Günter Weschke

Das Leben ist Hart

Das Leben ist hart

Wie könnte ich es doch so schön haben, reiche Eltern, gute Bildung, aber nein, was mache ich?
Ich treibe mich in irgendwelchen Kaschemmen rum, betrinke mich und lass meine Finger nicht von fremden Weibern.
Na o.K., ich sehe gut aus, bin 1,80 Meter groß, braun gebrannt, blonde Haare, blaue Augen, was will man mehr?
Aber woher kommt meine Unrast?
Wenn ich in meinem Porsche Cabrio durch die Stadt rolle, sehe ich natürlich die Blicke der Damen, die mich dann verfolgen.
Ob ich mir das Leisten kann?
Na klar, ich muss nicht Arbeiten gehen, von meinen Eltern erhalte ich pro Monat ein Taschengeld von 10.000 Euro, besitze eine wunderschöne Wohnung in München und mache alles, was mir Spaß und Freude macht.
Meine Eltern besitzen das Unternehmen - Elegance und Moderne - nicht nur in Deutschland, sie haben in ganz Europa Niederlassungen, selbst in den Emiraten.
Sie verkehren nur in den obersten Kreisen, sei es in Paris, Barcelona oder London.
Jet - Ski rasen in Monaco, oder Tea Time in London, sie sind immer dabei.
Dieses Leben macht einfach süchtig.
Ich kann mir nichts anderes Vorstellen.

Nein, mit Rauschgifte aller Art, habe ich nichts zu tun, das lehne ich ab.

Als mir letztens, bei einem Auftritt der Netrebkow, etwas Besonders angeboten wurde, habe ich die Polizei gerufen, so etwas lehne ich ab, das kann furchtbare Folgen haben.

Wenn ich einmal unterwegs bin, natürlich nur mit Boddy Guards, lass ich gerne mal “die Sau raus”, das heißt, ich gehe zu Cocktail Partys, lerne eine tolle Frau kennen, nehme sie mit nach hause und da geht dann die Post ab.
Nach dem Motto, man lebt nur einmal.
Letztens wurde ich angezeigt, eine meiner “Damen” glaubte wohl, dass ich sie mit K.O. Tropfen, gefügig gemacht hätte.
Ich musste zwei Nächte im Londoner Knast verbringen, es hat sich dann aber alles, zu meinem Gunsten, aufgeklärt.
Dort habe ich auch Boris Becker kennengelernt, ein armes Schwein, er erzählte mir,  -ich wurde in seine Zelle verlegt -, von den Ungerechtigkeiten dieser Welt.
Ja, wenn man einen gewissen Namen hat, steht man im Mittelpunkt der 
Öffentlichkeit.
Er wird ja wohl noch ein paar Monate drin bleiben müssen.

Aber ich werde mich in meinen Privat Jet setzen, und nach Paris Fliegen, da ist immer etwas los.

Und trotz allem Luxus, ich gehe gerne in Kaschemmen, saufe Bier und gebe mich mit Dirnen ab, hier zeigt sich das Leben, wie es wirklich ist.

Ich kann mir nicht Vorstellen, das ich einmal -Arm- sein werde, nein wirklich, kann ich mir nicht Vorstellen.

Arm wäre ja dann so, dass man stets mit der gleichen Frau…na ja, kann ich mir nicht Vorstellen.
Oder die Frau könnte im Morgenmantel am Tisch sitzen, nein, das geht gar nicht.
Vielleicht trinkt man, wenn man Arm ist, auch am Morgen keinen Champagner?  Nein, nein, das geht gar nicht.

Also bleib ich lieber Reich, lebe ein sündhaftes Leben und vergesse die Armut mit Todesverachtung.












 

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