Christian Scheffel

Airfighter: Back in the high game again!

Vorwort:

 

Die folgende Geschichte spielt im Anschluss an die Ereignisse aus Airfighter – Overwatch:

In Green-Stone-Town ist nach dem verheerenden Angriff durch Carl Schwartz´ Zwischenbasis wieder der friedliche Alltag eingekehrt, der allerdings auch die Erpresser wieder auf den Plan ruft, die Profi-Spieler Simon Riley für seine nächsten Basketball-Matches kaufen wollen. Wie versprochen, arbeitet das Airfighter-Team mit Juans Jugendgruppe zusammen, um Simon zur Seite zu stehen. Dabei kommen allerdings allmählich Hintergründe ans Licht, die eine Verbindung zu den Commodores aufzeigen, die ein ganz neues Druckmittel gegen das Airfighter-Team in die Hände bekommen könnten. Zugleich kündigt sich die unheilvolle Bedrohung an, dass die Commodores Metro-City in eine gesetzlose War Zone verwandeln und es komplett übernehmen...

 

 

 

Back in the high game again!

 

  • 1 –

  •  

Nördlich von Green-Stone-Town erstreckt sich im Wald eine Biker-Strecke unter dem strahlendblauen Sommerhimmel. Juan, Manuel und Jonathan befinden sich mit der Jugendgruppe unter den begeisterten Bikern und geben ihr Bestes auf den verschiedenen Crossbike- und Downhill-Trails. Schließlich taucht ein Biker auf, der allen die Show stiehlt und an Talent unmöglich zu erreichen ist. Als der knapp zwanzigjährige Mann schließlich bei Juan und seiner Gruppe anhält, stellt Juan ihn der Gruppe vor: „Leute, darf ich euch Phil Oaks vorstellen, den Chef hier?!“

Die Jugendlichen sind begeistert und schlagen mit Phil ein.

Jonathan: „Also, du bist in jeder Hinsicht der Chef hier, nicht nur weil dir die Anlage gehört!“

Manuel: „Echt cool, dir zuzuschauen – aber noch cooler, dich kennenzulernen, Phil!“

Phil lächelt sympathisch, indem er jeden Handschlag nacheinander annimmt:

Alles nur eine Frage der Übung – und wenn ihr jetzt regelmäßig herkommt, macht ihr mir bald ernste Konkurrenz, Leute!“

 

Am Ufer eines idyllischen Natursees inmitten des Green-Stone-Forests, der unter dem strahlendblauen Himmel seinem Namen alle Ehre macht, befinden sich Jessica, Bill und Chris beim Barbecue – oder vielmehr gerade eher herumalbernd mal im Wasser, mal am Ufer, mal auf der angrenzenden hohen Wiese...

Schließlich sitzen sie wieder zusammen am Ufer beim Barbecue, das sie einfach auf den Felsen aufgetischt haben.

Da beginnen alle drei Watchcomms gleichzeitig zu piepen, die Chris, Jessica und Bill ebenfalls auf den Felsen abgelegt haben.

Die Blicke der drei treffen sich.

Chris: „Oh, stimmt – unser eiliger Notfall!“

Chris eilt vom Essen zum Watchcomm und kommt mit diesem zurück. Er hält das Display so, dass der darauf erscheinende Juan alle drei beim Barbecue am Seeufer sehen kann. Juan lacht.

Chris: „Die Mission wird schnellstmöglich erfüllt, Juan!“

 

Die Mitglieder aus der Jugendgruppe fahren immer noch über die verschiedenen Trails und als Höhepunkt zusammen mit Phil Oaks, dessen Bike-Einlage sie komplett begeistert.
Anschließend treffen sie sich außerhalb des Bike-Parks auf einer Lichtung im Wald, wo dann unter lautem Aufheulen seiner Triebwerke Airfighter in seiner imponieren Größe landet. Juan, Manuel und Jonathan grinsen breit, während die Jugendlichen begeistert auf Airfighter zu stürmen. Chris, Jessica und Bill steigen – ebenfalls grinsend – aus, allerdings noch in ihren Outfits vom Barbecue am See.

Chris winkt Juan zu: „Mission erfüllt, Partner!“

Juan, nach wie vor grinsend, winkt zurück: „Und keine Sekunde zu spät, Partner!“
Chris, Jessica und Bill schlagen mit den Jugendlichen ein und lassen sie Airfighter und das Cockpit bestaunen: natürlich wissen die Mitglieder aus der Gruppe, dass sie nichts anfassen dürfen, und kennen die potenzielle Gefahr, die durch den Kampfflieger bei falschem Umgang ausgeht.

 

Während im Abendrot der schon tief stehenden Sonne auf der Lichtung allmählich ein weiteres Barbecue beginnt, stehen Marc und Jonathan mit Simon Riley etwas beiseite in den langgezogenen Schatten der grünen Bäume.

Simon: „Ich habe morgen wieder ein großes Match und erwarte, dass mich die Wett-Mafia dort erpressen wird – oder dass noch Schlimmeres passiert!“
Marc legt Simon seine Hand auf die Schulter:

Deshalb haben wir jetzt dir jetzt sogar das Airfighter-Team zur Seite gestellt, Simon!“
Jonathan nickt bestätigend und winkt Juan zu, der zusammen mit Manuel und Chris zu den dreien kommt. Simon schildert ihnen noch einmal, was vorgefallen ist.
Chris: „Keine Sorge, Simon – wir helfen dir auf jeden Fall da raus!“

Auch Manuel klopft Simon auf die Schulter: „Die können jetzt schon einpacken!“

Juan wendet sich an Marc: „Super, dass du so genau hingeschaut und gut reagiert hast!“

Juan klopft Marc auf die Schulter.

