Günter Weschke

Herbst am Berg

Herbst am Berg

Die Nächte werden länger und kälter, die heißen Sommertage sind vorbei, alles in der Natur lässt den kommenden Winter Ahnen.
Das Laub der Bäume verändert schon seine Farbe, bei einen Waldspaziergang spürt man schon, die Luft riecht modrig, der Waldboden ist feuchter und es raschelt auch das am Boden liegende Laub nicht mehr unter den Füßen.
Der Herbst hält Einzug.
Während im Tal die Früchte des Jahres eingefahren werden, ist hoch Oben in den Bergen, bereits der Winter eingekehrt.
Die Schneefallgrenze liegt bei 1000 Meter, die meisten Jausenhütten haben geschlossen, der wunderschöne Almrausch ist vorüber und das Wild zieht durch die Wälder, um sich an Eicheln, Bucheckern und anderen Dingen, Winterspeck anzulegen.
Noch ist der Tisch reich gedeckt.

Die Murmeltiere haben sich in ihre Höhlen zurück gezogen, im gut gepolstertem Bau, lässt sich der Winter gut verschlafen.
Nicht so gut haben es die Tiere im Tal, ihnen droht die herbstliche Treibjagd.
Früh am Morgen geht es hinaus, die Jäger nehmen ihre Plätze ein und die Treiber beginnen mit Rufen, das Wild zu erschrecken, dabei Schlagen sie dann auch mit Knüppel gegen Bäume, in Panik versucht jedes Tier, diesem Lärm zu Entkommen.
Das Knallen der Flinten, die Schreie der Treiber, lassen die Tiere jede Vorsicht vergessen, im Zick-Zack ihrer Fluchtwege, fallen viele von ihnen, den Kugeln zum Opfer.

Am Ende des Tages wird die Beute, also alle erlegten Tiere, fein säuberlich geordnet, in Reihen auf den Boden gelegt, Reh und Hirsch bekommen einen grünen Eichenzweig ins Maul gesteckt, nicht weil es schön aussieht, sondern weil es so Brauch ist.
Der Jäger steckt sich auch einen kleinen, blutgetränkten Zweig, an seinen Jägerhut.
Ein Jeder gratuliert dem Anderen für seinen Erfolg. Darauf wird mit Schnaps angestoßen, eine Trompete ertönt ….Trara, die Jagd ist aus!

Der Berg, er schweigt”

Die Strecke, (alle erlegten Tiere), werden auf einen Leiterwagen geladen, es waren elf Sauen (Wildschweine) fünf Rehe, ein Hirsch, 21 Hasen, acht Rebhühner und ein Igel, welcher aber versehentlich getroffen wurde.

Es ist wieder still geworden im Wald.

Die Natur findet wieder zu sich selbst.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 09.10.2022. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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