Michael Steinhoff

Der Friedenstraum

Der Prophet Micha schrieb schon vor ca. 3.000 Jahren:

Micha 4, 1-4

Am Ende der Tage wird es geschehen: Da wird der Berg, auf dem des Herrn Haus errichtet ist, fest stehen, höher als alle Berge und über die Hügel erhaben.

Die Völker werden zu ihm hinströmen, viele Völker werden sagen: „Kommt, lasst uns zum Berg Gottes hinaufsteigen, zum Tempel des Gottes Jakobs, dass er uns seine Gesetze lehre und wir nach seinen Ordnungen leben mögen!“

Denn vom Zion geht Weisung hinaus und das Wort Gottes von Jerusalem.

Gott wird Gerechtigkeit schaffen zwischen den Völkern und den mächtigen Reichen Recht sprechen.

Sie werden ihre Schwerter umschmieden in Pflugscharen und ihre Lanzen in Winzermesser.

Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden nicht mehr lernen, wie man Krieg fuhrt.

Ein jeder wird unter seinem Weinstock sitzen und unter seinem Feigenbaum, und niemand wird ihn schrecken.

Der Mund Gottes hat es gesprochen“.

 

Der russische Bildhauer Jewgeni Wiktorowitsch Wuntschentisch schuf dann im Spannungsfeld des beginnenden Kalten Krieges die Skulptur „Schwerter zu Flugscharen“ und Sowjetrussland schenke sie 1959 der UNO, die sie im Garten ihres Hauptquartiers in New York City aufstellte.

 

Die Symbolkraft dieser Skulptur hat Generationen von Friedensaktivisten geprägt, bes. in der ehem. DDR.

 

Heute schwärmt ein Teil die ehemals Aktiven für Waffenlieferungen in ein Kriegsgebiet und erklärt die ‚Russen’ zu Erzfeinden der Menschheit. Wer verdreht da was an der Wahrheit und verwirft den Frieden?

 

Wir scheinen in einer Sackgasse zu stecken weil keiner einen Schritt zurückweichen will.

 

Der berühmte russische Schriftsteller Leo Tolstoi machte schon vor 1900 folgenden Vorschlag:

Zwei Bauern waren unterwegs, der eine fuhr in die Stadt, der andere kam aus der Stadt. Sie stießen mit ihren Schlitten aufeinander. Der Eine schrie: „Mach den Weg frei, ich muss schnell in die Stadt“! Aber der Andere schrie: „Mach den Weg frei, ich muss schnell nach Hause!“ Sie zankten sich lange.

Ein dritter Bauer sah das und sagte: „Wer es am einigsten hat, der rücke ein Stück zurück“.

 

Der Prophet Micha schrieb davor:

Micha 3, 1 – 12

Ich predigte: Hört doch, ihr Häupter Jakobs und ihr Fürsten im Hause Israel! Ist's nicht an euch, zu wissen, was recht ist?

Aber sie hassen das Gute und lieben das Böse!

Sie fressen das Fleisch meiner Kinder und ziehen ihnen die Haut ab, sie zerbrechen ihnen die Knochen und

rühren sie wie Fleisch im Kessel, wie Bratenfleisch in der Schüssel.

Wenn sie nun zum Herrn schreien, wird er sie nicht erhören und wird sein Angesicht vor ihnen verbergen, wie sie es verdienten mit ihren Verbrechen.

Hört doch, ihr Häupter Jakobs, ihr Fürsten im Hause Israel, die ihr das Recht verabscheut und, was gerade ist, krumm macht, die ihr Jerusalem mit Blut baut und die heilige Stadt mit Unrecht!

Die Richter fällen ihr Urteil für Geschenke, die Priester verdrehen die göttliche Lehre für Lohn, die Propheten wahrsagen (eine herrliche Zukunft) für Geld. Und dabei beruft ihr euch auf den Herrn und sprecht:

Es ist doch der Herr mit uns! Wie sollte uns Unheil treffen?

Um euretwillen wird der Berg Zion gepflügt werden wie ein Acker, Jerusalem wird zum Steinhaufen werden und der Berg des Tempels mit Dickicht überwuchert sein“.

 

Ich frage mich: Sind das nur die Krieg führenden Russen in der Ukraine, die Micha hier beschreibt, oder sind es nicht all jene, die an der Waffenproduktion kräftig verdienen? Auch atomare Sprengköpfe sind gewinnbringend herzustellen, nur gibt es vermutlich nach deren Nutzung kein Danach!

 

 

Michael Steinhoff (Kieselstein) 08.11.22

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