Günter Weschke

Fragmente einer Liebe


Im Kindergarten haben sie sich zum ersten mal gesehen, nein, damals war es noch keine - Liebe auf den ersten Blick -. 
Einige Zeit später, auf dem Buddelplatz, sah es schon anders aus.
Peter hatte seine Kuchen Förmchen mit Sand gefüllt, und die so entstandenen kleinen Kuchen, vor sich auf einen flachen Stein abgestellt.
Dann kam sie, Mona, oder besser Monika, mit einem hämischen Lachen, trat sie die Kuchen zu Sand.
In der Schule waren sie in einer Klasse, mussten sogar nebeneinander an einen Tisch sitzen.

Peters Eltern besaßen eine kleine Konditorei, während Monikas Eltern sehr reich waren.
Peters Vater war Vorsitzender Richter beim Bundesgerichtshof, seine Mutter hatte ein eigenes kleines Gestüt und war Reitlehrerin.
Ihre Villa lag etwas außerhalb der Stadt, hatte einen großen, schönen Garten und natürlich, hinter Hecken, auch einen Swimmingpool.

Eines Tages, nach der Schule, sagte Peter zu Monika, ich möchte dich gern zum Eisessen einladen, magst du?
Monika schaute ihn erst etwas skeptisch an, sagte dann aber: Ja gern!
So gingen sie in das kleine Cafè seiner Eltern.
Schau mal Mutti, wen ich mitgebracht habe, Monika.
Ja Grüß Gott Monika, das freut mich aber dass ihr Zwei hier hereinkommt, kommt, setzt euch.
Hier ist die Eiskarte, sucht euch mal was Gutes aus.
Dieser Tag war der Beginn einer Freundschaft, die in Liebe Endete.(?)

Beide waren in einander verschossen, Monika erklärte ihren Eltern, dass sie Peter liebe und es keinen anderen Mann für sie geben würde.
Mach erst einmal dein Abitur, dann reden wir weiter.

Monika wollte Anwältin werden, nach der Uni trat sie der Anwaltskanzlei  -Huber und Huber - bei.
Peter und Moni hatten sich aus den Augen verloren, aber dank Internet, standen sie ständig in Verbindung.
Peter war als Rechnungsprüfer für den Bundesrechnungshof ständig unterwegs.

Nach einem Jahr, hatte sich Monika bei ihren Eltern, (Vater) durchgesetzt, sie durften sich Verloben.
Das Verlobungsgeschenk war sehr großzügig, Monika durfte ihre eigene Kanzlei eröffnen.
Sie hatte in der Vergangenheit gezeigt, dass sie sehr erfolgreich Arbeiten konnte.
Sie stellte noch zwei Mitarbeiter ein, sowie eine junge Büroangestellte, mit Namen Evelin Hartmann.
Peter schenkte seiner Moni eine wundevolle Halskette mit einen Diamanten, die Verlobung wurde im großen Stil gefeiert und war das Gespräch in der Stadt.

Die Geschäfte der Kanzlei liefen sehr gut, Monika musste noch drei weitere Mitarbeiter einstellen.

Nach einem Jahr wurde geheiratet.
Eine Riesen Fete fand statt, Peters Eltern lieferten die Torten und Kuchen.
Am nächsten Tag ging es in die Flitterwochen, nach Jamaika.
Das war der Wunsch von Monika gewesen.

Es waren drei herrliche Wochen.
Wieder zurück, stürzte man sich in die Arbeit.
Es vergingen fünf Jahre. Ihre Ehe blieb Kinderlos.

Monika musste geschäftlich für eine Woche nach Lissabon.
Bereits nach vier Tagen waren die Geschäfte abgewickelt und sie trat die Heimreise an.

Es war schon spät in der Nacht, als sie vor ihrem Haus aus dem Taxi stieg, es brannte noch Licht im Salon
Sie öffnete die Haustür, dann die Wohnungstür und ging in den Saloon.
Hier sah sie ihren Mann, er war nackt und tanzte mit einer ebenfalls nackten Frau, um den großen Esstisch herum.
Die Frau sah Monika zuerst, mit einem Schrei ließ sie Peter los.
Jetzt hatte auch Peter seine Frau erkannt, er starrte sie an… was machst du denn hier?
Das Gleiche frage ich dich auch, erst jetzt sah sie, dass die Frau, ihre Büroangestellte Evelin war.
Los, ziehen sie sich an und gehen sie, wir werden morgen darüber reden.
Evelin ging mit hochrotem Kopf an ihr vorbei, die Sachen unter dem Arm.
Peter hatte sich seinen Morgenmantel übergezogen und saß jetzt in einem Sessel. Er sah Mona an.
Und was jetzt? Was gedenkst du zu tun?
Du, mein Lieber, nimmst dir einen oder zwei Koffer, packst dir alles ein, was du brauchst und verschwindest sofort aus der Wohnung.
Ich werde morgen die Scheidung einleiten.
Also Mona, o.K. du hast mich bei einen Seitensprung ertappt, es tut mit auch sehr Leid, aber wir sind erwachsene Menschen, wir können doch darüber Reden.
Ja, das haben wir ja jetzt getan, nimm deine Sachen und verschwinde.
Das ist ungerecht!
Ich möchte nicht mit dir darüber streiten was gerecht oder ungerecht ist, pack endlich und hau ab. und lass die Wohnungsschlüssel hier.
Widerwillig kam er ihrer Aufforderung nach und ging.

Monika ging ins Schlafzimmer und sah die durcheinander gebrachte Bettwäsche.
Sie rief sich ein Taxi, nahm ihre Tasche und ließ sich in das Hotel 
Bayerischer Hof fahren, sie bat um eine Suite, eine Flasche Champagner und verbrachte den Rest der Nacht damit, weinend den Champagner zu Leeren.

Am nächsten Morgen war sie pünktlich im Büro, sie rief Evelin Hartmann zu sich.
Wie lange geht das schon?
Die junge Frau knetete ihre Hände und sagte …vor etwa sechs Monate fing es an.
Es tut mir sehr…
Nein, sagen sie nichts.
Sie werden hier weiter ihre Arbeit machen, mit der ich übrigens sehr zufrieden bin, über dieses Thema von gestern Nacht, reden wir nicht mehr.
So und jetzt an die Arbeit, bringen sie mit bitte einen Kaffee.
Evelin musste tief durch Atmen.

Monika zog die Scheidung durch.

Ein Jahr später.
Monika fährt mit einem Taxi nach Hause, als sie ihre Haustür aufschließt, fällt ein Schuss, sie bricht tot zusammen, der Täter läuft über die Straße und übersieht dabei einen, auf der anderen Straßenseite, liegenden
Gegenstand. Er stürzt und zieht sich dabei schwerste Kopfverletzungen zu.
Die ermittelnde Mordkommission kann schnell einen Zusammenhang mit dem tödlichen Schuss und dem Täter, ihren ehemaligen Ehemann feststellen.

Verliebt, Verlobt, Verheiratet.
Wer nach den Sternen greift…













 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.11.2022. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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