Simon: „Ja, dafür bedanke ich mich auch noch einmal sehr bei dir, Marc. Und danke an euch alle, dass ihr mir da raus helft!“
Zusehends geht der heiße Nachmittag in einen lauen Sommerabend über, indem die Sonne langsam am tiefblauen Himmel versinkt und das Lagerfeuer auf der Lichtung immer mehr zur Geltung kommt.

 

  • 2 –

  •  

Später am Abend ist Simon mit dem Fahrrad über den Feldweg am Rande von Northern-Gree-Stone-Town zur Sporthalle gefahren, um dort zu kontrollieren, ob seine Sporttasche für das Match am nächsten Tag bereitsteht, und in einem noch zu duschen. Als Simon nach ein paar Minuten aus der Dusche zurück in die Umkleide kommt, hört er ein Geräusch im Flur. Mit dem umgebundenen Handtuch geht er durch die angelehnte Tür um die Ecke: doch der Flur sieht leer aus. Simon geht zurück, und wird plötzlich aus der Tür der anderen Umkleide heraus von den zwei Schlägern festgehalten, die ihn schon einmal zusammenschlagen wollten.

Dir wird jetzt die Lektion erteilt, die du einfach nicht wahrhaben willst, mein Junge.“

Simon zischt durch den Würgegriff: „Das glaube ich allerdings nicht, mein Freund.“

Da sehen die beiden Männer draußen auf der anderen Seite der Fensterscheibe Juan und Jessica im Dunkel der Nacht stehen, die die beiden Schläger fest anblicken. Um die Ecken an beiden Flurenden treten Bill und Manuel hervor und bleiben ebenfalls mit festen Blicken stehen. Simon schlägt dem ihn Würgenden fest in den Bauch, sodass dieser Simon loslässt. Als der andere zum Schlag ausholen will, fasst ihm eine Hand von hinten den Arm mit einem kräftigen Griff fest: der Mann sieht Chris hinter sich aus der dritten Umkleide treten.

Chris und der Schläger stehen jetzt wenige Zentimeter nebeneinander, indem Chris ihn anzischt: „Versuch´s...“

Der Schläger senkt seinen Arm wieder, indem der andere schon langsam zum Rückzug ansetzt:

Alles klar – wenn du´s so haben willst, dann wirst du sehen, was du davon hast, mein Junge!“

Er nickt dem anderen zu, und beide eilen aus der Sporthalle hinaus in die Nacht. Juan und Jessica kommen ins Innere.

Simon: „Ich danke euch.“

Chris klopft Simon auf die Schulter.

Juan: „Vor diesen nächtlichen Überraschungen dürftest du jetzt Ruhe haben – jetzt ziehen sie das nächste Register.“

Simon: „Das Match morgen meinst du?“

Juan nickt.

Jessica fährt fort: „Ihr Boss, dieser Mister Cross, wird morgen im Publikum sein – jede Wette.“

Manuel, draufgängerisch grinsend: „Und dann wird er ein Meeting mit uns haben.“

Simon erwidert das Grinsen.

 

  • 3 –

  •  

Noch in derselben Nacht sitzt in einem schicken Wohnzimmer einer Luxussuite in einem Penthouse hoch über der nächtlichen Silhouette Green-Stone-Town-Citys ein noch relativ junger Mann in schickem Rollkragenpullover in gleich mehrfach weiblicher Begleitung bei einigen Gläsern Champagner zurück gelehnt in seinem Massagesessel und wird von den jungen Frauen verwöhnt.

Dann vibriert sein Handy, und eine der Frauen reicht ihm dieses an: er antwortet ihr mit einem kurzen Lächeln und einer dankenden Geste.

Ja?“

Die Stimme des einen von beiden Schlägern aus der Sporthalle ist zu hören:

Mister Cross, der Junge hat jetzt tatsächlich das Airfighter-Team engagiert, um sich zu schützen.“

Max Cross verzieht sein Gesicht, das bis gerade noch entspannt war: „Ernsthaft?“

Ja, Sir – sehr zu unserem Bedauern!“

Cross: „Das ist sehr unerfreulich und durchkreuzt meine Pläne!“

Max blickt zurück in Richtung seiner weiblichen Begleitung und beginnt wieder zu lächeln:

Aber ich beginne schon damit umzudisponieren – dann werden wir eine andere Vorgehensweise wählen.“

Der Mann am Telefon bleibt stumm und wartet ab.

Max hebt sein Champagner-Glas wieder in Richtung seiner Begleiterinnen:

Wir werden das Airfighter-Team mit seiner möglichen Auflösung konfrontieren...“

 

  • 4 –

  •  

Am nächsten Morgen steigt die Sonne aus den Dunstschwaden des Green-Stone-Forests empor, und Juans Jugendgruppe kriecht allmählich aus den Zelten, um die ersten Lagerfeuer schon wieder zu entfachen, um das Frühstück zuzubereiten.
Jonathan kommt zusammen mit Marc auf Juan und Manuel zu:

Da ihr beiden ja schon bei der Einsatzbesprechung in der Airfighter-Zentrale gebraucht werdet, werden Marc und ich das Frühstück aus dem Dorf besorgen und die Truppe fit machen.“
Marc: „Und dann sehen wir uns nachher bei Simons Match und sorgen dafür, dass dieser Mister Cross nicht dazwischen funken kann!“
Juan: „Super, so machen wir´s!“
Manuel: „Bis später dann!“
Juan und Manuel klopfen Jonathan und Marc auf die Schulter und fahren mit Chris´ geliehenem Auto zurück zur Airfighter-Basis.

