Hei Leni Gou

Gendersprache

Gendersprache
Wie sie ein*e Autor*in traf und warum sie darauf gestoßen ist.

Unwillkürlich musste sie sich jetzt damit beschäftigen, weil sie begonnen hatte ihre Schriften ins Reine zu schreiben und zu lektorieren.
Dabei stieß sie immer mehr darauf wie die Dinge denn nun zu benennen waren.
Oh sorry, "dachte sie," schon wieder eine Stolperfalle
Die Dinge, Das Dinge oder jetzt Der Dinge.
Wie bitte...Das kann doch wohl nicht ernst gemeint sein.
Da sitzt ca. 35 % der Bevölkerung ein Pups mächtig quer, weil ihnen ein großes Maß an Selbstwert und Selbstvertrauen fehlte.
Menschen die die Beurteilung von außen brauchen, weil sie sich nicht selbst vertrauen, versuchten nun die sprachliche Welt auf den Kopf zu stellen.
Etwas was hunderte von Jahren überdauert hatte sollte jetzt nicht mehr passen, weil viele selbst nicht wissen wer sie sind. Definitiv ein Idenditätsproblem.
Und die Problematik einzelner sollte jetzt auf schriftliches Kulturgut abgewälzt werden. Danke, dann konnte sie als Autorin und Philosophin ja ganz einpacken. Sinnlos ihre Worte. Wer wird sie in Jahren noch verstehen, oder lesen wollen, wenn sich das durchsetzen sollte. Konnte sie sie nun endgültig in die Tonne kloppen.
Dann doch lieber gleich Bücherverbrennung und von vorne anfangen.
Hier ging es um Akzeptanz einer einzigen Lebensrichtung und nicht um die aller Menschen. Dieser Ansatz war nicht mehr als Heuchelei.
Wenn sie mal Autor genannt wurde, wusste sie doch, dass sie nicht als Mann angesprochen wurde. Denn sie war eine Frau, durch und durch und keiner wusste das besser als sie. Und es lag an ihr zu zeigen wer sie war und dass sie das genauso gut konnte wie ein Mann. Mit ihrem eigenen Selbstvertrauen. Das musste sie nicht auch noch damit beweisen indem sie darauf bestand zwanghaft Autorin genannt zu werden.
Was war los in dieser gemeinsamen Welt.
Mal nachgeschlagen im Genderwörterbuch, sollte sie sich nun sogar bücherschreibende Person nennen.
Wow...Was für eine Diskriminierung. Erwartete das jetzt einen Gegenschlag?
Sie war keine Person im seelischen Sinne. Sie war ein Mensch.
Die Person wurde vom Vatikan ins Spiel gebracht, um den Menschen zu versklaven. Mit einer Person brachte man permanent auf die juristische Schiene und machte sie als Menschen rechtlos. Die Person wurde dem Menschen über die Geburtsurkunde aufgedrückt, um ihn zum Sklaven zu machen. Person kommt von Persona, das ist lateinisch und heißt Maske. Mit persona bekommt der Mensch eine Maske aufgesetzt um ihn rechtlos zu stellen und zu missbrauchen.
Voila, sie wollte Mensch genannt werden. Einer von vielen Fehlern im Gender-Wörterbuch, aus ihrer Sicht.
Jaaaa...Sie konnte es auch so maßlos übertreiben, die Verantwortung für sich selbst auf andere schieben, so Aufmerksamkeit für ihr Ego bekommen und von den wichtigen Dingen des Lebens ablenken.
Man oh man (ohje, schon wieder ein nicht passendes Wort. Deutsche Sprache, schwere Sprache), lasst die Bäume im Wald und beschäftigt euch mit den realen Problematiken des Lebens, ging es ihr durch den Kopf.
Jeder darf das Sein was er Ist und was er sein will. Auch mit ihr war nicht jeder einverstanden. Weil auch sie zur Andersartigkeit tendierte und nicht Neurotypisch angepasst sein mochte. Aber deswegen musste sie sich nicht einen Stempel auf die Stirn setzen und darauf bestehen, dass dies jeder absegnet. Es lag alleine an ihr selbst was sie daraus machte und wie sie damit umging.
Solange sie niemandem damit schadete und in anderen, ganz intimen Lebensbereich eindrang.
Aber wenn es dann direkt in "ihren" eigenen Lebensraum, durch andere, durch fremde Menschen, durch Zwang und durch Druck, die sie überhaupt nicht kannte ging und sie als schreibenden Menschen angegriffen, sie ausgebremst wurde, ja dann hatte sie auch was zu sagen und wehrte sich.

©Eleni Goud

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.12.2022. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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