Katja Baumgärtner

Ellenbogengesellschaft

Religionsprotokoll 1994

Einleitung

 

Nicht jeder Mensch kann in dieser „Narrenwelt“ die Paul Weber darstellt, existieren. Um einem Leben in der “Narrenwelt“ eine Möglichkeit zu geben

muss man

rücksichtlos und skrupellos sein

nicht sein Handeln und sein Verhalten anzweifeln

keine Gefühle zeigen

also keine Liebe Deinem Mitmenschen geben,

damit den Menschen nicht als Mitmenschen sehen

sondern als Gegner

den man mit den Ellenbogen stößt und mit den Füssen tritt,

um sich durch zusetzen

sich also nur im Mittelpunkt sehen

um seine Bedürfnisse zu befriedigen,

d.h. egoistisch sein

sich einen Stachel wachsen lassen

um den anderen zu verletzen

und damit zu unterdrücken

sich eine Fettschicht anfressen,

um sich zu schützen vor Verletzungen und Wunden

 

Hat diese Welt Zukunft?


Auch Klaus Lage kritisiert in seinem Lieder "Endzug des Ellenbogens“ unsere heutige Gesellschaft: Die Ellenbogengesellschaft, in der wir meinen, zu lieben und geliebt zu werden.

Eine Welt, die wie wir meinen, in Ordnung sei. In der es nur Umweltprobleme (Regenwald, Ozonloch) gibt und der Gegensatz zwischen reich und arm immer krasser wird, in der wir eine Mauer bauen (wollen), um uns vor den Armen zu schützen, die von uns Hilfe erwarten. Dieses Ellenbogensystem habe gesiegt! Die Barmherzigkeit sei in diesem System untergegangen. Sentimentalität sei nicht gefragt.

Fort mit denen, die dieser Gesellschaft im Wege stehen, die sie kritisieren oder unfähig sind, in ihr zu leben.

 

Wie kann ich dieser Welt leben, in dem jeder den anderen mit seinem Ellenbogen wegstößt?


In unserer heutigen Zeit ist die Konkurrenzbereitschaft sehr groß.

Konkurrenzbereitschaft hat es schon immer gegeben. Schon Adam wollte mit Gott konkurrieren und brachte Unheil in die Welt.

Jeder Mensch möchte besser als der andere Mensch sein und Macht über den anderen Menschen haben. Dies ist das Wesen des Menschen. Jeder möchte in Wohlstand leben und (oder) Karriere machen. Jeder möchte seiner Familie etwas bieten können, ihr ein zufriedenes und glückliches zu Hause geben.

 

Ist es der richtige Weg, wie der Mensch versucht, glücklich zu werden?

Der Mensch sieht nicht, ist blind und möchte mithalten können.

Deswegen blind, weil er das wahre Glück nicht versteht und mit ihm nicht umzugehen weiß.

Jeder hat Träume, die er erfüllen möchte. Er merkt vielleicht gar nicht wie er andere wegstößt, um sein Ziel zu verwirklichen. Sicherlich spielt die Familie hier auch eine gewisse Rolle, wie man sich seine Zukunft vorstellt.

Oft haben Kinder aufgrund der Familienverhältnisse (Ehescheidung) keinen Schonraum und lassen sich von ihren "Mitmenschen" später hin- und her schubsen, weil sie sich nicht von den seelischen Problemen erholen konnten. Andere bauen sich durch Erfolg und Karriere einen Schutzmantel auf. Manche möchten, wenn sie erwachsen sind und in die Berufswelt einsteigen, eine Veränderung herbeischaffen, erreichen dieses Ziel jedoch nicht. Die Berufswelt ist aber oft sehr stressig, und sie müssen sich anpassen. Sie können auch an diesem System nichts ändern, da sie die Minderheit sind.

Natürlich ist es wichtig, sich mit unserem Gesellschaftssystem auseinander zusetzen und darüber nachzudenken, aber dies alleine genügt nicht. Zwar wird über das Thema "Ellenbogengesellschaft“ diskutiert, auf ein Untergang der Welt wegen des jetzigen und kommenden Lebensstandard hingewiesen, aber wie verändern, wie eine Änderung verwirklichen?

 

Wie kann man sich ohne Ellenbogen durchsetzen?

 

Es ist bestimmt wahr, dass ein jeder nur eine sichere und höhere Position erreicht, wenn er sich durchsetzt. Durchsetzen heißt:

innere Überzeugung,

keinen zu unterdrücken,

in dem Du ihm seine Chance nimmst.

Unterdrückung geschieht meistens durch Hinterlist und ist kaum aufzudecken. Um einen Traum zu verwirklichen, braucht zwar jeder einen Ellenbogen, aber den kannst Du auch anders einsetzen:

Man kann mit dem Ellenbogen jemanden auch schubsen!!!

 

Eine Welt ohne Ellenbogen bedeutet:

- Jemanden zu akzeptieren, auch wenn er andere Wünsche und Träume hat wie Du. Jeder ist ein Individuum, jeder hat also andere Vorstellungen vom Leben, ihm seine Träume nicht zunichte machen, denn jeder Traum beinhaltet das Positive.

- sich gegenseitig zu schubsen. Jemanden schubsen, dessen Traum in Erfüllung gegangen ist, sich schubsen zu lassen, weil Dein Traum nicht Wirklichkeit geworden ist. Du hast gelebt für Deinen Traum. Er ist auf eine anderen Weise in Erfüllung gegangen oder andere kleine Träume werden und haben sich schon erfüllt. Das Leben ist nur schwer, wenn man nicht träumt oder aufhört zu träumen.

- seine Traum nicht zum Negativen drehen, denn sonst ist es ein Alptraum, bestehend aus Macht und Hass - die heutige Ellenbogengesellschaft also.

 

Schwer für uns heutigen Menschen zu verstehen:

"EIN ELLENBOGEN KANN AUCH SCHUBSEN!!!"

Ein Ausstieg aus dieser Gesellschaft ist nicht möglich?

 

 

Ihr habt sicherlich bemerkt wie vielseitig und wie schwer dieses Thema ist.

Ich musste alles sehr extrem schildern, damit einen jedem bewusst wird wie wichtig das Thema „Ellenbogengesellschaft“ ist und das es jeden angeht und er davon betroffen ist. (siehe Berufsleben).

Sicherlich hängt der konkrete Umgang mit den Ellenbogen von der Situation ab, aber ein jeder sollte trotz alledem versuchen den Ellenbogen so wenig wie möglich negativ einzusetzen. Sicherlich wäre unsere Welt schon eine bessere.

 

 

Religionsstundenprotokoll 13. Klasse 1994

 

Benutzt für ein Referat 2002

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