Rolf Grebener

Aprilscherz


Am ersten April hatten die Schulanfänger zu meiner Zeit ihren ersten Schultag.
 Gleichzeitig ist dieser der Tag der Tag der Aprilscherze. 
Gegenüber der Schule gab es einen Bäckerladen. 
Dieses Geschäft wurde von dem Bäckermeister Harm Sitzmann und seine Schwester 
Hermine betrieben. 
Während Harm in der Bäckerei zu schaffen hatte, war seine Schwester Hermine für den 
Verkauf zuständig. Das zwei Personengeschäft war sehr anstrengend. 
War Harm überfordert, sollte man ihn bitte nicht ärgern.
In den Unterrichtspausen gab es für Hermine viel zu tun. 
Für fünf Pfennig gab es schon Leckereien. Ein Rosinenbrötchen war unter Anderem schon für
 den Preis zu haben.
An diesem besagten ersten April war etwas passiert, das für den Bäckerladen eine
Katastrophe war. Hermine war krank geworden. Harm war ohne seine Schwester in 
der Bäckerei unsicher und überfordert. Der zusätzliche Ladenverkauf ließ ihn verzweifeln.
Wir Kinder von der dritten Klasse fühlten uns groß, schließlich waren wir schon acht. 
Es war der erste April! Natürlich musste jemand in den April geschickt werden.
Ein Schulanfänger war für uns wie geschaffen dafür.
Werner Trauernicht, ein kleiner Junge im grünen Trachtenanzug schien uns geeignet.   
Der Junge bekam von uns fünf Pfennig und einen Einkaufszettel für den Bäcker in die Hand
 gedrückt.
Der Bäcker war gerade dabei, Brote aus dem Ofen zu nehmen. Dann wieder die Ladenklingel. 
Nach kurzer Zeit kam er in den Laden gestürmt. „Was willst,“ fragte er den kleinen Werner
 unwirsch. Werner gab dem Bäcker unseren Zettel. Das Bäcker las: 
 „Für fünf Pfennig Mückenfett.“ Wütend faste der Bäcker Werner an den Kragen und warf 
den kleinen Kerl aus dem Laden.
Für Werner war es tröstlich, dass er die fünf Pfennig auch ohne Mückenfett behalten durfte.

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