 

5 –


In der neuen oberen Etage von Chris Haus sitzt das Airfighter-Team zusammen in der luxuriösen Sitzecke vor dem großen Panoramafenster, das ebenfalls in den soeben vollzogenen Sonnenaufgang weist und die Frische des neuen Tages spürbar macht: durch die gekippten Fenster strömt die belebende Morgenluft herein, angefüllt von den Düften des Green-Stone-Forests.
Das Frühstück hat hier stattgefunden, und während noch ein paar letzte Brötchen oder Müsli gegessen werden, wechseln Jessica, Chris, Bill sowie die kurz zuvor eingetroffenen Juan und Manuel nach und nach durch die Glasschiebetür hinüber in die neue Hightech-Computerzentrale.
Auf einem der Bildschirme ist das Dossier Max Cross´ zu sehen zusammen mit einem Foto.
Bill: „Ich habe das Polizeiarchiv anzapfen dürfen und wir wissen über Mister Cross, dass er die Aktien mehrerer Unternehmen zu einem großen Teil aufgekauft hat und Mitbesitzer daran ist. Finanziell hat er mehr als ausgesorgt und lebt in einem luxuriösen Penthouse in der City.“
Jessica, ahnungsvoll grinsend: „So weit die offizielle Version seines Dossiers, richtig?“
Bill erwidert das Grinsen: „Absolut – unbestätigten Anschuldigungen zufolge hat er seine Finger tief in den Geschäften der Wettspiel-Mafia stecken und ist möglicherweise sogar eine der führenden Figuren in diesem Milieu!“
Juan: „
Unbestätigten Anschuldigungen zufolge bedeutet also, dass nie etwas Offizielles gegen ihn vorgebracht oder juristisch bestätigt worden ist?“
Bill: „So ist es in der Tat: offiziell ist er ein unbescholtener Bürger und hat sich nichts zu Schulden kommen lassen außer den üblichen Anschuldigungen, die Leute in seiner Position nun einmal ertragen müssen.“
Chris hat Cross´ Profil genau durchlesen und denkt gerade laut: „Ich würde ihn sogar so einschätzen, dass er, kommt man ihm zu nahe, das Blatt wendet und selbst juristische Schritte einschalten würde...“
Bill: „In der Tat ist dies in der Vergangenheit wohl auch schon mehrfach geschehen, jedoch nie nennenswert gewesen, um es in seinem offiziellen Dossier zu vermerken.“
Manuel: „Aber die Botschaft ist klar: wer sich mit ihm anlegt, verliert und wird mit den eigenen Waffen geschlagen!“
Bill: „So scheint es zu sein.“
Jessica: „Mit Sicherheit auch ein Grund dafür, wieso es keine offiziellen Anschuldigungen gegen ihn gibt.“
Chris: „Dann werden wir etwas kreativer vorgehen müssen – jedenfalls werden wir nicht zulassen, dass er Simon in die Hände der Wett-Mafia drängt!“
Alle fünf zeigen einvernehmliche Blicke und wenden sich wieder der großen Computerwand zu.
Juan, an Chris gerichtet: „Wie lauten die Missions-Parameter, Commander?!“
Chris hebt seinen tatenfreudigen Blick, dem deutlich das Schmieden eines Planes anzusehen ist...

 

  • 6 –

  •  

Am Mittag beginnt das Basketball-Match auf dem Sportplatz, der erhöht über Northern Green-Stone-Town inmitten des Waldes liegt. Vom strahlend blauen Himmel scheint die nun im Zenit stehende Sonne und die Plätze sind mit Zuschauern gefüllt: das Spiel beginnt und Simon und seine Mannschaft treten an.
Unauffällig unter den Zuschauern befinden sich die Teilnehmer aus Juans Jugendgruppe zusammen mit Jonathan und Marc, die von ihren verschiedenen Positionen aus sowohl das Spielfeld als auch die Zuschauerränge genau im Blick behalten.
Juan und Manuel befinden sich in der Aufsichtskabine und beobachten von hier das komplette Geschehen, parallel dazu sitzt Jessica im Cockpit Airfighters, der hinter dem Spielfeld zwischen ein paar Abstell- und Gerätehäuschen unauffällig gelandet ist. Mithilfe der Fernüberwachung und gekoppelt an die Bildübertragung der Kameras am Sportplatz behält sie das Geschehen ebenfalls im Auge. Jessica funkt sofort die übrigen Teammitglieder an, als sie wie zu erwarten auf einem der Bildschirme Mister Cross entdeckt:

Ich habe Cross entdeckt: er sitzt unter den Zuschauern auf einem der Logenplätze.“
Juan und Manuel wechseln einen zufriedenen Blick miteinander: „So haben wir es doch erwartet!“
Alle Mitglieder des Airfighter-Teams sehen das Bild Cross´ auf ihren Watchcomms.

Chris und Bill befinden sich, in der Funktion der Platzwarte, am Rande des Spielfeldes und behalten von hier vor allem das Geschehen unter den Spielern genau im Auge.

Das Match verläuft allerdings ohne Zwischenfälle – wenn auch bei den starken Mannschaften alles andere als ereignislos!

Am Ende verlässt Simon glücklich und ausgepowert das Spielfeld und schlägt mit einigen seiner Fans ein, für die er sich extra Zeit nimmt, als diese von der Tribüne auf ihn zu kommen.

Simon sieht, wie das Airfighter-Team überall patrouilliert hat.
 

Nach dem Basketball-Match tritt Max Cross zu Chris und Bill; von den Zuschauerrängen gesellen sich Juan, Jessica und Manuel dazu.

