Andreas Rüdig

Formwandler

Formwandler sind Wesen, die ihre eigene äußere Firn verändern können. Sie können sich in Tiere, Pflanzen oder von einer menschlichen Gestalt in eine andere verwandeln, wobei sie auch das Alter, die Ethnie oder das Geschlecht wechseln können. Auch eine innere Verwandlung wird als Formwandlung angesehen.

Formwandler sind eine segensreiche Einrichtung für schücherne Menschen. Erblickt er eine Person, in die er sich verliebt, verwandelt er sich blitzschnell in eine neue Person, dem die angebetete Person nicht abgeneigt sein kann.

"Das kann aber auch sehr lästig sein," berichtet Kunivert. Er habe sich mal ganz heftig in Agnes verliebt. Sein durcheinandergerates Hormaonsystem und Gefühlswallungen ermöglichten es ihm aber nicht, seine ihm angeborere Schüchternheit abzulegen. Also erinnerte er sich an sein Formwandler-Gen - und sobald er Agnes die Angebetete erblickte, war er auch schon ihr Traumprinz. "Agnes konnte mir tatsächlich nicht widerstehen und begann ein tete-a-tete mit mir."

Diese freudige weil freudeerregende SItuation sollte aber nicht lange anhalten. Es stellte sich nämlich heraus, daß Agnes verheiratet war. Mit Ekkehard dem Tyrannen.

"Also mußte ich mich immer schneller als blitzschnell in irgendwas verwandeln, wenn er unerwartet nach Haus kam. Mal war es ein Möbelstück, mal ein Haustier, mal irgendetwas anderes." In der Tat merkenweder Agnes noch Ekkehard etwas von der Verwandlung.

Beim letzen Mal, vor ein paar Wochen, muß Agnes wohl aber etwas von der Rückverwandlung Kuniverts bemerkt haben. Für einen kurzen Augenblick muß sie wohl den Wahren, richtigen, schüchtern-scheuen Kunibert erblickt haben.  Dieser Augenblick veränderte aber alles. Agnes erblickte Kuniverts wahres Wesen - und war davon enttäuscht. "Kunibert kriegt ja nicht mal den Mund auf, wenn er mich sieht. Was soll ich mit solchem menschlichem Schrott?" war das letzte, was Kunibert in seinem Leben von Agnes zu hören bekam.

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