Harry Straach

Ehe Saga

Eine Ehesaga

Und es begab sich zu einer Zeit, da in einem Land am großen Fluss,
die Kindlein geboren wurden. Ein jegliches in seiner Stadt.
Ein jegliches zu seinem Geschlecht. Ein Mägdelein und ein Knabe.
Und die Jahre, reich an Zahl, gingen ins Land. Und die Kinder wuchsen heran.
Das Mädchen sittsam, zu einem schönen Weibe. Der Knabe  hold, zu einem starken Mann.
Und die Jungfrau schön, ward Johanna geheißen. Der Knabe hold ward Wolfgang genannt.
So lag es wohl in der Macht des Schicksals, dass die schöne Jungfer, welche Johanna geheißen,
den holden Jüngling, welcher Wolfgang genannt, mit ihrer femininen Schönheit so betörte,
dass jener sich mit seinen Fantasien der Lust im Labyrinth der Liebe dergestalt verirrte,
dass er wohl meinte, mit dem Erwerb eines Trauscheines besagte Schöne für alle irdische Ewigkeit
als sein rechtmäßig angetrautes Eheweib über die Schwelle seines wohlfeil hergerichteten
Heimes führen zu dürfen.
Doch in Laufe der Jahre, von Ehe und Zeit, lernten beide, nichts dauert eine Ewigkeit.

25 Jahre später!
Der Wolfgang, der arme Mann, den Stress der Ehe sieht man ihm an.
Leise, ganz leise hört man ihn klagen, immer nur putzen, spühlen, Einkauftaschen tragen.
Die Gelenke,sie schmerzen so sehr. Die eheliche Pfichterfüllung klappt auch nicht mehr.
O Jahre, ihr Jahre wo seit ihr entschwunden.
Wohin sind die Zeiten, diese gesunden.
Und während sich seine Augen Tränen umrändern, quält ihn die Frage,
was wird sich noch alles ändern?
Doch nun zur Johanna, der schönen Maid.
Ach, wie vermisst sie den Jüngling, den einst sie gefreit.
Auch sie denkt, wo sind nur die Jahre geblieben,
als wir das Wort Liebe noch groß geschrieben.
Als sich noch Herz zu Herzen gefunden.
Als sie im Fluge vergingen, der Liebe Stunden.
Und dankbar nimmt sie die kleinen Geschenke des Schicksals an.
Ist doch auch nicht schlecht - ein Mann der Kochen kann.





   



 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.11.2022. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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