Cross: „Commander Hawk, ich möchte mich Ihnen gern vorstellen: Maximilian Cross. Jedoch gehe ich recht in der Annahme, dass ich das nicht mehr brauche?“
Chris vermeidet geschickt, einen Handschlag entgegennehmen zu müssen, verhält sich aber dennoch höflich und zugleich bestimmt:

In der Annahme gehen sie recht, Mister Cross. Was verschafft uns die Ehre?“
Cross: „Nun, wissen Sie: mir ist nicht entgangen, dass Sie den neuesten Anwärter, ein von mir gesponserter, talentierter Star zu werden, mir abwerben wollen.“
Chris: „Gesunde Konkurrenz, Mister Cross: das werden Sie doch verstehen!“
Max lacht: „Aber selbstverständlich verstehe ich das, und ich möchte diesen gesunden Konkurrenzkampf nun nur noch weiter anheizen!“
Bill kneift die Augen zusammen: „So – und wie gedenken Sie, das zu tun?“
Cross: „Nun, meines bescheidenen Erachtens nach stellen Sie als Airfighter-Team nicht die beste Liga für unseren neuen Jungstar dar.“
Chris: „Das mag ja durchaus sein, Mister Cross, jedoch sollte das Mister Riley doch wohl selbst entscheiden.“
Cross: „Aber selbstverständlich, nichts anderes wollte ich damit andeuten. Jedoch sollte er ja auf seine finanziellen Sicherheiten bedacht sein und nicht mit einem Sponsor anfangen, der droht, in Insolvenz zu gehen!“
Chris: „Oh ja, davon würde ich ihm dringend abraten, Mister Cross. Ähnliche Argumente haben wir vorzubringen. Mir war jedoch bisher nicht bewusst, dass wir drohen, insolvent zu gehen.“
Chris dreht sich, etwas gespielt, zu Bill, der mit gleichem Gesichtsausdruck, gespielt ahnungslos, den Kopf schüttelt: „Aber mitnichten: die Buchprüfung sieht bestens aus, Chris.“
Max lacht erneut: „Nun, vielleicht kann ich Ihnen da Abhilfe leisten: Die Airfighter-Technologie, produziert von Bill Smith in Konstruktionshallen, getarnt im Green-Stone-Forest, wird zu einem großen Teil von mir mitfinanziert; ich habe ebenfalls an Airfighter-Constructions einen Großteil der Aktien aufgekauft.“
Bill und Chris zeigen nun böse überraschte, ahnungsvolle Blicke.
Max kostet diese Blicke aus und ergänzt grinsend: „Jetzt verstehen Sie die drohende Insolvenz, meine Herren, meine Dame – und wenn ich den Geldhahn zudrehe, wird es schwierig, weitere Airfighter-Technologie zu konstruieren: nach und nach werden Ihnen die Ersatzteile fehlen, und Sie werden in Insolvenz gehen, wenn Sie verstehen, was ich meine!“
Bild zeigt einen erbosten Blick, während Chris zischend antwortet:

Ich glaube, wir verstehen Sie sehr gut, Mister Cross.“
Cross: „Und verstehen Sie mich richtig: Ich weiß Ihren Einsatz im Dienste der Weltsicherheit sehr zu schätzen, und wir alle sind Ihnen zu größtem Dank verpflichtet! Wäre es nicht vermessen von Ihnen, Ihre Fähigkeit, unseren Zukunft zu schützen, auf´s Spiel zu setzen, dadurch dass Sie in das Sportgeschehen eingreifen?“
Bill funkelt Max mit einem bösen Blick an:

Oder die Erpressung eines jungen Spielers zu verhindern?!“
Chris: „Das wäre es uns nämlich auf jeden Fall wert!“
Cross: „Das haben nun Sie gesagt, und ich bitte Sie lediglich, Ihren Standpunkt noch einmal sehr gründlich zu überdenken. Einen schönen Weiterverlauf des Tages wünsche ich Ihnen!“
Cross nickt den beiden sowie Jessica, Juan und Manuel noch einmal zu und geht über den Platz davon. Nun kommen auch Mark und Jonathan zum Airfighter-Team hinzu, das am Rande des Spielfeldes steht.

Jonathan: „Das sieht nach erster Kontaktaufnahme auf. – Gibt es etwas Neues?“
Marc: „Euren Blicken zufolge nichts Gutes...“
Juan: „Leider überhaupt nicht – wir sind auf einige Schwierigkeiten gestoßen!“
Manuel: „Aber das bedeutet nur, dass die Sache eine größere Herausforderung darstellt – richtig?!“
Alle drehen sich einvernehmlich zueinander, und Jessica antwortet für das Team:

Selbstverständlich – wir bekommen das auf jeden Fall hin!“
 

Kurz darauf stehen Chris, Jessica, Bill, Juan und Manuel zusammen in der neuen Computerzentrale der Airfighter-Basis.

Manuel: „Diese Drohung von Mister Cross geht weit unter die Gürtellinie!“

Juan: „Und verfehlt ihre Intention allerdings auch in keinster Weise!“

Jessica: „Meinst du, er würde wirklich so weit gehen und uns lahmlegen?“

Bill: „Er hat selbst gesagt, als wie wichtig auch er unseren Einsatz befindet.“

Chris: „Irgendwie passt das noch nicht zusammen: ich glaube tatsächlich nicht, dass er so weit gehen würde – aber zugleich will er unbedingt erreichen, dass wir uns von Simon fernhalten...“

Chris blickt nachdenklich durch die Glasschiebetür in die gemütliche Sitzecke mit der großen Panoramascheibe nach draußen: „Aber ich habe eine Idee, wie wir klarer sehen können!“

 

  • 7 –

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Am Abend leuchtet das Erdgeschoss des großen Hochhauses in Green-Stone-Town-City in vielen Discofarben und erhellt die umliegenden Straßen: hier findet gerade eine Party statt, als Jessica, Juan und Simon am Eingang vorgefahren kommen. Nach Vorzeigen ihres Ausweises erhält Jessica die Genehmigung, auf dem für die Gäste des heutigen Abends reservierten Firmenparkplatz zu parken. Die drei gehen in schicker Abendgarderobe zum Firmeneingang, wo sie allerdings von der Security aufgehalten werden. Als Max Cross dies mitbekommt, tritt er neugierig hinzu.

Jessica: „Guten Abend, Mister Cross.“

Cross: „Guten Abend zusammen – leider muss ich Ihnen mitteilen, dass Sie nicht eingeladen sind, so leid mir das auch tut.“

Jessica dreht sich zu Simon, der ihr mit einem einvernehmlichen Nicken antwortet.

