Günter Weschke

Treue Bruch

Treue Bruch

Das einzig Wahre an der Liebe, ist die Liebe selbst.

Es gibt nicht Schöneres auf unserer Welt, als einen Menschen zu lieben, wahr und wahrhaftig.

Vor dieser Liebe, kommt aber das Vertrauen, denn ohne dieses Vertrauen, kann es auch keine wahre Liebe geben.

Aber jene, die das Vertrauen Missbrauchen, sind gefühllos und einer wahren Liebe nicht fähig.

Ich habe einmal versucht, in meinem Gedicht, - “Verfluchte Kur” -, aufzuzeigen, wie tief der Partner, der zu Hause blieb, vom Seitensprung seiner Lebensgefährtin, verletzt wurde.

Ich hatte damals alles verloren, meine Partnerin, meine Wohnung und meinen Glauben an eine wahre, echte Liebe.

Viele von euch, die das jetzt hier Lesen, werden gleiche Erfahrungen erlebt haben.

Ich bin nun nicht der Mensch, der sich so ohne weiteres etwas Stehlen lässt, was zu seinem Leben gehört.
Meine Lebensgefährtin hatte mir damals alles gebeichtet, so dass ich Namen und Adresse, seinen Arbeitgeber, sowie seiner katholischen Kirche und auch den Namen seines Jagdvereins, dem er Vorstand, erfuhr.
Sie zeigte mir auch ein Bild, welches sie in einem tollen Abendkleid zeigte, neben ihr ein untersetzter, vollbärtiger Mann.
Er wohnte in einem kleinen Dorf, im Reihenhaus, war verheiratet und sie hatten eine achtzehn jährige Tochter.
Er hat stets Grillfeste veranstaltet und war allseits beliebt.
Ich flog nach Köln, ließ mich im Taxi zum Wohnort fahren, hatte aber das Pech, ihn nicht anzutreffen.
Aber seine Frau ließ mich rein und so erfuhr  sie alles, was ihr Mann, während seiner Kur, so trieb.

Jetzt kann man mich Verurteilen und sagen…so etwas macht man nicht.

Ich verließ eine völlig gebrochene Frau nach drei Stunden.
Vom Bild ließ ich Kopien in Postkarten Format anfertigen, schickte an jede Adresse in seinen Wohndorf einen Brief, Inhalt ein Foto mit Text:
“Hatte eine schöne Kur, habe auch meine Frau betrogen!”

Seine Kirche, wo er auch in Chor sang, bekam ebenfalls einen Brief.

Darüber hinaus informierte ich auch seinen Jagdverein und zu guter letzt, seinen Arbeitgeber, wo er als Ausbildungsleiter tätig war.

Selbstverständlich hatte Niemand auf meine Post geantwortet.
Von seiner Frau erfuhr ich etwas später, dass sie die Scheidung eingereicht hatte.

Wer das, als Außenstehender jetzt liest, schüttelt über mein Handeln vielleicht den Kopf.

Damals hatte ich auch meinem besten Freund davon erzählt, der sah mich fassungslos an und meinte nur:
“Wie kann man denn so blöd sein und eine so wundervolle Frau gehen lassen?”

Sicherlich, wir hätten wie - Bruder und Schwester - weiter zusammen Leben können.

Aber das Wissen, dass sie über sechs Wochen, jedes Wochenende mit einen fremdem Mann, in einem Hotel verbracht hatte, nein, das konnte ich nicht vergessen.

Das Ganze ist jetzt dreißig Jahre her, ich Liebe sie noch immer.

Warum ich das jetzt hier geschrieben habe?
Ich bin beinahe 93 Jahre alt und möchte einfach nur darauf Hinweisen, - eine Trennung ist keine Niederlage, aber ein längeres Zusammenleben, wäre die falsche Lösung - .

Wenn es nur zehn Leser/innen Lesen, werden sicherlich zehn Meinungen aufeinander Prallen.






 











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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 30.10.2022. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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