Karl Machovits

Das außergewöhnliche Leben des Leo Witsch

Prolog:

Über mein Leben erzähle ich, oft und gerne. Schon nach einigen Minuten habe ich interessierte Zuhörer. Ob 16 oder 61 Jahre, gespannt verfolgt man meine Geschichten. 100% Real, alles erlebt kein bisschen etwas dazu gedichtet. Namen und Adressen verändert, Namensgleichheiten sind zufällig. Manche sind der Meinung, es währen Stoff für 3 Leben! Oder 3 Bücher! Was du alles erlebt hast? Ich gebe euch ein kurzer Überblick bis zu meinem 22. Lebensjahr im Band I.:

Mein Leben danach bis 1984 Band II.

Und im Band III, bis zur Pension mit 65 Jahren.

 

Band II.: Erste Ehe, Vertreter, Privatcoiffeur, Kränze Zusteller, selbständig mit Großhandel, 9 Detailgeschäfte, Importeur aus Holland, Kappstadt, San Remo, Feinlederwaren Handel, Tischtennishalle.

 

Band II. 1. Billardhalle, Erste Großraum Fitnesscenter der Stadt. Hardrock Hallen-Caffee, mit Livemusik. Erste Steeldarts Center der Stadt mit Gründung der ersten Wiener Dartliga, 2. Ehe, 2 Kinder, trennung, Immobilienmakler, bis zur Pensionierung Kammerjäger.

 

Band I.

 

Bis zu meinem 5 Lebensjahre in einem Klosterinternat interniert. Zu Hause keine Aufmerksamkeit, eingeteilt als Dienstmagd, obwohl ich ein Junge. Schule? Gab auch Lehrer, die mich als Gastschüler bezeichneten, Lehrer, die mich nicht mochten und 4-mal die Schule wechseln musste.

 

Zu Hause einen jähzornigen Vater, eine Mutter die Hilflos war. Im Internat widerstand gelernt, gegen die Klosterschwestern und ich bin auch nicht geeignet, den schlechten Ruf, den diese Institutionen haben, zu rehabilitieren. Ich wollte nicht untergehen, nicht kapitulieren, diese Zeit formte mich, ließ mich heranwachsen, ohne besondere Vorbilder. Es gab für mich nur: Aus Fehler lernen, selber herausfinden, was richtig, was falsch ist. Und es machte aus mir einen besonderen Menschen, keinen einfachen, keinen streichel weichen Buben, im Gegenteil.

 

Mit 13 Jahren, bereits der Boss eines Parks. 13 nur eine Zahl, die Kindheit, wie zum Beispiel spielen? Habe ich übersprungen, nie gespielt, nie bei Mama oder Papa ins Bett kuscheln kommen dürfen. Streicheleinheiten musste ich mir verdienen. Kochen, Wäsche waschen, einkaufen und vieles mehr, was ein Junge mit 10, 11, 12, 13 Jahren sicher nicht machen würde.

 

So ist es zu erklären, dass ich mit meinen 13 Jahren schon der Boss in dem Park wurde. Mit einer Leo Zone! Leo Zone?

 

Ihr kennt es sicher, beim Fangenspielen wird ein Gegenstand ausgemacht, erreichst du den rechtzeitig, berührst du diesen, rufst "LEO" dann bist du geschützt vor dem Jäger. Dieses Gefühl, wenn es auch nur Sekunden dauerte, bis die wilde Jagd weiter ging, dieses Gefühl solltest du und jeder haben, beim Betreten meines Parks. So war es auch, immerhin so lange, bis ich mit meinen Eltern aus der Stadt auf das Land übersiedelte.

 

In dieser "LEOZONE" gab es kein durch die Haare fahren mehr. Damals, 1964, die jungen Frauen sehr viel Arbeit und Zeit mit den auf toupieren der Haare verwendeten. (Faridiwa Frisur nannte man es). Es wurde auch nicht mehr, so nur aus Spaß, jemand etwas weggenommen. Die Damenhandtaschen waren ab jetzt für Burschen Tabu. Diese früher sehr oft über diese und deren Inhalt in der Runde von Jugendlichen Burschen referiert, diese auch ausgeräumt, der Inhalt ausgebreitet. Natürlich sehr unangenehm für die Betroffene, wenn mit ihrer Watte sie sich Bärte machten. Das war an der Tagesordnung, vor meiner Zeit. Sekieren und sich über andere lustig machen, über jene, die nicht der Norm entsprachen. So alle Rothaarigen, gehänselt wurden. Feuerpatschen und rostige, die schöneren Spitznamen. Auch jene mit Augenfehler, starken Brillen und die sogenannten scherngladn. Gab es einige, mit einer Augenfehlstellung, konnte man damals nicht behandeln. Auch das Mädchen, mit den Krummrücken, (Buglade gerufen), meist im Rollstuhl, wie der Junge mit der Hasenscharte. Alle durften kommen, ohne jetzt Sanktionen zu befürchten.

