Angeline Langner

Vertrauen

Vertrauen

 

Und da flog sie, schnell und wunderschön, die dritte Sternschuppe diesen Abend.
Ich musste an Jacob denken. Wie es ihm wohl ergeht, so ganz alleine?
Es war schon irgendwie komisch, ausgerechnet an Jacob zu denken.
Vor einem Jahr half Kevin mir dabei, endlich von ihm weg zu kommen. Es tat sehr weh, aber es war gut so. Besser, als von Jacob an einem Bett gefesselt und geschlagen zu werden, weil der Lippenstift zu stark aufgetragen war.

Aber nun musste ich wieder an sein Gesicht denken. Diese stahlblauen Augen, die mir eine Sehnsucht in die Seele gebrannt haben, die ich kaum beschreiben kann und diese wunderschönen, schulterlangen Haare, so dunkel wie Ebenholz, in die ich zu gerne meine Finger vergrub. Sein Lächeln, welches mein Herz oft zum Hüpfen brachte und dann diese starken Umarmungen, als würde mich jemand klauen wollen. Oh wie sehr vermisse ich seine Küsse auf meinen steifen Nippeln und seinen warmen Atem in meinem Nacken. Ich bekomme eine Gänsehaut, wenn ich daran denke, wie er mich immer ganz fest an sich zog und mir ins Ohr hauchte, dass er mich nehmen würde, bis ich keinen Ton mehr aus mir herausbringen könnte. Ich liege auf dem Bett und meine Atmung wird ganz flach und schnell. Wenn er mich sanft gegen die Wand gedrückt hielt, die Arme über meinen Kopf hob und mit der anderen Hand langsam unter meinen Rock glitt, war ein Verlangen in seinen Augen, dem ich niemals widersprechen konnte. Wenn es um Sex ging, konnte ich niemals nein sagen, dafür war es einfach zu gut. Langsam beginne ich mich zu streicheln und erwische mich beim Stöhnen.
Seine Lippen berührten meine immer nur sanft, fast gar nicht, als sei es verboten, während er mit seiner Hand unter meinem Rock den Weg zum Lustzentrum suchte und genau wusste, wie er mich langsam reibend und drückend feucht bekam. Ich schlinge mir die Decke zwischen die Beine und beginne mich daran zu reiben.
Jacob war immer geduldig genug, bis ich zu meinem Höhepunkt kam und erst danach küsste er mich leidenschaftlich und hob mich auf seine Hüften. So trug er mich dann zu unserem Bett und legte mich sanft auf die Kissen. Er blickte mir immer ganz tief in die Augen, während er sich langsam auszog und sein großer Schwanz vor Vorfreude wippte. Ich reibe mich noch stärker an meiner Bettdecke und keuche auf. Er wollte immer, dass ich mich anfasse, während er begann, sein Glied zu streicheln und somit noch stärker anschwellen zu lassen. Jacob’s Blick wanderte über meinen ganzen Körper, prägte sich jedes noch so kleine Detail ein, während er mit kräftigem Druck seine Eichel rieb und schnaufend mit aufs Bett stieg. Er passte sein Tempo immer dem meinen an, wurde langsamer, wenn ich es wurde und schneller, wenn ich kurz vor dem Höhepunkt war. Ehe ich kommen konnte, drückte er immer sanft meine Hände weg und beugte sich hinunter, sodass seine kühle Zungenspitze an meinen geschwollenen Kitzler reichte und er mich zum Höhepunkt leckte. Oh ich bin kurz davor zu kommen und kralle mich an meine rechte Brust. Ich reibe und drücke die Decke nun noch fester an meine Klitoris. Während ich noch von Höhepunkt schreiend und keuchend zuckte, drang er tief und stöhnend in mich ein. Es klang wie Erlösung und er legte sich ganz flach auf meinen verschwitzen Körper, sodass sich unsere Nippel berührten und stieß kräftig in mich hinein. Kurz bevor Jacob kam, erhob er sich kurz, drehte mich um und nahm von hinten. Sein Stoßen wurde immer schneller und kräftiger und während er kam, zog er meine Haare nach hinten und rief meinen Namen. Ja, ja, oh, ja ich komme! Ich drücke mein Gesicht in das Kissen, um mein lautes Stöhnen zu unterdrücken. Wie eine Explosion durchflutet mich ein warmes Gefühl überall. Oh Jacob!

Damals, in der Nacht in der ich mit Kevin nach Seattle geflohen war, da hätte ich schwören können, dass Jacob weinte. Ich hätte schwören können, dass er alles bereuen würde, aber Kevin hat zu sagen gepflegt, dass dies nur ein Trick gewesen sei, um mich zum Bleiben zu zwingen.
Ich wusste es besser.

Und nun, wo ich einsam auf meinem Bett saß, Schweißperlen auf dem ganzen Körper vom Mondlicht hell erleuchtet, nach Luft keuchend, da wusste ich es erneut: Ich musste zu Jacob zurück!
Die Trennung wird ihm ebenso viel Schmerz verursacht haben, wie mir, da bin ich mir sicher und ich konnte deutlich spüren, dass er sich ändern wird und an sich gearbeitet hat. Ich liebe ihn immer noch und kann fühlen, wie einsam er ist. So sehr wie ich auch. Ich habe Vertrauen darin, dass es genügend Zeit gewesen ist und wir wieder zueinander finden können. Auch vertraue ich darauf, dass seine Sehnsucht nach mir ihn zur Vernunft gebracht haben wird. Sicherlich wird er mir nicht noch einmal so viele Schmerzen zufügen, die Zeit ist vorbei, davon bin ich überzeugt.
Ob Kevin mir folgen würde?
Morgen Nacht werde ich von hier gehen, dann, wenn Kevin wieder im Spätdienst im Krankenhaus gebraucht wird. Dann gehe ich zurück zu Jacob. Mein Entschluss steht fest.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.08.2022. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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