Günter Weschke

das ewige Leben

Das - Ewige Leben -

Zum Sterben verurteilt, so wie jeder Mensch doch auch, schleppte ich mich von Partie zu Partie, genoss mein Leben, wollte alles Vergessen, ja, wir Menschen wir sind so, nur noch Vergessen.

Auf einer Partie lernte ich Ludmilla kennen, eine bildschöne Frau von etwa fünfunddreißig Jahren, gebildet und unkonventionell.

Wir lachten, tanzten und tranken zusammen, sie war eine sehr gute Tänzerin, wie auch Zuhörerin.
Zu vorgerückter Stunde, während eines Tanzes, sah sie mich an, etwas länger als normal.
Dann sagte sie: “Ich möchte dich gern näher Kennenlernen, heute Nacht!”
Oh ja, das wollte ich ja eigentlich auch, hatte mich aber nicht gewagt, sie so direkt zu Fragen.
Ihre Worte klangen noch in meinem Ohr, was mich aber besonders erregte, war ihre Stimme, warm und ruhig, leicht Tief eingefärbt.
Wir sahen uns noch immer an.
“ Natürlich gern, ich meine, äh, es kommt etwas überraschend für mich, aber selbstverständlich sollten wir uns näher Kennenlernen!”
“Komm, je länger wir warten, desto kürzer ist die Nacht!”
Sie nahm meinen Arm und so fuhren wir, im Taxi, zu ihrem Hotel.
Sie hatte dort eine Suite gebucht, nobel, nobel.
Sie bestellte beim Portier eine Flasche Champagner, eine sehr teure Sorte.
Der Boy, der den Champagner brachte, fragte, ob er ihn öffnen dürfe, ja natürlich, antwortete Ludmilla.
Er nahm zwei Gläser aus der Hausbar, goss ein, und verschwand geräuschlos.
Mit den Gläsern in der Hand, ging ich ins Schlafzimmer, wo Ludmilla auf einem sehr breiten, komfortablen Bett saß.
Sie hatte sich bereits von ihrer Kleidung befreit und saß jetzt nur in BH und Höschen auf dem Bett.
Wir tranken, und, ich weiß nicht wie, - hatte ich plötzlich keine Bekleidung mehr an.
Sie war eine ungewöhnlich aktive Liebhaberin, küssend lagen wir übereinander, machten die tollsten Verrenkungen, wobei sie ihren Körper in Stellungen brachte, von denen ich bisher nichts gewusst habe.

Die Nacht verging wirklich sehr schnell.
Am Morgen, ich lag noch schlaftrunken in den Kissen, klopfte es dezent an der Tür, Ludmilla war schon im Schlafanzug und empfing den Boy, der ein üppiges Frühstück herein trug.
Da war ich natürlich sofort wach, der Duft von frisch gebrühtem Kaffee zog in meine Nase, das war es, was ich jetzt brauchte.
Das Frühstück zog sich hin, weil …wir küssten uns zwischendurch immer wieder.
Es war ein wundervoller Tagesanfang.
Nach der Morgentoilette, (Duschen und Rasieren) zog ich mich an.
Ludmilla hatte mir versprochen, dass ich heute einen besonderen Herrn kennenlernen würde, der mir einen Vorschlag machen möchte, der mein ganzes Leben verändern würde.

Wir fuhren im Taxi zu einer besonders schönen und großen Villa.
In der Villa selbst schien eine Partie stattzufinden, viele Menschen, überwiegend elegant gekleidet, einige von ihnen tanzten zu den Melodien einer Kapelle, andere standen plaudernd herum, überall gab es bequeme Sitzmöbel und man konnte sich an einer üppigen Bar, mit den köstlichsten Getränken verwöhnen lassen.

Ein Herr fiel mir besonders auf, groß gewachsen, gut aussehend und elegant gekleidet.
Er ging oft von Tisch zu Tisch, unterhielt sich und schien stets gut gelaunt zu sein.
Plötzlich stand er vor mir, sah mich an, lächelte und sagte:
“Mein Name ist nicht von Bedeutung, aber ich danke dass sie gekommen sind, Ludmilla hat mir schon von ihnen berichtet, mir gehört das Anwesen und wie sie sehen, ist hier immer sehr viel los.
Kommen sie bitte mit, so hier ist mein Büro.
Er führte mich in einen modern eingerichteten Raum, an einen der dort stehenden Tische, saß zu meiner Überraschung, Ludmilla.
Sie lächelte mich an.
“Meine Tochter hier hat mir berichtet, dass sie alleinstehend sind.
Darum also erlaube ich mir, ihnen folgenden Vorschlag zu machen.
Ich möchte ihnen den Posten eines, sagen wir einmal, Verwalters anbieten. Ihr Job wäre, Ordnung zu schaffen bei allen Vorkommnissen, die die Menschen betreffen.
Unterstützt werden sie von meiner Tochter.
Das Einmalige, was sie erwartet ist …sie bekommen das Ewige Leben!”

“Das Ewige Leben? Wieso, wer sind sie!”
“ Ja ihre Frage ist natürlich berechtigt, ich bin, wie die Menschen sagen, der Teufel.
Das Ewige Leben bedeutet tatsächlich, -das Ewige Leben-.
Sie bleiben der Mensch der sie sind, Sie werden nicht Zaubern können oder solch einen Unfug, sie arbeiten hier im Büro, erstellen Tabellen und überwachen auch die Einhaltung der erlassenen Gebote.
Sie wohnen, mit Ludmilla, in einer kleinen Villa, haben Auto und einen Fahrer, werden immer genug Geld haben, brauchen nie mehr einen Arzt und leben also auch im Luxus.
Wäre das alles akzeptabel für sie?

So geschah es, dass ich die Rechte Hand des Teufels wurde, übrigens, ein sehr sympathischer Herr.











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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 04.11.2022. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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