Jessica: „Auch dann nicht, wenn sich Mister Riley dazu entschieden hat, für ihr Team zu spielen, Mister Cross?“

Simon ergänzt lächelnd: „Ich möchte gern meinen guten Willen zum Ausdruck bringen, Mister Cross.“

Sofort beginnt Mister Cross, breit und zufrieden zu lächeln: „Aber das ist selbstverständlich etwas anderes: Gerne dürfen Sie auf diese Party kommen, es wäre ansonsten eine grobe Unhöflichkeit meinerseits, Sie als unserer neuestes zu sponserndes Mitglied nicht miteingeladen zu haben!“

Cross nickt der Security zu, woraufhin Jessica, Juan und Simon eintreten dürfen.

Cross: „Selbstverständlich gilt die Einladung für Sie alle – herzlich willkommen!“

Juan, strahlend: „Vielen Dank, sehr zuvorkommend.“

Simon nimmt Max´ Händedruck an: „Vielen Dank, Mister Cross.“

Max;: „Auf den Start einer langen und ertragreichen Zusammenarbeit, Mister Riley!“

Jessica lächelt Max verführerisch zu.

Gleichzeitig steuert Airfighter im Dunkel der Nacht im tiefen und schallgedämpften Landeanflug auf das Hochhaus in der City zu, indem auf die Cockpitscheibe eine schematische Abbildung projiziert wird, die in dieser Sekunde das Büro Max Cross´ in einer der obersten Etagen detektiert hat. Dicht vor dem Gebäude zieht Airfighter wieder hoch, und Chris, Manuel und Bill springen mit einer Kletterausrüstung ab: die harpunierten Seilhaken klemmen sich sofort an der Fassade fest, und die drei starten ihre Raketenrucksäcke, woraufhin an der Fassade nach oben rennen. Als sie am Fenster des Büros ankommen, drücken sie sich flach an die Wand und ihre Tarnanzüge sorgen dafür, dass sie im vorbeigleitenden Scheinwerferlicht nicht auffallen. Sofort nehmen Sie Laserschneider und schneiden ein Fenster aus der Dichtung, das sie leise nach innen auf den Boden stellen: die drei klettern ins Büro und setzen Nachtsichtgeräte auf. Das schematische Scanbild des Büros, das draußen von Airfighter aufgenommen und fortlaufend ausgewertet wird, ist auf den Watchcomm-Displays der drei zu sehen und wird sekündlich um immer weitere Details ergänzt, bis ein Safe detektiert worden ist. Hier wird auf den Watchcomm-Displays der neuralgische Punkt der Datenaufbewahrung detektiert und angezeigt. Schließlich blickt Manuel auf.

Chris: „Das ist verwunderlich – offenbar hat Mister Cross seinen Plan, Simon zu kaufen, gecancelt, nachdem das Airfighter-Team auf den Plan getreten ist!“
Bill „Das leuchtet ja auch ein, denn niemand will diesen Ärger haben.“
Manuel: „Aber wieso gibt er das dann weiterhin vor und legt sich sogar mit uns an?“
Chris: „Mein Gefühl sagt mir mehr denn je, dass das Ganze mittlerweile in eine andere Richtung läuft: wir wissen etwas noch nicht, ein Puzzle-Teil fehlt uns noch.“
„Oh ja, ich glaube, ich bin soeben fündig geworden, was das letzte Puzzle-Teil angeht!“
Chris und Manuel treten neugierig zu Bill.
„Hier ist ein Vertragspartner aus Metro-City in Erscheinung getreten, dem daran liegt, dass die Kontrolle über die Airfighter-Technologie gewonnen wird!“
Chris und Manuel blicken mit böser Erkenntnis auf.
Chris: „Das war das fehlende Puzzle-Teil!“
Manuel: „Also haben sie Simon aufgegeben, nachdem sich das Airfighter-Team eingeschaltet hat, aber dafür wollen sie nun die Airfighter-Technologie kontrollieren?!“
Bill: „Der Auftrag aus Metro-City ist aktuell.“
Manuel: „Und du hast uns ja sehr deutlich berichtet, was dort gerade vor sich geht!“
Chris trifft die abgrundtief finstere Erkenntnis: „Ich befürchte, wer auch immer hinter den Commodores steckt, will als nächstes das Airfighter-Team kontrollieren.“

 

Mit einem kurzen Elektro-Impuls aus seinem Watchcomm hackt sich Chris in Cross´ Computer und kopiert die Dateien über Funkverbindung in den Airfighter-Computer. Nach nur wenigen Minuten ziehen sich Manuel, Bill und Chris wieder aus dem Büro zurück und kitten den Fensterrahmen mit einem Spezialkleber, so dass die Glasscheibe wieder fest sitzt und keine Spuren hinterlassen werden; auch ihre Kletterausrüstung haben die drei rückstandslos von der Fassade entfernt.

Airfighter senkt sich vom dunklen Nachthimmel erneut bis auf Höhe der obersten Etage herab, und die drei springen an Bord. Sofort zieht Airfighter wieder hoch, noch bevor der Scheinwerfer ein weiteres Mal an dieser Stelle der Fassade entlang leuchtet.

Auf der Party stehen Simon und Juan an der Bar.

Juan blickt Simon an: „Meine ich das nur oder wird dir hier relativ wenig Beachtung geschenkt? – Verstehe mich bitte nicht falsch.“

Juan grinst, und Simon erwidert das Grinsen: „Ich habe genau das gleiche gedacht – dafür, dass Mister Cross mich angeblich ja unbedingt anwerben will.“

Jessica steht zusammen mit Max Cross bei einem Glas Champagner in der Mitte der Eingangshalle am Rande der Tanzfläche.

