚bekloppte Marionette‘ zustimmt. Der ‚Großinquisitor‘ hat die Möglichkeit einen beliebigen Spieler wegen politischer Unkorrektheiten oder weil ihm seine Nase nicht gefällt eine Runde aussetzen lassen, während der ‚profitorientierte Umfaller‘ sowieso nur mit Erlaubnis der anderen mitspielen darf. ‚The Lord of Incompetence‘ und der ‚irre Apokalyptiker‘ können jeden 5. Turn unbegrenzte Steuermittel in den Sumpf zu werfen und jeweils 2 Gemeinwohlkarten zu ziehen. ‚Doomesday Charlie‘ bekommt jede 10. Runde Besuch von Dr. Todd alias ‚die Nadel‘ und erhält zusätzlich prächtige Geschenke von einem Gönner namens ‚Big Pharma‘.
Junior Parlamentarier besticht ebenfalls durch seine liebevoll kreierte Ausstattung. Schon allein die vergoldeten Flugzeugmodelle der Flugbereitschaft für reiselustige Staatsminister und die prächtigen Dienstwagenminiaturen Marke Spritschleuder für die einfachen Parlamentsmitglieder sind eine wahre Augenweide. Alles in allem ein Spiel, das auch den kleinen die Finessen des Politikbetriebs aufzeigt.
© 2022 Q.A.Juyub/H.K.H Jeub
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.08.2022.
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