Jürgen Malodisdach

Seltsames/Ominöses

Seltsam bis ominös

 

Es gibt Dinge, Situationen, Erlebnisse in unserer Welt, für die es oft keine Erklärungen gibt. Immer wieder passiert etwas, für das der Betroffene keine Deutung hat. So hatte ich vor einiger Zeit eine sehr seltsame / ominöse Begegnung.

Es war Nacht. Ich war allein. Meine Frau war , wie öfter einmal , im Garten geblieben. Das machte sie in den Sommermonaten bei angenehmen Temperaturen immer wieder einmal. Der Bungalow war ordentlich ausgestattet. Nicht nur mit allem notwendigen Mobiliar sondern auch mit Strom und Wasser und Abwasser eingerichtet. Bei Bedarf oder Notwendigkeit konnte man sehr angenehm leben und auch übernachten.

Ich war also diese Nacht allein zu Hause .Ein paar Stunden vergingen so und ging als ich es für nötig erachtete ins Bett. Alles ganz normal. Das zweite Bett war also unbenutzt und so zugedeckt , wie es einmal gemacht wurde.

Ein paar Stunden vergingen so. Plötzlich hatte ich ein unbestimmtes unruhiges Gefühl. Als wäre ich nicht allein im Raum. Und richtig. Neben mir im Bett lag meine Frau. Dachte ich im ersten Moment. Also eine Frau war das schon, die da lag. Aber meine Frau war das nicht.

Sie war bekleidet mit einem dunklen Hosenanzug, wie man ihn zum Spazierengehen anzieht. Ich hatte mich aufgerichtet, sah sie an und sagte , nanu bist du doch noch mitten in der Nacht aus dem Garten hierher gekommen? Und warum gehst du angezogen ins Bett.

Die Frau richtete sich auf. Ich kannte sie nicht , sie sah mich an. Sagte kein Wort, stand langsam auf. Sie war schlank und groß. Aber irgendwie sah sie sehr unnatürlich aus. Mit einem Gesichtsausdruck eher wie eine Puppe. Machte noch ein paar Schritte zur Zimmertür, die immer offen steht. Dann drehte sie sich zu mir um und sagte leise zu mir, willst du etwas tun? Tue lieber nichts..

Ich tat auch gar nichts. War einfach und sowieso sprachlos über das Geschehen. Wußte auch gar nicht, was ich hätte tun sollen oder können. Die Frau stand dann im Türrahmen, sah mich an und wurde urplötzlich ganz langsam immer unscheinbarer. Wie ein sich verflüchtigender Nebel löste sie sich auf und war verschwunden.

Peng sagte ich mir , jetzt verblödest du langsam. Müßte vielleicht mal den Arzt wechseln. Oder siehst Gespenster. Oder war das ein Alien aus einer anderen Welt. Oder habe ich geträumt. Aber nein sagte ich zu mir selbst. Das Bett neben mir ist ja zerwühlt, also hat jemand darauf gelegen. Diese Frau etwa im Straßenanzug. Ja wenn sie wenigstens ohne Anzug und sonstige Kleidungsstücke hier gelegen hätte, hätte ich sie vielleicht nicht weg gejagt.

Dann wäre da nur noch die Frage, wie sie überhaupt in die Wohnung gekommen ist. Denn die ist ja sicherheitshalber immer abgeschlossen. Und ich habe sie sicher nicht herein gelassen. Und daß sie sich wie im Nebel verflüchtigt. Alles unverständlich. Auch etwas unheimlich. Und wirklich passiert.

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