Doris Fischer

Geschundene Seelen

Fast täglich wird man in den Medien mit Berichten  zum Thema „ Missbrauch in der katholischen Kirche“ konfrontiert – mittlerweile ist es  eine schier unendliche Anzahl von Jugendlichen, die auf hinterhältige Art und Weise von katholischen Pfarrern sexuell missbraucht werden, die übergriffig werden, und nicht zuletzt auch noch Gewalt anwenden, um ihre krankhaften Triebe und Begierden an den Jungen und Mädchen auszuleben, sei es bei Begegnungen bei Gemeindefesten, nach Gottesdiensten in der Sakristei, bei Veranstaltungen für Messdiener, bei  organisierten  Besuchen im Pfarrhaus…..überall dort wo Pfarrer und Jugendliche in einer Situation aufeinander treffen, die die lüsterne Annäherung  an das „Opfer“  zur  Folge hat und  die Abhängigkeit der Kinder und Jugendlichen von der „fürsorglichen Person“ , dem Pfarrer, offensichtlich macht.

In Deutschland werden in jedem großen und kleinen Bistum  immer  mehr Missbrauchsfälle aufgedeckt, die sich teilweise bereits vor Jahren und Jahrzehnten ereignet haben. Eine beinahe unfassbare Zahl von Missbrauchsopfern, die die katholische Kirche zu verantworten hat. Aber diese Skandale wurden erstaunlich lange unter dem Deckmantel der kirchlichen Moral versteckt gehalten, damit die Gläubigen ja nichts erfahren, was für unglaublich schmutzige  Ereignisse sich in ihrer „heiligen Kirche“ abspielten und bis zum heutigen Tage noch abspielen.

So etwas  muss man sich einmal vor Augen führen  – in einer Kirche, die von sich behauptet, die einzige wahre und richtige Kirche zu sein, mit ihren überhöhten Moralvorstellungen, ihren kirchenrechtlichen Vorschriften, ihrer ablehnenden  Haltung gegenüber Frauen, ihrem absolut überkommenen Festhalten am Zölibat – in dieser Kirche werden tausende von Kinder, Jungendliche, Jungen und Mädchen von Pfarrern sexuell missbraucht.

Diese Pfarrer behaupten dann von sich, „Seelsorger für ihre Schäfchen“ zu sein, zu denen die Gläubigen Vertrauen haben können und mit allen Fragen und Problemen ein Ohr bei ihnen finden.  Das ist alles aber nur scheinheiliges Getue, denn ich Wirklichkeit sind diese Pfarrer keine „Seelsorger“ sondern „Seelenschinder“, weil sie die Seelen der Missbrauchsopfer mit ihren sexuellen Attacken zerstören, weil sie die Abhängigkeit der Jugendlichen  und jungen Erwachsenen , die sich für diese Kirche engagieren, schamlos ausnutzen , um an ihnen  ihre krankhafte und kaputte Sexualität zu befriedigen.

Diese Opfer haben oft ein ganzes Leben lang unter diesen schrecklichen Erfahrungen zu leiden und benötigen in ganz vielen Fällen therapeutische Hilfe.  Die Pfarrer dagegen dürfen weiterhin in dieser Kirche und Gemeinde tätig sein, und alle ihre Schandtaten werden unter den Teppich gekehrt und oftmals nur als Kavaliersdelikt abgetan.  

Wie kann man zu solchen Pfarrern noch Vertrauen haben? 

Wie soll man solchen Pfarrern  noch Glauben schenken?

Was soll man von solch einer Kirche als Gläubiger noch halten?

Woher soll man wissen, welcher Pfarrer Schuld auf sich geladen hat und welcher nicht?

Was ist das für eine Kirche, die das alles zulässt und die nicht wirklich darauf pocht und das ehrliche Interesse daran hat, dass alle Missbrauchsfälle zügig aufgeklärt werden und die Opfer entsprechende seelische und soziale Rehabilitation empfangen?

Das ist eine Kirche, die es nicht mehr verdient hat,  weiterhin als „Kirche“, in der man sich als Gläubiger  aufgehoben und angenommen fühlt, bezeichnet zu werden. Diese Kirche ist zu einer „Brutstätte sexuellen Missbrauchs“ geworden und hat in der ernsthaften Aufarbeitung der Missbrauchsfälle kläglich versagt.  Die Gläubigen jedoch sind mittlerweile zurecht von ihrer Kirche massiv enttäuscht  und fühlen sich nicht mehr ernst genommen.  Die Antworten darauf sind mit ständig steigenden Zahlen an Kirchenaustritten und teilweise sogar mit Kirchenschließungen belegt.

Wenn es so weitergeht, wird die katholische Kirche keine weiteren 2000 Jahre mehr fortbestehen, sondern schon bald  in ihrem eigenen Sumpf ersticken.

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.02.2023. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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