Günter Weschke

Handwerk hat -Goldenen Boden-.


Handwerk hat goldenen Boden.

Das Telefon läutet bei Frau Müllermeier, rrring. rrring,…“ja Bitte?”
“Ja, ähm, hier ist Wachtmeister Korrupke, eine Frage, ist bei ihnen eingebrochen worden?”
“Nein, natürlich nicht, dann hätte ich doch sofort die Polizei gerufen, wie kommen sie denn darauf?”
“Na ja, bei uns schrillen die Alarmglocken, dass es bei ihnen einen Einbruch gegeben hätte!”
“Sie sind ja hier auf dem Revier angemeldet, weil sie dem nationalen Notrufprogramm zugestimmte haben und somit haben wir Einblick, in alle, -besonders auffälligen Bewegungen-, in ihrem Haus!”
“Also, wie gesagt, mir ist hier nichts verdächtiges aufgefallen!”
“Gut Frau Müllermeier, nur der guten Ordnung halber werde ich jetzt einmal persönlich zu ihnen kommen, um mich zu überzeugen, dass alles seine Ordnung hat!”

“Ja also, wie es aussieht, hat hier tatsächlich kein Einbruch stattgefunden, Türen und Fenster sind unbeschädigt und somit deutet alles auf einen Fehlalarm hin!”
“Ich hatte mich draußen etwas umgesehen, sie wohnen schon in einer, sagen wir einmal, etwas gefährlichen Gegend, gegenüber von ihrem Grundstück ist die Sparkasse und nicht weit davon entfernt, eine Filiale der Deutschen Bank!”
“Aber bedeutet das nicht auch, eine erhöhte Wachsamkeit der Polizei?
“Ja sicher, wir haben schon ein besonderes Augenmerk auf diese Situation gelegt!”

Sein Handy läutet.
“Ja, Korrupke?
“Waaas, eingebrochen, die Sparkasse und kein Alarm ausgelöst?”
“Ich bin schon vor Ort!”
“Ich muss weg, in der Sparkasse ist eingebrochen worden!”

Korrupke läuft über die Straße, betritt die Sparkasse.
Hier herrscht große Aufregung.
Der Filialleiter kommt auf ihn zu.
“Gut dass sie so schnell hier sind, es ist ja so furchtbar, unter unseren Augen hat der Diebstahl stattgefunden, einfach so!”
“Und wie hat sich das abgespielt?”
“Eigentlich fing es gestern schon an, gegen 16 Uhr ist plötzlich der Strom ausgefallen, aber bereits nach einer Minute war er wieder da und somit hat niemand von uns einen Verdacht geschöpft!
Danach bekamen wir einen Anruf der Stadtwerke, dass es eine kurze Stromunterbrechung gegeben hat und sie sofort einen Mann zur Überprüfung unserer Leitungen schicken werden.
Der kam dann auch und nachdem er überall, auch im Tresorraum, alles getestet hatte, gab er Entwarnung!”
“Und wann wurde der Diebstahl bemerkt?”
“Heute Morgen, also, das ist so. Heute in der Früh, werden viele größere Firmen mit Geld beliefert, welches sie vorher bei uns angefordert haben.
Gerade hier in München, werden an jedem Monatsende, große Summen bewegt. Diese Gelder werden am Tag zuvor, hier im Tresorraum bereitgestellt.
Gestern waren es zwei Taschen mit jeweils 5 Millionen Euro.
Und heute Morgen, also vor einer halben Stunde, gingen wir -zusammen mit den beiden Geldtransport Fahren- in den Tresorraum, um die Taschen zu verladen.
Dabei erst bemerkten wir, dass die  Taschen viel leichter waren, nach dem Öffnen sahen wir, sie waren mir Papier ausgestopft gewesen!”
In der Zwischenzeit war alles vor Ort, was aus Sicht der Polizei, notwendig war.
Spurensucher, Fahnder in Zivil, Protokolleure, u.s.w., auch ein Herr  von der Versicherung war bereits anwesend..
“Was halten sie von der Sache?”
“Na bis jetzt etwas Mysteriös!”

Solch ein Diebstahl, bedarf gründlichster Vorbereitung.
Es wurde festgestellt, dass die Transporttaschen aus robustem Leder gefertigt waren, Farbe schwarz.
Jede Tasche war mit je zwei Panzerschlösser gesichert.

Der Elektriker, welcher die Leitungen überprüfte, hatte einen fahrbaren Untersatz, auf dem sein Equipment montiert war und den er auch in den Tresorraum mitnahm.
Dort handelte er blitzschnell, öffnete eine Klappe am Untersatz, entnahm zwei gleich aussehende schwarze Taschen, nahm dann die Geldtaschen, die er in den Wagen steckte und stellte die mitgebrachten Taschen auf ihren Platz.
Aber woher wusste er, wie die Geldtaschen aussahen?

Die Versicherung der Bank, hatte sich von der Sicherheit überzeugen müssen, dabei wurden auch die Geldtaschen begutachtet.


Nachdem sich der Elektriker, vom Filialleiter, seine Arbeitsbestätigung unterschreiben ließ, konnte er unbehelligt die Sparkasse verlassen, lud alles in seinen Wagen und fuhr davon.

Korrupke sprach immer noch mit dem Herrn von der Versicherung.
“Da muss ihre Versicherung sicherlich tief in die Tasche greifen, um den Schaden zu Ersetzen?”
“Na ja, das hält sich in Grenzen, wir sind ja auch gegen Diebstahl versichert!”

Das Haus des Versicherungsvertreters liegt draußen, vor den Toren der Stadt München, in Grünwald, einer sehr vornehmen Gegend.
 Die elegante Villa, umgeben vom Garten mit Pool, strahlt Eleganz aus.
Im großem Wohnbereich sitzen seine Ehefrau und sein Bruder, sie zählen immer noch die vielen Geldscheine, aus der schwarzen Ledertasche.

“Na Liebling, stimmt’s?”
“Ja, es stimmt, sind genau zehn Millionen Euro.
“Die Hälfte davon gehört aber dir, du hast mit deiner Frisierkunst, aus meinem Bruder, einen echten Elektriker gemacht, da hat es sich gut ausgezahlt, dass du einmal Frisöse gelernt hattest!”

“Was meinst du Bruderherz, hat sie es nicht gut gemacht?”

“Doch, deine Frau ist eine wahre Künstlerin!”

“Kommt, darauf trinken wir einen guten Champagner!”

Ja, Handwerk hat goldenen Boden.






























 


































































 













 














 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.09.2022. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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