Andreas Rüdig

Kannibalismus

Kannibalismus ist  das Verzehren von Artgenossen oder Teilen davon. Der Kannibalismus ist in fast allen menschlichen Gesellschaften mit einem (Nahrungs-)Tabu belegt. Ajnthropophagie ist der Verzehr von Menschenfleisch durch Menschen.
 
Duisburg liegt an der Grenze vom Ruhrgebiet zum Niederrhein, dort, wo die Ruhr in den Rhein fließt und hat einen der größten Binnehäfen der Welt. Seit heute ist Duisburg auch Standort einer ungewöhnlichen Gastronomie: nämlich des "Kannibalen von Ruhrort.

"Wo viele Seeleute durchkommen, gibt es auch ein ganz normales Familienleben," berichtet Valentin der Koch. "Verlobungen kommen genauso vor wie Heiraten, Taufen oder Todesfälle."

Was aber tun, wenn im Hafen unbekannte Tote im Wasser aufgefunden werden? Leute, die niemand kennt und dementsprechend noch weniger vermißt?

Pragmatisch, wie Seeleute nun einmal sind, werden die Leichen nicht einfach beerdigt. "Solane sie nicht als Wasserleichen verdorben sind, werden sie zu mir gebracht," berichtet Karl-Dietrich, der Inhabre des Restaurants. "Ich kann so ziemlich alles verwerten, Ober- und Unterschenkel, Oberarme, Bauchspeck u. v. m. Meine Spezialität: der Ruhrorter Menschenmagen. Er ist mit Meeresfrüchten und Gemüse gefüllt."

Ist diese Form der Menschenverwertung aber nicht illegal? Allein schon aus Gründen der Hygiene, SItte, Anstand, Moral und des guten Geschmacks? "Naja, offiziell schon," gesteht Karl-Dietrich. "Wie wollen Sie aber kontrollieren, ob das Schnitzel auf Ihrem Teller vom Kalb, Schwein oder Ihrer Schwiegermutter ist?"


Meine Schwiegermutter? Wie soll das denn gehen? Ich müßte doch merken, wenn sie fehlt! "Das sagen Sie in Ihrem jugendlichen Leichtsinn," erinnert sich Karl-Dietrich. "Ich hatte hier tatsächlich schon eine Landratte, der seine Schwiegermutter umgebracht hatte und die Leiche dann gewinnbringend an mich verkaufen wollte. Ich mußte aber ablehnen. Die Frau war zu alt, das Fleisch zu zäh."

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