 

Allerdings ging es nicht so einfach von heute auf Morgen, es passierte zu Beginn doch noch, wenn ich es aber erfuhr, auch noch Tage oder Wochen danach, gab es für diese Konsequenzen. Mir war es egal, ob es einer war, oder drei, ob es schon ein Erwachsener war oder drei, ich stellte sie zur Rede und wenn es nicht ernst genommen wurde, dann gab es auch einen Polizei, wenn es arg wurde, auch so manchen Rettungseinsatz.

 

Ich machte diesen Park zu einer, meiner Wohlfühlinsel, für jeden und vor allem für mich. Hatte nicht ein zu Hause, wo ich das hätte spüren können. Habe mir meine Wohlfühloase selbst geschaffen, mir meine Familie selbst ausgesucht, wer meine Freunde sein durften und wer nicht. Dass es nur funktionierte wie bereits geschrieben, zu Beginn nur durch praktizierte Brutalität. UND? Ich war so etwas von bereit, diese auch einzusetzen.

 

Ja, ich bin heute rückblickend natürlich nicht besonders stolz auf das, ich war aber ein Produkt der Umwelt, die mich so geschaffen hat. Ist keine Ausrede, ich bereue es ja nicht, es war damals richtig, fühlte sich richtig an. Gab bei mir keine Hemmungen, auch wenn es Blut gab, es war für mich kein Grund aufzuhören. Meine Schmerzgrenze war überdurchschnittlich hoch, ich schaffte es zu lachen, wenn mein Vater mich wieder einmal mich mit dem Gürtel züchtigte. Dieses geschehen natürlich in mir Aggressionen aufbaute, die rausmussten. Dazu suchte ich mir die schlechten, miesen Jungs aus. So gelang es mir, mich abzureagieren, zu und für einem guten Zweck. Ich hatte auch immer den Mut, die anderen anfangen zu lassen. Sie als Erstes auf mich hinschlugen. Erst dann, wenn ich mich spürte, den Schmerz spürte, ich nun auch wusste das warum, begann ich mich zu wehren. Waren es zwei oder drei, keine Experimente, gleich mit den Füßen. Meistens ging bereits der 2. 3. Tritt ins Leere und ich sah sie davonlaufen. So hatte ich über die Bezirksgrenze den Ruf des Brutalowitsch. Die Schule musste ich viermal wechseln, bei den Schülern "DER MALER" Bei dem Lehrkräfte "DER CHERIF"

Drei mal stand ich vor dem Jugendgericht, einmal beim Straflandesgericht. Jedesmal wegen: Paragraph 32 StGB, Notwehrüberschreitung.

Ja, verdammt, es war keiner da, der mich zurückhielt, als der Vater eines Schülers meiner Hilde in den Schritt und auf die Brüste griff. Keiner mehr da, nur der Schaffner, der aber Romanheftchen in der Hand und desinteressiert war, als ich um 23 Uhr aus der Straßenbahnausstieg, in den nächsten Wagon einstieg, die Norbremse zog und einen Mann verprügelte, der gerade einer Frau die Ohrringe herausgerissen hatte und ich Augenzeuge, wie er auf sie hinschlägt, nur eben im anderen Waggon. Ich wurde von seinem Schlagring ebenfalls verletzt, was aber berücksichtigt wurde. Und ja, ich war auch alleine in der Wohnung meiner Ex-Freundin, als ihr Ehemann, bereits seit einem Jahr getrennt und in Scheidung lebte, von seiner Frau verlangte, sie müsse noch ihre ehelichen Pflichten nachkommen Sie zu mir flüchtete, mit Blutergüsse und Würgemaler.

Frau Rat, ich habe nicht nachgedacht, gar nicht anders denken können, als ihr , die Wohnung Schlüsseln wegzunehmen und zu diesem Schwein da rüber zu fahren. Die Verletzung hat er von dem Glastisch, auf dem er gefallen war und er war auch ziemlich betrunken.