Cross: „Ich weiß es sehr zu schätzen, dass Sie sich richtig entschieden haben, denn wir möchten ja weiterhin nicht auf die Dienste des Airfighter-Teams verzichten.“

Jessica: „Die Alternative wäre ja auch ziemlich ernüchternd gewesen.“

Cross: „Das stimmt, aber dennoch hätten Sie sich anders entscheiden können. Ich jedenfalls bin froh, dass Sie sich für uns entschieden haben.“

Jessica, nach wie vor zu Cross´ Zufriedenheit mitspielend: „Darauf sollten wir anstoßen!“
In diesem Moment spricht Jessicas Mini-Ohrhörer an, den niemand sehen kann, und Chris meldet sich: „Jessie, sofort Rückzug – Cross hat es schon lange nicht mehr auf Simon abgesehen, sondern auf die Übernahme des Airfighter-Teams! Ich weiß nicht, was sie mit Simon auf der Party noch vorhaben, aber vielleicht wollen sie ihn jetzt aus dem Weg haben!“
Unauffällig nickt Jessica Juan zu, indem sie Mister Cross anspricht:

Entschuldigen Sie mich bitte für einen Moment.“

Indem Jessica in Richtung der Toiletten geht, stehlen sich Juan und Simon, auf die im Moment keine Aufmerksamkeit mehr gerichtet ist, zum Nebeneingang. Alle drei treffen sich draußen, wo Jessica gerade aus dem Toilettenfenster geklettert kommt.

Juan: „Ich habe Chris gehört.“

Simon: „Was ist denn los?“

Juan: „Cross will gar nicht mehr dich aufkaufen, sondern ist mittlerweile an der Übernahme des Airfighter-Teams interessiert.“

Jessica: „Nun ist die Frage, was sie mit dir jetzt vorhaben, wenn sie dich nicht mehr brauchen – jedenfalls war die Party dafür ein ungünstiger Ort.“

Simon: „Oh, verstehe.“
 

Jessica, Juan und Simon verlassen das Erdgeschoss des Gebäudes und steigen draußen in ihr Auto ein. Max Cross blickt den davon fahrenden hinterher, als er gemächlich aus dem Haupteingang tritt und seinen Blick die dunkle nächtliche Straße entlang schweifen lässt.

Im Lichte der Straßenbeleuchtung betätigt er sein Funkgerät:

Schalten Sie unseren neuen Profispieler doch bitte aus!“

Aus einer Garage auf der Rückseite des Hauses und vom Haupteingang ungesehen, fahren direkt sechs Limousinen mit getönten Scheiben auf die nächtliche Straße hinaus, die um das Gebäude herum am Haupteingang vorbeifahren Max Cross dreht sich mit einem bösen, zufriedenen Grinsen um und betritt wieder das Erdgeschoss, um zurück zur Party zu gehen.

 

Juan sieht in den Rückspiegel: „Ich glaube wir bekommen schon eine Eskorte!“

Jessica sieht es beim Fahren: „Ja, sie müssen auch von Cross´ Penthouse aus gestartet sein.“

Simon: „Das lässt allmählich durchschimmern, ob sie noch etwas mit mir vorhaben...“


Jessica liefert sich ein haarsträubende Verfolgungsjagd mit den Limousinen, aus denen nun mit Automatikgewehren geschossen wird: in ihr Auto schlagen immer mehr Kugeln ein! Juan lehnt sich aus dem Fenster, indem Simon ihn festhält, und reißt eine Schranke im Vorbeifahren aus der Verankerung. Als ihnen dann eine der Limousine entgegenkommt, schleudert Juan die Schranke in die Windschutzscheibe hinein, sodass die Limousine in voller Geschwindigkeit donnernd gegen eine Betonwand kracht. Sofort geht die haarsträubende Verfolgungsjagd weiter, und die nächste Limousine ist Jessica bereits dicht auf den Fersen, aus der erneutes Automatikfeuer rattert. Mit einer scharfen Wende versteckt sich Jessica mit dem Auto knapp in einer Seitenstraße. Hier warten Jessica, Juan und Simon zwei Sekunden ab, indem sie einander fest in die Augen blicken. Dann gibt Jessica Vollgas und rammt die in exakt diesem Moment vorbeifahrende Limousine von der Seite, so dass diese von einer Brücke gestoßen wird.
Nun sehen sich Jessica, Juan und Simon allerdings von den vier verbliebenen Limousinen auf einer Hauptstraßenkreuzung umzingelt: die Automatikwaffen sind bereits ausgerichtet! Da senkt sich Airfighter, laut aufheulend, von der nächtlichen Skyline und im Gegenschub seiner Positionstriebwerke bis dicht über die Straße herab: er zieht sofort wieder hoch und schleudert damit drei der vier Limousinen im hohen Bogen durch die Luft und gegeneinander sowie gegen zwei Gebäudewände; beim Aufstieg rammt Airfighter die vierte, das Automatikfeuer ununterbrochen haltende Limousine in voller Fahrt, woraufhin diese über ihn hinweg auch die Seite geschleudert wird.
Airfighter landet in einem imponierenden Anblick neben Jessicas völlig ramponierten Auto auf einem großen Platz in der City, wo noch viel nächtliches Treiben herrscht und Zivilisten in dieser lauen Sommernacht draußen bei kühlen Getränken sitzen: alle kommen staunend herbei, halten aber gebührenden Abstand, da sie das Airfighter-Team im Einsatz erkennen.
Chris, Bill und Manuel schauen sofort, ob Jessica, Juan und Simon in Ordnung sind: den dreien geht es gut. Aus der Ferne heulen schon die Polizeisirenen, und Bill tritt nach vorne:

Ich regle das schon.“

Chris klopft Bill auf die Schulter: „Alles klar.“

Langsam gleitet die Perspektive nach oben über die nächtliche, immer noch heiße City hinweg in den Sternenhimmel, während unten aus dem rauchenden Szenario des halsbrecherischen Verfolgungsspektakels Rauch aufsteigt, Flammenherde lodern und sich das blaue Schimmern der Einsatzfahrzeuge der Polizei nähert.
 

