Elke Müller

Amerika...

Es war ein warmer Morgen als Ashley mit einem kleinen Trupp von Krieger durch all der Anwesenden ritt, um dann in nordöstliche Richtung zu ziehen. Man hatte noch einmal über alle Einwürfe in einer Versammlung nachgedacht. Immerhin ging es um die Zukunft und der Achtung der Traditionen des Stammes der Sioux. Es sollte kein Betrug mehr mit Verträgen geben, wie es die Vergangenheit gezeigt hatte. Nun sollten Verträge und Gesetze schriftlich festgehalten, damit sich jeder der Beteiligten daran halten musste. Vor allen ein Verbot von Landverkauf sollte unter Todesstrafe festgelegt werden. Damit es bleibt wie es ist. Niemand widersprach. Für den Frieden und der Einheit des Stammes. Sie hatte sich alle Ratschläge angehört. Nun war sie darüber tief in Gedanken versunken. Worauf hatte sie sich da nur eingelassen. Jemand trat auf einen trockenen Zweig, welcher knackte und lies sie zusammen fahren. Irgend etwas stimmte hier nicht. Diesmal war es irgendwie anders. Sie wusste genau, das sie auf gefährliches Gebiet wandelten. Sie wurde misstrauisch. Verzog wütend das Gesicht und sah feindselig umher. Plötzlich schnellten Pfeile von den Sehnen. Schreie, Fluchen und sinnlose Wut. Ein wütender Kampf war im Gange. Man hatte die kleine Gruppe umstellt. Man vermochte bald keinen Widerstand zu leisten. Tätowierte Krieger musterten die Ankömmlinge, verächtlich zogen sie die Mundwinkel nach unten, wobei ihre Hände an den Griffen ihrer Messern waren. Das sie gefährlich waren stand außer Frage. Es schien, als wenn sie von dem Kommen der kleinen Truppe unterrichtet waren. Es gab keinen Zweifel daran, als ein bedrohlicher kräftiger Krieger, mit breiten Schultern sowie zornigen, fasst schwarzen Augen heran schlenderte. Sein Auftreten war einschüchtern, gefährlich und resolut. Hinter ihm tobte seine Gefolgschaft. Es war der Augenblick auf dem seine Krieger gewartet haben. Es waren auch blutjunge Männer zu sehen, die mit jugendlichen Zorn und Verwegenheit sich ihre ersten Lorbeeren verdienen wollten. Der Anführer, mit Namen Tala - Wolf, warf einen Blick auf Ashley und wandte sich ihr zu. Sie blieb starr vor Angst, ohnmächtig gegenüber dem, was wohl jetzt geschehen würde. Sie fürchtete, jede gemachte Bewegung, jeder Laut von ihr, könnte einen Angriff auf die wenig Überlebenden der Gruppe beschleunigen. Sie war entschlossen, sich zu verteidigen. Von Heika einmal zur Verteidigung geschenkt bekommen, trug sie verdeckt ein gefürchtetes Stilett bei sich. Es entstand plötzlich Lärm und Verwirrung als feindliche Soldaten gesichtet wurden. Jetzt nutzte Ashley und einige ihrer treuen Krieger den Augenblick zur Flucht. In wilder Hatz und außer Atem rannte Ashley blindlings zwischen Felsen umher und stolperte dabei mehrfach über Wurzeln und Steine. Ihr Kleid und Haar blieb an Ästen und kleinen Sträuchern hängen. Sie biss die Zähne zusammen um nicht vor Schmerzen aufzustöhnen. Mehr als einmal war sie gestürzt. Man verfolgte sie. Von bösen Ahnungen wurde sie beschlichen. Aus ihrer bisherigen Erfahrungen hatte sie nichts Gutes zu erwarten. Häuser oder Dörfer gab es nur wenige. Wie im Trance lief sie weiter, ohne zu bemerken, was um sie herum geschah.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 15.08.2022. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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