Günter Weschke

Berg Heimat



Wenn morgens schon die Sonne lacht,
heißt es : Hurtig aufgewacht.
Es ruft der Berg, es lockt die Höh’
dort droben liegt sogar noch Schnee.

Die Frische des Morgens lässt mich leicht Frösteln, aber der heiße Kaffee tat gut und so begebe ich mich, frohen Mutes, auf den abenteuerlichen Weg zum - Joch Gründel -, einen schwer begehbaren Berg, mit einer Höhe von etwa 2700 Metern.

Bereits nach wenigen hundert Metern, spüre ich die aufkommende Wärme der Sonnenstrahlen. Auf einen schmalen Fußpfad durch einen schönen Mischwald,  begleitet von den Stimmen der Federtiere, fühle ich die aufkommende Freude, heute einen schönen Tag zu Erleben.

Am kleinen Weiher mache ich Halt, hier steht auch eine kleine Bank, ich betrachte sie als - meine Bank -.
Bei meinen vielen Wanderungen und immer wenn ich dann hier vorbei komme, setze ich mich und lass meinen Blick über das ruhige Wasser gleiten.
Eine behagliche Stille umfängt mich.
Wasserläufer auf dem Weiher, Libellen schwirren in der Luft, diese flinken Flugkünstler begeistern mich immer wieder.
In den kleinen Büschen raschelt es, Bäume Knarren und das leise Rauschen der Blätter, zaubern eine stimmungsvolle Atmosphäre herbei.

Aber jetzt muss ich weiter, ein langer Weg liegt noch vor mir.

Langsam lichtet sich der Wald, rechts und links liegen blumige Wiesen und vor mir erhebt sich lockend der - Joch Gründel -.
Den zuerst noch leichten Anstieg, begleiten die Bäume des Alpenvorlandes, je höher ich komme, werden diese durch krüppelige Bergkiefern ersetzt.

Nach etwas mehr als drei Stunden, habe ich es geschafft.
Das Gipfelkreuz grüßt mich, aber auch die Bergdohlen kommen immer näher.
Ich setze mich auf einen Stein, atme tief durch und betrachte die fernen Gipfel von Mönch und Eiger.
Ein berauschendes Gefühl steigt in mir auf.
Dem Himmel so nah und doch so weit entfernt davon.

Meine Brotzeit teile ich mit den Dohlen.

Als ich Stimmen höre, erhebe ich mich, es sind also noch weitere Kletterer unterwegs.
Nach “Hallo” und Woher und Wohin“, verabschiede ich mich.

Dem Abstieg muss ich meine ganze Aufmerksamkeit schenken, ein einziger Fehltritt…!

Am spätem Nachmittag erreiche ich mein Haus.
Katerchen hat mich vermisst und zeigt seine Freude, indem er immer wieder um meine Beine herum streicht.

Es ist schön, wieder Daheim zu sein.










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