  • 8 –

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Im Morgengrauen befinden sich Chris, Jessica, Bill, Juan, Manuel und Simon in der Wohnecke mit dem großen Panoramafenster: draußen streicht über die Gebirgsstreifen des Green-Stone-Forests der Nebel durch den Wald um das Grundstück herum, und am Horizont zeigt sich langsam, rot glühend, der Sonnenaufgang.
Juan: „Also können wir davon ausgehen, dass nun das Airfighter-Team Ziel von Cross´ Bestrebungen ist.“
Chris: „Definitiv, seine Beziehungen reichen nach Metro-City, wo offenkundig die Commodores die Kontrolle über das Airfighter-Team oder zumindest den Zugang zur Technologie verwalten wollen.“
Jessica: „Das verlagert die Gefährdung auf eine ganz andere Ebene, weg von der ursprünglichen Erpressung Simons durch die Spiele Mafia.“
Bill: „Absolut – und in Metro-City steht sowieso gerade alles Kopf! Ich denke, wir werden heute oder morgen dorthin beordert werden...“
Chris blickt Bill an, da er an dessen Stimme die erneut aufkommende emotionale Zerrissenheit seine Freundes wahrnimmt, die dessen letzter Einsatz in Metro-City wie eine tiefe Wunde hinterlassen hat. Bill bemerkt Chris´ Blick und erwidert diesen, dankend für die mentale Unterstützung.
Manuel: „Aber können wir uns ganz sicher sein, dass Cross´ Schläger nun von Simon ablassen?“
Juan: „Heute ist das finale Match, richtig?!“
Simon: „Das ist korrekt – für dieses Spiel wollten sie mich ursprünglich einkaufen!“
Chris: „Dann werden wir heute das Spiel überwachen und noch einmal zum Einsatz kommen. Danach sollten sie das Interesse an dir verloren haben.“
Simon: „Cool – vielen Dank! Und was genau hast du vor?“
Christian wechselt mit Juan und Manuel einen wissenden, breit grinsenden Blick.

 

  • 9 –

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Am frühen Nachmittag steht Chris´ Auto auf dem großen Parkplatz vor dem Main Police-Department: Bill und Chris befinden sich gerade im Inneren in Captain Carters Büro, wo sie mit diesem sprechen.
Carter: „Auf jeden Fall eine sehr beunruhigende Perspektive, wenn dieser Mister Cross die Kontrolle über die Produktion der Airfighter-Technologie übernehmen kann beziehungsweise über das Fortbestehen Ihres Kommandos – zumindest was die Ressourcen angeht!“
Chris: „Nicht zu vergessen die Connections nach Metro-City!“
Carter: „Was also, wie Sie vermuten, einen Kontakt zu den Commodores darstellt.“
Bill: „So ist es. Und wir wissen ja, wie es momentan um Metro-City steht!“
Erneut treffen sich die Blicke Bills und Chris´: wiederholt wird Bill durch Chris´ mitfühlenden Blick aufgefangen, den er dankbar erneut zur Kenntnis nimmt.
Carter: „Wir erwarten auch, dass Sie spätestens morgen nach M.C. beordert werden. Wir wissen leider auch nicht genau, wie es dort um den Polizeiapparat zur Zeit noch aussieht!“
Chris: „Demzufolge hat sich die Lage dort wohl dramatisch zugespitzt, Captain?“
„Davon gehen wir aus, Commander: während Sie weltweit gegen Schwartz´ Organisation vorgehen mussten, haben die Ereignisse um M.C. einen Verlauf verheerenden Ausmaßes angenommen. Allerdings haben wir auch keine sicheren Informationen mehr, da der Kontakt nicht mehr besteht.“
Bill: „Dann gehen wir vom Schlimmsten aus, Captain!“
Chris: „Oder zumindest davon, dass die Infrastrukturen wirklich nicht mehr funktionieren.“
Captain Carter: „So oder so werden sie dann vor Ort die Connections von Cross zu den Commodores untersuchen müssen.“
Chris: „Wenn wir dazu überhaupt noch kommen...“
Bill: „Wieder einmal wird es immer komplizierter...“

 

  • 10 –

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Hoch über Green-Stone-Town-City wird der Sonnenschein in den großen Fensterscheiben zu Mister Cross´ Penthouse reflektiert. Cross sitzt hinter seinem Schreibtisch und telefoniert gerade:

Sehr wohl, dann machen wir das genau so.“

Die nicht unbekannte Stimme eines weiteren Mannes ist durch das Telefon zu hören:

Oberste Priorität hat jetzt für Sie, dem Airfighter-Team die Ausstattung und Konstruktion der Airfighter-Technologie zu versagen, damit sie unseren Konditionen nachgeben müssen!“

Cross: „Ja, ich verstehe: ohne Ressourcen und Nachschub muss das Airfighter-Team nach Ihren Regeln spielen.“

Und damit kann es uns hier in M.C. nicht mehr dazwischenfunken, denn die Stadt wird gerade unter unsere totale Kontrolle gebracht.“

Cross: „Erwarten Sie meine Anwesenheit jetzt ebenfalls in Metro-City?“

Ja, kommen Sie her, sobald es Ihnen möglich ist. Wir setzen unsere Arbeit hier gemeinsam fort.“

Cross: „Dann werde ich morgen aufbrechen.“

 

In einem ebenfalls nicht unbekannten, schick eingerichteten Büro ist die Hand von Cross´ Telefongesprächspartner, auf einem luxuriösen Schreibtisch aufliegend, zu sehen:

Sehr gut, Mister Cross. Die Commodores stehen bereit, die Stadt zu übernehmen, und warten einzig auf meinen Befehl!“

 

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Am späteren Nachmittag steht die Sonne hoch am blauen Himmel über dem Spielfeld, auf dessen Tribüne zahlreiche Zuschauer Platz genommen haben, unter anderem auch Juans komplette Jugendgruppe. Simon konzentriert sich auf das startende Match und hat sich bereits aufgewärmt. Dann beginnt das Spiel. Chris, Bill und Jessica sitzen im Cockpit des hinter dem Spielfeld im Green-Stone-Forest unter den Bäumen verdeckt stehenden Airfighters: auf den Überwachungskameras behalten sie das Spielfeld und die Zuschauer genau im Auge. Juan und Manuel, die zusammen mit der Jugendgruppe auf der Tribüne sitzen, sind über Watchcomms dazugeschaltet.

