Günter Weschke

Erna und Icke, Otto und dett Sylvesta Feuerwerk



Na ja, eijentlich wollte ick ja nicht darüba schreim, aba dett soll ja jetzt ooch eene Warnung an alle sein, die noch Feuerwerk im Kellern lagern.

Ick hatte mia also eenen großen Pappkarton besorcht, den ick mit allerhand Böller und so, jefüllt hatte.
Den schleppte ick kurz vor Mittanacht, uffn Balkon.
Bewaffnet mit ‘ner großen Schachtel Streichhölza, wartete ick nu, bis ett zwölfe wurde.

Erna hatte sich uff unsa Klo zurück jezoren, weil se dett Jeknalle nich vatraren konnte.

Punkt zwölfe jing ett denn richtich los.
Mit vor Uffrejung zittander Hand, vasuchte ick, een Streichholz an zu zünden, aba dabei brach imma der Kopp ab, dett waren, gloobe ick, noch welche aus die DDR.

Aba denn, een Holz brannte, aba ooch hia fiel der brennende Kopp ab und jenau in mein Karton.
Ehe ick zugreifen konnte, knisterte et und zichte, so dett ick schnell int Wohnzimma sprang, aba ick konnte janich die Türe so schnell zu machen, wie die Böller hinta mia her, in die Stube floren.

Unsa alter Sittich, fiel vor Schreck tot von die Stange, der schöne, große Kristallspiejel zerbarst in tausend funkelnder Glassplitter, ooch die Couch mit den Rotweinflecken, begann zu brennen.
Als dann ooch noch unsa großer 70” TV von die Wand fiel, war dett Kaos komplett.

Also, dett Feuawerk in Neukölln, war een Scheißdreck dajajen.

Als denn die Feuawehr unsere Wohnung stürmte und die janze Wohnung unta Wassa setzte, kam endlich ooch Erna vom Klo runta.
“Watt iss denn passiert? Sind etwa in Frankreich die Atom Meila Explodiert?”

“Nein gute Frau, ihr Sohn hat nur etwas herum gespielt.”

Dett Schlimme aba war, wia mussten for een paar Tare in een Hotel ziehn, die Hotelrechnung war ziemlich hoch, danach kam ooch eene Rechnung von die Feuawehr, 300 Euro kostete der Spaß.

Danach hat mia Erna die Rechnungen um die Ohren jehaun und üba ihr Knie jelecht, zwee Tare konnte ick nich Sitzen.



 











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