Günter Weschke

Der erste Tag im Ruhestand

Der erste Tag im Ruhestand.

Gustav Karl Ungar ist jetzt 80 Jahre alt und gerade eben, hat er sein Imperium, welches seine Familie bereits im 18. Jahrhundert aufgebaut hatte, seinem Sohn -Gerd Waldemar- übergeben.
Weltweit sind sie das einzige Unternehmen, welches Zahnstocher herstellt, die man immer wieder, nach erfolgter Reinigung, benutzen kann.
Seine Frau -Margarete- betreut ihre gemeinsame Villa, im Norden von Hamburg, mit sicherer Hand und Überblick.
Ihre Ehe blieb nicht Kinderlos, ihr Sohn - Gerd Waldemar - hatte vor drei Jahren geheiratet und mit dem heutigen Tag, war es wohl mit der sprichwörtlichen “Hamburger Gemütlichkeit” vorbei.
Gustav Karl hatte bereits vor einigen Tagen, einen sogenannten Haushaltsplan aufgestellt, den jeder Lesen und Unterschreiben musste.

Morgens, pünktlich um 8.00 Uhr, hat jeder am Frühstückstisch zu Erscheinen. Die Tageszeitung muss neben seiner Kaffee Tasse, rechts, neben dem Frühstücksteller liegen.
Handys sind zu dieser Zeit nicht erwünscht.

Der langjährige Fahrer, der zufällig den gleichen Vornamen wie der Chef hat, wurde von Gustav Karl Unger umgetauft und musste sich den Namen -Anton- gefallen lassen.

Anton servierte das Frühstück.
Er stellte vor Margarete den Kaffee hin, was ein empörtes Zucken der linken Augenbraue von Gustav Karl erzeugte.
Anton schenkte ihr den Kaffee ein, wendete sich danach zu Gustav Karl,
den er fragt?
“Wünschen sie den Henkel der Kaffee Tasse, nach rechts oder links gedreht?
“Anton, ich bin Beidhänder!”
“Dann sollte ich vielleicht eine Tasse mit zwei Henkel für sie Besorgen!”
Das zurückhaltende, leichte Grinsen seines Sohnes, versuchte er, mit einen Schluck Kaffee wegzuspülen.
“A N T O N,  was soll das, der Kaffee ist ja brühend heiß, sagen sie mal, machen sie das eigentlich absichtlich?”

“Und wie kommt es eigentlich, dass sie heute Morgen so gut gelaunt sind?”
Ja Chef, ich hatte einen etwas eigenartigen Traum, heute Nacht!”
“Eigenartig, wieso”?
“Ich träumte also, das ich ein Pferd sei und habe mich dabei an eine große Menge Seegras satt gefressen!”
“Na ja, Anton, Träume sind ja nur Schäume, wie gesagt wird!”
“Stutzig wurde ich aber, als ich in der Früh bemerkte, dass meine halbe Seegras -Matratze verschwunden war!”
“Ach, das ist jetzt aber doch interessant, und dann, hatten sie nicht einen riesigen Durst bekommen?”
“Ja, ich kann ihnen sagen Chef, ich war danach auf der Suche nach trinkbarem und fand in ihrem Schreibtisch, ganz unten, ein Fach, in dem noch eine Flasche Whisky stand!”
“Nu sagen sie aber nur nicht, dass sie davon getrunken haben!”
“Doch Chef, ich habe ,-Verzeihung-, den ganzen Inhalt runtergespült!”

“Anton, wissen sie wie teuer der war?”
“Ja Chef, der Preis stand noch drauf, 2.500 Euro!”

A N T O N …




















 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 23.10.2022. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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