Günter Weschke

Mensch und Teufel



Wenn wir uns einmal die Mühe machen und Versuchen, nur so in den Tag hinein zu Leben, werden wir Erkennen, die Schönheit unserer Welt, wurde nur für uns Menschen Erschaffen.

Die Tiere, welche in den Tiefen unserer schönen Wälder Leben, Erkennen diese Schönheit nicht.
Für sie bedeutet der Wald nur Schutz.

Dem Fuchs ist ein schönes Kornfeld völlig egal, wenn er nur einen der Hasen, die dort Leben, Erwichen kann.

Auch der Steinadler, der hoch über eine einmalig schöne Bergwelt schwebt, blickt nur nach unten, um dort vielleicht ein verendetes Tier zu entdecken, welches er Fressen kann.

Uns Menschen öffnet sich das Herz über all die Pracht, die uns die Natur schenkt.

Unser Leben ähnelt der Dauer eines Jahres, wir sind Jung, erleben den Frühling unseres Daseins, sind voller Power, wollen etwas Erreichen, streben immer weiter nach vorn.

In der Mitte des Jahres, haben wir vielleicht schon viel erreicht, oder aber auch nicht.
Wir hatten Zeit, uns auf diese Zeit vor zu bereiten.

Nun können wir im Herbst, die Ernte unseres Leben “einfahren”.
Aber können wir auch im Alter gut davon Leben?
Können wir uns, die schon längst fällig gewesene Reise, endlich leisten?
Haben wir dann noch genügend auf der “hohen Kante” , um uns im Alter gut versorgt zu Wissen?

Der Herbst des Lebens zeigt uns, ob wir im Sommer des Lebens
erfolgreich waren.
Denn jetzt im Herbst, können wir unser Leben kaum noch ändern, wir müssen mit dem auskommen, was wir haben, meist ist es wenig, selten mehr.

Wenn wir dann, des Lebens Winter erleben, sitzen wir oft im Rollstuhl, sind ans Bett gefesselt oder benötigen rund um die Uhr eine Pflege.
Die Winter des Lebens können bitter kalt und einsam sein.

Wir müssen uns damit abfinden.

Der Braunbär, welcher in Italien einen Jogger angegriffen und getötet hat, hat nicht den Jogger gejagt, er hat nur die Beute gesehen, die seinen Hunger stillen könnte.
Er kennt keine Gedanken an verzweifelte Eltern, an Kinder, die jetzt ohne ihren geliebten Vater, aufwachsen müssen.

Für seinen Naturtrieb, muss er jetzt erschossen werden.

Dieser Bär ward für die Jagd geboren, er muss Fressen um zu überleben.

Wir Menschen sind dagegen ganz anders, wir Jagen das Wild aus Jagdlust, aus Lust auf -Hirschkeule im eigenem Saft-, auf Rehrücken mit Kraut und Kloß, auf Wildschwein Pastete und anderem.

Wir sind die Mörder von unserem Vieh, welches auf grünen Wiesen steht, oder grunzend im Stall, welches uns täglich ein Ei schenkt und welches an Festtagen, als Braten, auf den Tischen vieler Menschen steht.

Wir Reden oft über den Teufel, also Reden wir nur über uns!


 
















 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 23.04.2023. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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