Günter Weschke

Erna und Icke, uffn Volksfest

 


“Mensch Otto, morjen is Volsfest uff der jroßen Festwiese im Park, wolln wa nich mal hinjehn?”
“Ach Erna, da sin imma so ville Menschen, die trampeln mia imma uff die Beene!”
“Quatsch, du hast nu mal so jroße Beene, da musste eben mal uffpassen!”
“Na jut, jehn wa morjen mal hin, aba da müssen wa schon früh uff stehn, so jejen elfe!”
“Klaro mein Ottochen!”
“Na jut et ist fast zwölfe jeworn, aba fort Volksfest reicht et alle mal!”
“Ottoooo, wo haste denn jestan mein BH hinjelecht?”
“Na in’n Kuhlschrank!”
“Wat, in’n Kühlschrank, warum denn dete?”
“Deine Dinga sin imma so heiß, wenn ick se anfasse!”
“Jut, ab morjen fasste se nich mehr an!”
“Mach ick doch aba so jerne , Ernakin!”
“Na mal sehn wat wird!”
“So, anjezoren sin wa, denn könn wa losjehn!”
“Erna, koofste mia ooch Zuckawatte?”
“Otto, die kannste dir doch ooch selba kofen!”
“Nee, kann ick nich, du hast mia doch jestan mein Taschenjeld abjenom.
Blos weil ick uffn Klo geroocht hab!”
“Klar, det hatte ick dia ja ooch vaboten, Strafe muss sein, aba weil wa heute uffn Volksfest jehn, jebe ick dia die zwee Euro zurück!”
“Wirklich, du bist imma so jroßzürich zu mia!”
“Du, Du, Erna, kiek mal, da vorne jibt et Zuckawatte, darf ick hinjehn?”
“Nu loof schon, Pass aba uff, det Zeuch klebt imma so!”
“Möchteste ooch mal lecken, Erna? Nee, aba sach mal, wie siehst du denn im Jesicht aus; bist ja janz weiß?”
“Darfst mia aba nich hauen, det war der Wind, der hat mia die janze Watte int Jesicht jeblasen!”
“Ick hab doch jesacht -Pass uff!”
“Komm, ick vasuch mal, dia det Zeuch mit Spucke abzuwischen.!”
“He Sie, lassen Sie sofort das Kind los!”
“Wat, meen se mia?”
“Ja Sie, lassen Sie das Kind los!”
“Welchet Kind denn?”
“Na das, welches Sie in den Schwitzkasten genommen haben!”
“Mensch, det is mein Mann, den mach ick bloß nen bissken sauber!”
“Na mein Kleiner, ist wirklich alles in Ordnung?”
“Ja, ja, ick vatrare bloß nich imma ihren Achselschweiß, da wird mia imma übel!”
“Komm weita Otto, da vorne is een Grusel-Kabinet, da jehn wa mal rin!”
“Halt dia jut fest, nich dette mia hia valorn jehst!”
“Huuh, haste die Hexe und den Teufel jesehn, die wollte mia anfassen!”
“Komm bloß raus hia, det war ja richtich jruselich!”
“Leute seht mal, den kleinen Kerl da, der sieht ja aus, als käme er direkt aus dem Grusel.Kabinett, der sieht ja richtig komisch aus!”
“Sie Männeken, nu passen se mal uff, der kleene Kerl hier, is mein Mann und so schrumpelig hatte er schon vorher aujesehn, komm Otto, jehn wa weita!”
“Erna, eijentlich habe ick jetzt keene Lust mehr hia weita rum zu loofen, aba bevor wa nach hause jehn, möcht ick mit dia noch ne Maß Bia trinken und ne Wurscht essen, wat meenste?”
“Ja Otto, komm det machen wa!”
“Setzt dia mal schon da hin, ick hol allet her!”
“Na mein Herr, Sie wünschen?”
“Jehmse mia zwee Maß Bia und zwee Paar Bockwurscht, aba mit Senf!”
“So bitte schön, hatte leider nur Mostrich, aber der schmeckt auch gut, wird’s denn gehen?”
“Ja, jeht schon.!”
“Ja geht’s noch? Seht euch das an, das Kind trägt zwei Maß Bier und dazu noch zweimal Bockwurst, Kinderarbeit ist hier in Bayern verboten und dazu noch in Verbindung mit Alkohol, ich rufe mal die Polizei!”
“So Erna, hia haste mal deine Maß und ne Wurscht, prost Erna!”
“Hallo, stopp, stopp, stopp, stell sofort das Bier hin, Sagen Sie mal Frau, Wie können sie einem Kind erlauben, in der Öffentlichkeit Bier zu trinken, zeigen Sie mal Ihren Ausweis!”
“Hören se mal, sie uniformierta Uniform Träja, det Kind is mein Mann und dem habe ick erlaubt Bia zu trinken, vastanden?”
“So, das soll Ihr Mann sein, hat er denn schon einen Ausweis?”
“Otto, zeich ihm deinen Ausweis”
“Hia issa!
“Ja tatsächlich, Sie sehen, na ja sehr freundlich gesagt, sehr jung aus, dann entschuldigen Sie bitte und ich wünsche noch einen schönen Aufenthalt!”
“Otto komm, det Bia schmeckt mia hia nich mehr, jehn wa nach hause, machen wa et uns da jemütlich!”
“Siehste Otto, hia isset doch am jemütlichsten, hilf mia doch mal den BH auszuziehn, aba wärm dia erst deine Finga, eh de mia anfasst!”
“Ach Erna, ett is imma so schön, wenn de mia zeichst, dette jut zu mia bist.
Wat machen wa morjen?”
“Ausschlafen Otto, ausschlafen!”

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