 

Ob es nun Zivilcourage war, oder ich immer am falschen Ort zur falschen Zeit kann ich heute auch nicht mehr genau sagen, es war so, weil ich einfach keine Angst kannte. Angst? Angst wozu? Mein Vater schlug mich mit und ohne Angst, Angst änderte gar nichts. Ich habe diese verloren, oder auch vor nichts und niemanden Respekt. Ich machte mir einmal eine Tischtennishalle auf, weil es in der Stadt fehlte, für 2 Millionen Menschen nur eine T.T.-Halle mit 8 Tische. Unabhängig davon, dass es von erstem Tag an blendet, lief, kam einmal dann so nach einigen Monaten ein Magistratsbeamter zu mir: Sie brauchen einen Gewerbeschein! So? Ich? Sie brauchen oder wollen einen, okay machen sie, bringen sie mir diesen. Eine Frau Mag. Pr., brachte mir diesen persönlich, wir wurden sehr gute Freunde, es hieß: Bereitstellung von Tischtennistischen.

 

Ich hatte schon 3 Blumengeschäfte, 8 Angestellte, als wieder so ein Beamter anfing mich von Filiale zu Filiale zu verfolgen, Alte Leier, Gewerbeschein. Habe ich nicht, brauche ich, ja weiß ich, habe 20.000 Schilling, reicht das? Es reichte, bekam einen Gewerbeschein mit "Groß und Kleinhandel aller Art, in (mit Nachsicht)" na, bitte, eine Hand wäscht die andere, beide das Gesicht.

 

Warum so schwierig, ich war ausgelernter Elektrotechniker, daher. Obwohlich für einieg Zeit die Elektriker Lehre Sausen ließ udn Aufpasser in einer Flipperhalle, in einem Vergnügungspark wurde. 18 Jahre, mehr als das 10-fache wei Elektriker mit Stemmen und gipsen verdienen. Jede Mänge Rauferei, doch bewundert wie gefürchtet von den Jungs rundherum, geliebt und verheert von dem weiblichen Geschlecht. Die Freundinnen wechselten fließend, übergangslos.

 

Landete im Rotlichtmilieu. Nun als der Leo respektiert und gefürchtet, legte ich eine Bilderbuch Karriere hin. Ein Mädchen die "Baby Doll" diee anschaffen ging, dazu einen Trans AM 65er Baujahr mit 450 PS Automatik. Dadurch auch der BIG BOSS der BOSSE auf mich aufmerksam wurde.Nicht ganz, ich wurde vorstellig bei Ihm, sagte ihm, das der Weiße mein Mädel entführt hatt. Ein Verstoß gegen die Strizie Ehre, ja Platzkämpfe gab es, aber? Er regelte das, drei vier ANrufe und mein Baby Doll saß wieder in ihren Buss am Rotundenglände. Und Der Boss der Bosse hatte mehr als 60 Lokale (alles Bordelle und im Hinterzimmer Illegales Glückspiel, -Stoss)), Millionen Schilling Umsätze pro Nacht. gab natürlich verlierer, ich wurde der Spielschulden Eintreiber. Wurden am ersten tag noch von meine zwei Bodgarda,Türen eingetreten und Nasen blutig geschlagen, machte ich damit sofort schluß. Beim nächsten Besuch geb es Kaffee oder sonst etwaset. Ich gingmit dem Schuldner zu einem mir bekannten Filialleiter der CA. Bank, wir machten oft für diese Schuldner einen Kredit. Oft schon sehr schwierig, für meine Seele und mein weiches Herz, meine Empathie mit so manchen Spielsüchtigen, stellte mir öfters ein Bein. Ich sicher wusste, dass dort ja nie reell gespielt wurde, diese immer auch Opfer waren, machte es doppelt schwierig.

 

Eine Messerstecherei schließlich, die Möglichkeit, auszusteigen. Durch einen Deal mit dem Ministerium, (Ich arbeitete im Rotlichtmilieu ja für die Justiz nd Ministerium als Wühlmaus) konnte ich jetzt als unbescholtener Bürger, mit meinen 2o Jähren beim Bundesheer, meinen Präsenzdienst ableisten.

 

Das alles erzähle ich im ersten Band.

 

LG Leo Witsch

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 23.10.2022. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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