Günter Weschke

Der Krampus kommt


Die wunderschöne, fröhliche Weihnachtszeit kommt immer näher, wir freuen uns auf Geschenke, Köstlichkeiten, Ruhe, eben auch auf die Stille Nacht.
Hier bei uns in Deutschland, können wie Allem in Ruhe entgegen sehen, aber, oh je, wie sieht es im Nachbarland Österreich damit aus?
Also, ich habe es einmal Erlebt, dort möchte ich nicht -Kind - zur 
Weihnachtszeit sein.

Bei uns kommt der Weihnachtsmann mit Englein, er hat zwar eine Rute dabei, aber mit ihr werden keine Kinder geschlagen, es wird gedroht, oder es gibt mal einen kleinen Klappserl auf den Po, aber nein, geschlagen wird nicht.

Dagegen geht es schon Tage vorher, in österreichischen Familien zu, als würde am Heiligen Abend, jedes unartige Kind, nicht nur Gefoltert, sondern auch so arg verängstigt werden, dass es einen lebenslangen Schaden davon bekommt.

Dieser Krampus, eine gar schrecklich anzusehende Gestalt, eingezwängt in einen furchtbar anzuschauenden, Fratzen ähnlichen Kopf, mit glühenden Augen und grimmigen, aufgerissenem Maul, aus dem unartikulierte Laute, brüllend Quellen, sodass nicht nur die Kinder, sondern auch Erwachsene um ihr Leben Fürchten müssen.

Kinder versuchen, sich unter Tischen, in Schränken oder in  sicher geglaubte Truhen zu verstecken, aber nichts wird ihnen Helfen, der Krampus kommt ja nicht allein, mit seiner Begleitung, ebensolchen hässlichen Helfern, die kichernd oder auch drohend, alle Kinder finden, sie gewaltsam zum Krampus bringen, der ihnen dann ihre kindlichen Untaten, die sie im vergangenem Jahr verübt hatten, vorhält, seien es Dinge gewesen, wie, die alte Großmutter die Stiegen zum Keller hinunter geschubst zu haben, und dazu fragend gelacht haben,…ja warum rennst du denn so?
Oder wenn man der Großmutter eine Brausetablette ins Nachtgeschirr gelegt hatte, was war dann das Gelächter groß, wenn der Topf überlief.

Na ja, kleine, harmlose Späße eben, die jedoch keinesfalls den Aufmarsch dieser wüsten Typen, wie Krampus und Konsorten, erforderlich gemacht hätten.

Viele der so gepeinigten Kinder, haben einen lebenslangen, seelischen Schaden davon getragen.
Ja, es wird sogar mit den mitgebrachten Ruten gezüchtigt.

Aber fragt man die Eltern, warum sie das zulassen, sagen diese: 
“Na, das hat uns ja auch nicht geschadet, wir haben es überlebt!”

Aber ist das eine Einstellung den Kindern gegenüber?

Wir aus einer zivilisierten Welt, also aus Deutschland, können mit dem Krampus nichts anfangen, unsere Kinder sind lieb, es schaut doch lustig aus, wenn sie sich an wichtigen Kreuzungen, im morgendlichem Berufsverkehr, am Straßenpflaster festkleben, oder?

Mein Vorschlag, es sollte eine Umgehungsstraße dafür gebaut werden!
Nicht, dass noch eines unserer Lieblinge etwa angefahren wird.



 




 










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