Günter Weschke

Erna und Icke, so ham wa uns kennen jelernt

 

Na ja, watt soll ick saren, damals, vor zwee Jahren bin ick mal in Berlin zum Tanz jejangen, bei -Walterchen-, so hieß dett Etablissement, aba der Inhaba hieß ooch so.
Der war ooch nich jroß, aba der war imma jut druff.
Er hatte ooch den -Vakehrten Ball- erfunden, dabei mussten die Damen, die Männa zum Tanz ufffordan, dett jab dann imma een ordentlichet Jedränge.
Dabei stand Walterchen imma an die Tanzfläche und dirigierte mit eenen kleenen Stock, die Musika.
Ett war imma voll und jeder kam jerne hia her.
Weil ett also imma voll wa, bin ick uff eenen Stuhl jeklettert, um bessa sehen zu können und da hat mia die eene Dame jesehn, hat sich durch die Menge jewühlt und hat mia zum Tanz uffjefordert.
Als ick nun vom Stuhl runta jestiejen bin, war ick ja viel kleena als sie, abe dett hat ihr janicht ausgemacht, vielleicht war se ooch een bischen anjetütat und hat dett nich mal jemerkt.
Beim tanzen bin ick ihr een paar Mal uff die Beene jetreten, abe die hat et wegjesteckt wie een Dieb seine Beute.
Jedenfalls ham wa een paar Male zusammen jetanzt und in die Nacht habe ick se dann nach hause jebracht.
Vor ihre Haustüre hab ick mia bedankt, jab ihr die Hand und wollte jehn,
Aba - Erna, -so hieß sie- zog mia plötzlich int Haus, schleifte mia di via Treppen hoch , bis zur Wohnung ihrer Eltern, legte mia die Hand aus Maul und zog mia in ihr Zimma.
Ehe ick watt saren konnte, küßte se mia so heftich, ick war ohne Atem und schon halb bewusstlos, als ett so richtich zur Sache jing.
Watt soll ick saren, am andern Morjen warn wa valobt.
Ihr Eltern warn froh und ick war jlücklich, dett ich noch lebe.

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