 

Während Simon sein Finales Match beginnt, befindet sich das Airfighter-Team in Airfighter außerhalb des Geländes im grünen Wald: sie behalten die Überwachung des kompletten Spielfeldes und der unmittelbaren Umgebung auf Airfighters Schirmen. Tatsächlich sind einige von Cross´ Handlangern am Rande des Spielfeldes verteilt und deichseln es so, dass sie sich immer wieder einwechseln, um Simon zu foulen. Doch sofort reagieren Jonathan und Manuel und fangen mit drei weiteren Mitgliedern der Jugendgruppe die Schläger direkt auf dem Weg aufs Spielfeld ab und drängen sie bei den Umkleiden gegen die Wand.

Jonathan blickt die Schläger drohend an: „Lasst es lieber bleiben – wir wollen doch fair spielen!“

Manuel untermauert die Drohung mit einem herausfordernden Blick.
 

Einer von Cross´ Männern, der doch eingewechselt ist, sieht es nun auf Simon ab. Doch Simon kann ihm inmitten des Korblegers, bei dem er selbst gefoult werden sollte, ein Bein stellen, so dass der andere zu Boden fliegt, als er eigentlich angreifen wollte, was wie ein Fehltritt aussieht – sehr zur Belustigung der Zuschauer.


Jessica und Juan sehen am oberen Ende der Tribüne, etwas versteckt hinter den Plätzen zwei Leute mit Luftgewehren, die tatsächlich auf Simon anlegen! Jessica springt von Airfighter aus oben auf die Tribüne, wo sie mit Juan zusammentrifft: beide springen mit Anlauf von hinten auf die Zielenden und überwältigen sie. Die Schüsse gehen in die Luft.

Schließlich kommt der Anführer des Schlägertrupps und zwei weiteren ins Stadion, jedoch werden sie von Chris und Bill, die ebenfalls aus dem dicht über dem Boden schwebenden Airfighter abgesprungen sind, abgefangen und an die Wand gerammt. Zwar greifen Cross´ Männer in der Tat noch zu ihren mitgenommenen Baseballschlägern, jedoch können Chris und Bill sie mit wenigen gekonnten und absolut sitzenden Nahkampf-Schlägen völlig außer Gefecht setzen.

Alle wechseln von ihren Positionen aus einen Blick miteinander und signalisieren sich „OK“.

 

Nach dem erfolgreichen Sieg gegen Cross´ Wett-Mafia ist Juans komplette Jugendgruppe auf Chris´ Grundstück eingekehrt, um mit Simon zusammen den Abschluss zu feiern und ein Barbecue zu veranstalten. Hier schlafen die Feiernden mitten in der Nacht ein und genießen den sternenklaren Sommerhimmel mit der lauen Nachtluft.


 

Epilog –


Nachts werden Bill und Chris wach durch einen Donnerschlag und den zuvor gleißend aufleuchtenden Blitz. Beider Watchcoms piepen, und sie begeben sich sofort über die schicke Holztreppe in die neue Computerzentrale in der zweiten Etage, die beim Ankommen spärlich erleuchtet wird. Ein Bild-Funkspruch Captain Carters geht ein: Carter sitzt immer noch völlig übernächtigt an seinem Schreibtisch auf dem Polizeirevier.

Lieutenant Brown, Commander Hawk, wir haben nun Rückmeldung aus Metro-City: die Stadt wird von den Commodores völlig übernommen und in ein Terror-Regime umgewandelt – sie ist nun offiziell zur War Zone erklärt worden!“
Ein Blitz draußen jenseits des großen Panoramafensters gleißt durch Chris´ und Bills Gesichter: beide blicken entsetzt, aber zugleich gefasst Carter auf dem Bildschirm entgegen und zeigen gebannte Blicke der bösen Vorahnung. Das Donnergrollen draußen wirft dem auf das Airfighter-Team zukommenden Einsatz in der War Zone Metro-City einen unheilvollen Schatten voraus – dem Einsatz, der soeben, noch in dieser Gewitternacht begonnen hat.
Regen beginnt, heftig ans Fenster zu prasseln, und die Ansicht dunkelt mit diesem hypnotisierenden Geräusch der lähmenden finsteren Vorahnung nach und nach völlig ab...

 

 

Story by Christian Scheffel –

Hallo zusammen,

in diesem Jahr habe ich an mehreren neuen Airfighter-Stories (und auch anderen) gearbeitet, sodass jetzt mehrere Geschichten in den Startlöchern stehen. Ich bin dabei, sie nach und nach zu vernetzen, damit die Übergänge stimmen; manchmal füge ich auch noch eine Story dazwischen ein. Diese Reihe an Airfighter-Stories setzt die Ereignisse nach der Trilogie "Overwatch" fort. Allerdings arbeite ich immer noch am dritten Teil von "Overwatch" und werde ihn erst nachträglich veröffentlichen können. Aber trotzdem möchte ich schon beginnen, die neue Story-Line online zu stellen. Nach und nach wird sich die Lücke schließen und die Reihe immer weiter fortgesetzt...

Vielen Dank für Euer Interesse!

Liebe Grüße
Christian Scheffel
Christian Scheffel, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.11.2022. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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