Günter Weschke
Auf der Erfolgsleiter #
Auf der Erfolgsleiter
Deutschland, in den 1980er Jahren.
Der kleine Finanzbeamte -Heinz Müller-, seines Zeichens, Sachbearbeiter, sitzt in seinem Büro, im Keller des Finanzamtes München, und vergleicht seitenlange Tabellen.
Eines morgens klopft es kurz ein seine Tür und eine imposante Erscheinung betritt das Büro.
Heinz Müller blickt kurz auf und erschrickt, äh, sie sind, äh..?
”Ja, ich bin’s, ihr baieririscher Ministerpräsident, der Franzl Straus!”
Heinz Müller erhebt sich und schaut fragend zum Franzl?
“Wie kann ich ihnen helfen?”
“Ja Kerle, das ist ganz einfach, i hob mia hia untern direkt verlaufen, bring’s mia doch zum Leiter der Finanzbehörde!”
“Äh, gewiss doch, ja gern, wenn sie mir bitte folgen möchten!”
Es geht durch ein paar halbdunkle Flure, bis sie den Lift erreichen.
Im Lift: “Äh, Herr Ministerpräsident, ja äh, ich habe eine große Bitte an sie, eine etwas ungewöhnliche Bitte!”
“Na denn raus damit, Kerle!”
“Wenn sie mir einmal gestatten würden, sie im Zimmer des Leiters der Finanzbehörde, zu Duzen, das würde ein ganz gewaltiger Sprung, auf der beschissenen Erfolgsleiter Leiter; für mich bedeuten!”
Strauss schaut etwas belustigt, er sagt:
“Also wenn i ihna damit helfa kann, dann tun sie es einfach, wie iss dein Vorname?”
“Ja, äh, Richard!”
Auf der fünfzehnten Etage stoppt der Lift, sie steigen aus, Strauss klopft an die große Glastür, mit der Aufschrift: Direktion, Prof. Dr. Dr. ( den Namen darf ich natürlich nicht nennen).
Nachdem sie eingetreten waren, legt Franzl seinen Arm auf die Schulter von Richard und sagt:
“Ohne die Hilfe meines Freundes Richard, hätte ich ihr Büro nie gefunden!”
“Also Danke, lieber Richard!”
“Ja gerne Franzl und grüß deine Frau recht herzlich von mir!”
Am frühen Nachmittag, erschien Dr. Lehmann in Müllers Büro.
“Sagen sie mal Herr Müller, wie wir gerade aus ihrer Personalakte entnommen haben, sind sie ja bereits seit sieben Jahren hier im Amt.
Da wird es jetzt aber Zeit, für eine Veränderung.
Wir haben beschlossen, dass sie das Büro von Herrn Doktor Weber, in der zwölften Etage, übernehmen werden.
Selbstverständlich bleibt Fräulein Ungar dort auch ihre Sekretärin und den Firmenwagen, der ihnen nun zusteht, dürfen sie sich selbstverständlich selbst aussuchen!
Ach ja, meine Gattin und ich würden uns sehr Freuen, wenn wir sie am Sonntag bei uns zu hause, zum Brunch einladen dürfen!”
“Ja und Doktor Weber“?
“Der wird hier im Haus anderswo unter gebracht!”
Als Herr Müller, nach fünf weiteren Jahren, Chef des Finanzamtes München wurde, war für ihn das Ende der Erfolgs Leiter erreicht.
Und Doktor Weber?
Er sitzt im Keller, im alten Büro von Heinz Müller.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.09.2022.
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Epilepsie – was ist das eigentlich? Gute Frage... denn wie ich immer wieder mit Entsetzen feststellen musste, wussten selbst ein Großteil der von mir und anderen Betroffenen konsultierten Neurologen keine vernünftige Antwort darauf, geschweige denn Allgemeinmediziner jedweder Art und erst recht nicht Otto – Normalverbraucher. Völlig außer Frage steht, dass Epilepsien oft mit geistigen Behinderungen einhergehen, was aber nicht heißt, dass das eine mit dem anderen gleichzusetzen ist. Dieses Buch soll deshalb auch nicht als medizinisches Handbuch dienen, sondern lediglich als ein Beweismittel, dass es auch anders geht, wenn man nur will oder allenfalls eine Art Gebrauchsanleitung für den Umgang mit solchen und ähnlichen Problemen. Es sind, wenn man so will, Geschichten aus dem wahren Leben, die ich hier beschreibe und Konfliktsituationen, für deren Bewältigung sich mal eine mehr, mal eine weniger elegante Lösung findet.
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